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KevJames 16.04.2021 06:26

Putin und die Ukraine
 
Weitgehend unbemerkt (durch Corona?) hat Putin ne ganze Menge Soldaten in Richtung Ukraine verschoben. Ich dachte mir, dass es ja nicht schaden kann mal darauf hinzuweisen ...

dr_big 16.04.2021 06:46

Und dazu verprellt von der Leyen auch noch den Ukrainischen Präsidenten und der Söder biedert sich den Russen an :Gruebeln: Nordstream tut noch ein übriges dazu, um Putin mehr Macht in den Ostländern zu geben. Da läuft gerade einiges schief.

keko# 16.04.2021 09:12

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1596628)
Weitgehend unbemerkt (durch Corona?) hat Putin ne ganze Menge Soldaten in Richtung Ukraine verschoben. Ich dachte mir, dass es ja nicht schaden kann mal darauf hinzuweisen ...

Könnte ein Stellvertreterkrieg werden. Ebenso wie im Iran.
Und die USA scheint mir mit Biden wieder in die alte Spur zu kommen.
Auch hier kommt Corona vielleicht ganz gelegen, um in Ruhe Soldaten zu positionieren.
Ziemlich gefährlich, was da gerade passiert.

El Stupido 16.04.2021 10:03

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1596715)
Könnte ein Stellvertreterkrieg werden. Ebenso wie im Iran.
Und die USA scheint mir mit Biden wieder in die alte Spur zu kommen.
Auch hier kommt Corona vielleicht ganz gelegen, um in Ruhe Soldaten zu positionieren.
Ziemlich gefährlich, was da gerade passiert.

Meinst du den Jemen?

Ich wohne in Rheinland-Pfalz. Die hiesigen US Air Force Standorte wären betroffen gewesen, wenn der teilweise Truppenabzug wie von der Trump Administration beschlossen umgesetzt worden wäre.
Es hieß in diesem Zusammenhang immer wieder (keine Ahnung ob dies Gerüchte waren oder fixe Planung), dass diese Truppen von DE nach Polen verlegt werden würden.
Der Teilabzug aus RLP ist vom Tisch, ob Biden nun also zusätzlich Truppen an den Ostrand der NATO verlegt?

qbz 16.04.2021 11:16

Spätestens wenn Soldaten aufmarschieren, informiere ich mich aus verschiedenen Quellen über die Interessen und Perspektiven beider Konfliktparteien. Daran halte ich mich seit dem Vietnamkrieg.


Hier ein Bericht vom Moskauer Korrespondenten Ulrich Heyer auf Telepolis vom 9. April:
Zitat:

Massiver Truppenaufmarsch beiderseits der ukrainisch-russischen Grenze

Am Donnerstag kam eine Warnung aus dem Kreml, wie sie es seit der heißen Kriegsphase 2014/15 nicht mehr gegeben hatte. Wenn Kiew militärische Handlungen im großen Maßstab im Donbass beginne, dann sei das "der Anfang vom Ende" der Ukraine, erklärte Dmitri Kosak, stellvertretender Leiter der russischen Präsidialverwaltung, gegenüber der Zeitung Kommersant.

Zum Aufgabenbereich Kosaks gehören die ehemaligen sowjetischen Nachbarrepubliken. Wenn die Ukraine einen Großangriff auf die Volksrepubliken starte, dann sei das "kein Schuss ins Bein, sondern in die Schläfe". Russland wolle "kein Territorium erobern", Russland wolle an seiner Grenze einen "freundlich gesonnenen, friedlichen und stabilen Staat".

Diese harte Warnung - ja fast Drohung - eines hohen Kreml-Beamten hat damit zu tun, dass Kiew in den letzten Tagen und Monaten die militärische Konfrontation verschärft und öffentlich erklärt hat, dass das 2015 ausgehandelte Minsker Abkommen zur Lösung der Krise im Donbass für die Ukraine keinerlei Nutzen hat.

Das Minsker Abkommen sieht vor, zunächst Wahlen unter internationaler Aufsicht in den Volksrepubliken abzuhalten und dann die Kontrolle der Grenze zwischen den Volksrepubliken und Russland ukrainischen Grenzorganen zu übergeben. Kiew dagegen fordert immer stärker erst die Kontrolle über Grenze zu Russland und dann würde es Wahlen in Lugansk und Donezk geben.

Die Volksrepubliken und Russland wollen dieses Verfahren nicht akzeptieren, weil sie nach der Übernahme der Kontrolle über die Grenze durch ukrainische Organe Racheaktionen ukrainischer Militärs und nationalistischer Bataillone gegen Vertreter der Volksrepubliken und ihrer Machtorgane fürchten.

Sogar Minsk als Ort, wo seit 2015 über die Umsetzung des Minsker Abkommens verhandelt wird, will Kiew nicht mehr akzeptieren, da es dort "starken russischen Einfluss" gibt. Stattdessen schlägt Kiew Polen als Land vor, wo man verhandeln könne.
.....

qbz 16.04.2021 11:23

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1596731)
Meinst du den Jemen?

Ich wohne in Rheinland-Pfalz. Die hiesigen US Air Force Standorte wären betroffen gewesen, wenn der teilweise Truppenabzug wie von der Trump Administration beschlossen umgesetzt worden wäre.
Es hieß in diesem Zusammenhang immer wieder (keine Ahnung ob dies Gerüchte waren oder fixe Planung), dass diese Truppen von DE nach Polen verlegt werden würden.
Der Teilabzug aus RLP ist vom Tisch, ob Biden nun also zusätzlich Truppen an den Ostrand der NATO verlegt?

Es sind für 2021 zahlreiche Nato-Manöver gemeinsam mit der Ukraine geplant wie aus dem Telepolis Bericht hervorgeht:
"In diesem Jahr ist die Ukraine gleich zu sieben Nato-Manövern eingeladen, berichtete das ukrainische Verteidigungsministerium. Es handelt sich um die Manöver Steadfast Cobalt, Ramstein Apex, Ramstein Ambition, Steadfast Defender, Noble Bonus, Steadfast Jupiter, Steadfast Leda."

keko# 16.04.2021 11:34

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1596731)
Meinst du den Jemen?

Ich wohne in Rheinland-Pfalz. Die hiesigen US Air Force Standorte wären betroffen gewesen, wenn der teilweise Truppenabzug wie von der Trump Administration beschlossen umgesetzt worden wäre.
Es hieß in diesem Zusammenhang immer wieder (keine Ahnung ob dies Gerüchte waren oder fixe Planung), dass diese Truppen von DE nach Polen verlegt werden würden.
Der Teilabzug aus RLP ist vom Tisch, ob Biden nun also zusätzlich Truppen an den Ostrand der NATO verlegt?

Einen echten Krieg zwischen Russland, USA oder China halte ich für nicht wahrscheinlich. Denn das wäre das Ende von allem. Ein Stellvertreterkrieg im Nahen Osten oder in der Ukraine halte ich aber für denkbar.
Biden setzt letzendlich das fort, was Trump auch gesagt hat, dass Europa eigenständiger werden soll. Also mehr Geld für Militärausgaben. Das freut die Miltärs und natürlich Teile der Industrie. Wenn man googelt, findet man genug über Biden bzgl. Rüstungslobbyisten (auch von deutschen Qualitätsmedien).

Adept 16.04.2021 11:41

Ukraine könnte der neue Eiserne Vorhang zwischen Ost und West werden. Also wie früher Ost- und West-Deutschland, nur 2.000km weiter Richtung Osten. Hat die Nato ja nicht schlecht angestellt.

Schade, dass sich die Geschichte immer wieder wiederholen muss...


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