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Tomsen 06.12.2020 10:15

Ich bin hin- und hergerissen bezüglich Sport 2020.

Es sollte meine erste LD im August werden. Bis März war ich nach 2 Jahren Vorbereitung in Topform. Dann kam der 1.Lockdown. Ab März bei 11°C im Freiwasser. Im April topmotiviert neue (inoffizielle)HM pb bei einem Wettkampf @home. Das gesamte Frühjahr mit nie für mögliche gehaltenen Umfängen und Intensitäten in allen Sportarten. Dann die Absage des Wettkampf, die Auswirkungen von Kurzarbeit und homeschooling. Der endgültige Punch und der ultimative Wille waren weg. Aus dem alternativen Plan LD@home wurde dann schlussendlich eine LD verteilt auf 3 Tage im August. Im September durfte ich dann sogar noch bei einer offiziellen MD starten - mit bestem bike-split ever und Wandertag beim HM. Anfängerfehler...:o

Aber unzufrieden bin ich nicht. Im Gegenteil. Allein die Erkenntnis, auch nach 180km auf dem Rad mit den eigenen Beinen noch Laufen zu können, war ein unglaubliches Erlebnis!
Die Erkenntnis aus diesem Jahr: wenn ich es richtig anstelle, kann ich viel mehr, als ich mir je zugetraut hätte.

Was mir fehlt, ist der endgültige Abschluss. Ich hab es nicht an die Startlinie einer LD geschafft. Ich konnte nicht beweisen, ob ich es drauf habe. Ich tue mich schwer damit, die Schuld dafür allein bei den Umständen zu suchen.

Homer Simpson 06.12.2020 10:44

Sportlich gesehen sind bei mir auch einige Highlights Corona zum Opfer gefallen. Aber ich sehe das Ganze sogar sehr positiv! Warum? Nun, ich habe ein paar Wettkämpfe eingebüsst und einige Euro an Startgebühren. Aber letztlich sind das Peanuts gegen das, was die Leute, die ihre wirtschaftliche Grundlage durch Jobverlust, ihre Gesundheit oder ihr Leben verloren, eingebüsst haben. Von daher ist das ganze Jahr sozusagen mein Saisonhöhepunkt. Man hat einfach mal die Dinge wieder schätzen gelernt, die einem mittlerweile selbstverständlich erscheinen und die anderen eventuell gar nicht gegeben sind. Vor allem im Frühjahr, als der erste Lockdown stattfand, habe ich mich sehr privilegiert gefühlt...
Ich konnte bei bestem Frühlingswetter die Aprilsonne geniessen und im "begrenzten" Umfang sporteln. Klar - nur im Wohnumfeld. Aber ich konnte raus und radfahren oder laufen während andere das nicht konnten oder durften.
Ich konnte ununterbrochen meinem Job nachgehen und habe pünktlich mein Gehalt bekommen, während andere das nicht konnten.
Das ich am Ende des Sommers wenigstens noch einen Wettkampf machen durfte (von geplanter LD auf MD umgemeldet) war nur noch die Kirsche auf der Sahnetorte. Dort habe ich die Ansprüche an mich zurückgenommen, auf die Endzeit gepfiffen und das Rennen einfach nur genossen.
Das ich bis jetzt gesund geblieben bin empfinde ich als besonderen Saisonhöhepunkt nachdem in meinem Umfeld im letzten Monat 8 Leute innerhalb kurzer Zeit an Corona erkrankt sind und davon einige ordentlich auf die Bretter geschickt worden. Nebenbei: alle im Alter zwischen 27 und 54 und topfit. Obwohl keiner von denen stationär behandelt werden musste gestaltet sich die komplette Genesung bei zweien etwas zäh.
So gesehen hoffe ich auf ein besseres 2021...
P.S.: Im September mit dem MTB ein paar Tage in Dolomiten unterwegs- das war auch ein absoluter Höhepunkt dieses Jahr :Blumen:

iaux 06.12.2020 12:49

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1571145)
... Zum Sommer hin hab ich dann aber wieder gut trainiert und konnte im Training an die Leistungen aus meinem bisher besten Jahr (2017) anschließen.

Leider hab bin ich dann bei den Rennen etwas an meinen eigenen Erwartungen gescheitert und blieb stets unter meinen Erwartungen und Möglichkeiten.

Als endgültiger Schlusspunkt kam dann der "Saisonhöhepunkt" mit dem King of the Lake beim dem ich einen Raben schwarzen Tag erlebte. Nach dem Rennen standen die Räder mal fast 2 Monate still weil ich einfach keine Lust mehr hatte.
Anfang September wechselte ich zudem den Job, was auch viele Reserven aufbrauchte.

Mittlerweile kommt die Lust aber wieder, bin auch wieder etwas am Zwiften und es werden auch schon erste WK Pläne für 2021 geschmiedet.

kann ich eins zu eins unterschreiben... hab im Training so hohe Wattwerte wie noch nie getreten, konnte es beim KOTL aber einfach nicht abrufen...
hab das allerdings bereits in den Vorbereitungs-EZF schon gemerkt, deswegen war ich nach dem KOTL nicht ganz so enttäuscht und konnte es genießen... die Strecke, die Stimmung, das ganze Wettkampfflair...
Aber das kenn ich vom Laufen, da hab ich auch einige Anläufe gebraucht um die PS auf die Straße zu bringen...

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1571168)
Ich dachte immer, dass dieses Tempo über diese Distanz eher den sehr guten Amateuren und Profis vorbehalten ist.

ist es auch.

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1571170)
Kurzfristig hab ich mich bei Triathlon in Weiden angemeldet und endlich wieder Wettkampfluft geschnuppert. Trotz dass es nur ein Sprint war, war es ein Highlight für mich.

da war ich auch:Huhu: war super nice! Leider sind die Beine erst so richtig aufgegangen als ich schon im Ziel war...:Lachanfall:

War alles in allem ein geiles Sportjahr, auch wenns nur einen richtigen Saisonhöhepunkt gab und ich den versaut hab.

TriAlex 06.12.2020 14:33

Ich glaube für mich war dieses Ruhiger besser für mich, da aufgrund meines Jobwechsels ich genug Unruhe hatte.

Regelmäßig trainiert, aber im Wesentlichen im GA1 Bereich.

Rad: Erstmalig Radtour > 240km, und dass dann durch die Eifel. Mehrere Radtouren mit einem Kumpel > 150km, und abei neue Strecken gefahren.

Laufen: ist auf der Strecke geblieben ;) - viele Wanderungen mit Frau und Hund und 1-2 Mal die Woche mit dem Hund max 14km locker gelaufen.

Schwímmen: Neue Bestzeiten über 1.500 und 2.oom Meter und meine persönl. längste Streck geschwommen.

Im Große und Ganzen schon regelmäßig trainiert, aber nur lang und ruhig
.

Allen einen schönen Nickolaus und Adventszeit... bleibt GESUND.
.

jannjazz 06.12.2020 16:24

Ich hatte ein tolles Sportjahr. Als noch mit nichts zu rechnen war hatte ich zwei Veranstaltungen, im Sommer tatsächlicheinen Sprinttriathlon und zum Saisonende noch Hamburg-Berlin. Den ganzen Sommer über aber haben wir uns auf Events vorbereitet, die dann gar nicht stattfanden, ein 5 km Schwimmen, 70.3 Duisburg usw. So führten wir nur für uns eine privAte Halbdistanz durch, liefen vier virtuelle Läufe... und die 5 km haben wir uns auch gegeben.

...Gegen Rechts, der Marathon, der Halbmarathon, das Heilige Geistfeld: gab es nicht, haben wir trotzdem gemacht.

Fazit: es war toll, bitte nicht noch einmal! Der Kalender für 2021 ist jedenfalls voll bis zum Rand, mit lauter Zeugs, das verschoben wurde.

Kiwi03 06.12.2020 20:51

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Der Thor Beach Triathlohn Mitteldistanz war mein Saison Höhepunkt. Bin wirklich dankbar, das wir das machen durften, ansonsten gabs nur Stress und Chaos.. was für ein Jahr.. wenn man etwas nicht mehr hat, merkt man erst, wie sehr man es vermisst..

Hippoman 07.12.2020 09:11

Hallo Zusammen,

angekreuzt habe ich Punkt 2.:)

Saisonhöhepunkt sollte, wie seit 2015, der Elbaman (226-Distanz :cool: ) sein.

Unsere Unterkunft hatten wir schon im Januar gebucht und hofften, dass wir wenigstens die 5 Nächte auf Elba verbringen durften, wenn schon der Elbaman wegen Covid19 abgesagt worden ist.
Zum Glück durften wir nach Marina di Campo reisen und so kam es, dass 33 km von der Elbamarathon-Strecke ( Strecke s.ggf. im Elbamarathon-Thread) mein Saisonhöhepunkt wurde.

Mit ein paar italienischen Triathlonkumpels, die ich von meinen Elbaman-Teilnahmen kannte, startete ich dann am 26.09.20 beim eigentlichen Start des Elbamarathons auf der Straßenpromenade in Marina di Campo (gegenüber coop) nach Chiessi und zurück .
Die zusätzlichen 9 km am Schluß, damit man auf die 42,195 km kommt, schenkten wir uns.

Die Strecke (als Radstrecke- die Laufstrecke ist eine andere beim Elbaman...) nach Chiessi werden alle Athleten besonders super kennen, welche schon mal beim Elbaman gestartet sind.:cool:
Die Laufstrecke des Elba-Marathons ist sehr selektiv, jedoch wird man von einer atemberaubenden Sicht auf der Küstenstrasse nach Chiessi und zurück belohnt!!! :liebe053:

Spätestens 2022 werde ich mir mal den Elbamarathon, welcher stets im Mai stattfindet, reinziehen, auch wenn es wahrscheinlich meine langsamste 42,195-Zeit ,aufgrund der vielen Höhenmeter, werden wird...

Viele Grüße.

Hippoman :cool:

deirflu 07.12.2020 09:23

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1571321)
kann ich eins zu eins unterschreiben... hab im Training so hohe Wattwerte wie noch nie getreten, konnte es beim KOTL aber einfach nicht abrufen...
hab das allerdings bereits in den Vorbereitungs-EZF schon gemerkt, deswegen war ich nach dem KOTL nicht ganz so enttäuscht und konnte es genießen... die Strecke, die Stimmung, das ganze Wettkampfflair...
Aber das kenn ich vom Laufen, da hab ich auch einige Anläufe gebraucht um die PS auf die Straße zu bringen...

Ich war bei den Rennen nie richtig bei der Sache, irgendwie waren da immer zu viele Ablenkungen rund herum. Einmal hab ich sogar auf das Visier beim Helm vergessen...:Lachanfall:

Beim KOTL kamen dann aber auch noch körperliche Probleme dazu, wollte fast schon stehen bleiben.
Insgesamt war ich dort jetzt schon vier mal am Start, aber den perfekten Tag hatte ich dort noch nie, auch wenn ich mit den Ergebnissen nicht unzufrieden war.

DocTom 07.12.2020 09:41

Zitat:

Zitat von Kiwi03 (Beitrag 1571572)
Der Thor Beach Triathlohn Mitteldistanz war mein Saison Höhepunkt. ... wenn man etwas nicht mehr hat, merkt man erst, wie sehr man es vermisst..

Moin Kiwi,
das war auch mein highlight, schone Erinnerungen dank Deines Bildes. +1 zum Schlußsatz!
Trotz extrem wenig möglicher gerichteter Vorbereitung hat das finishen des TBT in 2020 extrem Spaß gemacht. Mein Ergebnis war am Ende ein Sieg des Willens. Hat sich das Mentaltraining und die in den letzten Jahren geschaffene Grundlage doch gelohnt.

Vi ses i 2022 i thorsminde!
:Blumen:
Thomas

Vicky 07.12.2020 09:53

Ein sehr interessanter Faden! Ich bin ziemlich beeindruckt, dass viele von Euch sich weiter so gut motivieren konnten.

Tja...aus rein sportlicher Sicht war mein Jahr mehr als bescheiden. Ich litt schon vor Corona unter akutem Motivationsmangel. Mit Corona brachen alle Dämme. Ich hatte einfach überhaupt keine Lust mehr. Egal was ich versucht habe, es ging nichts. Und mit nichts meine ich wirklich nichts. Alles in mir hat sich gegen jedes Training gesträubt, als würde ich zur Schlachtbank gehen müssen. Ich habe ne längere Forenpause gemacht, habe aber immer mal mitgelesen. Der Motivation hat es leider nicht geholfen. Ich habe zwischendurch mit leichten Einheiten versucht, wieder nen Weg zu finden.

Aktuell mache ich jedoch ne angeordnete Zwangspause wegen einer (verschleppten) Erkrankung.

Ich habe ein paar andere Hobbies, die mir aktuell Spaß machen, aber meiner Figur nicht zuträglich sind. Jedoch habe ich viele gute Erinnerungen an meine Wettkämpfe (Tria). Ich wünsche mir deshalb, dass ich wieder einen Weg finde, mich selbst zu motivieren. Das muss leider von mir selbst kommen. Es ist momentan kaum möglich dass mich andere irgendwie motivieren. Es funktioniert nicht und führt zu 100% Frust beim Gegenüber.

Im nächsten Jahr bin ich immerhin für einen Wettkampf gemeldet. Es ist zwar "nur" ne Volksdistanz, aber ich fürchte, dass ich da auch erst einmal wieder einsteigen muss.

Ich wünsche mir mehr Gelassenheit und weniger Leistungsdruck (den ich mir ausschließlich selbst mache). Das funktioniert bei mir nämlich nicht so richtig.

Ganz allgemein war es abgesehen vom Sport für mich kein schlechtes Jahr. Im Job habe ich mich festigen können. Ich habe also endlich wieder eine ordentliche Basis, tolle Kollegen und mein Umfeld passt. Es fehlen noch Freunde in der Umgebung, aber da bin ich ehrlich... darum habe ich mich nicht gekümmert. Ich bin zu oft umgezogen in den letzten Jahren. Da dauert es bei mir, bis ich mich wie zu hause fühle und auch Wurzeln schlage... :Blumen:

hero 07.12.2020 10:03

gemeldet war in 2020 zur Halbdistanz im Kraichau und beim Allgäu Triathlon. In Roth hatte ich einen Staffelplatz und wäre dort der Radfahrer gewesen.

Am Pfingstsonntag hatte ich als Ersatz meine Erste Mitteldistanz selbst organisiert.
In einem See im Nachbarort geschwommen, dann die 90km Rad und dann eine 3x 7km Wendepunktstrecke durch den Ort wo sich dann auch 2-3 Zuschauer fanden.
Verpflegung beim Laufen war bei mir am Haus. Zeit war für mich unter 6h das Ziel, 5.40h war das Ergebnis ich war super stolz.

Am Renntag in Roth bin ich dann für mich die Radstrecke gefahren. Unter 6h war für mich das Ziel, 5.58h sind es geworden, wieder super stolz.

An beiden Veranstaltungen wie auch durch die Trainingszeit hat mir mein Arbeitskollege begleitet.

Ab dann waren es auf den Rad nur noch Genuss Ausfahrten.

Am 30.12. werde ich im Rahmen des Virtual Runs der Challenge Roth einen Halbmarathon laufen.

Gruß
Matthias

locker baumeln 07.12.2020 10:22

Bin ja nun seit Ende 2016 nicht mehr im Wettkampfmodus unterwegs und habe auch nichts vermisst sondern eher viel Neues gefunden. Weg vom typisch übertriebenen Triathlon Training mit ergeizeigen Ego Wettkampf Zielen, hin zum puren Lebensgenuss.
Ich bin für meinen damaligen Unfall mit Nahtoderfahrung so dankbar, dass ich für mich erkennen konnte, es war das letzte notwendige Zeichen nun endlich in meinem Leben vieles neu zu überdenken. Raus aus dem selbst auferlegten Leistungsdruck, raus aus dem Ego, hin zum fühlen und genießen. War Jahrzehnte lang im Job und Sport immer am maximalen Limit unterwegs, wollte immer perfekt und erfolgreich sein.
Nun lebe ich im nächsten und für mich derzeit mächtigsten Lebensabschnitt. Mache nur noch was mir 100% Spaß macht. Es gibt kein müssen und sollen.

Rad fahre ich nach wie vor noch oft und gern, wenn auch nicht mehr mit dem Anspruch wie früher. Laufen nur noch wenig, dafür täglich wandern. Schwimmen nur im Sommer wenn`s warm ist. Bin viel Segeln, Kitesurfen, Inlinern, SUPen, Kajak, Schneeschuhwandern, Langlaufen.
Von Extremen kann ich mich ab und zu trotzdem noch nicht ganz verabschieden.
War letzten Jahr u.a. 170km am Stück auf dem Bärwalder See kitesurfen und habe auch die Meerenge von Porto Polle (Sardinen) nach Korsika hin und zurück mit dem Kite gekreuzt.
Zweite Aktion ist zwar Lebensmüde, da Null Chance auf Rettung bei Problemen, aber das Leben wurde mir 2016 neu geschenkt und seit dem Lebe ich nach dem Motto, jeder Tag könnte dein letzter sein und genieße dein Leben, alle Schutzengel sind doch sowieso auf meiner Seite.

Hatte meine Job damals an den Nagel gehangen und mein Leben noch mal komplett neu ausgerichtet. War früher Techniker und heute eher Heiler mit breit aufgestellten Wissen und Erfahrungen zu Themen Ernährung, Schmerzen, Allergien, Traumatas…

Euch wünsche ich alles Gute und liebe Grüße an die alten Weggefährten.

Lebensgrüße von locker baumeln
https://youtu.be/vFbrQ_xz3DQ

flachy 07.12.2020 10:34

Aloha,

ich bin mir sicher, dass ich in 5 Jahren wehmütig auf das Jahr 2020 zurück blicken werde - das Jahr, in dem meine Familie mit zwei Teenagern richtig zusammengerückt ist und eine endgeile Zeit zusammen hatte!

Sportlich sollte es natürlich ein Raketenjahr werden!!!
Slot in Hamburg, nach Platz 5&4 endlich Podium in Kona.
Das diese megaambitionierten "Milestones" im laufenden Kalenderjahr unrealistisch sind, wurde mir mit der Langzeitschliessung der Bäder im Winter klar.
Aufgeschoben ist natürlich nicht aufgehoben:cool:

Also haben wir uns kleinere Herausforderungen gesetzt - eine "Best of Three" Liegestützbattle gegen den lokalen Judoclub. Am Ende wurden es vier "Kampftage", da wir zum Schluß "gemeinsam" die 100.000 Liegestütze innerhalb der 12 Stunden knacken wollten.
Danach kam ab April die Challenge "Triathleten VS. Kampfkarpfen" - ab 13 Grad Wassertemperatur ging es mit einem harten Kern von 8-10 meiner Buddies fast täglich in die umliegenden Steinbrüche. Der ultraharte Kern ferngesteuerter Bekloppter will dass bis zur Saison 2021 weiter durchziehen und ist bis heute dabei geblieben...
Die waren gestern bei 3 Grad Wassertemperatur erst wieder am Kraulen.:Maso:

Mit der 15 Kilometer-Wohnort-Radius-Auflage starteten wir zur "Commerau-Battle" - 10 Kilometer von unserem Ort hatte ich eine verkehrsfreie 7700 Meterrunde mit bestem Asphalt gefunden, auf der wir dann über Wochen ein teaminternes Einzelzeitfahren starteten. Manchmal bin ich diese Schleife allein bis zu siebenmal nacheinander mit jeweils 2 Minuten lockeerer Tretpause geballert, kam aber nicht einmal in die Nähe der Zeit unseres Teambesten.
Der Rekord steht dort jetzt seit Sommer '20 bei knapp 50 km/h für eine Runde (sollte auch auf STRAVA für Interessierte auffindbar sein).

Animiert durch Hinkebein Sanders starteten wir im September dann unsere 5000 Meterchallenge - wöchentlich trafen wir uns abends oder ganz früh - meist 6-10 Athleten - zwei bis dreimal zum gemeinsamen Bahntraining und alle 5 Wochen folgte ein 5km-Testrun.
Leider mußten wir diese liebgewordene Serie vor dem Finale abbrechen, da die Auflagen des zweiten Lockdown's ein gemeinsames Stadiontraining nicht mehr zulassen.
Wir sind im Standby und "Will be back", sobald wir gemeinsam die Pandemie besiegt haben werden, denn auch hier gilt - wenn's einfach wäre, wo soll da der Reiz sein?!

Und gestern habe ich mit der Übertragung aus Daytona megamäßig Motivation für den anstehenden "Schei**winter" getankt und aktuell ist es mir schnurzpiepe, ob es 2021 große Rennen geben wird - irgendein Quatsch, unseren Athletenlifestyle zu zelebrieren, fällt uns ja sowieso ein.

Don't stop training& stay strong!

captain hook 07.12.2020 10:47

Der Saisonstart war ja irgendwie versemmelt. März/ April war ja erstmal nix. Trainingslager ausgefallen. Irgendwie aus die Maus.

Dabei war ich von Januar bis Februar schon ein paar schöne SST Einheiten mit dem Rennrad gefahren. 50km 43er Streifen und so.

Hab dann im Mai und Juni 2 guten Freunden ein bisschen Trainingsbegleitung zukommen lassen bei ihren eigenen Plänen. Der eine wollte im Mai FTP Builder Wochen absolvieren, der andere im Juni ne Vorbereitung auf das Rad Bundesliga TT machen. War lustig mal ein bisschen fremde Pläne zu trainieren.

Nach Urlaub im Harz im Juli und der Erkenntnis, dass das mit Bergen und mir nix mehr wird in diesem Leben, hab ich danach dann mal mit der KOTL Vorbereitung begonnen. Watt waren keine da, aber da ich ohne UCI frei wie ein Triathlet an der Position schrauben durfte bin ich dann trotzdem immer schneller geworden. 30-40km knapp unter 47kmh gingen dann mit der Zeit irgendwie doch gut weg.

Irgendwann bin ich dann mal auf einer ziemlich verkehrs- und belagsoptimierten Version zu nachschlafender Zeit auch mal 47,5km in ner Stunde gefahren. Das war eigentlich Saisonhighlight.

Dann folgte ein kleines Dorf TT bei Celle, war angesichts der wenigen Rennen dann doch gut besetzt war. 30km knapp unter 48kmh wurden es bei übelsten Sturm und bei nicht gesperrter Strecke. Die üblichen KOTL "ich will sub1 fahren" aus D waren auch am Start und alle eingesackt.

Beim KOTL war dann pünktlich zum Raceday meine Freundin ziemlich übel erkrankt. Naja, bin dann gefahren, aber der Kopf war woanders. Nach 20min wollte ich das Rad parken und bin schonmal 2min Oberlenker gefahren. Aber irgendwie musste ich zurück und dann kam noch die Kamera, bin ich "irgendwie" zuende gefahren. Unter ner Stunde wars dann trotzdem, Masters Kategorie auch gewonnen. Auch vor ein paar guten Jungs. zum Beispiel dem 2. platzierten vom Monster TT in Holland kurz danach.

Besagtes Monster TT fiel für die Berliner Risiko Zonen Covid Verdächtigen dann aus. Ärgerlich. Wie gesagt, den Zweitplatzierten hatte ich beim KOTL am rabenschwarzen Tag sicher im Sack. Hätte mich interessiert wie schnell Boris Stein wirklich hätte fahren wollen...

Bin dann noch nen kleines 10km EZF gefahren zum Saisonfinale. PR und Streckenrekord pulverisiert. Irgendwas um die 45s auf 10km kann man schon mal wegschleifen.

Und das wars dann auch schon wieder.

2021 neues Rad was noch eingestellt werden muss und wieder zurück zur UCI. Mal sehen was übrig bleibt.

Das war sozusagen das Covid Jahr im Schnelldurchlauf.

Gab dann nen 30km EZF

PS: wird wohl Jahreskilometer Rekordjahr. Irgendwas um die 22.000km könnten es werden.

Speedies 07.12.2020 10:56

Statt IM Frankfurt war "Hammer the bike" der Jahreshöhepunkt, natürlich mit den beiden Überbikern! Hab immer weiter trainiert und bin seit dem 01. November wieder voll in den Tainingsplan eingestiegen. Ich hoffe, und glaube daran, dass Frankfurt nächsten Jahr stattfindet.

MattF 07.12.2020 12:35

Ich hab dieses Jahr meine längste Radtour an einem Tag gemacht:

https://www.strava.com/activities/4041553896

417 km in 17.5 h

:dresche

DocTom 07.12.2020 13:47

@Matt das ist ja cool, 417km...
:Blumen:

captain hook 07.12.2020 14:01

Zitat:

Zitat von flachy (Beitrag 1571770)
Mit der 15 Kilometer-Wohnort-Radius-Auflage starteten wir zur "Commerau-Battle" - 10 Kilometer von unserem Ort hatte ich eine verkehrsfreie 7700 Meterrunde mit bestem Asphalt gefunden, auf der wir dann über Wochen ein teaminternes Einzelzeitfahren starteten. Manchmal bin ich diese Schleife allein bis zu siebenmal nacheinander mit jeweils 2 Minuten lockeerer Tretpause geballert, kam aber nicht einmal in die Nähe der Zeit unseres Teambesten.
Der Rekord steht dort jetzt seit Sommer '20 bei knapp 50 km/h für eine Runde (sollte auch auf STRAVA für Interessierte auffindbar sein).

Entenschenke?

sabine-g 07.12.2020 14:08

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1571836)
...

Du musst noch abstimmen Captain! :)

flachy 07.12.2020 14:37

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1571836)
Entenschenke?

Aloha Captain,
das koennte sein, bin selber nicht auf Strava, Markus, Bernd, Lukas, Josti usw. schon.
Die Runde geht durch Commerau, Entenschänke und noch einen Weiler mit 5 Häusern und drei Storchenhorsten.
Wo genau Start&Ziel auf Strava ist, weiß ich nicht, wahrscheinlich an der einen Spitzkehre beim ehemaligen NVA Munitionslager...

tridinski 07.12.2020 16:09

Für mich gabs zwei Highlights dieses Jahr, ich fand das unterm Strich im Rückblick eigentlich sehr erfrischend zu den Wettkämpfen die ich sonst gemacht hätte, wären nämlich letztlich "nur" dieselben gewesen "wie sonst immer", auch wenn ich die sehr gern mache: Hessenliga und IM Frankfurt (alle paar Jahre):

* lange Radtouren mit den Vereinskollegen: 3x 300km+
Höhepunkt dabei Rhein-Main -> Feldberg/Schwarzwald 342km
* Verbesserung beim Schwimmen, was eigentlich überraschend kam nach dem Lockout im Frühjahr, den ich mit allerlei Kraftübungen für die Arme überbrückt hatte (Highlights neue PB 400m 5:19 und 200m 2:30)

Da nehme ich einiges an Schwung und Inspiration mit für 2021 :)

EDIT: Darunter dieses Bild von einer der 300er Touren

MattF 07.12.2020 16:21

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1571830)
@Matt das ist ja cool, 417km...
:Blumen:



Ich hätte auch noch weiter fahren können :Lachanfall:
kam aber um 23.30 zum vorgebuchten Hotel. Ziel war die 400 zu packen.


Nächstes Ziel ist die Nacht noch durchzufahren und dann 600 km :dresche
(spart ne Hotelübernachtung).

365d 07.12.2020 16:28

Ich habe mich Ende letzten Jahres selbständig gemacht und habe 2020 von Ende Februar bis Ende Juli ununterbrochen 60h-Arbeitswochen gebügelt. Kam kaum zum trainieren und bin froh, gabs kaum Wettkämpfe.
Für mich war 2020 ohnehin ein "Sportpause-Jahr".
Zudem hat mir Corona businesseitig in die Hände gespielt. 2020 war für mich persönlich eigentlich sehr positiv.

sevenm 07.12.2020 20:09

Zitat:

Zitat von locker baumeln (Beitrag 1571768)
Euch wünsche ich alles Gute und liebe Grüße an die alten Weggefährten.

Lebensgrüße von locker baumeln
https://youtu.be/vFbrQ_xz3DQ

Schön von dir zu lesen! Alles hat für jeden seine Zeit und das Leben ist bunt :Blumen:

LG zurück,

Seven

Nobse 08.12.2020 00:31

@tridinski...

Geiles Bild! :)

mamoarmin 08.12.2020 08:10

Ich habe direkt am Anfang von Corona die Zeit für eine Darmoperation (Sigmaresektion)genutzt, da wurden 25 cm Darm entfernt und das war schon eine ordentliche Belastung, da in Coronazeiten keiner an deiner Seite stehen kann, war in Nürnberg, aber meine Frau konnte nur telefonisch Kontakt halten..(ich hatte da immer wieder übelste Entzündungen, die mich im täglichen Leben stark beeinflusst haben und das nachhaltige trainieren unmöglich machten. Das hat mich stark zurückgeworfen und die Bewerbe waren deshalb eh kein Thema mehr.
Minimalziel war keinen künstlichen Ausgang behalten und wieder aufs Rad.
Ich konnte dann im sommer nen 180er in der Rhön absolvieren und die OP ist soweit gut überstanden, wenngleich ich immer mal wieder Schmerzen habe und hoffe, dass da nicht schon wieder Divertikel entstanden sind. Ins KH kann ich zur Zeit nicht wegen Corona...
Trainingstechnisch läuft es ganz gut, komme an die 10000 km aufm Rad, bin ja rollenfreak..., trotz Ausfall im Frühjahr wegen der OP.

Ich habe nen Gutschein von IM, mal sehen ob ich den einsetze nächstes Jahr, allerdings glaube ich , dass ich mich eher auf kleineren Veranstaltungen rumtreiben werde und King of the Lake mein Jahreshöhepunkt darstellen wird. Ansonten wie immer, Gewicht ist ein Thema...

tom81de 08.12.2020 09:05

Ich habe ganz normal weiter trainiert. Leider wurden dann nach und nach alle meine geplanten Wettkämpfe abgesagt.
Die Wettkämpfe habe ich dann einfach in Eigenregie Zuhause gemacht

1x Duathlon
1x Kurz
2x Mittel
1x Lang

Ich hoffe, dass 2021 wieder Triathlons statt finden dürfen/können. Auf nochmal so eine Saison habe ich keinen Bock.

tridinski 08.12.2020 22:17

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1571875)
Ich hätte auch noch weiter fahren können :Lachanfall:
kam aber um 23.30 zum vorgebuchten Hotel. Ziel war die 400 zu packen.


Nächstes Ziel ist die Nacht noch durchzufahren und dann 600 km :dresche
(spart ne Hotelübernachtung).

super Sache mit den 400 :)
wenns noch länger werden soll aber vermutlich besser die Nacht am Anfang der Tour, weil sonst ... totmüde durch die Nacht auf öffentlicher Strecke ... müsste ich nicht haben

KevJames 09.12.2020 06:29

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1571993)
Ich habe direkt am Anfang von Corona die Zeit für eine Darmoperation (Sigmaresektion)genutzt, da wurden 25 cm Darm entfernt und das war schon eine ordentliche Belastung, da in Coronazeiten keiner an deiner Seite stehen kann, war in Nürnberg, aber meine Frau konnte nur telefonisch Kontakt halten..(ich hatte da immer wieder übelste Entzündungen, die mich im täglichen Leben stark beeinflusst haben und das nachhaltige trainieren unmöglich machten. Das hat mich stark zurückgeworfen und die Bewerbe waren deshalb eh kein Thema mehr.
Minimalziel war keinen künstlichen Ausgang behalten und wieder aufs Rad.
Ich konnte dann im sommer nen 180er in der Rhön absolvieren und die OP ist soweit gut überstanden, wenngleich ich immer mal wieder Schmerzen habe und hoffe, dass da nicht schon wieder Divertikel entstanden sind. Ins KH kann ich zur Zeit nicht wegen Corona...

Oh man - da hatte ich ne Menge Entenpelle beim Lesen. Wünsche Dir von Herzen alles Gute!

mamoarmin 10.12.2020 11:23

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1572227)
Oh man - da hatte ich ne Menge Entenpelle beim Lesen. Wünsche Dir von Herzen alles Gute!

Alles gut, vielen, vielen Dank....ab und zu ziept es noch und zwei der Narben sind sehr gut unter der coronafettpolsterkante öhm biopren versteckt....
Hauptsache die kommen nicht wieder? aber da ist die Statistik ganz gut.

Nepumuk 12.12.2020 18:56

Wir haben im Großen und Ganzen das ganze Jahr normal durchtrainiert; der geplante IM in Italien ist ja erst recht spät abgesagt worden. Ich habe soviel auf der Rad gesessen wie noch nie. So sind etliche 100er, 4x 200er, 1x 250km und 1x 300km zusammen gekommen.
Der 300er war natürlich schon was Besonderes, aber mein Highlight der 200km-Tour, die ich alleine durch Tirol und Südtirol gefahren bin: Scharnitz - Innsbruck - Brenner - Sterzing - Jaufenpass und wieder zurück. Losgefahren bin in nachts um 2.30 Uhr, das war ein tolles Gefühl und ein einmaliges Erlebnis, so ganz alleine durch die stille Nacht in den Sonnenaufgang zu fahren und dann den ersten Kaffee oben auf dem Brenner zu trinken.


uruman 13.12.2020 21:38

Ich habe kein Hauptwettkampf in Jahr
Sondern ich teilnehme in 10-12 Wettkämpfe in Jahr , wo ich versuche so gut wie möglich vorbereitet an Start zu sein und für mich eine gute Wettkampf zu liefern :dresche

Ich habe die letzte Option genommen weil ich früh in Jahr in ein Winterlaufserie und ein Schwimmwettkampf teilgenommen habe und ich war eine von der glücklichen die könnten in September in ein Triathlon mitmachen , nämlich in Ratingen :Blumen:

Durch Zufall hat der Triathlon an meinen Geburtstag statt gefunden
Wir sind mit einen Kumpel mit dem Rad nach Ratingen gefahren , der Wettkampf bei voller Zufriedenheit gemacht, danach das Rennen von den Profis angeguckt und anschließen mit meiner Familie bei Kaffeetrinkern meinem Geburtstag feiern ! :liebe053:

tuben 14.12.2020 12:07

Wir haben einfach trainiert wie immer und wie es geplant war und es hat Spaß gemacht.
Da wir nicht zum IM nach Kasachstan konnten, war für diesen Termin ein privates Trainingsrennen, Start am Baggersee und großartiger Party für die drei Sieger geplant. Doch es kam anders, plötzlich gab es die Option, beim IM Tallin zu starten, zwei Wochen nach dem abgesagten Kasachstan-Termin.
Also haben wir umgeplant, Flugreisen, Landwege, Fährverbindungen, Einreise-und Coronabedingungen geprüft, haben uns testen lassen und dann ab nach Tallinn.
Dort haben wir, nach erneutem Test, einen "Corona IM" erlebt, das Ziel erreicht und darüber gestaunt,
wie gut das Rennen organisiert war und wie rücksichtsvoll wir uns alle verhalten haben. Das es am Ende noch einen Hawaii-Slot gab, das war das Licht auf der Torte.:)

Joesoletti 15.12.2020 06:46

Bei mir wir es ähnlich wie bei Tuben. Ich war für Hamburg im Juni gemeldet. Nach der Verschiebung auf Semptember habe ich eine kurze Pause eingelegt und dann neu aufgebaut. Im Sommerurlaub hab ich dann von der kompletten Absage von Hamburg erfahren. Als erstes war die Entäuschung sehr groß, sollte das ganze Training umsonst gewesen sein?
Dann habe ich aber kurzerhand beim Ironman Team Hamburg nachgefragt, ob eine Ummeldung nach Estland möglich ist, und kurz später war der Ummeldelink da :liebe053:
Das war 4 Wochen davon. In den 4 Wochen dann die Spannung hochgehalten, Höhen und Tiefen bzw. Reiseplanung und Training im heißen Mitteleurope erlebt.
2 Wochen vorher die Bestätigung mit 2 negativen Coronatest einreisen zu können, es gilt eine Ausnahmeregelung für Teilnehmer und Supporter.
Gleichzeitig Direktflug nach Tallin gebucht.
1 Woche vorher den PCR am Flughafen in Wien war genommen. Negativ, wieder eine Hürde genommen.
Dann leider ein Rückschlag, Dienstag in der Früh sollte der Flug gehen. Am Montag zu Mittag kam das Mail von der Stornierung meines Fluges. Direktverbindung von Österreich nach Estland sind eingestellt.
Meine Frau hat mich dann nochmals motiviert im Internet nach Ersatz zu suchen. Und siehe da, letzte Möglichkeit in 4 Stunden den Flieger nach Mailand zu nehmen und am nächsten Tag am Vormittag nach Tallin einzureisen. Und das hat dann zum Glück einwandfrei funktioniert.
Der Bewerb war dann bestens organsisiert, am Flughafen in Tallin wurde nochmals getestet und mit beiden Tests konnte man dann die Startunterlagen abholen.
Einchecken in bestimmten Zeitfenster, Wettkampfbesprechung online und jeweils 6 Personen beim Start abgelassen mit genügend Abstand. Also ein fast perfektes Rennen, für das Wetter kann der Veranstalter nichts :Lachen2:
Für die Quali hat's dann leider nicht gerreicht.
Denoch war es ein tolles Abschluss für eine lange Saison :Huhu:

Kampfzwerg 15.12.2020 21:16

Also rückblickend war das Jahr für mich persönlich voller Highlights.

Vom Frühjahr bis Ende Juni die wöchentlichen Trailläufe. Angefangen bei 1,5 Stunden bis zu unserem Bike+Hike auf die Zugspitze mit anschließendem Grillen Ende Juni.

Danach ein genialer Sommer mit einer nicht ganz einfachen Langdistanzvorbereitung und grandioser Explosion in Podersdorf (jaja, der Bericht steht noch aus). :Cheese:

Eine Woche später schnell mal spontan die Ötztaler Runde gefahren und böse gelitten auf den letzten Höhenmetern.

Das war jetzt nur das Sportliche geschehen.

Ansonsten, neuer Hund im Januar, neuer Job im April, neues/eigenes Label seit November.

Corona hat für mich jetzt nicht nur schlechte Seiten gehabt, sondern auch unglaublich viele Möglichkeiten geboten, die ich in einer "normalen Saison" entweder bekommen, oder einfach aufgrund eines vollen Terminkalenders nicht wahrgenommen hätte.

Trotz allem hoffe ich auf eine etwas längere Triathlonsaison im kommenden Jahr, sonst wären die 300 Euro für die Elitelizenz mal ordentlich verbrannt. :Lachen2:

:Huhu:

Klugschnacker 16.12.2020 08:42

Zitat:

Zitat von Joesoletti (Beitrag 1573644)
Dienstag in der Früh sollte der Flug gehen. Am Montag zu Mittag kam das Mail von der Stornierung meines Fluges. Direktverbindung von Österreich nach Estland sind eingestellt.

Meine Frau hat mich dann nochmals motiviert im Internet nach Ersatz zu suchen. Und siehe da, letzte Möglichkeit in 4 Stunden den Flieger nach Mailand zu nehmen und am nächsten Tag am Vormittag nach Tallin einzureisen. Und das hat dann zum Glück einwandfrei funktioniert.

Boah, das ist krass! :Blumen:

NiklasD 17.12.2020 10:39

Sportlich gesehen fand ich das Coronajahr fast sogar angenehm. Da ich erst seit ca. 1 1/2 Jahren Triathlon machen, konnte ich die wettkampfreie Zeit super nutzen, um an meinen Schwächen zu arbeiten.

Die Schwimmpause im März/April habe ich dazu genutzt, um auf dem Rad und im Laufen fitter zu werden. Dies konnte ich dann im Juli mit einer neuen 5km Bestzeit (16:02) in einem kleinen vereinsinternen Wettkampf unter Beweis stellen. Im Oktober folgte dann noch eine 10km Bestzeit (33:43).:)

Sogar im Schwimmen, meiner eigentlichen Paradedisziplin, konnte ich mich nach den Einschränkungen verbessern, da ich nach der Pause erstmal viel Techniktraining gemacht habe und alte Bewegungsmuster aufbrechen konnte.

Durch die fehlenden Wettkämpfe konnte ich komplett ohne Druck trainieren, was mir auf alle Fälle sehr geholfen hat. Und man konnte auch einfach mal verrückte Dinge im Training machen, wenn man Lust drauf hat und danach 3 Tage auf der Couch liegen.:Cheese:

Irgendwann hätte ich mir nur mal gerne einen richtigen Wettkampf gewünscht, um sein gutes Training auch im Wettkampf zu "präsentieren".

tridinski 17.12.2020 11:14

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1573946)
Zeit super nutzen, um an meinen Schwächen zu arbeiten
... im Laufen fitter zu werden ... 5km Bestzeit (16:02) 10km Bestzeit (33:43)

:-(( deine Schwächen hätte ich gerne ... :Huhu:

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1573946)
Sogar im Schwimmen, meiner eigentlichen Paradedisziplin, konnte ich mich nach den Einschränkungen verbessern, da ich nach der Pause erstmal viel Techniktraining gemacht habe und alte Bewegungsmuster aufbrechen konnte

gut dass du zu deiner Paradedisziplin keine Zeiten geschrieben hast, wenn die noch besser sind als beim Laufen ... an welchen Stellen genau hast du die Bewegungsabläufe verbessern können? Die waren ja vorher vermutlich auch schon ziemlich gut ...?

Wenn das Radeln auf ähnlichem Niveau liegt kann insb. deine Konkurrenz ja froh sein dass es keine Wettkämpfe gab ...

NiklasD 17.12.2020 11:58

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1573955)
:-(( deine Schwächen hätte ich gerne ... :Huhu:



gut dass du zu deiner Paradedisziplin keine Zeiten geschrieben hast, wenn die noch besser sind als beim Laufen ... an welchen Stellen genau hast du die Bewegungsabläufe verbessern können? Die waren ja vorher vermutlich auch schon ziemlich gut ...?

Wenn das Radeln auf ähnlichem Niveau liegt kann insb. deine Konkurrenz ja froh sein dass es keine Wettkämpfe gab ...

Leistungstechnisch ist das schon "jammern" auf sehr hohem Niveau, da hast du Recht. Scheint so, dass mir ein gewisses Lauftalent in die Wiege gelegt wurde. Aber meinte die Schwäche vor allem in Bezug auf die Lauftechnik, Bewegungsabläufe etc.

Beim Schwimmen konnte ich insbesondere die Eintauchphase und das "Anstellen" im Wasser verbessern, was wiederum zu einem besseren Wassergefühl geführt hat. Ich habe da nach der Pause bewusst nicht auf Abgangszeiten oder geschwommene Zeiten geachtet, sondern hatte den klaren Fokus technisch sauber zu schwimmen und bin nur mit Pausenzeiten geschwommen. Ich komme ursprünglich vom Schwimmen, da aber von den kürzeren Distanzen (50- max. 200m). Da ist die Bewegungsökonomik und -der Ablauf ja doch noch ein Mal anders als bei den längeren Strecken. Also die Verbesserung kam hier sicherlich auch durch den klaren Fokus auf die längeren Strecken.

Aber unabhängig von den Zeiten oder ähnlichem konnte ich durch die wettkampffreie Zeit und ohne "Wettkampfdruck" so lange wie noch nie ohne kleinere Wehwechen und Verletzungen trainieren. Wie sagt man so schön "Consistency is key" :)

PatickAlb 19.12.2020 07:42

Also ich hin ja gänzlich neu im Triathlon und komme aus dem Couch Potatoe Bereich. Also bis November 2019 lag die Waage bei über 160kg. Einzige Bewegung im Vorfeld waren gemütliche 10km Radweg zur Arbeit auf einem XXL Lastenrad für schwere Jungs. Diese aber täglich, ganzjährig seit 8 Jahren.

So gesehen konnte ich das Jahr dann aber sehr gut nutzen um einerseits über sechzig Kilos abzuspecken (Home Office Ernährung hat geholfen), meine Ausdauerfähigkeit aufzubauen und schonmal als Übung eine Volksdistanz im Juni (Berlin Triathlon) zu testen. Knapp unter 1 Stunde war für mich fabelhaft.

Seitdem bastel ich relativ hart an den Fähigkeiten eine olypiasche Distanz zu schaffen. Anbei mal die bisherigen Leistungsfortschritte (durch Corona viel Indoor Training):


Rad war zum Jahresbeginn maximal 1,5 Stunden im GA1 drin, Puls Obergrenze dabei 125 bei 130 Watt. Jetzt gehen 3 Stunden bei 185 Watt mit nem 119er Puls in der Spitze.

Joggen war zum Jahrebeginn gewichtsbedingt garnicht möglich. Jetzt 10km in 56 Minuten bei ner durchschnittlichen HF von 143 oder 14km langsam (Pace 6:15) mit ner HF von 137 im Schnitt (alles GA2). 1km Intervalle gehen mit 14kmh. Bin auch mal 14km mit ner 5:30er Pace gelaufen da sagt die HF dann im Schnitt 149 was bei nem 168er Macinalpuls dann schon nahe dran ist.

Schwimmen ist schwer zu sagen, ich kann jetzt bis zu 1 Stunde weitgehend ohne kritische Ermüdung (Brust-) schwimmen. Aber das dürfte sehr lahm sein.

Durch meine Erfahrungen im Volkstriathlon trainiere ich viele Koppelsachen. Oft 2 Stunden GA1 Radeln und dann 1 Stunde GA2 joggen. Manchmal 30 Minuten schwimmen oder rudern und dann ne Stunde Radeln.


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 22:32 Uhr.

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