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widi_24 06.10.2021 13:36

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1627449)
Für Dich selbst kann ich diese Betrachtung verstehen. Wenn Du allerdings erkrankst und unbemerkt und unbewusst jemanden ansteckst (immerhin ist man am ansteckensten wenn man selbst noch gar nicht weiß, dass man es hat), der ggfls. nicht geimpft werden kann, aber vielleicht nicht in der Gruppe ist, in der Du bist, sondern ein erhöhtes Risiko hast, ist das für den dann ggfls. ganz schön ungünstig.

Danke Captain, schön zu lesen, dass es auch Menschen gibt, die auch Gedankengänge anderer verstehen können. Geht mir ja genau gleich, da ich mich nicht in einem der "Extrem"-Lager sehe, sondern versuche rational an das Thema ranzugehen.

Die Einschätzung betreffend Gesellschaftsnutzen, wenn wir ihn so nennen möchten, teile ich. Hier wäre es für mich wichtig zu verstehen, wie viele Menschen sich denn nicht impfen lassen können? Das Argument wird immer wieder angeführt, aber ich kann mich nicht erinnern, je Zahlen dazu gelesen zu haben: sind das hunderte Menschen oder tausende? Wenn ich mir ansehe, wie wenig Vektor-Impfstoff unser Bundesrat zuletzt bestellt hat (wir hatten bisher keinen zur Verfügung), dann kann der Anteil in der Bevölkerung nicht allzu hoch sein. Aber falls jemand Daten hat, gerne auch näherungsweise aus DE, dann gerne.

Aktuell sehe ich den besten gesamtgesellschaftlichen Schutz, wenn sich Risikogruppen impfen lassen, um schwere Verläufe weitgehend zu verhindern. Damit meine ich nicht nur die vorerkrankte Ü80-Fraktion, sondern alle diejenigen, bei denen das errechnete Risikoprofil (schwerer Verlauf vs. UIE-Wahrscheinlichkeit) einen deutlichen Ausschlag pro Impfung gibt.

Zusätzlich würde ich befürworten, dass man auch auf Antikörper testen lassen kann, um unerkannte Genesene zu identifizieren. Diese Zahl zu kennen, müsste meiner Meinung nach, für das Ableiten angepasster Massnahmen essentiell sein.

Schwarzfahrer 06.10.2021 14:01

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1627448)
Zitat:

Schwarzfahrer
Die Zahl der Hospitalisierungen durch die potentiell betroffene Bevölkerungsgruppe ergibt ein Kriterium für das individuelle Risiko, in einem gewissen Zeitraum einen schweren Verlauf zu haben.
Auch das ist wieder falsch, da das Risiko sich zu infizieren nicht konstant ist sondern über den zeitlichen Verlauf stark schwankend.

Was ist daran falsch? Ich schreibe doch, daß das so errechnete Risiko nur für den jeweils betrachteten Zeitraum, natürlich als Mittelwert, gilt. Es wird natürlich vom allgemeinen Geschehen (Prävalenz) in dieser betrachteten Zeitspanne abhängen.

Man kann es sogar weiter verfeinern, wenn es vom Statistischen aufs Individuelle gehen soll: z.B. ist mein Risiko nachts allein Bett und tagelang im Home-Office marginal, in der Disco vielfach höher. Wenn ich gewisse Sachen meide oder frequentiere, verschiebe ich nochmal mein persönliches Risiko. Das hat dann aber statistisch keine Relevanz mehr.

dr_big 06.10.2021 14:04

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1627456)
Was ist daran falsch?

Deine Risikobetrachtung ist immer in die Zukunft gerichtet. Da die Entwicklung aber hochdynamisch ist, kannst du aus Mittelwerten der Vergangenheit kein Riskio für die Zukunft ableiten. Das ist wie bei Aktienkursen, auch da sagt die Entwicklung in der Vergangenheit nichts über die Entwicklung in der Zukunft.

captain hook 06.10.2021 14:05

Zitat:

Zitat von widi_24 (Beitrag 1627453)

Die Einschätzung betreffend Gesellschaftsnutzen, wenn wir ihn so nennen möchten, teile ich. Hier wäre es für mich wichtig zu verstehen, wie viele Menschen sich denn nicht impfen lassen können? Das Argument wird immer wieder angeführt, aber ich kann mich nicht erinnern, je Zahlen dazu gelesen zu haben: sind das hunderte Menschen oder tausende? Wenn ich mir ansehe, wie wenig Vektor-Impfstoff unser Bundesrat zuletzt bestellt hat (wir hatten bisher keinen zur Verfügung), dann kann der Anteil in der Bevölkerung nicht allzu hoch sein. Aber falls jemand Daten hat, gerne auch näherungsweise aus DE, dann gerne..

In erster Linie:

Alle Kinder unter 12 aktuell. Und teilweise Schwangere.

https://www.br.de/nachrichten/deutsc...werden,SjqeQ2c

Gleichzeitig gehen Kinder in den Präsenzunterricht ohne Entzerrungsmaßnahmen. in Berlin dafür die komplette Zeit mit Maske ab bestimmten Klassenstufen.

dr_big 06.10.2021 14:10

Zitat:

Zitat von widi_24 (Beitrag 1627453)
Wenn ich mir ansehe, wie wenig Vektor-Impfstoff unser Bundesrat zuletzt bestellt hat (wir hatten bisher keinen zur Verfügung), dann kann der Anteil in der Bevölkerung nicht allzu hoch sein. Aber falls jemand Daten hat, gerne auch näherungsweise aus DE, dann gerne.

Was hat das mit Vektor-Impfstoff zu tun?

widi_24 06.10.2021 14:41

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1627458)
In erster Linie:

Alle Kinder unter 12 aktuell. Und teilweise Schwangere.

https://www.br.de/nachrichten/deutsc...werden,SjqeQ2c

Gleichzeitig gehen Kinder in den Präsenzunterricht ohne Entzerrungsmaßnahmen. in Berlin dafür die komplette Zeit mit Maske ab bestimmten Klassenstufen.

Danke, schau mir den Bericht nach der Arbeit an. Inwiefern aber bspw. Kinder unter 12 unter gesellschaftlichem Aspekt relevant sind (Überträger ja, schwere Erkrankungen nein) müsste man aber auch berücksichtigen.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1627460)
Was hat das mit Vektor-Impfstoff zu tun?

Wurde in Kommunikation des Bundes als Hauptargument angeführt, dass der Vektor-Impfstoff primär für diejenigen Gruppen beschafft worden sei, die sich bisher nicht mit den anderen Impfstoffen impfen lassen konnten. Mit verschiedenen Impfstoffen kenne ich mich aber nicht aus, als dass ich das Argument bewerten könnte.

dasgehtschneller 06.10.2021 14:52

Vielleicht eine kleine Hintergrundinfo für die Deutschen die hier doch noch in der Mehrzahl sind:
Bei uns in der Schweiz gab es bisher nur MRNA Impfstoffe da Astra Zeneca nie ein Zulassung erhalten hat, und wir mit Johnson und Johnson keinen Vertrag hatten. Neu wurde jetzt J&J in kleiner Menge beschafft für Leute die ein Problem mit MRNA haben.


Die Gruppen die da gemeint sind, wären einerseits Allergiker welche auf Inhaltsstoffe der MRNA Impfungen allergisch reagieren könnten und andererseits Leute die Angst vor MRNA Impfstoffen haben, weil da irgendwas im Namen ist das nach DNA und Gentechnik tönt.

Für erstere ist es sicher eine gute Sache, letztere werden zum grossen Teil wohl einfach eine andere Ausrede finden.

Ebenfalls ein könnte es vielleicht für Spritzenphobiker eine Erleichterung sein weil es nur eine Spritze braucht.

Für die breite Öffentlichkeit ist der Impfstoff von Johnson und Johnson jetzt nicht so der Hit da er einerseits eine schlechtere Wirksamkeit hat, andererseits mehr seltene aber schwere Nebenwirkungen wie Thrombosen.



Ich habe neulich einen guten Spruch gehört:
Wer glaubt dass MRNA Impfstoffe seine Gene verändern, sollte das als Chance sehen :Lachanfall:

keko# 06.10.2021 15:10

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1627480)
....

Ich habe neulich einen guten Spruch gehört:
Wer Angst hat dass MRNA Impfstoffe seine Gene verändern, sollte das als Chance sehen :Lachanfall:

Ich als Laie sehe das mit den Ängsten so: Es gibt grob 4 verschiedene Typen:

Typ A: Angst vor der Impfung selbst, vor möglichen Spätfolgen
Typ B: Angst for den wirtschaftlichen Folgen (Existenzängste)
Typ C: Angst vor Corona direkt (dass man ernsthaft erkrankt)
Typ D: Angst vor digitalen Folgen (Registrierung, Tracking usw).

Ich gehöre zum Typ D. Wenn ich mit einer Person vom Typ A rede, reden wir wahrscheinlich aneinander vorbei. Ebenso wenn Typ B mit C redet.

Ich finde: man sollte die Ängste anderer Typen ernst nehmen.

:Blumen:


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