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aequitas 29.10.2020 17:55

Um hier auch mal wieder über positive Nachrichten zu reden:

Wer an Covid-19 erkrankt, entwickelt eine Immunität. Forscher zeigen jetzt, dass sie mehrere Monate anhält. Für die Pandemiebekämpfung ist das eine gute Nachricht.

Hier geht es hauptsächlich um Antikörper. An diejenigen mit medizinischem/biologischem Wissen: eine T-Zellenantwort wurde nicht untersucht oder sind darunter die Titer zu verstehen?

FinP 29.10.2020 17:56

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1561560)
Die Differenzierung wäre in diesem konkreten Fall sehr einfach gewesen, da es beim geplanten Lockdown nicht darum geht, Leute von der Bewegung abzuhalten, sondern Kontakte zu reduzieren.

Als Antwort auf deine Frage: organisierter Vereinssport für die geplante Zeit 4 Wochen pausieren. Individualsport mit umsetzbarer Abstandsregel und Quadratmeter-bezogener maximaler Besucherzahl entsprechend bereits erstellter und genehmigter Hygienekonzepte bleibt erlaubt, so wie auch Joggen und Radfahren weiter erlaubt bleibt.

Und was ist mit Yoga? Da liegen die alle mit gerne 2 m Abstand voneinander individuell rum. Ist auch ein Raum ohne Verein, man zahlt Eintritt und setzt sich auf seine mitgebrachte Matte.
Du wirst die Abgrenzung zwischen Individual- und Vereinssport nicht hinbekommen.
Wieso darf der Schwimmverein nicht mit Hygienekonzept rein, wenn Oma alleine darf?
Und was ist mit Spaßbädern?

Dann doch lieber für vier Wochen klare Kante.

(Auch wenn ich inhaltlich bei Dir bin und das Infektionsrisiko für einen einzelnen Schwimmer in einer großen Halle für kaum vorhanden halte.)

Schlafschaf 29.10.2020 17:58

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1561534)
Die Forderung nach besserer Differenzierung halte ich an dieser Stelle für vermessen.
Hätten sich jetzt Minister und die Kanzlerin über alle Facetten des Freizeit- und Gesundheitssports unterhalten müssen?

Naja eine zweite Welle befürchten wir ja nicht seit gestern. Eigentlich war von Anfang an klar, dass es im Winter wieder schwieriger werden wird. Corona bestimmt unseren Alltag mehr oder weniger seit vielen Monaten. Jetzt steigen die Zahlen wie vom RKI angekündigt und so richtig einen Plan haben wir nicht.

Warum wurde da kein Ausschuss oder sowas ins Leben gerufen der sich mit genau dieser Frage beschäftigt? Wir hatten Monate um zu planen was wir tun wenn die Zahlen steigen. Nach diesen Monaten machen wir jetzt halt einfach alles zu. Ich glaube das wäre echt besser gegangen.

aequitas 29.10.2020 17:58

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1561567)
Das bringt mich aber jetzt auch nicht um :Blumen:

Schön, dass du damit leben kannst. Es geht allerdings nicht um dich, sondern die Gesellschaft bzw. konkreter: denjenigen, die entsprechende Angebote nutzen/brauchen und denjenigen, die diese Angebote feilbieten. Die Entscheidung darüber, wer noch Angebote zur Verfügung stellen darf ist durchaus diskussionswürdig. Deshalb ist die Frage nach der Verhältnismäßigkeit bzw. Vergleichbarkeit auch erlaubt. Es reicht kein: Kontakte müssen reduziert werden, sondern es muss genau offengelegt werden, weshalb Schule, Friseur, Gottesdienst ja, Café, Fitnessstudio und Lauftreff nein.

aequitas 29.10.2020 18:01

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1561570)
Und was ist mit Yoga? Da liegen die alle mit gerne 2 m Abstand voneinander individuell rum. Ist auch ein Raum ohne Verein, man zahlt Eintritt und setzt sich auf seine mitgebrachte Matte.

Sehr gute Frage. Warum sind Gesundheitsangebote, die sogar von der Krankenkasse bezuschusst werden nicht möglich? Diese Kurse sind für die langfristige Gesundheit von bestimmten Personen durchaus sehr wichtig. Diese Kurse finden derzeit oft mit weniger als 5 TN statt, da Hygienekonzepte erarbeitet wurden, die mehr TN nicht erlauben. Hier ist eine Nachvollziehbarkeit gegeben, nicht jedoch beim Einkaufserlebnis in der Mall of Berlin.

Sorry, will da jetzt nicht ewig drauf rumreiten. Aber genau diese Frage sollte im Bundestag diskutiert werden. Welche Angebote können gewährleistet werden? Wo sind Freiräume möglich? Auf der anderen Seite: Wo sind Verbote notwendig? Wo sind Schließungen notwendig?

ThomasG 29.10.2020 18:05

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1561401)
Hättest Du die Diskussion hier aufmerksamer verfolgt, wüsstest Du, dass sich in letzter Zeit die Zahl der Tests nicht mehr stark verändert hat.
Wenn Du in den verlinkten RKI Bericht schauen würdest, würdest Du auch feststellen, dass sie gar nicht gesteigert werden kann, weil Verbrauchsmaterialien knapp werden.
U.a. aus diesem Grund gibt es inzwischen einen stark ansteigenden Rückstand bei den Tests, die gar nicht mehr zeitnah abgearbeitet werden können.
Dadurch ist die Zahl positiver Tests zu niedrig, aber schlimmer ist, dass zu späte Testergebnisse die Verfolgung und Eindämmung behindern, die ohnehin schon zu schlecht funktioniert.

Wenn es hier so weitergeht, schreibt bald kein Mensch mehr auch nur einen Ton gegen das Establishment ;-) hier.
Man kann sich ja auch mal fragen, wieso ist es überhaupt soweit gekommen ist, dass die Leute misstrauisch geworden sind in Bezug auf die Daten, die vom RKI präsentiert wurden.
Man hätte von Anfang an die zugehörigen Gesamtestanzahlen angeben sollen.
Dass das eine ganze Weile eben nicht geschah, ist schon irgendwie merkwürdig.

FinP 29.10.2020 18:07

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1561573)
Sorry, will da jetzt nicht ewig drauf rumreiten. Aber genau diese Frage sollte im Bundestag diskutiert werden. Welche Angebote können gewährleistet werden? Wo sind Freiräume möglich? Auf der anderen Seite: Wo sind Verbote notwendig? Wo sind Schließungen notwendig?

Genau diese Frage sollte der Bundestag bzw. die Landtage meines Erachtens nicht diskutieren.
Darum macht man ja pauschal vier Wochen alles zu, was nicht lebensnotwendig ist. Die sollten viel grundsätzlichere Dinge diskutieren.

Natürlich ist Sport gesund, natürlich ersetzt Yoga vielfach eine teuere Krankengymnastik oder schlimmeres. Aber Leute, es sind vier Wochen (!).

Dann macht man halt seine Yoga-Übungen viermal vor dem Sofa mit Jane Fonda (die hat was anderes gemacht, oder?)...

aequitas 29.10.2020 18:09

Und wer statt nur nach Verboten schreien will, auch mal konstruktiver über die Zukunft nachdenken will, der kann sich einen Artikel in der SZ zu einem Konzert-Versuch in Leipzig durchlesen. Dabei wurden unterschiedliche Szenarien untersucht, unter welchen Umständen und Maßnahmen Konzerte bzw. allgemein Kultur-/Sportveranstaltungen mit Zuschauen stattfinden können:

Konzerte sind auch in Corona-Zeiten möglich - davon sind zumindest Infektiologen an der Universität Halle nach einem Großversuch überzeugt.

Den Schluss des Artikels will ich euch nicht vorenthalten:

Zitat:

Statt eines generellen Verbots von Publikum bei größeren Musik- und Sportveranstaltungen in Arenen wie der Leipziger will Gekle politische Entscheidungen auf der Basis von "Kenntnis, Fakten, Vernunft und Transparenz" unterstützen. Dies sei gerade vor dem Hintergrund ratsam, dass die Pandemie das Land noch eine Weile prägen wird. Und dabei gelte, so Gekle, "wiewohl die Lage komplex ist: Keine Kultur ist auch keine Lösung".


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