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keko# 12.01.2022 12:09

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1641440)
Du redest konsequent an mir links oder rechts vorbei :Blumen:
Ist bei Dir wohl ein berufsbedingtes Schema: 0 oder 1, also zu hause bleiben oder sehr viel machen. Verängstigt zuhause oder das war völlig egal.
Ich meine aber das komplexere dazwischen drin ;)

Man kann zeigen: zwischen 0 und 1 gibt es unendlich viele Zahlen. So leben wir wohl auch alle irgendwo zwischen 0 und 1. Jeder hat andere Prioritäten, jeder lebt woanders. Eine Gesellschaft als Ganzes muss möglicherweise aushandeln, was für sie das richtige ist. Spanien liegt möglicherweise rechts von Deutschland. Ich rechts von dir und links von meinem Nachbarn, der sich nicht impfen lassen will. Du bist rechts von deinem Nachbarn, der hastig die Gehsteigseite wechselt, wenn ihr euch entgegenkommt. Damit umzugehen nennt man Toleranz.
:Blumen:

pepusalt 12.01.2022 12:38

So
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1641449)
... damit umzugehen nennt man

Beliebigkeit

:Blumen:

Hafu 12.01.2022 12:45

Zitat:

Zitat von svenio (Beitrag 1641433)
Ist es nicht wahrscheinlich, dass die Schutzwirkung einer Omikron Infektion in den nächsten Wochen bis zum nächsten Herbst / Winter wieder dahin ist? Ich sehe da keinen Vorteil bzgl. einer Durchseuchung der Bevölkerung, da im Sommer die Zahlen sowieso wieder niedrig sein werden. Auch hatte ich das so verstanden, dass eine Omikron Infektion nicht zwangläufig vor einer Infektion mit einer anderen Variante schützt, dass also nach wie vor kaum Schutzwirkung vor einer nachfolgenden bspw. Delta Infektion bestünde. Hatte ich das falsch aufgefasst?

Dass die Schutzwirkung einer Corona-Infektion (bzw. Impfung) nur wenige Monate anhält beruht auf dem Befund, dass Antikörper gegen SARS-Cov2 direkt nach Impfung oder Genesung i.d.R. in hoher Konzentration nachweisbar sind, im weiteren Verlauf dann absinken und bei vielen Menschen nach 4 bis 5 Monaten unter die Nachweisgrenze sinken.
Diesem Narrativ der relativ kurzen Wirkung der Impfung begegnet man einerseits bei vielen offiziellen Verlautbarungen vom RKI und Gesundheitsämtern (dort wohl in dem Kalkül, möglichst viele Menschen zum -zweifellos sinnvollen- Boostern zu motivieren) und andererseits ist es aber auch ein Narrativ bon Impfgegnern, die damit zu begründen versuchen, wie sinnlos die Impfung sei.

Aber es ist eine falsche und epidemiologisch nicht ansatzweise abgesicherte Behauptung!

Die epidemiologische Untersuchung von schweren Verläufen gerade in der dritten und eben auch gerade laufenden vierten bzw. fünften Welle belegt eindrücklich, dass Genesene und Geimpfte (auch nur zweifach Geimpfte!) deutlich länger als nur wenige Monate von ihrem erworbenen Immunstatus profitieren! Zwar können sie mit geringerer Antikörperzahl im Blut leichter sich erneut infizieren, aber sie werden mit der Infektion viel seltener krankenhauspflichtig oder gar beatmungspflichtig.

Die Daten aus Südafrika (mit einer dort hohen Genesenen-Quote), aus UK und neuerdings auch aus den USA belegen das sehr eindrücklich. Zwar geht es bei diesen Genesenen meist um solche, die von der Alpha-Variante oder Delta-Variante genesen sind, aber es wäre unlogisch anzunehmen, dass Omicron sich diesbezüglich unserem Immunsystem gegenüber komplett anders verhalten sollte.
Die Antikörperkonzentration, die so leicht getestet werden kann ist eben nur ein Aspekt unseres Immunsystems und die viel längerfristig angelegte Immunität durch Gedächtniszellen und die T-Zell-gestützte Immunität wird von Antikörpertests (und darauf basierenden Studien) nicht erfasst.

(Was ich hier zur Genesenengeschichte geschrieben habe, gilt natürlich genauso für die Immunität nach Impfung, bzw. die langfristige Schutzwirkung durch Dreifachimpfung. Ich glaube nicht, dass jüngere Gesunde ohne Vorerkrankungen jählich oder halbjährlich Auffrischimpfungen gegen SARS-Cov2 benötigen werden, anders als vulnerable Personengruppen. Und natürlich möchte ich auch nicht ausschließen, dass ich da falsch liege. Genau wird man das erst wissen, wenn man es auf breiter Basis epidemiologisch (in der zukunft) untersucht haben wird.)

keko# 12.01.2022 12:49

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1641453)
So Beliebigkeit

:Blumen:

Was schlägst du stattdessen vor?

Luft nach oben haben wir genug, wie uns die Maßnahmen in China zeigen.

Hafu 12.01.2022 12:58

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1641425)
War der Routine-Test ein POC-Schnelltest oder ein PCR-Test?

Meine Erfahrung war ja, dass mit hohem CT-Wert ggf. die PoC-Tests nicht, nicht sicher anschlagen.

War ein PCR-Test. Der PCR-Test der Ehefrau, die auch bei uns als Ärztin arbeitet war negativ.

pepusalt 12.01.2022 13:19

Zitat:

Zitat von vherzo (Beitrag 1641447)

Erschreckend ist wie bei den meisten, auch bei dem von mir verwendeten, Schnelltests bei Cq>30 die Sensitivität 0% (!) ist.
Wenn Cq mit dem CT-Wert (32) meiner PCR-Untersuchung vergleichbar ist, scheint klar warum die Schnelltests bei mir nie angeschlagen haben.

pepusalt 12.01.2022 13:23

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1641455)
Was schlägst du stattdessen vor?

Luft nach oben haben wir genug, wie uns die Maßnahmen in China zeigen.

Du bist wieder wie immer nur 0 und 1 :Blumen: , sogar 1+ (China), auch wenn Du irgendwie doch mitbekommen hast dass es noch was dazwischen geben sollte (das was ich vorschlage).

Schwarzfahrer 12.01.2022 14:19

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641454)
Dass die Schutzwirkung einer Corona-Infektion (bzw. Impfung) nur wenige Monate anhält beruht auf dem Befund, dass Antikörper gegen SARS-Cov2 direkt nach Impfung oder Genesung i.d.R. in hoher Konzentration nachweisbar sind, im weiteren Verlauf dann absinken und bei vielen Menschen nach 4 bis 5 Monaten unter die Nachweisgrenze sinken.
Diesem Narrativ der relativ kurzen Wirkung der Impfung begegnet man einerseits bei vielen offiziellen Verlautbarungen vom RKI und Gesundheitsämtern (dort wohl in dem Kalkül, möglichst viele Menschen zum -zweifellos sinnvollen- Boostern zu motivieren) und andererseits ist es aber auch ein Narrativ bon Impfgegnern, die damit zu begründen versuchen, wie sinnlos die Impfung sei.

Aber es ist eine falsche und epidemiologisch nicht ansatzweise abgesicherte Behauptung!

Ist es so? Gab es da nicht schon vor Monaten Daten aus Israel, die zeigten, daß je länger die Impfung zurücklag, umso höher die Hospitalisierungsrate ausfällt (und bis zu 6 mal höher, als bei Genesenen)? Und auch die neuere schwedische Studie hat m.W. nicht Antikörper, sondern symptomatische Infektionen und schwere Erkrankungen betrachtet, also die für die Wirksamkeit relevanten Kriterien.
Das sind für mich schon epidemiologische Tatsachen, die deutlich mehr aussagen, als Antikörpertiter, und damit das Nachlassen der Impfwirkung nicht zum bloßen "Narrativ" abstempeln lassen.


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