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Jan-Z 15.04.2021 09:17

Moin!
Ich glaube es ist beim SW-Update weniger das wollen, als das können.
Beim E-Antrieb lassen sich Eigenschaften des Fahrzeugs viel weitergehend über die SW verändern als beim konv. Antrieb und das wird m.M.n. zu diversen Updates über die Laufzeit führen.
Ein Tank ist halt immer gleich groß, das (Aus-)Nutzungsverhalten der Batterie lässt sich über die SW massiv verändern, analog die Motorsteuerung.
Da sind den Verbrennern halt mehr grenzen gesetzt.
Für die ganzen 'Komfort-Funktionen' wirds zwischen Verbrenner und E keinen grundsätzlichen Unterschied geben, solange die Firmen eben Verbrenner bauen wollen/können/dürfen.

Gruß Jan

Tobi F. 15.04.2021 09:31

Ich befürchte halt, dass der Hersteller versucht immer mehr Funktionalität zu integrieren um dem Kunden einen Mehrwert zu suggerieren.
Sonst ist ja das neue Modell nicht kaufbar.
"Alles wird besser mit einer App".

Und mit diesem Strudel fängt die Update-eritis an.
Siehe Betriebssystem am Computer.
Siehe Betriebssystem am Handy.

Rein technisch ist für das Auto nicht viel erforderlich.
Klima, Motor-Management, Licht, Scheibenwischer,....
.... die Software ist da überwiegend durch die Hardware vorgegeben.

Solange das Auto nicht selbstständig fährt, gibts ja auch keine große Hackerangriffe -> Sicherheitslücken -> Update....

sybenwurz 15.04.2021 23:03

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1596357)
...

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1596385)
...

Leute, ihr glaubt ernsthaft dran, dass unsere Automobilfritzen die Aktion zum Wohle der Menschheit veranstalten?
Das halte ich für Träumerei.
Wer bezahlt denn das wohltätige Refurbishen nachm Erstbesitz?
Was passiert nachm Zweitbesitz?
Oder soll der zweite in der Reihe die Büchse tatsächlich über die restlichen 900000km oder mehr fahren und kriegt alle paar Jahre den Akku für umme auf aktuelle Eckdaten angepasst aka ausgetauscht, nachdem sich der erste damit und der (quasi auch da schon nach der halben Laufzeit veralteten) Technik über die durchschnittliche Jahresfahrleistung von nichtmal 20tkm gerettet hat?

Denkt eventuell über die Lebensdauerrechnung nochmal nach (und daneben vielleicht allgemein, wieso die Motoristen aus Fernost vom Konzept der Elektromobilität schon wieder abkommen, bzw. am Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren oder an E-Fuels, Power-to-X- und synthetischen Kraftstoffen arbeiten).

sybenwurz 15.04.2021 23:14

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1596401)
Ich befürchte halt, dass der Hersteller versucht immer mehr Funktionalität zu integrieren um dem Kunden einen Mehrwert zu suggerieren.

Jou, sehn wir im Ebikebereich.
Andere Liga, klar, aber alle Kisten fahren jahrelang mit der Firmware wie bei Auslieferung, Bosch beispielsweise haut im Jahr +/- 5 Upgrades, alle in der Werkstatt zu installieren (bei Shimano gehts auch vom Sofa aus per App), raus, garniert die im Idealfall mit nem angeblichen Mehrwert (den andere serienmässig schon lange haben) und kaschiert damit in erster Linie mal die eigene Unfähigkeit sowie, dass der Kunde vorher/nachher haargenau null merkt.
Wenn ich unsrer Journaille auch gar nix glaube, aber wenn die schon schreibt, dass sie keinen Effekt bemerkt, ists schon wirklich bedenklich.
Ich glaube durchaus, dass Verbesserungen per Firmware möglich sind, aber ob ich die so nennen möche, wenn niemand was davon merkt?
(Abgesehen davon, dass die Firmware nicht das Thema ist, die aber sowieso für die Füsse, wenn nach 10Jahren das Steuergerät so fritte wie nicht mehr erhältlich ist)

Nepumuk 16.04.2021 08:18

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1596610)
Leute, ihr glaubt ernsthaft dran, dass unsere Automobilfritzen die Aktion zum Wohle der Menschheit veranstalten?

Natürlich nicht. Es müssen massive politische Vorgaben zur Reduktion CO2 Emission in allen Bereichen her. eAuto sind nur ein Baustein, der von seiner Wirkung wahrscheinlich gar nicht sehr groß ist. Allerdings sind Auto emotional stark besetzt. Wenn der gesellschaftlich Durchbruch geschafft ist, wird es in anderen Feldern (Wohnung, Produktion, Transport etc.) leichter.

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1596610)
Das halte ich für Träumerei.
Wer bezahlt denn das wohltätige Refurbishen nachm Erstbesitz?
Was passiert nachm Zweitbesitz?
Oder soll der zweite in der Reihe die Büchse tatsächlich über die restlichen 900000km oder mehr fahren und kriegt alle paar Jahre den Akku für umme auf aktuelle Eckdaten angepasst aka ausgetauscht, nachdem sich der erste damit und der (quasi auch da schon nach der halben Laufzeit veralteten) Technik über die durchschnittliche Jahresfahrleistung von nichtmal 20tkm gerettet hat?

Keine Ahnung, warum du dich hier so aufführen musst. Du weißt doch selber, dass das Quatsch ist, was du schreibst. Die Technik ist noch nicht so ausgereift, wie die Verbrenner. Ganz normal. Verbrenner-Autos aus den 50ern/60ern haben auch keine so lange Lebensdauer gehabt, wie heutige Modelle. Hat die Leute aber nicht davon abgehalten, diese Autos zu kaufen.

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1596610)
Denkt eventuell über die Lebensdauerrechnung nochmal nach (und daneben vielleicht allgemein, wieso die Motoristen aus Fernost vom Konzept der Elektromobilität schon wieder abkommen, bzw. am Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren oder an E-Fuels, Power-to-X- und synthetischen Kraftstoffen arbeiten).

Wirkungsgrad ist ein gutes Stichwort. Der ist für alle genannten Technologie schlecht (Verbrenner) bis sehr schlecht (E- und Synfuels). Wenn wir das hin bekommen, in relevanten Maßstab Synfuels herzustellen, werden wir die sicher nicht in ineffizienten Verbrennerautos verbrennen, sondern diese für den Luftverkehr, Bau oder Landwirtschaftliche Maschine und andere schwere Anwendungen verwenden. Da reden wir aber von 2040 und später. Batterie-Autos funktionieren eben heute schon, alles andere nicht.
Daher müssen wir jetzt auf eMobilität wechseln, es ist die einzige halbwegs CO2-neutralisierbare Technologie die verfügbar und serienreif ist. Die Probleme Ladeinfrastruktur, Recycling, Brandgefahr sind lösbar.
Wenn in 20-30 Jahren dann eine bessere Technologie verfügbar ist, dann nutzen wir eben die. Bis dahin fahren wir eben BEVs.

dasgehtschneller 16.04.2021 08:33

Vielleicht aus der Sicht eines Softwareentwicklers:
Wenn man einen oder mehrere Fehler behebt oder neue Features hinzufügt gibts eine neue Version.
So kann es schon sein dass es jedes Jahr mehrere neue Softwareversionen gibt, was aber nicht bedeutet dass die alle zwingend nötig sind.

Wir machen von unserer Software auch mehrere Versionen im Jahr, haben aber auch noch Kunden die mit einer 5 Jahre alten Version ganz glücklich sind.


Dass die Software automatisch über das Internet aktualisiert wird, gibts soweit ich weiss auch nur bei Tesla.
Bei den alteingesessenen Autoherstellern wird das jeweils bei der Inspektion aktualisiert damit die überhaupt noch was machen dürfen. Das unterscheidet sich da nur wenig von einem normalen Automodell.


Dass jemand nach 4 Jahren Leasing die Akkus austauscht halte ich für ein Gerücht. Die Hersteller geben inzwischen alle mindestens 8 Jahre Garantie auf die Akkus. Einen teuren Akku früher als nötig auszutausdchen wird deshalb kaum jemand machen.
Und auf die günstigen Gebrauchten warte ich immer noch. Oft ist der Preisnachlass auf junge Gebrauchte so niedrig dass man sich genausogut einen Neuwagen kaufen kann, vor allem wenn da noch irgendwelche Prämien abgezogen werden können.

pepusalt 16.04.2021 09:00

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1596650)
Dass jemand nach 4 Jahren Leasing die Akkus austauscht halte ich für ein Gerücht. Die Hersteller geben inzwischen alle mindestens 8 Jahre Garantie auf die Akkus. Einen teuren Akku früher als nötig auszutausdchen wird deshalb kaum jemand machen.
Und auf die günstigen Gebrauchten warte ich immer noch. Oft ist der Preisnachlass auf junge Gebrauchte so niedrig dass man sich genausogut einen Neuwagen kaufen kann, vor allem wenn da noch irgendwelche Prämien abgezogen werden können.

der e-up/e-mee/eiV von vor 4 Jahren hatte nom. 140km Reichweite, jetzt haben sie nom. 260km Reichweite. Ich kann mir gut vorstellen, dass da in 4 Jahren nochmal ein Sprung möglich ist.
Und die 4 jahre alten Batterien werden wiederaufbereitet.

hab kurz mal auf einer Gebrauchtwagenbörse geschaut, es gibt 3-4 jahre alte gebrauchte e-ups für 8-10k€. halt noch mit nom. 140km Reichweite

TriVet 16.04.2021 09:08

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1596650)
Dass die Software automatisch über das Internet aktualisiert wird, gibts soweit ich weiss auch nur bei Tesla.

Nein:cool: ,Polestar macht das auch OTA. ;)


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