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MattF 18.05.2021 12:47

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1602439)

Interessanter Aspekt scheint der Führerschein zu sein, für die Tonnage, in der sich so n Fuhrwerk dann bewegt.


Für Jüngere. Das Problem hast du auch bei nem ganz normalen Wohnmobil. Führerschein ab 99 geht in der Basis nur bis 3.5 to.

dasgehtschneller 18.05.2021 15:15

Ich konnte letzte Woche für 3 Tage einen Kia eNiro probefahren.

Wirklich ein geniales Teil, wenn auch nicht so spektakulär wie ein Tesla oder so.
Als Neuwagen ist er mir noch etwas zu teuer, ich könnte mir aber vorstellen den in 2-3 Jahren als Gebrauchten zu kaufen um meinen Ampera abzulösen.

Reichweite wurde mit 450 km angezeigt und nachdem ich 100km gefahren bin immer noch bei 360km. Dabei habe ich ihn nicht geschont.
Power hat er auch mehr als genug und technisch doch nicht allzu spacig.
So wie beim Model3, dass man viele Funktionen nur noch über den Touchscreen bedienen kann, ist mir fast etwas zu viel des Guten.

Bezüglich Platz bin ich bei SUV immer wieder enttäuscht. Das Ding sieht zwar relativ gross aus und ich kriege auch meine Fahrräder rein, allerdings hat mein Ampera und der Honda Jazz meiner Frau genausoviel Platz obwohl beide deutlich kleiner aussehen.

Hafu 18.05.2021 15:56

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1602439)
Neuer Anlauf mit nem Elekktroautogespann. Diesmal hoffentlich sachlich genug:
https://www.faz.net/aktuell/technik-...ue#pageIndex_2
...

So richtig sachlich ist es nicht, wenn ich mir solche Sätze durchlese:

Zitat:

Zitat von FAZ
...Macht in der Schlussabrechnung 45,5 kWh auf 100 Kilometer, und von den 538 gefahrenen Kilometern sind noch 30 Kilometer solo dabei. Das ist ganz schön happig...

Zur Erläuterung: 45,5 kWh/100km (im Vergleich zu 14l Diesel/ 100km, die ein typischer SUV als Wohnwagenzugmaschine schluckt) klingt irgendwie ziemlich viel, weil es so eine große Zahl ist. Aber in Wirklichkeit ist es sehr wenig und ein Zeichen der fantastischen Energieeffizienz, die moderne Elektroautos heute schon haben, gerade auch im Vergleich zu Antrieben, die sich auf fossile Brennstoffe stützen.

In 1l Diesel stecken nämlich 10 kw/h Energie. Tatsächlich verbraucht ein Verbrenner aufgrund der geringen Effizienz also 140 kWh Energie pro 100km (mit angehängtem Wohnwagen). Und wenn man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht muss man eben auch bei Verbrennermotoren sich die Mühe machen, den Verbrauch auf kWh umzurechnen.

Irgendwie schwingt in derartigen Elektroauto-Tests immer dieser gewisse Unterton mit: So richtig praxistauglich sei doch die ganze Elektromobilität noch gar nicht. Alles erstmal nur ein nettes Spielzeug für Spinner und keine ernsthafte Konkurrenz für den bewährten Verbrennermotor.

dasgehtschneller 18.05.2021 16:05

Den 0.2% der Bevölkerung die wirklich mit dem Wohnwagen 1000 km am Tag fahren wollen, gestehe ich sogar zu noch ein paar Jahre mit ihrem Diesel unterwegs zu sein ;)

Der Vorteil am Wohnwagen ist dass man während der Ladepausen ein Schläfchen machen, was Kochen oder sich anderswertig in seinem Wohnwagen beschäftigen kann.

dr_big 18.05.2021 16:15

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1602500)

In 1l Diesel stecken nämlich 10 kw/h Energie. Tatsächlich verbraucht ein Verbrenner aufgrund der geringen Effizienz also 140 kWh Energie pro 100km (mit angehängtem Wohnwagen). Und wenn man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht muss man eben auch bei Verbrennermotoren sich die Mühe machen, den Verbrauch auf kWh umzurechnen.

Du machst es jetzt aber auch nicht besser. Ein großer Diesel braucht mit Wohnwagen auf der Autobahn keine 10L/100km. Zweitens musst du immer Well-to-Wheel vergleichen, nicht Tank-to-Wheel.

Nepumuk 18.05.2021 16:22

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1602508)
Du machst es jetzt aber auch nicht besser. Ein großer Diesel braucht mit Wohnwagen auf der Autobahn keine 10L/100km.

Off-Topic:
Mit Wohnwagen unter 10l/100km ist schon schwierig. Meine Wohnwagen waren weder besonders schwer (1200/1300kg) noch besonders breit (2,10/2,20m) und meine Diesel nicht besonders kräftig, trotzdem bin ich nur selten unter 10l gelandet, unter 9l nur unter optimalen Bedingungen. Die Umzugsunternehmer, die man heutzutage auf Campingplätzen so sieht, sind sicher mit >12l/100km unterwegs.

Back to Topic:
Wohnwagenziehen ist mit den heutigen eAutos sicher sub-optimal. Die Branche hat noch 10-20 Jahre Zeit, sich umzustellen und anzupassen. Schafft sie das nicht, sind haben große Wohnwagen und Wohnmobile keine Zukunft.

Hafu 18.05.2021 16:32

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1602508)
Du machst es jetzt aber auch nicht besser. Ein großer Diesel braucht mit Wohnwagen auf der Autobahn keine 10L/100km. Zweitens musst du immer Well-to-Wheel vergleichen, nicht Tank-to-Wheel.

10l/ 100km, wie von dir behauptet. wären auch 100 kWh/ pro 100km, also immer noch eine wesentlich schlechtere Energieeffizienz als beim E-Auto. Die von mir zur Überschlagsrechnung genutzten 14l Diesel (=140 kWh)stammen aus dem von Sibi verlinkten FAZ-Text und ich gehe einfach mal davon aus, dass der Autor weiß, wovon er schreibt.
Die FAZ hat wohlgemerkt die 45kmh/ 100km beim Polestar aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund negativ hervorgehoben. Der Apfel/Birnenvergleich stammt also nicht von mir. Ich habe die Zahl nur mal eben eingeordnet.

Die 10kWh/pro l Diesel sind übrigens die tatsächliche Energie, die im Treibstoff, so wie man ihn in den Tank füllt, vorhanden sind und von denen der Großteil in Form von Wärme via Kühlergrill und Abgase verloren geht und ein kleinerer Teil in mechanisch nutzbare Energie umgewandelt wird.
Ich habe da noch nicht miteingerechnet, wieviel kWh es benötigt diesen Liter Diesel in Form von Erdöl aus Schiefersanden oder per Fracking zu gewinnen, das Erdöl mit zusätzlichem Energieverbrauch in der Raffinerie zu zerlegen und den hergestellten Diesel von einem Ende der Welt ans andere zu transportieren. Durch all diese Prozesse würde die scheinbar so tolle Energieeffizienz des Verbrennermotors, an die wir uns leider historisch gewöhnt haben sich noch weiter verschlechtern.

dr_big 18.05.2021 16:36

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1602514)
Ich habe da noch nicht miteingerechnet, wieviel kWh es benötigt diesen Liter Diesel in Form von Erdöl aus Schiefersanden oder per Fracking zu gewinnen, das Erdöl mit zusätzlichem Energieverbrauch in der Raffinerie zu zerlegen und den hergestellten Diesel von einem Ende der Welt ans andere zu transportieren. Durch all diese Prozesse würde die scheinbar so tolle Energieeffizienz des Verbrennermotors, an die wir uns leider historisch gewöhnt haben sich noch weiter verschlechtern.

Das gleiche natürlich auch für Strom, der Stand heute noch nicht auf Bäumen wächst.


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