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Hafu 10.01.2021 12:09

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1577026)
Technische Frage an die Experten, wenn jemand morgen geimpft wird, wird dann aus der gleichen Charge die Impfung #2 zurück gehalten? Oder bekommt man die #2 aus irgendeiner Charge?

Wenn es egal ist aus welcher, dann würde ich auch schauen das ich jetzt soviel verimpfe wie ich halbwegs sicher planen kann in 3 Wochen nachgeliefert zu bekommen.

Im Augenblick wird in der Tat für jede verimpfte Dosis mindestens eine impfdosis zurückgehalten. Die Charge ist für die Wirksamkeit egal, da die Zusammensetzung des impfstoffes ab Produktion identisch ist (bzw. sein sollte). Lediglich hinsichtlich der Qualitätskontrolle, um relevante Fehler in der Logistik oder bei der Verabreichung nachvollziehen zu können ist die Charge relevant.
In der Realität werden im Großteil von Deutschland (Ausnahme Mecklenburg-Vorpommern) sogar zwei Drittel der Impfdosen zurückgehalten, so als ob morgen die Produktion bei Biontech zusammenbrechen und keine weiteren Lieferungen von dort zu erwarten sind, während in Wirklichkeit Biontech zusammen mit Partnern mit Hochdruck daran arbeitet die Produktion auszuweiten.

Hier werden auch nochmal sehr übersichtlich die Vorteile (und auch die möglichen Nachteile) einer bewussten Verspätung der zweiten impfdosis dargestellt.

Zitat:

„Der Abstand von 21 Tagen zwischen erster und zweiter Impfung hat sich bei anderen Impfstudien als frühester Zeitpunkt für die zweite Impfung herausgestellt, weil sonst die erste Immunreaktion die zweite Immunreaktion blockiert“, erklärt die DGfI. Erfolgt die zweite Impfung später als 21 Tage nach der ersten, könne die zweite Immunreaktion sogar fulminanter sein. Allerdings halten es die Experten für sinnvoll, das Intervall nicht länger als 60 Tage werden zu lassen.
Die Hälfte der aktuell in Deutschland bewusst zurückgehaltenen Impfdosen sind übrigens für die zweite Impfung von Krankenhaus- und Pflegeheimpersonal sowie für niedergelassenes Ärzte und Praxispersonal bestimmt und somit also für eine Personengruppe, die selbst ein eher niedriges Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hat. Gerade diese Dosen sollten nach meinem Empfinden schleunigst an die Hochrisikogruppen verimpft werden, denn eine verspätete Impfung bei jüngeren, sonst gesunden Personen ist weitaus leichter zu verschmerzen, zumal sie nach Ansicht vieler Experten (siehe auch obiger Link) sogar die Länge der durch die Impfung hervorgerufenen Immunität verbessert.

DocTom 10.01.2021 13:04

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1577064)
Im Augenblick..., , zumal sie nach Ansicht vieler Experten (siehe auch obiger Link) sogar die Länge der durch die Impfung hervorgerufenen Immunität verbessert.

Jupp, und da das für viele Menschen scheinbar schwer verständlich ist, würde ich dafür plädieren, diesen Satz alle zwei Seiten hier (ernst gemeint!!!) zu wiederholen!

Unterhalb des drei Wochen Mindestabstandes überlagern sich die Impfungen, was zwar meist keine negativen Folgen hat, aber eben auch keine positiven.

Also, Impfabstand, wie von HaFu vorgeschlagen, bei allen wo das Risiko gering erscheint, auf das Maximum hochsetzen!:Huhu: :Danke:

Die dadurch eher geimpften werden es uns allen danken!!!
:Blumen:

deralexxx 10.01.2021 14:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1577064)
Im Augenblick wird in der Tat für jede verimpfte Dosis mindestens eine impfdosis zurückgehalten. Die Charge ist für die Wirksamkeit egal, da die Zusammensetzung des impfstoffes ab Produktion identisch ist (bzw. sein sollte). Lediglich hinsichtlich der Qualitätskontrolle, um relevante Fehler in der Logistik oder bei der Verabreichung nachvollziehen zu können ist die Charge relevant.
In der Realität werden im Großteil von Deutschland (Ausnahme Mecklenburg-Vorpommern) sogar zwei Drittel der Impfdosen zurückgehalten, so als ob morgen die Produktion bei Biontech zusammenbrechen und keine weiteren Lieferungen von dort zu erwarten sind, während in Wirklichkeit Biontech zusammen mit Partnern mit Hochdruck daran arbeitet die Produktion auszuweiten.

Hier werden auch nochmal sehr übersichtlich die Vorteile (und auch die möglichen Nachteile) einer bewussten Verspätung der zweiten impfdosis dargestellt.



Die Hälfte der aktuell in Deutschland bewusst zurückgehaltenen Impfdosen sind übrigens für die zweite Impfung von Krankenhaus- und Pflegeheimpersonal sowie für niedergelassenes Ärzte und Praxispersonal bestimmt und somit also für eine Personengruppe, die selbst ein eher niedriges Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hat. Gerade diese Dosen sollten nach meinem Empfinden schleunigst an die Hochrisikogruppen verimpft werden, denn eine verspätete Impfung bei jüngeren, sonst gesunden Personen ist weitaus leichter zu verschmerzen, zumal sie nach Ansicht vieler Experten (siehe auch obiger Link) sogar die Länge der durch die Impfung hervorgerufenen Immunität verbessert.

Ok danke. dann erschließt sich mir nicht, warum man diese Impfungen nicht seinem Zweck entsprechend verimpft.

Koschier_Marco 10.01.2021 14:50

Wir haben heute unsere Babuschka geimpft, nächste Woche die Gattin, bei mir wird es schwierig die Impfung gibt es nur für Russen im Moment

tuben 10.01.2021 17:12

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1577095)
Wir haben heute unsere Babuschka geimpft, nächste Woche die Gattin, bei mir wird es schwierig die Impfung gibt es nur für Russen im Moment

Welcher Impfstoff wird bei dir verwendet ?

Koschier_Marco 10.01.2021 17:38

Zitat:

Zitat von tuben (Beitrag 1577112)
Welcher Impfstoff wird bei dir verwendet ?

Sputnik der russische sonst ist noch kein anderer zugelassen und oder erhältlich, zur Wirkungsweise siehe
https://www.aerzteblatt.de/nachricht...te-als-AZD1222

El Stupido 10.01.2021 19:51

Impfstoff von AstraZeneca ggfs. noch im Januar in der EU zugelassen:

https://www.pharmazeutische-zeitung....januar-122916/

War ja zuletzt ein großes Fragezeichen.
Stimmen aus der EMA „...Zulassungsantrag liegt noch nicht mal vor...“
Spahn hingegen deutete ja mehrfach an, dass er sich vorstellen kann, dass der Impfstoff sehr bald zugelassen wird.

Koschier_Marco 11.01.2021 08:50

Impfung für Ausländer in Moskau
 
Ich muss sagen Hut ab vor den Bürokraten in Moskau

Ich war heute in einer Polyklinik und wurde innerhalb von 5 Minuten mit einer zeitweiligen Krankenversicherung (KV) ausgestattet, unter Vorlage der Arbeitsgenehmigung und des Pass.

In der staatlichen KV, samt Zugang zur Impfung, ist man nur mit einem Aufenthaltstitel, ich habe "nur" ein Visum als sogenannten hochqualifizierter Spezialist.

Termin für die 1. Impfung am Mittwoch. Angeschaut wurde die Arbeitserlaubnis wegen der Tätigkeitsart, Ging alles super schnell, Bestätigung über SMS innerhalb von 5 Minuten.

Am Mittwoch Abend kann ich dann sagen ob was passiert, wenn was passiert


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