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TobiBi 18.03.2021 08:18

Was mich interessieren würde:

- Haben die betroffenen Frauen die Pille genommen? - Da gibt es ja wohl anscheinend auch eine erhöhte Thrombosegefahr.
- Waren die betroffenen Personen Raucher? Auch erhöhte Thrombosegefahr
- Eine kurze Google Recherche ergab, dass rund 0,2% der Bevölkerung pro Jahr eine Thrombose bekommen (steigendes Risiko mit steigendem Alter). Das wären bei 1.600.000 Personen rein statistisch 3.200 pro Jahr bzw. 267 pro Monat. Sind die 7 Personen mit Thrombosen dann nicht vollkommen "normal" und wären auch ohne Impfung vorgekommen?

qbz 18.03.2021 08:28

Zitat:

Zitat von TobiBi (Beitrag 1591296)
Was mich interessieren würde:

- Haben die betroffenen Frauen die Pille genommen? - Da gibt es ja wohl anscheinend auch eine erhöhte Thrombosegefahr.
- Waren die betroffenen Personen Raucher? Auch erhöhte Thrombosegefahr
- Eine kurze Google Recherche ergab, dass rund 0,2% der Bevölkerung pro Jahr eine Thrombose bekommen (steigendes Risiko mit steigendem Alter). Das wären bei 1.600.000 Personen rein statistisch 3.200 pro Jahr bzw. 267 pro Monat. Sind die 7 Personen mit Thrombosen dann nicht vollkommen "normal" und wären auch ohne Impfung vorgekommen?

Es handelt sich um sehr spezielle Thrombosen wie das Paul Ehrlich Institut berichtet. Da findest Du auch die Zahlen für den statistischen Vergleich der Sinusvenenthrombosen. https://www.pei.de/DE/service/faq/co...s_tabcounter=3
Zitat:

(3)Sechs der betroffenen Personen hatten eine besondere Form von Hirnvenenthrombosen, nämlich eine Sinusvenenthrombose. Alle sechs Personen sind Frauen jüngeren bis mittleren Alters (s.o.).Ein weiterer Fall mit Hirnblutungen bei Mangel an Blutplättchen und Thrombosen war medizinisch sehr vergleichbar.Alle Fälle traten zwischen vier und 16 Tagen nach der Impfungmit dem COVID-19-ImpfstoffAstraZeneca auf. Dies stellte sich als ein vergleichbares Muster dar.

(4)Die Anzahl dieser Fälle nach AstraZeneca-COVID-19-Impfung ist statistisch signifikant höher als die Anzahl von Hirnvenenthrombosen, die normalerweise in der Bevölkerung ohne Impfung auftreten. Dazu wurde eine Observed-versus-Expected-Analyse vorgenommen, bei der die Anzahl der ohne Impfung erwarteten Fälle in einem Zeitfenster von 14 Tagen der Anzahl der gemeldeten Fälle nach etwa 1,6MillionenAstraZeneca-Impfungen in Deutschland gegenübergestellt wurde. Etwa ein Fall wäre zu erwarten gewesen, sieben Fälle waren gemeldet worden.

(5)Der von den schwerwiegenden Hirnvenenthrombosen mit Blutplättchenmangel betroffene Personenkreis in jüngerem bis mittlerem Alter ist nicht der Personenkreis, der von einem hohen Risiko für einen schweren oder gar tödlichen COVID-19-Verlauf betroffen ist.

(6)Neben den Expertinnen und Experten des Paul-Ehrlich-Instituts wurdenweitere Experten für Thrombosen, Hämatologie sowie ein Adenovirus-Spezialistmit den Details der gemeldeten Fälle hinzugezogen. Alle Expertinnen und Experten waren einstimmig der Meinung, dass hier ein Muster zu erkennen ist und ein Zusammenhang der gemeldeten o.g. Erkrankungen mit der AstraZeneca-Impfung nicht unplausibel sei.

Plasma 18.03.2021 09:17

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1591292)
ich bin zwar alles andere als ein impfexperte, aber ich habe meiner Frau, die 12 Tage nach AZ-Impfung immer noch Kopfschmerzen hatte, während eigentlich Impfnebenwirkungen nach spätestens 4 Tagen verschwunden sein sollten, gestern morgen Blut abgenommen und in unserem Labor anaalysieren lassen.

D-Dimere auch gecheckt? Wenn ja, wo lag der Wert ?

Ansonsten ist es bekannt, dass es bei Thrombosen und Lungenembolien in der Regel mehrere Ursachen gibt, die unheilvoll zusammenspielen. Allgemein bekannt ist bei jungen Frauen Rauchen-Pille-erbliche Blutgerinnungsstörung, eine mitunter tödliche Kombination. Eine Impfung kann bei gewissen Konstellationen einfach der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ich bin mir sicher, dass alle Frauen, bei denen diese Thrombose auftrat, ein Screening auf Faktor II und V und andere diesbezügliche Erbkrankheiten stattfindet. Das ist eigentlich Standard, weil es mitunter darüber entscheidet, ob der Blutgerinnungshemmer uU lebenslänglich genommen werden muss. Man wird sehen, was diesbezüglich noch veröffentlicht wird.

Diese erblich bedingten Blutgerinnungsstörungen sind übrigens keineswegs selten. Die liegen nicht im Promillebereich, sondern im Prozentbereich. Bei 10.000 Usern hier haben die statistisch betrachtet ungefähr 700-800 User. Die meisten davon ohne das zu wissen.

Adept 18.03.2021 09:36

Hier nochmal ein Thrombosefall nach AZ: https://www.swr.de/swraktuell/rheinl...KThgI5m-iLF_sI

Ist es eigentlich nicht „normal“, dass sich kleine Blutgerinnsel bei einer Immunreaktion im Blut bilden? Bin da Laie, aber wenn die Blutteilchen die Eindringlinge angreifen, dann werden die doch „gefressen“ und es entsteht eine Verklumpung. Wie bei Eiter.

Kennt sich da jemand besser aus und könnte das etwas näher erklären?

Plasma 18.03.2021 09:57

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1591312)
Ist es eigentlich nicht „normal“, dass sich kleine Blutgerinnsel bei einer Immunreaktion im Blut bilden? Bin da Laie, aber wenn die Blutteilchen die Eindringlinge angreifen, dann werden die doch „gefressen“ und es entsteht eine Verklumpung. Wie bei Eiter.

Kennt sich da jemand besser aus und könnte das etwas näher erklären?

Im Körper finden stets mikroskopische Blutungen und "Verklumpungen" statt. Der Körper hat deswegen ein fein balanziertes System, um sowohl das Eine als auch das Andere zu bekämpfen. Wenn diese Balance gestört wird, dann findet je nach dem das eine, zB Thrombose, oder das andere, zB eine Blutung, statt. Gestört wird diese Balance durch Infekte, Entzündungen, Flüssigkeitsmangel, Alkohol, Medikamente (zB SSRI, Ibuprofen, ASS100), Blutstau und auch ganz massiv durch Operationen, bei denen die Gerinnung enorm getriggert wird. Deswegen bekommen die Patienten zB nach einer Gelenk OP auch ein Antikoagulanz.

Die erbliche Blutgerinnungsstörung ist dann eine angeborene Dysbalance dieses Systems. Man begegnet dieser Dybalance mit der Verabreichung eines Blutgerinnungshemmers (früher Marcumar, heute Eliquis oder Xarelto).

Adept 18.03.2021 10:18

Ah ok danke für die Erklärung! :Blumen:

qbz 18.03.2021 11:40

Internationale Impfdiplomatie: Weil der Westen versagt, impfen China, Russland und Indien die Welt gegen Corona (NZZ)

Schwarzfahrer 18.03.2021 13:53

In diesem Kontext wird meine Frage zum Europäischen Impfpass, der nur "westliche Immpfstoffe" berücksichtigen soll, noch aktueller:
Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1591241)
Was haltet ihr davon, daß ein möglicher Impfpass nur für bestimmte Impfstoffe gelten soll und für andere nicht? Wird dann die Reisefreiheit auf "Impfzonen" begrenzt? Dann gibt es reisemäßig mal wieder ein "Ostblock" und ein "Westblock"?
Zumindest hat diese Nachricht in Ungarn schon zu einer merklichen Absenkung der Impfbereitschaft geführt, zumal dort viel mit Sputnik und Sinofarm geimpft wird. Jetzt wollen viele lieber doch warten, bis ein "westlicher Impfstoff" verfügbar ist.



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