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merz 18.12.2021 23:40

Danke für deinen Einsatz!

m.

merz 18.12.2021 23:43

Themenwechsel, sry, leichte Muse, ich glaub der swr hat gerade false balance (das kam jetzt nicht überraschend), wahrscheinlich waren sie einfach nicht orientiert

https://www.spiegel.de/kultur/tv/lis...e-7d9ac584be36

m.

Hafu 19.12.2021 09:16

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1639101)
Von der Hoffnung, dass Omikron wesentlich milder wird als Delta, müssen wir uns wohl verabschieden.
...

Ich bin ja der Letzte, der Corona-Risiken verharmlosen will, aber ich beobachte seit dem Bekanntwerden der extrem ansteckenden Omicron-Variante in Südafrika nahezu täglich die dortige Corona-Mortalitätskurve und Google auch nach Hospitalisierungsquoten und schweren Verläufen dort.

In den letzten drei Inzidenzkurven mit Wildtyp und Deltavariante) in Südafrika gab es nahezu zeitgleich mit dem jeweiligen Inzidenzanstieg auch einen Anstieg der Corona-Mortalität, der jetzt auch drei Wochen nach Beginn der Omicron-Welle immer noch ausbleibt.

Für mich liest sich das schon wie ein deutlich harmloserer Verlauf.

Natürlich gilt diese Schlussfolgerung nur für eine Bevölkerung wie Südafrika, in der es einen hohen Anteil an Genesenen/ Geimpften gibt.

Ich glaube aber, dass wir in Deutschland in der Summe von Geimpften und Genesenen Südafrika kaum nachhinken, wenn man bei uns auch die Dunkelziffer der unerkannt Genesenen und die nicht dokumentierten Impfungen mitberücksichtigt.

Natürlich hat Südafrika auch eine jüngere Bevölkerung als Deutschland und hat deshalb ein geringeres Mortalitätsrisiko, aber das war bei der südafrikanischen Deltawelle ja auch schon so. Die damalige Deltawelle begann etwa am 11.3. und etwa 10 Tage später waren die Todeszahlen schon auf rund 150/d angestiegen, während sie in der aktuellen Omicron-Welle immer noch zwischen 35 und 54/d verharren.

Dass Omicron ein Riesenproblem wegen des R-Wertes darstellt (und zu vielen gleichzeitigen Krankmeldungen führen wird) ist natürlich davon komplett unabhängig. Und auch dass Omicron ein Problem für die Unverbesserlichen darstellen wird, die immer noch ungeimpft sind bzw. mit gefälschten Impfpässen am öffentlichen Leben teilnehmen.

Aber wie gesagt:im direkten Vergleich mit Delta scheint das Mortalitätsrisiko von Omicron bei Analyse epidemiologischer Kurven schon deutlich geringer zu sein als das von Delta. Omicrona wird zu den skizzierten Problemen führen, wird andererseits aber auch die unvermeidliche Durchseuchung der Impfverweigerer deutlich beschleunigen und damit evt. sogar helfen die Pandemie schneller zu einer Endemie werden zu lassen als das mit den älteren Varianten passiert wäre.

JENS-KLEVE 19.12.2021 09:29

Bei Focus gibt es auch eine Meinung dazu.

"Wenn wir überreagieren, laufen wir Gefahr, die Vorteile zu verpassen"


https://m.focus.de/gesundheit/corona...c1UiQhzJf6rauk

deralexxx 19.12.2021 10:50

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1639125)
Bei Focus gibt es auch eine Meinung dazu.

"Wenn wir überreagieren, laufen wir Gefahr, die Vorteile zu verpassen"


https://m.focus.de/gesundheit/corona...c1UiQhzJf6rauk

Bevor wir Warnung oder Entwarnung geben, sollten wir nicht erstmal Langzeitstudien machen und mehr Daten sammeln? (Soll sarkastisch gemeint sein, ich würde mich freuen wenn es ind er Tat milder als der Wildtyp wäre.)

Hafu 19.12.2021 10:57

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1639125)
Bei Focus gibt es auch eine Meinung dazu.

"Wenn wir überreagieren, laufen wir Gefahr, die Vorteile zu verpassen"


https://m.focus.de/gesundheit/corona...c1UiQhzJf6rauk

Ist mir fast peinlich ähnliche Gedanken wie der Focus zu haben, der im Verlauf der Pandemie ja eher auf der Linie von Welt und Bild als auf der publizistischen Linie der Öffentlich-Rechtlichen bzw. auch von Spiegel und Zeit lag.

Aber letztlich geht es ja nur um die Interpretation von Zahlen, die aus Südafrika vorliegen, wo Omicron (zumindest in einigen Provinzen)sicher mittelrweile schon über 5 Wochen dominant ist) sowie auch um die Zahlen aus UK (wo Omicron aber erst seit 2 Wochen in größerer Zahl auftritt) und der Focus vertritt in dem von Jens-Kleve verlinkten Text ja auch keine eigenen Gedanken, sondern verleiht nur der Stimme einer südafrikanischen Ärztin Reichweite, die die Verhältnisse vor Ort mutmaßlich besser einschätzen kann als viele Epidemiologen und Virologen aus Deutschland.

Grundsätzlich geht es -auf Deutschland bezogen- aktuell ja darum, dass man diejenigen, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen natürlich immunisiert und aus ihnen Genesene oder Verstorbene macht. Anders kommen wir nunmal aus der Pandemie nicht raus. Das wird mit Omicron jetzt deutlich schneller passieren, als es mit Delta abzusehen war und der Anteil an Schwerkranken wird wohl auch niedriger sein als mit Delta.

Die Logik, die in meiner Twitterblase basierend auf Modellierungen diverser Experten dominiert, dass wir einen möglichst bald beginnenden Lockdown benötigen, um das Anfluten von Omicron gravierend zu verlangsamen erschließt sich mir anhand der südafrikanischen Daten nicht.

Ist aber auch nicht komplett auszuschließen, dass ich mich täusche und die Mortalitäts- oder Hospitalisierungsdaten aus Südafrika oder UK in den nächsten Wochen meine Einschätzung noch widerlegen.

merz 19.12.2021 11:06

der Originalartikel von Dr. Coetzee ist hier (Daily Mail, auch eine interessante "Zeitung")

https://www.dailymail.co.uk/news/art...rreacting.html

Ihr Punkt scheint zu sein: lassen wir Omikron doch durchrutschen, dass baut dann Herdenimmunität auf für die schlimmeren Varianten, die noch kommen werden.
Nun ja.

Gab mir Gelegenheit Demographie nachzuschauen (Wikiepdia, gerundete Werte):
Lebenserwartung Südafrika: 65 Jahre
Anteil der Bevölkerung über 65: 6%

Deutschland: 81 Jahre, 22%

m.
P.S: Das läuft ja als Coetzee Statement rum - war schon ganz nervös ob einer meiner Lieblingsschriftsteller jetzt vielleicht komische Sachen sagt, war er garnicht stell sich raus :)

deralexxx 19.12.2021 11:13

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1639132)
Ist mir fast peinlich ähnliche Gedanken wie der Focus zu haben, der im Verlauf der Pandemie ja eher auf der Linie von Welt und Bild als auf der publizistischen Linie der Öffentlich-Rechtlichen bzw. auch von Spiegel und Zeit lag.

Aber letztlich geht es ja nur um die Interpretation von Zahlen, die aus Südafrika vorliegen, wo Omicron (zumindest in einigen Provinzen)sicher mittelrweile schon über 5 Wochen dominant ist) sowie auch um die Zahlen aus UK (wo Omicron aber erst seit 2 Wochen in größerer Zahl auftritt) und der Focus vertritt in dem von Jens-Kleve verlinkten Text ja auch keine eigenen Gedanken, sondern verleiht nur der Stimme einer südafrikanischen Ärztin Reichweite, die die Verhältnisse vor Ort mutmaßlich besser einschätzen kann als viele Epidemiologen und Virologen aus Deutschland.

Grundsätzlich geht es -auf Deutschland bezogen- aktuell ja darum, dass man diejenigen, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen natürlich immunisiert und aus ihnen Genesene oder Verstorbene macht. Anders kommen wir nunmal aus der Pandemie nicht raus. Das wird mit Omicron jetzt deutlich schneller passieren, als es mit Delta abzusehen war und der Anteil an Schwerkranken wird wohl auch niedriger sein als mit Delta.

Die Logik, die in meiner Twitterblase basierend auf Modellierungen diverser Experten dominiert, dass wir einen möglichst bald beginnenden Lockdown benötigen, um das Anfluten von Omicron gravierend zu verlangsamen erschließt sich mir anhand der südafrikanischen Daten nicht.

Ist aber auch nicht komplett auszuschließen, dass ich mich täusche und die Mortalitäts- oder Hospitalisierungsdaten aus Südafrika oder UK in den nächsten Wochen meine Einschätzung noch widerlegen.


Wenn Omnikron dreimal so ansteckend ist (dreimal einfach als Beispiel, ich denke das es ansteckender ist, duerfte so sein) und dabei nur 1/3 der Fälle ins KH bringt, kommt dann am Ende nicht das gleiche raus nur das wir weniger Vorlauf haben bevor die Krankenhäuser voll laufen?


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