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KevJames 16.10.2021 23:50

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1628976)
Geht mir ähnlich. Meinetwegen kann es mit der Truppe direkt losgehen.

Interessant, was so alles als "gute Politik" angesehen werden kann. :Cheese:

Gute Politik zeichnet sich eigentlich gerade dadurch aus, dass sie mindestens einer Interessengruppe "weh tut", in anderen Phasen bedeutet sie mehr Stillstand. Scheint so, als seien "wir" von CDU/SPD bereits so daran gewöhnt worden sein, dass es kaum noch auffällt.

In diesem Sinne hat A.M. dann wohl eine Zeitenwende kreiert.

Hafu 17.10.2021 07:13

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1629016)
Deswegen fährt jeder tesla über 220 km/h

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1629018)
An dieser Liste sieht man schön die Höchstgeschwindigkeit der e-Autos.
44 Modelle haben 200kmh oder mehr.
Ich kann daraus nicht ableiten, dass es ein de fakto Tempolimit mit e Mobilität geben wird.

Rede mal mit E-Autofahrerm, belese dich entsprechend oder schau dir wenigstens YT-Videos an. Wenn du dir das "de-Fakto.Tempolimit" aus einer E-Auto-Höchstgeschwindigkeitsliste nicht ableiten kannst, musst du offensichtlich etwas tiefer in die Materie "batterieelektrische Mobilität" einsteigen.:Huhu:

Servicepost:
Die allermeisten, die auf Autobahnen (derzeit mit Verbrennern) schnell fahren, tun dies nicht primär aus Freude am Rasen, sondern um früher anzukommen.
Um mit E-Autos schnell anzukommen, muss man möglichst wenig oder keine Ladestopps unterwegs haben. Da der Verbrauch bei E-Autos bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 prozentual stärker ansteigt als bei Verbrennerautos und Laden mehr Zeit kostet als Tanken, gewöhnt man sich Rasen mit E-Auto automatisch ab.

Die Tesla-Car-Software empfiehlt bei jeder ins Navi eingegebene Tour auch gleich die optimale Geschwindigkeit, um so früh wie möglich am Zielort anzukommen. Ob man grob von dieser Empfehlung abweicht und dadurch irgendwann 'ne halbe Stunde Extra-Pause zum Laden sich einhandelt, überlegt man sich zweimal.

HerrMan 17.10.2021 07:14

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629031)

Du magst dies als arrogant empfinden - aus meiner Sicht, nehme ich lediglich (aus Perspektive des fachlich gebildeten) einen Beobachtungsbericht vor. Das Gegenüber hört das meist nicht gerne - damit kann ich leben.


Gut zu wissen, dass du schlau bist. Darf ich auch mal einen Beobachtungsbericht machen, oder besser gesagt eine Frage als unmittelbare Folge meiner Beobachtungen stellen?

Bist du verwandt oder verschwägert mit Lauterbach?

HerrMan 17.10.2021 07:18

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629036)
Die allermeisten, die auf Autobahnen schnell fahren, tun dies nicht um schnell zu fahren, sondern um früher anzukommen.

Dann unterstellst du aber den Schnellfahrern, dass die meisten von denen ziemlich doof sind. Die Studien zu dem Thema sind hinlänglich bekannt.

Samstag, früh morgens, Nürnberg - Hof, dass kann schon Spass machen. So geht es mir zumindest. Aber weil das geil und doof ist, bin ich auf jeden Fall für ein Tempolimit.

Hafu 17.10.2021 07:44

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629034)
Interessant, was so alles als "gute Politik" angesehen werden kann. :Cheese:

Gute Politik zeichnet sich eigentlich gerade dadurch aus, dass sie mindestens einer Interessengruppe "weh tut", ...

Schau' dir das Sondierungspapier nochmal genau an. Ich sehe da sehr viele Punkte, die unterschiedlichsten Interessengruppen weh tun werden, sobald sie in Realpolitik umgesetzt werden.

Man braucht nur mal an den beschlossenen massiven Ausbau der Windenergie denken. Die 10h-Regel, die in Bayern derzeit gilt und den Ausbau der Windenergie zum Erliegen gebracht hat, wurde ja nicht aus Jux und Tollerei eingeführt, sondern um die bei jedem geplanten neuen Windrad entstehnden Bürgerinitiativen zu befrieden.

Die im Sondierungspaket enthaltene 2%-Klausel ist komplett inkompatibel mit der 10h-Regel und wird auch nicht mit den in anderen Bundesländern etwas moderaterern Vorschriften (wie z.B. vierfachem Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung als Mindestabstand zu Wohnbebauung) funktionieren. Hier und auch wegen des gerne als Vorwand zur Verhinderung von Windparks genutzten Vogelschutzes sind überall in Deutschland Konflikte quasi vorprogrammiert, wenn aus den Sondierungseckpunkten Realpolitik werden sollte.

Auch bei der Solardachpflicht für gewerbliche Neubauten, die ja das Bauen weiter verteuert und als ordnungspolitische Maßnahme klar gegen das FDP-Mantra läuft, dass man die Wirtschaft nicht regulieren dürfe sind Konflikte vorprogrammiert. Und von der Sorte Eckpunkte gibt es durchaus einige in dem Papier. Vieles ist natürlich erstmal ziemlich nebulös formuliert oder mit Konjunktiven versehen, um den Gegenwind der Öffentlichkeit im aktuellen Verhandlungsstadium überschaubar zu halten.

Mo77 17.10.2021 07:53

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629036)
Rede mal mit E-Autofahrerm, belese dich entsprechend oder schau dir wenigstens YT-Videos an. Wenn du dir das "de-Fakto.Tempolimit" aus einer E-Auto-Höchstgeschwindigkeitsliste nicht ableiten kannst, musst du offensichtlich etwas tiefer in die Materie "batterieelektrische Mobilität" einsteigen.:Huhu:

Servicepost:
Die allermeisten, die auf Autobahnen (derzeit mit Verbrennern) schnell fahren, tun dies nicht primär aus Freude am Rasen, sondern um früher anzukommen.
Um mit E-Autos schnell anzukommen, muss man möglichst wenig oder keine Ladestopps unterwegs haben. Da der Verbrauch bei E-Autos bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 prozentual stärker ansteigt als bei Verbrennerautos und Laden mehr Zeit kostet als Tanken, gewöhnt man sich Rasen mit E-Auto automatisch ab.

Die Tesla-Car-Software empfiehlt bei jeder ins Navi eingegebene Tour auch gleich die optimale Geschwindigkeit, um so früh wie möglich am Zielort anzukommen. Ob man grob von dieser Empfehlung abweicht und dadurch irgendwann 'ne halbe Stunde Extra-Pause zum Laden sich einhandelt, überlegt man sich zweimal.

Viel tippen macht es nicht richtiger.
Anstatt zu lesen oder Youtube zu schauen oder mit Leuten zu reden mach mal deine Augen auf der Autobahn auf.
Du wirst feststellen, daß die dicken Stromer mitnichten maximal effizient 120 fahren.
Mit weiter steigender Reichweite ist es gar nicht notwendig zu laden.
Wer mit 200% zu viel Masse und knapp 1000% zu viel Ausgaben für die Anschaffung des Fahrzeugs unterwegs ist, dem sind gestiegener Verbrauch nicht das ausschlaggebende Element bei der Wahl der Reisegeschwindigkeit.

Natürlich gibt es auch viele kleine Stromer, aber die kleinen Verbrenner waren jetzt meiner Wahrnehmung nach nicht die Kisten mit blinker links auf der Autobahn.
Was sagt Youtube dazu???

merz 17.10.2021 08:44

witzigerweise ist zur Frage: Wie ist die range eines Tesla mit 160-180 km/h Schnitt garnicht so leicht was im Internet zu finden - Grund ist klar, diese Fragestellung kann es ja nur in Deutschland geben :)

Aus einer Quelle, die ich nicht verlinken will: um die 200 km (im Winter, bei den ungepimpten Modellen) - also, nach einer Stunde fahrvergnuegen ist Schluss


m.

qbz 17.10.2021 09:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629039)
.....
Auch bei der Solardachpflicht für gewerbliche Neubauten, die ja das Bauen weiter verteuert und als ordnungspolitische Maßnahme klar gegen das FDP-Mantra läuft, dass man die Wirtschaft nicht regulieren dürfe sind Konflikte vorprogrammiert. Und von der Sorte Eckpunkte gibt es durchaus einige in dem Papier.
.....

Manche Bundesländer und manche Kommunen haben schon eine gesetzliche Solare Baupflicht für die kommenden Jahre konkret beschlossen oder in Vorbereitung (Bayern) - auch in Ländern mit der FDP in der Regierung bzw. mit Zustimmung von allen Parteien, ausser AFD - wobei die Bestimmungen überall etwas unterschiedlich ausfallen (Grösse, Gewerbe, Wohnungen usf.). Insofern schafft die im Sondierungspapier angekündigte Solardachpflicht jetzt auf Bundesebene noch eine für alle Bundesländer geltende Regelung, an die dann die (teilweise schon bestehenden) Länderbestimmungen angepasst werden. D.h. die Solarpflicht bedeutet etwas, womit die Politik und die Verwaltungen und alle Parteien schon auf Gesetzesebene sich seit einiger Zeit befasst haben. Und für die Bauwirtschaft wirkt die Solarpflicht wie eine kleine Konjunkturspritze.

Immerhin ist Deutschland als Staat und damit die FDP als zukünftige Regierungspartei dem Pariser Abkommen, zu dessen Einhaltung sich auch die FDP bekennt, verpflichtet und die FDP muss real nachweisen und Gesetze beschliessen, wie sie die internationalen Zusagen zur CO2-Reduktion jetzt erfüllen will. Zumindest hat Habeck das vor den Koalitionsgesprächen immer so dargestellt. Insofern verstehe ich persönlich es nicht, wie man solche Dinge wie die solare Baupflicht, die es zudem auch schon in Bundesländern mit FDP-Zustimmung gibt, nun als Verhandlungserfolg hochstilisiert und einzelne von fast allen Parteien geplante Klimaschutzmassnahmen als Verhandlungserfolg darstellt, um damit den Verzicht auf sozialpolitische Verbesserungen bei den Koalitionsgesprächen und das diesbezügliche Entgegenkommen an das FDP-Programm mit Klimaschutz"erfolgen" zu rechtfertigen.


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