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Siebenschwein 23.09.2021 11:35

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1624898)
Hatten wir das schon?

U18-Wahl: AfD bei Kindern und Jugendlichen in Thüringen vorn

Das macht mir wirklich dermassen Angst um dieses eigentlich schöne Bundesland...

Noch ein gutes Argument gegen das Wahlrecht ab 16... Oder für das Koppeln des Stimmrechts an drei einfache Wissensfragen, wie von Die Partei gefordert. Da könnte man dann gleich mal Fragen stellen nach demokratischen Grundrechten oder wieviel Menschen in den KZs ermordet wurden.
Wobei, das sollten die ja alles mal in der Schule gelernt haben, geholfen hat´s scheinbar doch nichts.

Nepumuk 23.09.2021 11:44

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1624925)
Noch ein gutes Argument gegen das Wahlrecht ab 16... Oder für das Koppeln des Stimmrechts an drei einfache Wissensfragen, wie von Die Partei gefordert. Da könnte man dann gleich mal Fragen stellen nach demokratischen Grundrechten oder wieviel Menschen in den KZs ermordet wurden.
Wobei, das sollten die ja alles mal in der Schule gelernt haben, geholfen hat´s scheinbar doch nichts.

Na dann, können wir diese 3 Fragen doch gleich allen Wahlberechtigten stellen und wer nicht gesteht, darf dann nicht wählen!? Ist das wirklich dein Verständnis von Demokratie?

Ich bin über klar für die Abschaffung des Mindestalters. Für Kinder unter 12 Jahren wählen dann die Eltern, ab 12 dürfen die Kindern kommunal wählen, ab 14 im Land, ab 16 im Bund. Es gibt ja schließlich auch kein Höchstalter für Wahlen.

Superpimpf 23.09.2021 12:01

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1624921)
Ist das denn die alleinige Schuld der Menschen, dass die urbane Inselpolitik die Leute auf dem Land dort nicht erreicht? ...

Natürlich nicht. Ich finde es immer nur traurig, wie "sich abgehangen fühlen" in "Trotz" mündet, der objektiv betrachtet sie noch mehr abhängen wird. Und der nicht kleine Teil, der das aus Überzeugung und nicht aus Trotz macht macht mir noch mehr Sorgen. Letzteres hat aber imho nichts mit Menschen nicht erreichen zu tun.

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1624924)
...die Wahlergebnisse von Leipzig checkte. 18% AFD - ich wollte es erst nicht glauben...

Natürlich gibt es auch in den genannten Städten eine hohe Zahl an AFD Wählern - aber wenigstens nicht eine absolute Mehrheit mit deutlichem Abstand vor Platz 2 wie in vielen Land-Wahl-Kreisen.

Super-gespannt auf Sonntag-pimpf

noam 23.09.2021 12:13

Kann mir jemand mal den Begriff Mittelstand erklären?

Dieser wird ja nun insbesondere in der "Gerechtigkeitsdebatte" im Bereich der Einkommensteuer sehr häufig verwendet.

Grüne und SPD wollen die Menschen die über 200.000 € / a Einkommen haben, stärker besteuern, um damit diejenigen die weniger bekommen, entsprechend zu entlasten. CDU und FDP sehen das als Belastung des Mittelstands, da dieser insbesondere im gewerblichen Bereich dadurch belastet werde und damit Investitionen verhindert werden.

Was ich nicht verstehe:

Mit einem Einkommen von über 200.000 Euro pro Jahr, ist man doch kein Mittelstand mehr. Der Medial des Einkommens in D liebt bei 4k brutto / Monat als 48k brutto /a. Und schon damit bist du als Paar zu reich, um zB das Baukindergeld bei einem Kind zu bekommen.

Investitionen von Unternehmen fließen doch in die Bilanz ein und das Einkommen ist doch das was danach noch übrig bleibt, oder irre ich da?

Mitsuha 23.09.2021 12:49

Mittelstand im Sinne von Unternehmen oder Privatperson?

Die Grünen und SPD redet halt vom Mittelstand im Sinne der Privatperson, die CDU und FDP halt vom Mittelstand im Sinne von Unternehmen.

Nepumuk 23.09.2021 13:00

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1624939)
Mittelstand im Sinne von Unternehmen oder Privatperson?

Die Grünen und SPD redet halt vom Mittelstand im Sinne der Privatperson, die CDU und FDP halt vom Mittelstand im Sinne von Unternehmen.

Nö. Mittelstand sind Unternehmen, bei Personen spricht man wohl eher von Mittelschicht.

Mit 200.000€ p.a. gehört man in D nicht mehr zur Mittelschicht, womöglich aber zum Mittelstand, weil man das Geld eben möglicherweise mit seinem Unternehmen verdient.

captain hook 23.09.2021 13:05

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1624798)
Absolut souverän und empathisch gemeistert. Man muss auch berücksichtigen, dass alle drei Kinder-Interviews vor der Ausstrahlung des ersten Scholz- oder Laschet-Interviews aufgezeichnet worden sind, so dass Baerbock nicht aus Fehlern ihrer Konkurrenten lernen konnte.

Überraschend positiv für mich sind die YT-Kommentare unter dem Video. Mindestens zu 90% pro Baerbock.
Das kenne ich sonst aus social media anders, wo Baerbock in der Regel -egal wie sie performt- mindestens zu 50% Kritik (gerne auch extrem unsachlich und sexistisch) erntet.

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Schlägt sich allerdings 0 in den Umfragen nieder. Wenn es ganz blöd kommt, überholt die AFD die Grünen noch. Da in den letzten Wahlen die Trends der Umfragen meistens zuschlugen und die Grünen aktuell auf dem absteigenden Ast sind, sieht das gar nicht mal so optimal aus.

Meine Vermutung ist ferner, dass es zwischen rot und schwarz an der Spitze ganz eng werden kann.

Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Weißer Hirsch 23.09.2021 13:10

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1624932)
Kann mir jemand mal den Begriff Mittelstand erklären?

Dieser wird ja nun insbesondere in der "Gerechtigkeitsdebatte" im Bereich der Einkommensteuer sehr häufig verwendet.

Grüne und SPD wollen die Menschen die über 200.000 € / a Einkommen haben, stärker besteuern, um damit diejenigen die weniger bekommen, entsprechend zu entlasten. CDU und FDP sehen das als Belastung des Mittelstands, da dieser insbesondere im gewerblichen Bereich dadurch belastet werde und damit Investitionen verhindert werden.

Was ich nicht verstehe:

Mit einem Einkommen von über 200.000 Euro pro Jahr, ist man doch kein Mittelstand mehr. Der Medial des Einkommens in D liebt bei 4k brutto / Monat als 48k brutto /a. Und schon damit bist du als Paar zu reich, um zB das Baukindergeld bei einem Kind zu bekommen.

Investitionen von Unternehmen fließen doch in die Bilanz ein und das Einkommen ist doch das was danach noch übrig bleibt, oder irre ich da?

Geht es bei den 200 k nicht um das Familieneinkommen? Also durch 2 bei 2 Einkommen. So habe ich das verstanden. 100 k im Jahr hat ein Ingenieur bei VW, kein leitender Ingenieur.

Mo77 23.09.2021 13:11

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1624898)
Hatten wir das schon?

U18-Wahl: AfD bei Kindern und Jugendlichen in Thüringen vorn

Das macht mir wirklich dermassen Angst um dieses eigentlich schöne Bundesland...

Da leben halt viele Deutsche.
Migranten wählen eher selten AFD.
In Thüringen sind 5,4 % Ausländeranteil.
In Baden-Württemberg 16,6 %
Berlin 22,5 %
Quelle
Im Schnitt 13,7 %

Daher ist vermutlich schon mal etwas höher dort der AFD Wähler.

Wird es aus deiner Sicht nicht besser machen.
Hilft mir aber etwas etwas nachvollziehen zu können.

Wenn wir nur Schuldig suchen (Eltern /Politiker...) anstatt Ursachen und passende Angebote geht mehr.

Vielleicht wollen die aber auch einfach nicht in schnellem Tempo von 5% auf 15%
Das macht denen vielleicht Kummer?
Anstatt sie da ernst zu nehmen hat man sie eher beschimpft etc.

Weißer Hirsch 23.09.2021 13:13

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1624941)
https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Schlägt sich allerdings 0 in den Umfragen nieder. Wenn es ganz blöd kommt, überholt die AFD die Grünen noch. Da in den letzten Wahlen die Trends der Umfragen meistens zuschlugen und die Grünen aktuell auf dem absteigenden Ast sind, sieht das gar nicht mal so optimal aus.

Meine Vermutung ist ferner, dass es zwischen rot und schwarz an der Spitze ganz eng werden kann.

Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Was die AFD angeht bin ich da optimistischer. Aber das die derzeitigen Umfragen in der Verteilung zwischen Schwarz, Rot, Grün und Gelb nicht das Ergebnis vom Sonntag abbilden (sondern wahrscheinlich ziemlich daneben liegen) vermute ich stark. Sonntag sind wir schlauer.

El Stupido 23.09.2021 13:24

Zitat:

Zitat von Weißer Hirsch (Beitrag 1624945)
(...)Sonntag sind wir schlauer.

Jein....
Ich denke auch, dass uns ein spannender Abend mit Prognosen und Hochrechnungen bevorstehen wird. Es ist aber knapp und es sind mehrere Möglichkeiten (Koalitionen) offen.
Am Wahlabend werden wir die üblichen Worthülsen hören wie "haben wir von den Wählerinnen und Wählern den klaren Regierungsauftrag bekommen" und "wir werden mit allen demokratischen Parteien sprechen" oder "um sich auf mögliche Koalitionen festzulegen ist es heute Abend noch zu früh".

Dann werden Tage und Wochen vergehen mit Sondierungsgesprächen und es wäre nicht sonderlich verwunderlich wenn Interna dieser Gespräche nach außen sickern.
Je nach möglichem sich abzeichnenden Bündnis werden erst mal Parteitage abstimmen müssen usw.

Da werden schon möglicherweise noch Wochen und Monate ins Land ziehen bis wir wissen, ob wir eine stabile Regierung bekommen und wie diese aussehen wird. Die Zahlen am Sonntag werden allenfalls gewisse Spekulationen weiter befeuern.

Mitsuha 23.09.2021 13:26

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1624943)
Da leben halt viele Deutsche.
Migranten wählen eher selten AFD.
In Thüringen sind 5,4 % Ausländeranteil.
In Baden-Württemberg 16,6 %
Berlin 22,5 %
Quelle
Im Schnitt 13,7 %

*hust* die AFD ist absolut frauenfeindlich und trotzdem wird sie von einer ganzen Menge Frauen gewählt. Also das ist nun wahrlich kein Argument.

Weißer Hirsch 23.09.2021 13:28

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1624948)
Jein....
Ich denke auch, dass uns ein spannender Abend mit Prognosen und Hochrechnungen bevorstehen wird. Es ist aber knapp und es sind mehrere Möglichkeiten (Koalitionen) offen.
Am Wahlabend werden wir die üblichen Worthülsen hören wie "haben wir von den Wählerinnen und Wählern den klaren Regierungsauftrag bekommen" und "wir werden mit allen demokratischen Parteien sprechen" oder "um sich auf mögliche Koalitionen festzulegen ist es heute Abend noch zu früh".

Dann werden Tage und Wochen vergehen mit Sondierungsgesprächen und es wäre nicht sonderlich verwunderlich wenn Interna dieser Gespräche nach außen sickern.
Je nach möglichem sich abzeichnenden Bündnis werden erst mal Parteitage abstimmen müssen usw.

Da werden schon möglicherweise noch Wochen und Monate ins Land ziehen bis wir wissen, ob wir eine stabile Regierung bekommen und wie diese aussehen wird. Die Zahlen am Sonntag werden allenfalls gewisse Spekulationen weiter befeuern.

Das glaube ich auch, also was die Zeit nach der Wahl angeht. Ich vermute, wir hören noch mindestens eine Weihnachtsansprache von Frau Dr. Merkel.

tandem65 23.09.2021 13:57

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1624943)
Da leben halt viele Deutsche.
Migranten wählen eher selten AFD.

Das ist eine Frage wen Du alles als Migranten bezeichnest.:Cheese:

Körbel 23.09.2021 14:00

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1624806)
Hi Sabine-g!

Wegen dem hier…

…hat mich das hier aus dem Hawaii-Quali-Mail Thread nun tatsächlich überrascht.

Aber bei der doch eher kategorischen Einstellung von oben fragt man sich ja schon, ob ne Flugreise nach Hawaii sein muss oder ob das nicht a bisserl Wasser predigen und Wein saufen ist? Vor allem, wenn man schon mal da war. Lt. atmosfair hat so ein Hin- und Rückflug von FRA nach HNL einen Footprint von 8,5 to CO2. Zum Vergleich: Sie rechnen, dass würde gut vier Jahren Autofahren mit einem Mittelklassewagen bedeuten (bei 12.000 km p.a.).

Grün leben is halt besser als nur Grün wählen finde ich.

Helmut you made my day!

Habe ich mal gelesen, das Menschen die "Grün" wählen,
die meisten Flugmeilen auf ihrem Konto haben.

HerrMan 23.09.2021 14:06

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1624943)
Da leben halt viele Deutsche.
Migranten wählen eher selten AFD.

Das ist vermutlich zu simpel gedacht. Menschen mit Migrationshintergrund haben ein gutes Gespür dafür, was geht in einer Gesellschaft. Mir fällt da immer ein (vermutlich) türkischer Taxi-Fahrer eine, der im besagten Jahr 2015 in den Nachrichten wie ein Rohrspatz am schimpfen war (ist das jetzt rassistisch von mir?) über das, was sich an den Grenzen abspielte. Ich konnte das damals nicht wirklich nachvollziehen. Heute kann ich unter anderem in meinem Gym beobachten, was den Taxifahrer vermutlich so in Rage brachte. Jetzt nicht im geilen John Reed am Prenzlauer Berg, sondern im provinziellen Gym an meinem 2.-Wohnsitz. Eine nicht unbedeutende Unterscheidung in diesem Kontext.

Da sind viele Jungbullen unterwegs, gemischtes Publikum aus allen Milieus. In 2016 war der Anteil der gerade Geflüchteten sehr hoch in dem Gym, vermutlich zu hoch. So habe ich das zumindest empfunden, viele der Locals haben die Atmosphäre so nicht mehr akzeptieren wollen, es herrschte eine latente Aggressivität. Heute, bei einem stark gesunkenen aber noch deutlich spürbaren Anteil von Syrern, Afghanen etc. ist die Atmosphäre wesentlich angenehmer, jeder macht seinen Sport und gut ist.

Als Conclusio: Gerade Menschen mit Migrationshintergrund können ein vitales Interesse daran haben, das der Anteil "Buntheit" in der Gesellschaft nicht zu groß wird.

Weißer Hirsch 23.09.2021 14:08

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1624954)
Helmut you made my day!

Habe ich mal gelesen, das Menschen die "Grün" wählen,
die meisten Flugmeilen auf ihrem Konto haben.

Wenn einem bewusst ist, dass man sich selbst auch einen höheren Flugpreis leisten kann, ist es leicht eben diesem höheren Preis zu fordern. Am Ende geht es um den Ausschluss der weniger Wohlhabenden vom Fluggeschehen.

Körbel 23.09.2021 14:11

Zitat:

Zitat von Weißer Hirsch (Beitrag 1624956)
Am Ende geht es um den Ausschluss der weniger Wohlhabenden vom Fluggeschehen.

"Umgekehrt wird ein Schuh draus"!

Weißer Hirsch 23.09.2021 14:20

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1624958)
"Umgekehrt wird ein Schuh draus"!

Wie meinst Du das? (Ernst gemeint, würde den Gedankengsng gern verstehen).

captain hook 23.09.2021 14:22

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1624955)
Das ist vermutlich zu simpel gedacht. Menschen mit Migrationshintergrund haben ein gutes Gespür dafür, was geht in einer Gesellschaft. Mir fällt da immer ein (vermutlich) türkischer Taxi-Fahrer eine, der im besagten Jahr 2015 in den Nachrichten wie ein Rohrspatz am schimpfen war (ist das jetzt rassistisch von mir?) über das, was sich an den Grenzen abspielte. Ich konnte das damals nicht wirklich nachvollziehen. Heute kann ich unter anderem in meinem Gym beobachten, was den Taxifahrer vermutlich so in Rage brachte. Jetzt nicht im geilen John Reed am Prenzlauer Berg, sondern im provinziellen Gym an meinem 2.-Wohnsitz. Eine nicht unbedeutende Unterscheidung in diesem Kontext.

Da sind viele Jungbullen unterwegs, gemischtes Publikum aus allen Milieus. In 2016 war der Anteil der gerade Geflüchteten sehr hoch in dem Gym, vermutlich zu hoch. So habe ich das zumindest empfunden, viele der Locals haben die Atmosphäre so nicht mehr akzeptieren wollen, es herrschte eine latente Aggressivität. Heute, bei einem stark gesunkenen aber noch deutlich spürbaren Anteil von Syrern, Afghanen etc. ist die Atmosphäre wesentlich angenehmer, jeder macht seinen Sport und gut ist.

Als Conclusio: Gerade Menschen mit Migrationshintergrund können ein vitales Interesse daran haben, das der Anteil "Buntheit" in der Gesellschaft nicht zu groß wird.

Ich kenne auch einige eingebürgerte Mitbürger*innen, die kein Geheimnis draus machen AFD zu wählen.

tandem65 23.09.2021 15:08

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1624954)
Habe ich mal gelesen, das Menschen die "Grün" wählen,
die meisten Flugmeilen auf ihrem Konto haben.

Habe ich jetzt auch gelesen, ohne bei telegram reinzuschauen.:Huhu:
Jetzt wissen wir weshalb Du nicht grün wählen kannst, zu wenig Flugmeilen.:Cheese:

Trimichi 23.09.2021 15:13

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1624968)
Habe ich jetzt auch gelesen, ohne bei telegram reinzuschauen.:Huhu:
Jetzt wissen wir weshalb Du nicht grün wählen kannst, zu wenig Flugmeilen.:Cheese:

Scheint so, als ob Körbel den Aktienkurs von Lufthansa beeinflusst hat? Die Aktie ist um +0,63% gestiegen. Um 4 Cent auf 6,24 EUR.

:Huhu:

Körbel 23.09.2021 15:47

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1624968)
Habe ich jetzt auch gelesen, ohne bei telegram reinzuschauen.:Huhu:
Jetzt wissen wir weshalb Du nicht grün wählen kannst, zu wenig Flugmeilen.:Cheese:

Schreibs dir hinter die Löffel::dresche
Ich habe keinen telegram-account.

Und Flugmeilen sammle ich nicht, lohnt sich nicht bei mir.;)
Der letzte Flug ist 14 Monate her.:cool:
Und glaube mir, es kommen noch sehr viele Monate, evtl sogar Jahre dazu,
ohne das ich in einen Flieger steige.:cool:

Hafu 23.09.2021 16:48

Zitat:

Zitat von Weißer Hirsch (Beitrag 1624956)
Wenn einem bewusst ist, dass man sich selbst auch einen höheren Flugpreis leisten kann, ist es leicht eben diesem höheren Preis zu fordern. Am Ende geht es um den Ausschluss der weniger Wohlhabenden vom Fluggeschehen.

Das ist Quatsch. Flüge müssen fair kalkuliert sein inklusive Steuern und Co2-Abgaben so wie bei allen anderen Verkehrsmitteln auch, so dass der Schaden, der am Klima mit dem Flug angerichtet wird, in gewisser Weise eingepreist ist.

Aktuell haben wir wegen der Steuerfreiheit des Flugkerosins und der vollen Besteuerung des "Bahntreibstoffs" Strom die paradoxe Situation, dass ein Flug von München nach Hamburg für 40€ zu haben ist, während die Bahnfahrt mit dem deutlich umweltfreundlicheren ICE 110€ koste

Diese katastrophale Situation muss dringend geändert werden, denn die Politik verleitet so alle, Reiche und Arme, zur unnötigen Klimaschädigung.
Natürlich wird dann auch der Wochenendflug nach Malle zum Saufen in Zukunft teurer, aber das ist dann eben so. Es gibt kein Menschenrecht auf Fliegen und auch kein Recht auf Klimaschädigung.
Und die Bahn oder das Elektroauto müssen als Transportmittel über den Preis attraktiv gemacht werden.

Auch "Reiche" können rechnen und werden bei gleichwertigen Alternativen sich für das günstigere Verkehrsmittel entscheiden. "Arme" machen das sowieso.

Autofahren mit Verbrenner muss teurer werden und Fliegen muss gravierend teurer werden, damit man es sich dreimal überlegt wohin man fährt und wohin man fliegt und welche Strecken mit umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln zurückgelegt werden und damit man sich auch überlegt, ob das traditionelle jährliche Saufgelage mit den Jugendfreunden statt auf Malle vielleicht auch im Schwarzwald oder in Köln stattfinden könnte.

Hafu 23.09.2021 16:59

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1624955)
...
Als Conclusio: Gerade Menschen mit Migrationshintergrund können ein vitales Interesse daran haben, das der Anteil "Buntheit" in der Gesellschaft nicht zu groß wird.

Das Phänomen ist soziologisch sehr bekannt, du formulierst es aber viel zu positiv.

Menschen mit Migrationshintergrund haben eine diffuse Angst, dass neue Migranten, die ihnen selbst in der Ausgangssituation vergleichsweise ähnlich sind, ihren eigenen frisch erarbeiteten Status bedrohen, den sie sich gerade in der neuen Heimat erarbeitet haben, bedrohen, weil z.B. "die Neuen" oft mangels Sprachkenntnissen und wegen Ausbildungsdefiziten für dieselben Jobs in Frage kommen wie die Ex-Einwanderer.

Der Brexit in England wurde v.a. beschlossen, weil die Briten mit Migrationshintergrund, also diejenigen die selbst erst vor 10 oder zwanzig Jahren eingebürgert worden sind, den Zuzug von EU-Europäern (v.a. aus Osteuropa) beenden wollten.

Das gleiche gilt hier in D für all die Russlanddeutschen, die vor 20 bis 30 Jahren aufgenommen worden sind und die mittlerweile (ähnlich wie die ehemaligen Gastarbeiter und ihre Nachkommen) Merkels anfängliche Willkommenspolitik mit den syrischen Kriegsflüchtligen am heftigsten kritisiert haben.

Gerade Menschen, die es selbst so gerade noch "ins Boot geschafft" haben, sind am empfänglichsten für die "Das Boot ist voll"-Theorie, die von der AFD in kompletter Leugnung aller Realitäten (Fachkräftemangel, Überalterung der Bevölkerung, Schrumpfen der Bevölkerung in den meisten Gegenden) als Lieblingsthema verkauft wird.

HerrMan 23.09.2021 20:47

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1624988)
Das Phänomen ist soziologisch sehr bekannt, du formulierst es aber viel zu positiv.

Menschen mit Migrationshintergrund haben eine diffuse Angst, ...

Alles richtig was du schreibst, aber ganz ne andere Baustelle. Ich habe keine "diffusen Ängste" verführbarer Menschen mit Migrationshintergrund gemeint, sondern von einer ganz konkreten Erfahrungsebene im realen Leben geschrieben.

Solltest Du mal in Berlin sein, schau - am besten Vormittags - im John Reed auf dem Prenzlauer Berg rein. Von 100 Besuchern sind 75 keine Bio-Deutschen, kommuniziert wird bunt gemischt in Spanisch, Deutsch, Englisch, Französisch oder Dänisch. Oh Gott - auch Holländisch.... :( Die Einrichtung passt super zu diesem MischMasch.

Wenn ich irgendwo auf der Welt das Gefühl habe, Mulit-Kulti geht ja doch, dann an diesem Ort. Der Grund ist einfach: Die meisten der 75 haben sich bewusst für diesen Platz zum Leben entschieden, kommen weder von dort noch wurden sie dort irgendwie hingespült. (Flow jetzt weise mich bitte nicht darauf hin, dass auch in dieser Gegend vieles schwierig ist und nicht wirklich rund läuft, dass würde jetzt alles kaputt machen....:dresche )

Und dann schau dir ein Gym in einer x-beliebigen Provinz-Hauptstadt an, wo den heimattreuen Locals plötzlich 25% junge Männer mit anderem Aussehen, anderer Religion, anderem Frauenbild etc. gegenüber stehen und die Geräte besetzen. Locals wie die im letzten Roman von Juli Zeh so schön beschriebene Typen, die nie auf die Idee kommen würden ihre Heimat zu verlassen. Menschen die nur dort leben und sterben wollen, wo sie geboren wurden. Das meine ich jetzt nicht negativ, jeder ist so wie er ist. In diesem Gym funktioniert es einfach nicht, kann es einfach nicht funktionieren. Da gibt es eine Obergrenze der atmosphärischen Aufnahmefähigkeit. Ich weiss, Obergrenze ist in diesem Kontext kein schönes Wort, ist aber so.

Ich zum Beispiel will in einem Gym nicht zu viele alte Männer wie mich sehen, dass macht dann einfach keinen Spass mehr, die Jungbullen und -bullinnen motivieren mich mehr. Auch hier gibt es gewissermaßen eine atmosphärische Obergrenze. Ein gesunder Mix, aber bitte nicht zu viele Senioren an den Geräten. ;)

Das habe ich gemeint. Und lass mich zum Abschluss noch ein wenig böse sein: Am Chiemsee wirst du vermutlich nicht erleben, wovon ich schreibe.

Trimichi 24.09.2021 05:50

Hier wurde auch schon eingetippt, dass viele die AfD aus Protest wählen. Schließlich wurde argumentiert, dass ein kleiner Ruck nach rechts in Ordnung geht, weil wir eben viele, sehr viele Flüchtlinge aufgenommen haben. Kostenpunkt: 1,5% vom Bruttosozialprodukt. Anschließend gab es eine monatelange Diskussion ob arme Menschen und Flüchtlinge gegen einander ausgespielt werden.

Und heute? Kann man sich fragen und ganz simpel feststellen, dass wir es in Deutschland schön haben. Uns allen geht es gut. Wir haben alles und leben seit Ende des zweiten Weltkriegs in Friedenszeiten. Hitler hat die Juden vergast, auf der anderen Seite hatten auch die Deutschen Tote zu beklagen. Viele sind einen sinnlosen Tod gestorben? Wer Hakenkreuze in seiner Wohnung aufhängen will darf das. Wer ein Hakenkreuz am Balkon anbringt als Banner macht sich strafbar. Volksverhetzung ist ein anderer Straftatbestand. Macht die AfD dies bzw. ruft die Parteispitze zu solchen Dingen auf? Falls ja, wäre sie als Partei verboten worden. In Anbetracht der technologischen Entwicklungen im zweiten Weltkrieg, von denen heute die ganze Welt profitiert, kann man auch sagen, dass nicht alles schlecht war? Damals. Deswegen grundsätzliche Vorsicht mit Verunglimpfungen? Denn diese Technologien wie Raketentechnologie, Düsentriebwerke, Funk- und Satellitentechnik und vor allem die Computer (z.B. Enigma) wurde(n) ja weiterentwickelt. Und wer ist Exportweltmeister? Und was verkaufen wir? Technologie. Know-how. Und Team-Spirit. Wie gesagt, uns geht es allen sehr, sehr gut hier.

Jetzt kann man noch darüber diskutieren wie viele Menschen die Bundesrepublik braucht? Würde das Land, unser Land in dem wir leben auch mit 60 Millionen Menschen funktionieren? Wahrscheinlich ja. Wie gesagt wir haben es alle gut hier im Kontrast zu den Kriegsjahren, der Trümmergeneration und in Anbetracht unserer sozialen Marktwirtschaft, der medizinischen Versorgung und der Grundsicherung, die jedem zuseht. Zuzug ist normal, Abwanderung auch. Irgendwer hat mal errechnet, dass die Wirtschaft optimal funktioniert bei 100000 Menschen Zuzug pro Jahr. Letztlich brauchen wir eine Obergrenze und die Sache ist erledigt. Denn: es gibt kein Recht auf besseres Leben. Gestern in den Nachrichten wurde über Hungersnöte Kenia berichtet. 2020 hungerten 750 Millionen Menschen weltweit. Wegen Klimawandel und der Coronakirse sind es 2021 900 Millionen. Ihr Kinderlein kommet? Ist absurd in Anbetracht solcher Zahlen. Auch die mütterliche Fürsorge muss an Grenzen kommen. Wenn ich 4 Äpfel im Lager habe, kann ich nicht 5 Äpfel ausgeben. Sollen jetzt die Menschen zu den Äpfeln gebracht werden, oder verzichten vllt die Wohlständler auf SUV, Swimming-Pool und High-Tec TV Anlage? Und schon wird ein Strick daraus CDU, SPD oder Grüne zu wählen? Vllt ist der böse Rechtsradikale gar nicht so schlimm und lädt dich auf ein Bier ein, während der CDU oder FDP-Spießer dir nur die kalte Schulter zeigt, und süffisant an der Fernbedienung seines funkferngesteuerten Rasenmähers spielt?

Greifen wir nun den einen prototypischen Rechtsradikalen und AfDler heraus. Wie erreicht man solche Menschen? In dem man auf sie eindrischt? Oder in dem man mit diesen Menschen redet und sie vielleicht bittet, auf extremistische Taten zu verzichten? Ist ein Möglichkeit, ein Ansatz. Vllt erreicht Laschet mehr mit Freundlichkeit als mit Druck? Hätte die Tat an der Tankstelle verhindert werden können, wenn der Täter CDU statt AfD bei der letzten Wahl gewählt hätte?

Wie dem auch sei, die AfD darf jeder wählen. Ob deren Inhalte gut sind, kann jeder für sich selbst prüfen. Koalitionen wird es wohl mit dieser Partei nicht geben. Verlorene Stimmen? Vllt wollte AL ja auch den einen oder anderen AfDler dazu bewegen, die CDU zu wählen?

Schwarzfahrer 24.09.2021 08:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1624988)
...Menschen mit Migrationshintergrund ...

Als selbst Betroffener (und aus Austausch mit vielen, die mit ähnlichem Hintergrund es ähnlich sehen) möchte ich noch ein Aspekt hinzufügen: Viele Menschen sind hierhergekommen bzw. leben gerne hier, weil sie die Werte dieser Gesellschaft, wie Aufklärung, Menschenrechte, Vertrauen, Offenheit, Sicherheit hoch wertschätzen - besonders, wenn diese Werte in ihrer Heimat von der Mehrheit nicht geteilt bzw. nicht gelebt wurden. Für diese Menschen ist oft genau der Mangel an diesen Werten der Hauptgrund für die Auswanderung.

In Kenntnis ihrer eigenen Herkunftsländer ist eine gewisse Skepsis gerechtfertigt, daß zu starke Zuwanderung aus den eigenen Heimatländern diesen Werten hier abträglich sein könnte, weil eben viele, die kommen, diese Werte weder teilen, noch erhalten möchten. Es geht nicht darum, was man den anderen gönnt, sondern daß man die neue "Heimat" vor Schaden bewahren möchte. Diese Migranten halten es mit Scholl-Latour: "Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!"

NiklasD 24.09.2021 08:16

Hat hier jemand die "Elefantenrunde" gestern in der ARD gesehen (Alle Spitzenkandidaten + Söder). Was Söder da zu suchen hatte, weiß wohl keiner so richtig. Spitzenkandidat ist er ja nicht.

Bezeichnend fand ich eine Frage relativ am Ende der Runde, als alle Kandidaten gefragt wurden, wie sie sich persönlich in Sachen Klimaschutz einschränken. Lindner hat durch die Blume gesagt, dass er sich nicht einschänkt und seinen Co2 Fußabdruck durch den Zertifikate Handel ausgleicht. Klimaschutz, den man sich leisten können muss.

Baerbock fügte dann nur süffisant an "das wenn alle jetzt so öko sind, dann wäre es schön wenn die nächste Bundesregierung auch klimaneutral wird".

merz 24.09.2021 08:24

Scholz hat die Frage allerdings elegant auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt - ein Leben in der Spitzenpolitik ist eben nicht klimaneutral und Punkt :cool:


m.

Trimichi 24.09.2021 08:30

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1625083)
Scholz hat die Frage allerdings elegant auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt - ein Leben in der Spitzenpolitik ist eben nicht klimaneutral und Punkt :cool:


m.

Bedingtes Veto! Das geht auf Altmeier zurück inhaltlich, der gesagt hat: "Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus."

Klimaneutral würde ja heißen, dass wir wie Indianer leben? Also das verbrauchen, was wir wirklich brauchen. Ich bezweifle, dass Baerbock den overshot day auf den 31.12. verschieben kann, ohne ihre eigenes Land völlig zu ruinieren (die ersten 4 Jahre unter Kanzlerin Annalena B.) und linear überproportional über zu verschulden (die zweiten 4 Jahre unter Kanzlerin Annalena B.).

Da halte ich es dann lieber mit Körbel, Kiffhäusl in der eigenen Höhle. In meinem Fall Bier frei nach 17:00 Uhr.

Grüße ins Günnitarium. :Huhu:

M.

keko# 24.09.2021 08:31

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1625083)
Scholz hat die Frage allerdings elegant auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt - ein Leben in der Spitzenpolitik ist eben nicht klimaneutral und Punkt :cool:


m.

Darf ich unbedeutende Mittelstandswurst das dann auch sagen?

Immerhin habe ich meinem Arbeitgeber und meiner Familie gegenüber auch eine Verantwortung und Verpflichtungen.
Ich bemühe mich schon viele Jahre, aber so richtig klimneutral geht das halt nicht und Punkt!

:Blumen:

merz 24.09.2021 08:36

ach komm, der Kontext war schon lustig

Lindner sagt, er würde off setten, Söder sagt er würde weniger Fleisch essen auch wenn das in BY schwer wäre, auch sei er jetzt mal mit der Bahn nach Berlin.
Laschet lobt sein privates E-Auto.

Scholz weisst darauf hin, dass er in Wagenkolonen zu den Regierungsjets gefahren wird, ist einfach so ...

m.

keko# 24.09.2021 08:38

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1625089)
ach komm, der Kontext war schon lustig

Lindner sagt, er würde off setten, Söder sagt er würde weniger Fleisch essen auch wenn das in BY schwer wäre, auch sei er jetzt mal mit der Bahn nach Berin.
Laschet lobt sein privates E-Auto.
Scholz weisst darauf hin, dass er in Wagenkolonen zu den Regierungsjets gefahren wird, ist einfach so ...

m.

Ja, es war ehrlich und die beste Antwort. Punkt für Scholz :Liebe:

Frau Weidel mit "Es gab schon immer Klimawandel" ist eigentlich nicht ertragbar.

merz 24.09.2021 08:40

ich habe fest damit gerechnet, daß sie einen Mini-Flüssigsalzreaktor aus der Jackentasche holt und auf den Tisch stellt: "So, so machen wir das! Aus dem 3D-Drucker! Jetzt auch in Deutschland!"


m.

keko# 24.09.2021 08:43

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1625092)
ich habe fest damit gerechnet, daß sie einen Mini-Flüssigsalzreaktor aus der Jackentasche holt und auf den Tisch stellt: "So, so machen wir das! Aus dem 3D-Drucker! Jetzt auch in Deutschland!"


m.

Manchmal denke ich mir, die AfD sollte die absolute Mehrheit bekommen und das Land regieren. Dann würde man sehen, dass sie keine Lösungen haben und in der Vergangenheit leben.

Matthias75 24.09.2021 08:43

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1625083)
Scholz hat die Frage allerdings elegant auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt - ein Leben in der Spitzenpolitik ist eben nicht klimaneutral und Punkt :cool:


m.

Er wurde ja nicht gefragt, was er macht um klimaneutral zu werden, sondern was er tut, um seinen CO2-Fußabdruck zu senken. Und da sollte einem schon was einfallen, was man persönlich oder in seinem beruflichen Umfeld tun kann.

Es erwarte ja keiner, dass er seine vermutlich gepanzerte Limousine mit Fahrer gegen eine gepanzerte E-Rikscha tauscht. Aber man darf doch auch von ihm erwarten, dass er trotzdem irgendetwas zur Reduzierung seines CO2-Abdrucks beiträgt.

M.

NiklasD 24.09.2021 08:46

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1625094)
Er wurde ja nicht gefragt, was er macht um klimaneutral zu werden, sondern was er tut, um seinen CO2-Fußabdruck zu senken. Und da sollte einem schon was einfallen, was man persönlich oder in seinem beruflichen Umfeld tun kann.

Es erwarte ja keiner, dass er seine vermutlich gepanzerte Limousine mit Fahrer gegen eine gepanzerte E-Rikscha tauscht. Aber man darf doch auch von ihm erwarten, dass er trotzdem irgendetwas zur Reduzierung seines CO2-Abdrucks beiträgt.

M.

Seine Antwort war vermutlich auch eher als deutlicher Seitenhieb gegen die anderen Kandidaten zu sehen, die sich dargestellt haben, als wären sie Vorbilder. Ich meine Söder ist doch zuletzt von Nürnberg nach Berlin immer noch mit Privatjet geflogen und tut jetzt so, als ob er der Bahnfahrer überhaupt wäre.

Aber ich gebe dir Recht. Scholz hätte wenigsten 1 inhaltelichen Punkt nennen können, was er persönlich tut.

Schwarzfahrer 24.09.2021 09:03

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1625078)
Bezeichnend fand ich eine Frage relativ am Ende der Runde, als alle Kandidaten gefragt wurden, wie sie sich persönlich in Sachen Klimaschutz einschränken. Lindner hat durch die Blume gesagt, dass er sich nicht einschänkt und seinen Co2 Fußabdruck durch den Zertifikate Handel ausgleicht. Klimaschutz, den man sich leisten können muss.

Dahinter kann man noch eine andere Idee sehen: Durch den Zertifikatehandel können z.B. in anderen Ländern mit dem gleichen finanziellen Aufwand Maßnahmen mit deutlich höherer Wirkung erreicht werden. Wenn Klimawandel ein globales Problem ist, kommt es nicht darauf an, z.B. in Deutschland die modernsten Kohlekraftwerke abzuschalten. Es wäre effizienter und mit geringeren Kosten und Risiko verbunden, miserable Kraftwerke in anderen Teilen der Welt umzurüsten oder zu ersetzen. Die enormen Subventionssummen für Elektroautos in einem Land, wo bereits die meisten Autos relativ niedrige Verbrauchs- und Schadstoffwerte haben bringen weniger, als wenn für das gleiche Geld in Ländern mit veraltetem Fuhrpark eine Modernisierung finanziert wird. Es geht also um die Möglichkeit für den effektivsten Einsatz vorhandener Finanzmittel. Ob das tatsächlich so passiert, ist dann eine andere Frage, um die es sich zu kümmern lohnt.

Trimichi 24.09.2021 09:07

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1625095)

Aber ich gebe dir Recht. Scholz hätte wenigsten 1 inhaltelichen Punkt nennen können, was er persönlich tut.

Kann Herr Olaf Scholz halten wie ein Dachdecker. Niemand wird im Fernsehen dazu genötigt, private Dinge offen darstellen zu müssen. Somit bin ich bedingt bei m., meinem Vorredner. Wie die Damen und Herren Politiker_innen ihre Budgets verbuchen, das Dienstliche, können sie öffentlich "selbst darstellen", müssen dies aber nicht, und müssen es nicht-öffentlich verbuchen. Was Herr Scholz privat macht ist seine Sache. Daher, ja, Punkt für Scholz. Bedingt insofern, dass Herr Scholz nicht erkennen hat lassen, wie er auf die Wachstumsbremse tritt. So ist mein Statement besser zu verstehen?

Ich versuche dies mit dem Stilmittel einer blumigen Metapher zu verdeutlichen. Ein Auto fährt zu schnell. Was tun? Richtig. Es bremst ab, verlangsamt, beschleunigt negativ. Falls/wenn die vielen Börsianer vom Crash reden müssen käme das schnelle Autofahren im übertragenem Sinne einen Autounfall gleich? Letzteren gilt es zu vermeiden. Und damit widerspreche ich Scholz in seinem hier zuerst von m. attestiertem "Diktatormodus"? Negative Beschleunigung ist möglich. Zumindest in der Physik. Und an der Börse? Braucht dieses imho "kranke Völkchen" der Börsianer hin und wieder wieder einen Dämpfer. Von selbst reicht die Erkenntnis nicht, oder noch nicht, das "langsamer fahren" möglich und grenzenloses Wachstum ein Fall für Dr. Freud bzw., in erweiterter Runde, für C.G. Jung ist? Die Natur kennt keine linearen Prozesse, sondern Kreisläufe. Und hier muss Negativwachstum oder negative Beschleunigung vorkommen. Wie beim Autofahren auch. Wundert mich nicht das Rasen und die Ralleys an der Börse. Diese armen Börsianer. 20 h vor Computer jeden Tag. Und nur 4h Schlaf? Das kann nicht lange gut gehen. Oder?

Viele Probleme, eine Lösung? Vllt sollte Altmeier einmal ein Zirkeltraining machen? Zusammen mit Scholz im Tandemmodus? Der eine bremst, der andere gibt Gas? Einer ruht sich aus, der andere drückt die Bank? Und zum Schluss kommt Alice Weidel mit einem Ufo vorbei, das sie, als Winterskigymnastikkursleiterin 1 x wöchentlich, als voll funktionsfähiges Miniaturmodel [1] aus der Hosentasche zaubert. ;)

M.

[1] In Wirklichkeit handelt es sich freilich um einen schwebenden, summenden Flugkreisel mit LEDs und Sensoren, die auf Handbewegungen reagieren, vor allem bei Kindern sehr beliebt. :Blumen:


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