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Matthias75 06.04.2021 14:17

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594533)
Kannst du bitte präzisieren, was der Fahrer deiner Meinung nach falsch gemacht hat?
München-Salzburg hat ca. 50% Geschwindigkeitsbegrenzung, Österreich, Slowenien, Kroatien zu 100%. Was willst du da mit der Nebelgranate "Porsche Fahrstil" sagen?

Zudem hat er sich anscheinend von seinem Onboard-Navi leiten lassen, das auch Ladestationen vorschlägt. Willst du es jetzt dem Fahrer zum Vorwurf machen, wenn da nicht existente oder funktionale Ladestationen vorgeschlagen werden?

Bei einem Elektrofahrzeug wirkt sich jeder Beschleunigungsvorgang sehr deutlich auf die Reichweite aus. Ebenso jeder km/h mehr. Hier wurden schon öfter Reichweitenrechner für E-Autos verlinkt. Bei 130 km/h sinkt die Reichweite schnel auf 2/3. Bei höherer Geschwindigkeit natürlich noch mehr. Wenn man meint, mit teilweise 190 (und vermutlich entsprechender Beschleunigung) Richtung Salzburg fahren zu müssen, ist klar, dass man nicht weit kommt. Dass die WLPT-Reichweite gerade auf der Autobahn unrealistisch ist, istvha nichts neues. Wenn der Boardcomputer aber noch ca. 150km schon die nächste Ladesäule anpeilt, spricht das nicht für entspanntes Fahren.

Ist beim Benziner in gewissen Grenzen genauso. Nur steht da an jeder Ecke eine Tankstelle.

M.

pepusalt 06.04.2021 14:23

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594533)
Kannst du bitte präzisieren, was der Fahrer deiner Meinung nach falsch gemacht hat?

- als E-Auto-Unerfahrener eine E-Fernfahrt nach Zagreb gemacht.
- als bekennender Elektroautoskeptiker eine E-Fahrt nach Zagreb gemacht.
- Und beides dann als Dienstfahrt
- dem ‚Besten, was die deutsche Automobilindustrie dem Tesla Model S entgegenzusetzen hat‘ blindlings vertraut, statt einem ID3 o.Ä.
- unüberlegt idiotisches hektisches Vollladen am Vorabend
- 190 km/h Rasen als entspanntes Dahingleiten zu benennen
- Und „trotzdem ist der Akku nach der teils sehr schnellen Fahrt in die Knie gegangen“
- Porsche Charging Card benutzt
- Porsche E-Navi benutzt
- Auf eine unglaubliche Porsche Ladeleistung von 270kW vertraut, sehr schnell fallende 100kW geerntet
- 30€ Strom für 250km für überteuert halten.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594533)
München-Salzburg hat ca. 50% Geschwindigkeitsbegrenzung, Österreich, Slowenien, Kroatien zu 100%.

Ich wiederhole mich gerne:
- „Trotzdem ist der Akku nach der teils sehr schnellen Fahrt in die Knie gegangen“

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594533)
Was willst du da mit der Nebelgranate "Porsche Fahrstil" sagen?

Du verkürzt nebulös unzulässig: Ich habe von ‚sportlichem Porsche Fahrstil‘ geredet. Es gibt tatsächlich auch vernünftige Porsche Fahrer und ich wollte nicht alle über den Kamm scheren.
Und nun sachlich: sportlicher Porsche Fahrstil hat auf einer Jungfern-Fernfahrt in Kombination mit struktureller dilettantischer Vorplanung und mangelnden Physikkenntnissen nichts verloren.
Ich lass mit meinem eiV auch nicht an jeder Ampel die Vorderräder bis 30 km/h durchdrehen, bloß weil ich’s könnte.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594533)
Zudem hat er sich anscheinend von seinem Onboard-Navi leiten lassen, das auch Ladestationen vorschlägt. Willst du es jetzt dem Fahrer zum Vorwurf machen, wenn da nicht existente oder funktionale Ladestationen vorgeschlagen werden?

Ich hätte mich vorher kompetent und nicht von Porsche beraten lassen und es dann mit einem ID3 gemacht
Hinterher hat er sich ja beraten lassen: „Porsche zähle in dieser Disziplin nicht zu den besten Herstellern, sagt Elektroautoexperte Stefan Moeller von der Fahrzeugvermietung nextmove“

pepusalt 06.04.2021 14:37

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594538)
Bei einem Elektrofahrzeug wirkt sich jeder Beschleunigungsvorgang sehr deutlich auf die Reichweite aus. Ebenso jeder km/h mehr.

Ich war von Anfang an von der Rekuperation begeistert. Zum einen im Stadtverkehr, zum Anderen in bergigen Gegenden.

Hab aber auch schnell gemerkt, dass die Rekuperation auch nur einen gewissen Wirkungsgrad hat:
Auf einer Strecke oft zu Beschleunigen und die Energie (immerhin) rekuperativ zu Entschleunigen, treibt die kWh/100km schnell mal um 30-40% nach oben, als wenn man gleichmäßig gleitet.
wahrscheinlich hat der sportliche Porschefahrer auf der Autobahn sinnlos die Rekuperation ausgereizt zwischen München und Salzburg....

keko# 06.04.2021 14:41

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1594534)
In Deiner Argumentation lässt Du meiner Ansicht nach einen wichtigen Punkt außer Acht: die "Breite der Gesellschaft" muss sich ja gar nicht weitreichend einschränken. Ich verweise auf folgende Oxfam-Studie:

https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktue...ppelt-so-stark...

Das Versprechen ist ja, so verstehe ich das zumindest, dass wir durch den Einsatz alternativer und erneuerbarer Energieen unseren Wohlstand und unser Wachstum erhalten könnnen.
Um es am obigen Beispiel zu lassen: du fährst nach wie vor 3x pro Jahr zum Radfahren an den Gardasee, nur halt sauber.
Durch diese Einsparungen ermöglichen wir es gleichzeitig wirtschaftlich schwächeren Ländern aufzuholen, zunächst auch ein bisschen "dreckig" und billig.
Am Ende sitzen dann aber alle in ihrer 200qm klimaneutralen Altbauwohung und sind glücklich. :liebe053:

dr_big 06.04.2021 14:44

@pepusalt:
Verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Porsche Fan. Du darfst auch gerne den Hersteller kritisieren. Aber der Fahrer kann doch nichts dafür, wenn der Hersteller vieles falsch gemacht hat. Der Wagen hat eine nominelle Reichweite von 484km (laut Artikel), da dürfen 50km mit 190km/h doch nicht so eine Urlaubsfahrt zum Scheitern bringen. Das Auto ist für solche Geschwindigkeiten gebaut und ohne jemals selbst damit gefahren zu sein kann ich mir gut vorstellen, dass der Wagen bei 190km/h ziemlich ruhig dahingleitet.

Bei den anderen Punkten kreidest du dem Fahrer an, dass er den Empfehlungen des Herstellers folgt (Navi, Bezahlsystem, ...). Ich sehe da großen Nachholbedarf bei den Herstellern. Die Schuld beim Fahrer zu suchen halte ich aber für falsch. Dienstlich habe ich manchmal auch Mietwagen, da kann ich mich einfach reinsetzen und losfahren. Ich kann mit der Tankuhr die Reichweite abschätzen und weiss wo ich Sprit bekomme und wie ich bezahen kann. Genauso muss das mit E-Autos auch funktionieren. Einfach reinsetzen und losfahren, vom Fahrzeug sinnvoll geführt werden. Ich sehe da noch einen weiten Weg bei den Herstellern (zumindest bei einigen).

trithos 06.04.2021 14:48

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594544)
Das Versprechen ist ja, so verstehe ich das zumindest, dass wir durch den Einsatz alternativer und erneuerbarer Energien unseren Wohlstand und unser Wachstum erhalten können.
Um es am obigen Beispiel zu lassen: du fährst nach wie vor 3x pro Jahr zum Radfahren an den Gardasee, nur halt sauber.
Durch diese Einsparungen ermöglichen wir es gleichzeitig wirtschaftlich schwächeren Ländern aufzuholen, zunächst auch ein bisschen "dreckig" und billig.
Am Ende sitzen dann aber alle in ihrer 200qm klimaneutralen Altbauwohnung und sind glücklich. :liebe053:

Das hast Du schön geschrieben! :liebe053: :Blumen:

Wobei ich mir schon auch wünschen würde, dass die wirtschaftlich schwächeren Länder die "ein bisschen dreckige" Phase möglichst rasch hinter sich lassen. Man muss ja nicht jeden Umweg/Fehler selbst ausprobieren, wenn andere den "richtigen" Weg schon gefunden haben. :)

Matthias75 06.04.2021 15:03

Zitat:

Zitat von dr_big; er 1594545
Der Wagen hat eine nominelle Reichweite von 484km (laut Artikel), da dürfen 50km mit 190km/h doch nicht so eine Urlaubsfahrt zum Scheitern bringen.

Laut Artikel:
Zitat:

Doch auch das soll eine Reichweite von bis zu 484 Kilometern ermöglichen. In jedem Fall sollten bis zu 385 Kilometer drin sein, ohne dass nachgeladen werden muss.
Woher die garantierten 385km kommen bzw. auf welcher Grundlage diese beruhen, wäre mal interessant.

Auch ein Verbrenner-Porsche wird bei ähnlicher Fahrweise nie auch nur ansatzweise die angegebenen Verbrauchswerte erreichen. Interessiert den Fahrer aber nicht, weil es an jeder Ecke Benzin gibt.

M.

Nepumuk 06.04.2021 15:03

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594504)
Hä? Worauf ich kein Recht habe, kann mir auch nicht verboten werden? Wenn ich aber ein Grundrecht hätte, dann könnte es verboten werden? Die Logik verstehe ich nicht.

Du deutest doch die ganze Zeit an, dass dir ein vermeintlich Grundrecht auf Urlaub durch Öko-Verbote genommen werden soll. Da es dieses Grundrecht nicht gibt, kann es dir auch nicht durch Verbote genommen werden. Ist schon ganz logisch.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594504)
Echt jetzt? Dafür habe ich schon einige Stimmen vernommen, die meinten, wenn wegen Corona die Grundrechte eingeschränkt werden konnten, solle das doch auch für den Klimaschutz möglich sein...

Bei CORONA ist dies nur in zeitlich begrenzten Umfang aufgrund der Pandemielage möglich und sinnvoll. Für den Klimaschutz macht das keinen Sinn, weil wir hier ein dauerhaftes Umdenken brauchen.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594504)
Man hat aber die Kats erst vorgeschrieben, als die Technologie verfügbar und ausgereift war, und sie hat keine der Grundfunktionen des Autos nennenswert beeinträchtigt. Die Energiewende wurde gestartet und vorangetrieben ohne die notwendige Technik (vor allem grundlastfähige Speicher) überhaupt in Aussicht zu haben.

Das stimmt auch wieder nicht. Kat-Autos hatten weniger Leistung, haben mehr verbraucht und waren technisch anfälliger. Ähnlich war es bei der Einführung von Dieselpartikelfiltern. Auch hier war nur die Basistechnologie verfügbar, die dann in der Serie vollständig ausgereift ist.
Genau die selbe Situation haben wir bei der Energiewende. Solar, Wind- und Wasserkraft, Speicher, intelligente Netze, die Technologie ist da - jetzt muss man die konsequent in die Fläche bringen.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594504)
Null CO2 Emission ist ohne Rückkehr auf den Baum unrealistisch.

Ach ja, das beliebte Totschlagargument. Schade, dass du so wenig Phantasie hast.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594504)
Flächendeckend zur alternativlosen Pflicht gemacht führt es zu einer Verschlechterung der verfügbaren Funktionalität für viele Nutzer.

Ja und? Es gibt eben höhere Werte als die persönliche Bequemlichkeit.


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