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merz 03.09.2021 21:17

Es gibt durchaus Länder mit Wahlpflicht, just saying :)

m.

Mo77 04.09.2021 07:39

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1621518)
Es gibt durchaus Länder mit Wahlpflicht, just saying :)

m.

ZB in Nauru und Nordkorea und noch 28 weitere Staaten.
In Australien gibt es bei Wiederholung sogar knast.

Da Lob ich mir hier die geheime und freie Wahl mit der Freiheit auch nicht hin zu gehen.

Hafu 04.09.2021 08:30

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1621541)
...

Da Lob ich mir hier die geheime und freie Wahl mit der Freiheit auch nicht hin zu gehen.

Es gibt zweifellos gute Gründe dafür, dass die Wahl frei ist, aber du solltest dir beim Nicht-Wählen auch selbst darüber klar werden, dass jeder der seine Chance nicht wahrnimmt, die aus seiner Sicht am wenigsten schlechte Partei zu unterstützen und die Politik der nächsten 4 Jahre ein kleines Stück in Richtung der eigenen Werte und des eigenen moralischen Kompasses zu beeinflussen, gleichzeitig mit dem Wahlboykott auch die Partei ganz konkret unterstützt, die ihm am allerwenigsten liegt.

Bei voraussichtlich 6 in den Bundestag einziehenden Partein, bedeutet jede nicht abgegebene Stimme, dass diese zu 1/6 d.h zu knapp 17% für die AFD abgegeben wurde, weil sie deren relativen Stimmenanteil erhöht.
Gerade extreme und demokratiefeindliche Parteien wie die AFD freuen sich traditionell über viele Nicht-Wähler, da sie es schaffen ihre Kernklientel besser zu mobilisieren als die gemäßßigten traditionellen Parteien und somit bei niedriger Wahlbeteiligung stets bessere Ergebnisse erzielen. Zugespitzt gefragt: Willst du also ein AFD-Unterstützer sein?

Die Entscheidung nicht zu wählen ist also durchaus eine Entscheidung, die den Wahlausgang und die Zusammensetzung des zukünftigen Bundestags messbar beeinflusst.

Mo77 04.09.2021 08:49

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1621547)
Es gibt zweifellos gute Gründe dafür, dass die Wahl frei ist, aber du solltest dir beim Nicht-Wählen auch selbst darüber klar werden, dass jeder der seine Chance nicht wahrnimmt, die aus seiner Sicht am wenigsten schlechte Partei zu unterstützen und die Politik der nächsten 4 Jahre ein kleines Stück in Richtung der eigenen Werte und des eigenen moralischen Kompasses zu beeinflussen, gleichzeitig mit dem Wahlboykott auch die Partei ganz konkret unterstützt, die ihm am allerwenigsten liegt.

Bei voraussichtlich 6 in den Bundestag einziehenden Partein, bedeutet jede nicht abgegebene Stimme, dass diese zu 1/6 d.h zu knapp 17% für die AFD abgegeben wurde, weil sie deren relativen Stimmenanteil erhöht.
Gerade extreme und demokratiefeindliche Parteien wie die AFD freuen sich traditionell über viele Nicht-Wähler, da sie es schaffen ihre Kernklientel besser zu mobilisieren als die gemäßßigten traditionellen Parteien und somit bei niedriger Wahlbeteiligung stets bessere Ergebnisse erzielen. Zugespitzt gefragt: Willst du also ein AFD-Unterstützer sein?

Die Entscheidung nicht zu wählen ist also durchaus eine Entscheidung, die den Wahlausgang und die Zusammensetzung des zukünftigen Bundestags messbar beeinflusst.

Du verstehst das falsch.
Meine Motivation nicht zu wählen rührt eher daher die AFD eben nicht zu unterstützen.
Die anderen Parteien sind nahezu unwählbar für mich.
Ich habe die letzten zwei Jahre nicht vergessen!!!

Siebenschwein 04.09.2021 08:55

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1621547)

Bei voraussichtlich 6 in den Bundestag einziehenden Partein, bedeutet jede nicht abgegebene Stimme, dass diese zu 1/6 d.h zu knapp 17% für die AFD abgegeben wurde, weil sie deren relativen Stimmenanteil erhöht.
Gerade extreme und demokratiefeindliche Parteien wie die AFD freuen sich traditionell über viele Nicht-Wähler, da sie es schaffen ihre Kernklientel besser zu mobilisieren als die gemäßßigten traditionellen Parteien und somit bei niedriger Wahlbeteiligung stets bessere Ergebnisse erzielen. Zugespitzt gefragt: Willst du also ein AFD-Unterstützer sein?

Die Entscheidung nicht zu wählen ist also durchaus eine Entscheidung, die den Wahlausgang und die Zusammensetzung des zukünftigen Bundestags messbar beeinflusst.

Ähem… Mediziner-Mathematik?
Wer nicht wählt, unterstützt erstmal gar nix. Man könnte maximal argumentieren, dass diese Stimme exakt zu den Teilen, wie alle anderes Wähler wählen, an alle Parteien geht.
Von daher: nix 1/6 oder so, sondern fein verteilt wie die Balken des Wahlergebnisses.

sabine-g 04.09.2021 09:06

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1621551)
Du verstehst das falsch.
Meine Motivation nicht zu wählen rührt eher daher die AFD eben nicht zu unterstützen.
Die anderen Parteien sind nahezu unwählbar für mich.
Ich habe die letzten zwei Jahre nicht vergessen!!!

was war denn da, dass es dich in die rechte Ecke treibt?

Hafu 04.09.2021 09:11

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1621552)
Ähem… Mediziner-Mathematik?
Wer nicht wählt, unterstützt erstmal gar nix.

Ich glaube, dass ich es hinreichend genau erklärt habe, so dass es jeder verstehen kann: jede Partei, die es schafft, die 5-Prozenthürde zu überspringen erhält von einer nicht abgegebenen Stimme genau 1/6.

Und da die Gruppe der Nicht-Wähler traditionell eher aus der Mitte der Gesellschaft stammen und im Falle einer Wahl ihre Stimme einer der gemäßigten demokratischen Parteien geben würden (das ist durch Wahlforschung hinreichend belegt), stärkt jeder Nicht-Wähler die radikalen, tendenziell nicht-demokratischen Parteien am Rande des Parteienspektrums und schwächt die gemäßigten Parteien
...

Hafu 04.09.2021 09:18

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1621551)
...
Meine Motivation nicht zu wählen rührt eher daher die AFD eben nicht zu unterstützen.
Die anderen Parteien sind nahezu unwählbar für mich.
Ich habe die letzten zwei Jahre nicht vergessen!!!

Deshalb habe ich ja bewusst geschrieben: wähle wenigstens die "am wenigsten schlechte" Partei (Ich kann mich auch weder personell noch vom Programm her zu 100 (oder auch nur 90) Prozent mit einer Partei oder deren Kandidaten identifizieren.

Damit kannst du der AFD (oder meinetwegen auch der Linken)am meisten schaden, da Wähler der Parteien am Rande des Spektrums selten zu den Nichtwählern gehören und deren Unterstützerzahl und -stimmen relativ konstant sind. Bei Wahlen mit traditionell niedriger Wahlbeteiligung wie z.B. Kommunalwahlen fährt die AFD deshalb auch stets bessere Wahlergebnisse ein, als bei Bundestagswahlen.

Wenn du mit der Regierungspolitik der letzten Jahre unzufrieden bist, gibt es aktuell drei demokratische Alternativen an Oppositionsparteien (so viele wie noch bei keiner Bundestagswahl zuvor), die glaubhaft andere Politikkonzepte haben und die für Regierungsmängel der letzten Jahre nicht bestraft werden sollten.

Und selbst wenn man sich für eine Außenseiterpartei entscheidet, die keine Chance hat, die 5%-Hürde zu übserspringen wie z.B. Die Partei, die Freien Wähler, die Tierschutzpartei usw. bewirkt man mit seiner Stimme etwas, da diese Partei dann wenigstens Geld aus der Parteienfinanzierung für die abgegebene Stimme erhält, das für kleine Außenseiterparteien oft überlebenswichtig ist.


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