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tandem65 24.07.2021 08:46

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1613182)
Irgendwann muss man weg von der rein inzidenzbasierten Sicht.
Wir waren ja nie dort. Sind ja immer Belegungszahlen und Todeszahlen zu Rate gezogen worden.

Ja was nun? Wir hatten nie eine rein Inzidenzbasierten Sicht.
Und müssen nun davon weg hin zur rein Inzidenzbasierten Sicht.
Ein Teufelskreis.:-((

Mo77 24.07.2021 08:50

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1613185)
Ja was nun? Wir hatten nie eine rein Inzidenzbasierten Sicht.
Und müssen nun davon weg hin zur rein Inzidenzbasierten Sicht.
Ein Teufelskreis.:-((

Genau.
Ich sage ja: wir waren nie dort. Eben bei der rein inzidenzbasierten Sicht.
Ich hatte den Eindruck dr_big sieht es rein inzidenzbasiert, da er mir vorwirft "alte" Zahlen zu benutzen.
Aber Hospitalisierungsrate ist automatisch alt.
Alles außer tagesaktuelle zahlen sind alt..???

JensR 24.07.2021 09:51

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1613180)
Das macht ja überhaupt keinen Sinn. Zahlen zur Bewertung der Situation müssen so aktuell wie möglich sein. Deshalb verwendet man ja die Inziden, weil da nur kurze Zeit zwischen Test und Ergebnis liegt. Bei Hospitalisierungen hast du bereits einen Verzug von 2-3 Wochen, bei Todeszahlen von 4-6 Wochen.

man muss diese im Komplex verwenden. Welche Variante mit welchen Inzidenzen hat in den letzten Wochen zu wieviel Hospitalisierungen geführt und wieviele Todesfälle sind daraus entstanden. Wichtig wäre noch, wieviele doppelt Geimpfte und Kinder von den letzten beiden Fakten betroffen waren. Daraus kann man mit den aktuellen Inzidenzien recht genau prognostizieren, was uns in den nächsten Wochen erwartet.

Angenommen der Anteil der Geimpften/Kinder ist verschwindend gering bei Hosipitalisierungen und Todeszahlen (was ich aktuell nicht weiss), stellt sich dann die Frage, ob man für die nicht geimpften der mittleren Altersgruppen Massnahmen ergreift oder sagt "ihr seid ja selber schuld, lasst euch impfen, wir machen gar nichts". Ich bin froh, dass ich diese Entscheidungen nicht treffen muss.

JENS-KLEVE 24.07.2021 11:00

Die mittlerweile lang anhaltende Situation mit sehr geringen inzidenz Werten sollte man…

… nicht nutzen um strenge Lockdown Maßnahmen zelebrieren.

… sondern zum Anlass nehmen, die wenigen Fälle lückenlos aufzuklären, untersuchen und die Verbreitung zu verhindern. Jetzt hat man ja ausreichend Personal um genau das akribisch zu machen.

In der Vergangenheit sind ja Leute in Arbeitsquarantäe gegangen oder Familienmitglieder von Leuten unter Quarantäne mussten weiter zur Schule oder zur Arbeit. Sowas müsste man jetzt mal gründlicher angehen. Dann kann der Rest auch weiterhin Sport machen, Spielplätze nutzen und die Gastronomie besuchen.

keko# 24.07.2021 11:52

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1613177)
...

Ich könnte mir sowas zumindest vorstellen ab einem gewissen Sockel. Eine Art Freibetrag wie bei der Einkommenssteuer. Dann eine Phase in der hard&early mit Nadelstichen auf lokaler Ebene gehandelt wird. Abhängig vom geschehen direkt vor Ort. Nicht Landkreisebene. Sondern direkt im Milieu.
Danach ab einem gewissen Inzidenzwert wieder flächendeckend.
Und den Inzidenzwert abhängig der Impfquote.
Vorher transparent beschrieben und festgelegt. Verwoben mit einem Faktor der den Anstieg der Hospitalisierungsrate von vor 10 Tagen und Todeszahlen von vor 14 Tagen mit der Entwicklung der Inzidenz des Zeitpunktes vergleicht. Bei einer Entkopplung kann der Inzidenzwert bis zu Maßnahmen täglich um 10? Erhöht werden.

...

Erscheint mir zu kompliziert und nicht praxistauglich. Wie will man das umsetzen und kontrollieren?
Andere Länder schaffen längst Fakten mit einer 3G-/Impf-Nachweispflicht für bestimmte Berufsgruppen und Orte + Veranstaltungen. Ich denke, das ist der Weg, den DE auch zeitverzögert gehen werden wird, spätestens nach der Bundestagswahl im September, wenn z.T. saisonbedingt die Zahlen wieder durch die Decke gehen. Wissen tu ich natürlich nichts.

Was ich mich schon lange frage: wenn doch z.B. Biontech so gut ist (was ich gar nicht bezweifel) und der Schlüssel im Impfen liegt (was ich gar nicht bezweifel), warum gibt es nicht längst eine generelle Impfpflicht? Unser Staat hat ja die nötigen Rechte dazu. Impfstoff gibt es quasi an jeder Straßenecke ;-) Damit würden viele Diskussionen überflüssig und gleichsam Vertrauen aufgebaut.

:Blumen:

dr_big 24.07.2021 13:02

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1613187)
Ich hatte den Eindruck dr_big sieht es rein inzidenzbasiert, da er mir vorwirft "alte" Zahlen zu benutzen.

Nein, aber du willst Zahlen wie Todeszahlen oder Hospitalisierungen, die ohnehin schon einen starken zeitlichen Verzug aufweisen, nochmals mit 10-14 Tagen Verzug betrachten. Genau das ergibt eben überhaupt keinen Sinn.

Die Hospitalisierung und Todesrate verrät uns nur, wie gefährlich die aktuell zirkulierenden Virus-Varianten sind. Die Infektions-Inzidenz verrät uns, wie das Infektgeschehen relativ aktuell aussieht und sich in naher Zukunft entwickeln wird. In Kombination mit der Gefährlichkeit kann man somit abschätzen, was uns in den nächsten 1-2 Monaten an schweren Erkrankungen und Sterbefällen erwartet.

Wenn ich mir jetzt Zahlen aus anderen Regionen ansehe, wie z.B. Katalonien (7.5Mio Einwohner, 7-tages Inzidenz von 500) mit 2677 Covid-Fällen in stationärer Behandlung und 505 Intensivpatienten, dann habe ich nicht den Eindruck, dass man bei der aktuellen Delta-Variante bereits größere Inzidenzwerte zulassen sollte.

Mo77 24.07.2021 13:27

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1613209)
Nein, aber du willst Zahlen wie Todeszahlen oder Hospitalisierungen, die ohnehin schon einen starken zeitlichen Verzug aufweisen, nochmals mit 10-14 Tagen Verzug betrachten. Genau das ergibt eben überhaupt keinen Sinn.

Ich möchte sie mit dem Anstieg der Inzidenzen aus der Zeit der Entstehung vergleichen.
Nicht nochmals Wochen vergehen lassen.
Das ist der Versuch die Gefährlichkeit in Zahlen zu bekommen und einer Entkopplung (Impfeffekt) auf die schliche zu kommen?

Es ist jetzt der zweite Beitrag in dem du besser als ich weißt was ich will.
Vielleicht habe ich mich morgens nach dem Aufwachen unpräzise ausgedrückt??

dr_big 24.07.2021 13:43

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1613177)
Verwoben mit einem Faktor der den Anstieg der Hospitalisierungsrate von vor 10 Tagen und Todeszahlen von vor 14 Tagen mit der Entwicklung der Inzidenz des Zeitpunktes vergleicht. Bei einer Entkopplung kann der Inzidenzwert bis zu Maßnahmen täglich um 10? Erhöht werden.
.

Vielleicht liest du noch einmal was du geschrieben hattest. Da steht doch, dass du 10 Tage alte Hospitalisierungszahlen und 14 Tage alte Todeszahlen mit der Inzidenz zu einem nicht spezifizierten Zeitpunkt vergleichen möchtest.

Könnte es sein, dass du etwas ganz anderes sagen möchtest als du geschrieben hast? Dann müsstest du bei Hospitalisierungen aber 2 Wochen und bei Todeszahlen die Inzidenz 5 Wochen vorher betrachten.


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