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sybenwurz 21.08.2019 21:15

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1472807)
Die infrastruktur ist doch nur für autos ausgelegt.

Muss ja nicht so bleiben.
(wirds aber, sonst pinkelte man ja der Autolobby ans Bein und von der Fahrradlobby, so es denn eine gäb, kämen keine Millionen)

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1472822)
...und was wird noch aufgewendet um die alten bösen Karren zu entsorgen?

Wie, 'entsorgen'? Die fahren natürlich in irgendnem Drittwelt- oder südosteuropäischen Land weiter.

Nobodyknows 22.08.2019 05:15

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1472877)
Und nochmal meine frage: welche alternative haben wir?
Niemand wird ernsthaft auf das auto verzichten.

Da hab ich auch mal ne Frage:
Warum glaubst Du als offensichtlich solventer Fanboy der Marke Tesla, dass ein Elektroauto bei der derzeitigen Verfügbarkeit von Ladestationen ("...Nur ein Viertel der...Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft hat vor, die Ladeinfrastruktur...in den nächsten drei Jahren auszubauen...") eine nennenswerte Alternative sei?

Um Antwort wird gebeten. :Blumen:

Noch drei Fragen: Wann kommt denn dein Tesla, welches Auto hast Du aktuell und was geschieht mit dem alten Auto?

Gruß
N. :Huhu:
omnivore (jehova)

PS: Bei deiner Aussage unten ist ja wohl der weltfremde Wunsch der Vater des Gedanken. :Lachanfall:
Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1472877)
Im grunde sind doch alle argumente nur eine hinhaltetaktik der jetzigen profiteure von verbrennern. Eine sterbende technik, die nach 100 jahren auch kein potential mehr hat.


captain hook 22.08.2019 06:50

Erlebnisbericht vom tollen Tesla. Nagut, ein S und der wollte theoretisch fahren wie man ein solches Auto fahren will...

Strecke Berlin - HH

also ungefähr 250km. Kam als Ersatz für einen BMW 750iL der zum Service musste und zufällig war kein anderes angemessenes Ersatzauto da.

Wenige KM nach Berlin vermeldete das Auto man würde nicht in HH ankommen wenn man so weiterfährt und nach ca 150km durfte man auf einem Gewerbehof anhalten um Strom für die Luxuskarre nachzutanken.

Sensationell. So stellt man sich das vor... reisen mit einem Luxusauto. So sieht die Zukunft aus.

Natürlich ist nicht das Auto das Problem, sondern wie oben angesprochen der Gesamtzusammenhang. Viel zu großes Auto, viel zu viel PS (oder kw), kein angepasstes Fahrverhalten, sinnloser Anwendungszweck.

Wenn man den Verkehr sinnvoll auf Elektro umstellen wollte, müsste man sich auf diese Technik einstellen. Einfach weitermachen wie bisher und statt Benzin Strom tanken macht einfach keinen Sinn. Will aber keiner begreifen.

Außerdem verarscht die Autoindustrie den Verbraucher schon wieder. Will aber auch wieder keiner sehen, weil man ja ansonsten die Technik der Zukunft schlecht reden müsste.

Ein kurzer Blick auf das 24h Rennen in LeMans verrät, wie weit man mit einem wirklich effizienten Auto kommen könnte, aus wie wenig Brennstoff/Strom oder was auch immer man wieviel holen kann, was man alles zurückgewinnen kann und so weiter und sofort. Man wäre dort am Ende in der Lage gewesen mehr Energie zurückzugewinnen als man hätte zurückspeisen dürfen. Symbolischerweise wurde das Format diese Technik zu fördern von den meisten Herstellern abgelehnt, weil es zu teuer geworden wäre. Es wurde also eingestampft.

Für den Nutzer wäre es eh unpraktisch. Ein 2t SUV wird sich selbst mit der revolutionärsten Technik der Welt nicht sinnvoll bewegen lassen. Und selbst wenn es sich mit Strom in irgendeiner Art und Weise "grün" rechnen lassen könnte... wäre es eben ein effizientes Auto, was maximal die Hälfte wiegt, würde es halt weniger Energie verbrauchen. Und damit wäre dieser Welt wirklich geholfen. Hat beim Benzin keiner verstanden und wird auch mit E-Mobilität niemand verstehen.

captain hook 22.08.2019 07:08

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1472879)

Wie, 'entsorgen'? Die fahren natürlich in irgendnem Drittwelt- oder südosteuropäischen Land weiter.

Machen wir es wie mit den Ozeanriesen. Umstellen der Flotte auf moderne, grüne, effiziente Technik. Neu gebaut mit einem riesen Energieaufwand. Die alten schiffen erst unter Bananenrepublik Flagge weiter um die Welt (blasen also ihren Dreck weiter in die Luft) und werden dann in einem dritte Welt Land an den Strand gefahren, wo man Schweröl ins Meer laufen lässt und den Sondermüllhaufen einfach der Natur zu Gemüte führt.

Hauptsache man hat was für das grüne Gefühl getan.

Das bedeutet übrigens nicht, dass die alte Dreckschleudertechnik wo auch immer toll ist. Es verdeutlicht aber, dass die Konzepte viel weiter gehen müssen als einfach nur die Wegwerfgesellschaft weiter zu befeuern. Alt weg und neu her und dann weiter wie bisher ist halt ein sinnloser Ansatz.

Ich bin übrigens auf die Kraftwerk- und Leitungsnetzideen gespannt wenn auf der Straße demnächst die Autos von Benzin auf Strom getauscht werden. Sicherlich legt man das alles dann auf die enormen neuen und zusätzlichen Bedarfe aus. Also die Kraftwerke können liefern, die Leitungen können leiten und so weiter und sofort. Mit der aktuellen Technik dürfte es dazu kommen, dass wenn im bestehenden Stromsystem auf einer Straße (unabhängig davon, dass da gar keine Anschlüsse sind die Autos zu laden) 100 Autos angeschlossen werden, am besten unter Hochdruckladetechnik, in den benachbarten Häusern das Licht anfängt zu flattern. Und Stromtrassen bauen ist ja insbesonderen in Öko-Kreisen besonders populär.

Solange wir einfach nur weiter Energie verschwenden, streichen wir die Verschwendung einfach nur grüner an. Sonst nix.

So wie Sybi oben schon schrieb. Wir sollten mal die Verkehrsansätze überdenken. Mal mit dem Rad fahren, mal mit dem Zug und wenn es mal nen Auto braucht wären sinnvolle Sharinggeschichten ne Idee (die dann vielleicht mit sinnvollen E-Autos).

Was wir bekommen ist "weiter wie gehabt" mit enormen Subventionen, die an und für sich nichts tun als die Autoindustrie reich machen. Dabei hätte man eigentlich gute Chancen. Auch ggf für E-Autos. Aber insbesondere für die Umwelt.

MattF 22.08.2019 07:09

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1472860)
Positiv ist auch dasnes keine kriege mehr wegen öl gibt, der golf von mexiko sauber bleibt und sowas wie exxon valdez auch nicht passiert, ganz zu schweigen vom ölschieferabbau.


40 Millionen E Suvs und vielleicht die LKW Flotte auch noch elektrisiert, wo soll der Strom denn dafür herkommen?

So viel Solar und Wind kannst du gar nicht bauen.

Bliebe letztlich Atomkraft, wenn du kein Öl mehr nutzen willst.

mcbert 22.08.2019 07:17

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1472891)

Nächstes Herausforderung: gerade Neubauwohnungen angeschaut und auf die Frage Strom in der Gemeinschafts-TG (bei Bestandswohnungen fehlt das hier eh noch): Möglich ca. 2 Steckdosen pro 20 Stellplätze können damit ausgestattet werden. First come first serve.
Grund: die Leistung die von der Hauptleitung an der Straße abgezwackt werden darf ist begrenzt. Was definitiv nicht funktioniert ist sich das zu teilen - ist ja wie Küchensdienst km Jugendheim.

captain hook 22.08.2019 07:30

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1472903)
Nächstes Herausforderung: gerade Neubauwohnungen angeschaut und auf die Frage Strom in der Gemeinschafts-TG (bei Bestandswohnungen fehlt das hier eh noch): Möglich ca. 2 Steckdosen pro 20 Stellplätze können damit ausgestattet werden. First come first serve.
Grund: die Leistung die von der Hauptleitung an der Straße abgezwackt werden darf ist begrenzt. Was definitiv nicht funktioniert ist sich das zu teilen - ist ja wie Küchensdienst km Jugendheim.

Einschätzung eines Kraftwerkexperten dazu den ich zufällig mal befragen konnte... In der aktuellen Infrastruktur brauchst du im Winter keinen Räumdienst mehr wenn du die Autos anschließt, die man sich so vorstellt. Natürlich lässt deshalb niemand mehr anschließen als von dir beschrieben.

sybenwurz 22.08.2019 07:55

Hab ich viel weiter oben und sicher auch an anderer Stelle (wenn nicht gar mehrfach) geschrieben: das deutsche Stromnetz pfeift aus dem letzten Loch und ist ein einziges Flickwerk.
Wurde eben für ne ganz andre Verteilstruktur geschffen und seither nur geflickt.
Um das auf nen Bedarf umzustellen, der aus der flächendeckenden Verwendung von Strom für alles und jedes resultierte, müsste man ein komplett neues Netz entwerfen und bauen. Mit der vorhandenen Infrastruktur geht da nix mehr.
Allein das Stromgeschachere der Deutschen Bahn sollte sich mal jemand angucken, das ganze System ist ein einziger Witz und ohne wirkliche Zukunftsperspektive.


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