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JENS-KLEVE 03.02.2022 15:39

Heute kam der Anruf vom Gesundheitsamt zur Kontaktnachverfolgung. 7 Tage nach dem positiven Test. Gestern gab es einen Anruf, weil er im ausgefüllten emailformular meine Schule nicht gefunden hatte. Jetzt schneit das dritte Formular mit persönlichen Angaben rein. Es werden auch noch mindestens zwei weitere Folgen für Quarantäne und Genesenen Bescheinigungen.
Das Ganze dann insgesamt 3 x für unsere Familie, in einem Haushalt.

Das Prozedere ist weder plausibel noch effektiv.

Pascal 03.02.2022 17:55

Danke für den Link.
Jeder der das Interview gelesen hat wird zustimmen, dass es sich bei jenem Index auf der nach oben offenen Skala an Nutzlosigkeiten um einen Top-Platz handelt.
Wenn Millionen Menschen egal welchen Status sie haben einfach eingesperrt werden (China) wird dies weniger rigide bewertet als wenn eine Minderheit die sich selbst freiwillig einsperrt (Ungeimpfte D) so behandelt wird wie sie behandelt wird.

LidlRacer 03.02.2022 19:14

Hier gibt's die Modellierung des RKI bzw. des Instituts für Theoretische Biologie (Dirk Brockmann u.a.) für die Omikron-Welle, auf die sich Lauterbach immer bezog, wenn er meinte, wir lägen im Plan und er erwarte den Höhepunkt Mitte Februar:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...kronwelle.html

Obwohl das Dokument von heute ist, scheint es mir nicht auf dem neuesten Stand zu sein - jedenfalls wird die BA.2 Variante darin nicht erwähnt.

LidlRacer 03.02.2022 20:37

Mal wieder wörtlich genommen korrekte, aber dennoch irreführende Berichterstattung:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/...3-b2d1faa1d16c

"Omikron-Subtyp BA.2 in Deutschland verbreitet sich auf niedrigem Niveau"
Das könnte man - wenn man das Spiel nicht schon kennen würde - als Entspannungssignal auffassen:
"Niedriges Niveau" klingt nach "kein Problem".

Erst im Kleingedruckten erfährt man:
"Für die Woche bis zum 23. Januar weist das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend einen Anteil von 5,1 Prozent aus - rund eine Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor."

Verdopplung des Anteils in einer Woche ist natürlich rasend schnell, und da noch dazu die Daten immer etwas nachhinken, heißt das:
Spätestens in 3 Wochen ist die neue Variante dominant, so das der Gesamtanstieg sich wieder deutlich beschleunigen dürfte - jedenfalls im Vergleich zum nicht mehr aktuellen Szenario mit nur der "alten" Variante BA.1

PS:
Erschwerend kommt hinzu, dass ein weiterer Artikel betitelt ist mit:
"In zwei Wochen sind wir über den Berg"

Der bezieht sich auf die eben vorgestellte RKI-Modellierung, die aber wie gesagt schon von der Realität überholt ist.

LidlRacer 03.02.2022 20:47

Ekelhafter Schweine-"Journalismus":

Drosten:
"Cicero bietet einem Extremcharakter die Bühne und provoziert persönliche Angriffe gegen mich durch suggestive Fragen. Antworten werden im Andeutungs- und Wertungsbereich stehengelassen, belastbaren Tatsachenbehauptungen ausgewichen. Das ist kein Interview, sondern ein Vorkommnis."
https://twitter.com/cicero_online/st...61594452992006

PS:
Faktencheck: Vorsicht bei der Interpretationen dieser Fauci-Mails

LidlRacer 03.02.2022 22:47

https://twitter.com/rki_de/status/1489283349638176771
RKI:
Die #Omikron-Welle kommt langsam bei der älteren Bevölkerung an & es werden vermehrt Ausbrüche in Alten- & Pflegeheimen berichtet.
#RKI bedankt sich bei allen, die sich an die Maßnahmen halten & bittet weiterhin durchzuhalten.
Neuer Wochenbericht:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...ichte_Tab.html

Auch Drosten sagte in seinem aktuellen Podcast, Omikron werde in den hohen Altersgruppen ankommen.

Stellt Euch wieder auf täglich abstürzende Jumbojets ein!

TRIPI 03.02.2022 23:03

Ich höre aktuell auch von allen Seiten dass die Leute positiv sind. Die Symptome bei den leichten Verläufen scheinen sich geändert zu haben. Statt starken Kopfschmerzen und Geschmacksverlust höre ich nun dauernd dass es wohl richtig ätzende Halsschmerzen sind.
Bestätigt jedenfalls für mich die offiziellen Statements, es scheint sich mehr im Hals-Rachenbereich abzuspielen und weniger im Rest des Körpers.
Allerdings habe ich noch von keinen Ungeimpften etwas mitbekommen, wer weiß was da dann los ist.

keko# 04.02.2022 08:05

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1644443)
....
Völlig richtig; aber gerade die ÖR sollten davon ausgehen, daß sie die Verantwortung für diejenigen tragen, die warum auch immer sich nicht selbst breiter umschauen. Diese zu "erziehen" halte ich nicht für den Auftrag der ÖR.
Natürlich. Mir geht es nur speziell darum, daß die öffentlch-rechtlichen Medien diese Vielseitigkeit der Meinungsbildung auch vielseitig ergänzen sollten, nicht nur eine vermeintlich "richtige" Einseitigkeit darstellen - besonders, wenn alle dafür zahlen, auch die, deren Meinung in diesen Medien ignoriert wird. Welt und Spiegel vertreten unterschiedliche, z.T. einseitige Ansichten - und werden durch entsprechend gepolte Abonnenten bezahlt - das geht so in Ordnung. Nicht aber bei den ÖR, die sollten sich eben anders verhalten.

Allein schon durch die begrenzte Zeit entsteht eine Gewichtung oder Themensetzung. Man kann nicht für jede Nachricht alle möglichen Alternativen und Gegenmeinungen darstellen. Auch meine Tageszeitung hat eine "Blattlinie". Damit kann ich gut leben, sofern ich die Möglichkeit habe andere Quellen zu nutzen. Aus meiner Sicht hat Corona diesbezüglich nichts verändert. Dass man Menschen "ans Internet" verliert, war schon vorher zu erkennen.

:Blumen:

Mikala 04.02.2022 08:25

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1644558)
Ich höre aktuell auch von allen Seiten dass die Leute positiv sind. Die Symptome bei den leichten Verläufen scheinen sich geändert zu haben. Statt starken Kopfschmerzen und Geschmacksverlust höre ich nun dauernd dass es wohl richtig ätzende Halsschmerzen sind.
Bestätigt jedenfalls für mich die offiziellen Statements, es scheint sich mehr im Hals-Rachenbereich abzuspielen und weniger im Rest des Körpers.
Allerdings habe ich noch von keinen Ungeimpften etwas mitbekommen, wer weiß was da dann los ist.

Ich kenne nur einen jungen ungeimpften Mann, der sich letztes Wochenende angesteckt.
Er hat Halsschmerzen, Husten und hohes Fieber.
In unserer Firma hatten wir jetzt auch ein paar Fälle von Geimpften, die Symptome waren wie von Dir beschrieben, aber nicht so schlimm.

Über diese Menschen mache ich mir aber keine Gedanken.

Wir können uns aber gerne mal über die Menschen in den Krankenhäusern unterhalten.
In den letzten zwei Jahren hatte wir immer Sorge unsere Oma könnte sich anstecken.
Sie ist Priogruppe 1 und konnte schon im letzten Jahr erst spät geimpft werden, weil sie nicht gesund genug war. Dann ist sie mit Astra geimpft worden. Die 3. Impfung konnte sie noch nicht bekommen.

Sie hat ein altes schwaches Herz , oft Wasser in der Lunge und ist Sehbehindert.
Nach einem Sturz musste sie leider ins Krankenhaus und jetzt ist passiert,
was wir auf jeden Fall verhindern wollten.
Unsere Oma wurde im Krankenhaus einer Ärztin mit Corona ansteckt. Das Kind der Dame hat Corona aus der Schule mit gebracht und auch das Personal in den Krankenhäusern sind keine Superhelden, sie infizieren sich auch.

Wie unserer Oma geht, wissen wir nicht !
Man darf sie nicht besuchen und sie hat auch kein Telefon am Bett, weil sie sich selbst nicht darum kümmern kann und wir nicht dürfen.
Für sie kann jede Infektion tödlich enden.
Ja, sie ist alte und ihr Leben neigt sich dem Ende entgegen.

Was sie aber nicht verdient hat, ist die Tatsache, dass sie keine Möglichkeit hat nochmal mit ihren Ekelinnen, Sohn oder ihren Schwestern sprechen kann !
Uns kann es auch passieren, dass wir erst angerufen werden, wenn sie beatmet werden muss.

Wir hoffen Corona wird ihren Zustand nicht verschlechtern und können nach Hause holen. Das ist die einzige Hoffnung , die wir haben.

:Huhu:

anlot 04.02.2022 08:29

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1644555)
https://twitter.com/rki_de/status/1489283349638176771
RKI:
Die #Omikron-Welle kommt langsam bei der älteren Bevölkerung an & es werden vermehrt Ausbrüche in Alten- & Pflegeheimen berichtet.
#RKI bedankt sich bei allen, die sich an die Maßnahmen halten & bittet weiterhin durchzuhalten.
Neuer Wochenbericht:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...ichte_Tab.html

Auch Drosten sagte in seinem aktuellen Podcast, Omikron werde in den hohen Altersgruppen ankommen.

Stellt Euch wieder auf täglich abstürzende Jumbojets ein!

Warum sollten ältere Menschen nun reihenweise sterben, wenn über 80% der Ü60 mind. über eine Grundimmunisierung verfügen und Omnikron nun weitaus weniger gefährlich ist (für Ungeimpfte evtl. nicht)?!

Ich empfehle Dir mal das Interview von Claus Madsen gestern bei Lanz anzuschauen. Darin geht es u. a. um positive und motivierende Kommunikation, die ich bei Dir leider so gut wie nie feststellen kann. Schade eigentlich.

https://www.zdf.de/gesellschaft/mark...-2022-100.html

Schwarzfahrer 04.02.2022 08:36

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1644575)
Allein schon durch die begrenzte Zeit entsteht eine Gewichtung oder Themensetzung. Man kann nicht für jede Nachricht alle möglichen Alternativen und Gegenmeinungen darstellen.

Gewichtung und Themensetzung kann man aber, wenn man vielseitig informieren will, tageweise variieren. Meine Kritik an den ÖR ist, daß dieser Wille zunehmend weniger erkennbar ist.
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1644575)
Auch meine Tageszeitung hat eine "Blattlinie".

Mag für ein privatwirtschaftliches Medium in Ordnung sein, finde ich aber eben für ÖR-Medien nicht dem Auftrag entsprechend.
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1644575)
Damit kann ich gut leben, sofern ich die Möglichkeit habe andere Quellen zu nutzen. Aus meiner Sicht hat Corona diesbezüglich nichts verändert.

Solange die anderen Quellen nicht massiv diffamiert oder in ihrer Reichweite eingegrenzt werden, stimmt das. Corona hat in dieser Hinsicht (Einseitigkeit einzelner Medien, Diffamierung von Medien, die gegenteilige Positionen vertreten) nichts grundlegend verändert, aber wie bei vielen anderen Problemen, vieles offensichtlicher gemacht. (jüngstes Beispiel aus Kindergarten-Absurdistan: RT DE und Deutsche Welle - ich nehme Dir Dein Schäufelchen, weil Du mir Mein Schäufelchen genommen hast. Wie schwach müssen meine Argumente sein, wenn ich die Gegenmeinung verbieten muß, statt sie durch besseres Angebot zu schlagen?)
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1644575)
Dass man Menschen "ans Internet" verliert, war schon vorher zu erkennen.

Nicht nur ans Internet; man hat schon immer Leser an an die Konkurrenz verloren, wenn die "Blattlinie" dem Leser nicht gepasst hat. Ans Internet verlieren alle, wegen der Bequemlichkeit, mit der eine breite Palette von Informationen und Meinungen zugänglich ist - da können die "linearen Medien" natrugemäß nicht mithalten.

aequitas 04.02.2022 08:40

Zitat:

Zitat von Mikala (Beitrag 1644580)
Was sie aber nicht verdient hat, ist die Tatsache, dass sie keine Möglichkeit hat nochmal mit ihren Ekelinnen, Sohn oder ihren Schwestern sprechen kann !
Uns kann es auch passieren, dass wir erst angerufen werden, wenn sie beatmet werden muss.

Wir hoffen Corona wird ihren Zustand nicht verschlechtern und können nach Hause holen. Das ist die einzige Hoffnung , die wir haben.

Meine 98-jährige Oma geht es ähnlich; schon im Sommer dachten wir, dass es nicht mehr lange geht.

Nun kam im Dezember eine Corona-Infektion dazu - nur zweimal geimpft, da der Booster zu dem Zeitpunkt nicht ambulant möglich war. Einweisung ins Krankenhaus und volle Isolation. 1 1/2 Tage keinen Arzt zu sehen bekommen, da das KH ausgelastet war. Nach einer Woche ging es dann wieder ohne Beatmung oder intensiv wieder nach Hause. Zustand wieder normal. [nicht Deutschland, sondern Südeuropa]

Ich drücke die Daumen, dass ihr bald wieder gesund zusammenkommt.

Schwarzfahrer 04.02.2022 08:44

Zitat:

Zitat von Mikala (Beitrag 1644580)
Wie unserer Oma geht, wissen wir nicht !
Man darf sie nicht besuchen und sie hat auch kein Telefon am Bett, weil sie sich selbst nicht darum kümmern kann und wir nicht dürfen.
Für sie kann jede Infektion tödlich enden.
Ja, sie ist alte und ihr Leben neigt sich dem Ende entgegen.

Was sie aber nicht verdient hat, ist die Tatsache, dass sie keine Möglichkeit hat nochmal mit ihren Ekelinnen, Sohn oder ihren Schwestern sprechen kann !
Uns kann es auch passieren, dass wir erst angerufen werden, wenn sie beatmet werden muss.

Wir hoffen Corona wird ihren Zustand nicht verschlechtern und können nach Hause holen. Das ist die einzige Hoffnung , die wir haben.

:Huhu:

Wer solche Isolation für alte Leute beschließt, begeht für mich eine nicht zu rechtfertigende Sünde gegen die Menschlichkeit.
Genau deshalb hat mein Vater (89) festgelegt, daß er im Fall der Fälle auf keinen Fall in ein Krankenhaus eingeliefert werden will - entweder er übersteht es zu Hause oder eben nicht, Hauptsache nicht allein sein. Bestätigt sieht er sich durch die Geschichte einer ihm bekannten 82-jährigen, die die von der Tochter (wegen Sauerstoffsättigung deutlich < 90 % in Panik) für sie gerufene Ambulanz weggeschickt hat - und inzwischen wieder auf den Beinen ist. Ob sie im Krankenhaus allein auch die Kraft gehabt hätte, es durchzustehen? Ich wünsche Euch, daß Eure Oma diese Kraft hat.

bellamartha 04.02.2022 08:46

Mikala,
alles Gute für deine Oma! Das hört sich schlimm an, was du erzählst und tut mir sehr leid für alle Beteiligten.

LG
J.

El Stupido 04.02.2022 08:58

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1644589)
Wer solche Isolation für alte Leute beschließt, begeht für mich eine nicht zu rechtfertigende Sünde gegen die Menschlichkeit.

Hierzu hätte ich gerne was geschrieben, habe es mir mit Rücksicht auf Mikala aber verkniffen. Man muss das nicht noch weiter sachlich vertiefen und weiter den Finger in die Wunde legen.

@Mikala: euch alles Gute, Daumen sind gedrückt!

Zitat:

Genau deshalb hat mein Vater (89) festgelegt, daß er im Fall der Fälle auf keinen Fall in ein Krankenhaus eingeliefert werden will - entweder er übersteht es zu Hause oder eben nicht, Hauptsache nicht allein sein. Bestätigt sieht er sich durch die Geschichte einer ihm bekannten 82-jährigen, die die von der Tochter (wegen Sauerstoffsättigung deutlich < 90 % in Panik) für sie gerufene Ambulanz weggeschickt hat - und inzwischen wieder auf den Beinen ist. Ob sie im Krankenhaus allein auch die Kraft gehabt hätte, es durchzustehen? Ich wünsche Euch, daß Eure Oma diese Kraft hat.
Und eine Patient*innenverfügung zu machen oder eben nicht muss eben jede*r selbst wissen.
Ohne aus dem medizinischen Bereich zu kommen: bei Sauerstoffsättigung < 90% den Rettungsdienst zu rufen ist für mich = alles richtig gemacht und hat nichts mit Panik zu tun.

pepusalt 04.02.2022 09:00

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1644558)
Allerdings habe ich noch von keinen Ungeimpften etwas mitbekommen, wer weiß was da dann los ist.

Die gesunde 40-jährige Ungeimpfte, bei der ich (geboostert) mich fast unbemerkt angesteckt hatte, lag 4 Tage mit Hals und Fieber richtig im Bett. Da hat ihr die ganze CDS-Trinkerei nichts genutzt :Maso:

Schwarzfahrer 04.02.2022 09:33

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1644593)
Ohne aus dem medizinischen Bereich zu kommen: bei Sauerstoffsättigung < 90% den Rettungsdienst zu rufen ist für mich = alles richtig gemacht und hat nichts mit Panik zu tun.

Ich habe auch nicht gemeint, es wäre falsch gewesen, die Ambulanz zu rufen. Man kann aus gutem, zumindest verständlichen, Grund Panik haben (meint sogar Greta, auch wenn ich ihre Gründe nicht teile). Es ist aber auch das gute Recht eines jeden Menschen, sich für oder gegen eine Behandlung zu entscheiden, bzw. das eigene Gefühl nüchternen Meßwerten entgegenzusetzen. Mein Vater ist übrigens selbst Arzt, der mir über die Jahre viel Verständnis für die Schwierigkeit solcher Entscheidungen beigebracht hat.

Mikala 04.02.2022 11:36

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1644590)
Mikala,
alles Gute für deine Oma! Das hört sich schlimm an, was du erzählst und tut mir sehr leid für alle Beteiligten.

LG
J.

Danke, meine Liebe !
Es ist nicht meine Oma. Es ist meine Ex-Schwiegermutter, aber wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir haben wirklich in den letzten zwei Jahren alles daran gesetzt die Infektion zu vermeiden, jetzt hoffen wir. Omi ist stärker als Omikron.:Blumen:

Das hier ist aber leider kein Einzelfall .Die Pandemie ist für schwerkranke Menschen besonders schwer, vor allem Krebspatienten

Mikala 04.02.2022 11:56

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1644589)
Wer solche Isolation für alte Leute beschließt, begeht für mich eine nicht zu rechtfertigende Sünde gegen die Menschlichkeit.
Genau deshalb hat mein Vater (89) festgelegt, daß er im Fall der Fälle auf keinen Fall in ein Krankenhaus eingeliefert werden will - entweder er übersteht es zu Hause oder eben nicht, Hauptsache nicht allein sein. Bestätigt sieht er sich durch die Geschichte einer ihm bekannten 82-jährigen, die die von der Tochter (wegen Sauerstoffsättigung deutlich < 90 % in Panik) für sie gerufene Ambulanz weggeschickt hat - und inzwischen wieder auf den Beinen ist. Ob sie im Krankenhaus allein auch die Kraft gehabt hätte, es durchzustehen? Ich wünsche Euch, daß Eure Oma diese Kraft hat.

Unsere Oma ist im Krankenhaus, weil sie schwer gestürzt ist und bei alten Menschen die Knochen leichter brechen.
Das kann die ambulante Palliativpflege nicht abdecken.

Du musst also keine Vortrag über Sünde gegen die Menschlichkeit halten.
Bei Krebspatienten in der Chemotherapie blieb den Krankenhäusern nichts anderes übrig. Das ist die ambulante Versorgungen eigentlich immer die besser Wahl, aber in einer Pandemie nicht möglich.

Unsere Gesellschaft hat es nicht geschafft diese schwerkranken Menschen zu schützen
aus egoistischen Beweggründen und weil man sich keine Gedanken über die Tragweite für andere Menschen macht will !

Danke aber für die Wünsche

sybenwurz 04.02.2022 12:00

Zitat:

Zitat von Mikala (Beitrag 1644580)
...

Oh mei, alles Gute für euch!
Das sind genau diese Fälle, wegen denen ich am liebsten jedem einzelnen dieser Querschädel mal so richtig...

Mitsuha 04.02.2022 13:27

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1644359)
Das Kindergartenkind betreut sich aber nicht selbst. Wenn das Kind in Quarantäne muss, ist einer der Eltern mit dabei, egal ob geboostert oder nicht.

Bayern ändert (mal wieder) das Vorgehen in Schulen und KiTas in Positivfällen. Ab sofort keine Kontaktquarantäne mehr bei Einzelfällen, sondern erst ab gehäuftem Auftreten (in KiTas: ab 20% der Gruppe, in Schulen: ab 50% der Klasse) werden alle heimgeschickt:

https://www.br.de/nachrichten/bayern...-tests,SwNJYIf

JENS-KLEVE 04.02.2022 13:43

50% ? Das ist eine inzidenz von 50.000.

Berücksichtigen die auch, dass die nicht zeitgleich, sondern hintereinander erkranken? Da ist ehrlicher einfach auf alle Maßnahmen zu verzichten, dann können wir auch wieder normal unterrichten.

Ich glaube, ich hab es nun überstanden. Die erste Nacht ohne Halsschmerzen. Insgesamt ging es mir dann 4 Tage und 8 Nächte richtig dreckig. Jetzt erstmal erholen.

Von einem Bekannten hörte ich, dass seine Kunden aus Süddeutschland, die trotz Booster positiv waren, nicht erkrankten und sich in der Quarantäne langweilten. Seine NRW Kunden und Bekanntern, die trotz Booster positiv waren, hatten deutliche Symptome und besonders extreme Halsschmerzen, so wie ich auch. Unterschiedliche Varianten?

hero 04.02.2022 14:08

bei mir im Haus sind jetzt 6 Personen mit PCR Test positiv,

mich hat es zwei Tage flach gelegt, Fieber, Husten, Kopf und Gliederschmerzen sowie keine Kraft mehr.
Ab heute gehts wieder aufwärts, ich hatte schon den ersten Gedanken an Training Mitte nächste Woche.
Das ich da sehr vorsichtig sein muss ist mir klar.

Meine Frau hat Schnupfen und fühlt sich schlapp,
Sohn Moritz hatte Husten und war Schlapp,
Tochter Ellen leichten Husten.
Schwiegereltern haben leichte Erkältungssymtome.

Zwei haben bisher negative Test's, die Große behandelt uns wie Aliens oder Aussätzige :Cheese:

Mitsuha 04.02.2022 14:20

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1644665)
50% ? Das ist eine inzidenz von 50.000.

Bei einer Klassenstärke von 30 ist ein Fall auch bereits eine Inzidenz von 3.333 :confused:

LidlRacer 04.02.2022 14:50

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1644457)
Vielleicht wurde es schon gepostet. Neue Hopkins Studie über die Wirkung von Maßnahmen in Bezug auf Mortalität. Lockdown und Schulschliessungen demnach wenig wirksam.

https://www.rnd.de/gesundheit/lockdo...outputType=amp

Nochmal zu dieser nicht nur m.E. wertarmen, und insbesondere bei Quer... beliebten Studie:

Kritik an Corona-Maßnahmen
-War Lockdown sinnlos? Studie greift zu kurz
von Nils Metzger
03.02.2022 06:48 Uhr
Laut Ökonomen der Johns-Hopkins-Universität haben Lockdowns während der ersten Corona-Welle kaum Leben gerettet. Sie seien immer abzulehnen. Die Studie ignoriert wichtige Aspekte.


Viola Priesemann beschäftigt sich ebenfalls damit und zeigt einen weiteren entscheidenden Aspekt auf:
https://twitter.com/ViolaPriesemann/...12365636956160

Selbst wenn der Stringency Index ein sinnvolles Maß für die Strenge von (Lockdown-)Maßnahmen wäre, was er wie bereits gezeigt nicht ist, gäbe es ein Problem:
"Die zentrale Frage, die sich stellt: Führt der Lockdown (hohes Level der Beschränkung) zu mehr Todesfällen, oder führen hohe Level an Todesfällen (bzw. hohe Inzidenz) dazu, dass starke Beschränkungen ergriffen werden?
[...]
Schlussfolgerung: Es scheint naheliegend, dass in der ersten Welle frühes Reagieren einen klaren Vorteil hatte; da sind sich viele einig. Aus der Korrelation zwischen Todesfällen und "Stringency" der Maßnahmen kann wenig über die Wirkung eines Lockdowns hergeleitet werden."

Das hatte ich zwar (noch) nicht geschrieben, mir aber ebenfalls gedacht.

welfe 04.02.2022 14:56

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1644658)
Bayern ändert (mal wieder) das Vorgehen in Schulen und KiTas in Positivfällen. Ab sofort keine Kontaktquarantäne mehr bei Einzelfällen, sondern erst ab gehäuftem Auftreten (in KiTas: ab 20% der Gruppe, in Schulen: ab 50% der Klasse) werden alle heimgeschickt:

https://www.br.de/nachrichten/bayern...-tests,SwNJYIf

Zumindest in Schulen werden bei uns keine Gruppen mehr in Quarantäne geschickt, nur noch die Infizierten und ungeimpfte Kontaktpersonen in der Familie. In den unteren Klassen (5-6) rappelt es mächtig, da läuft es durch, zumeist allerdings ohne Symptome. Bei den Größeren trifft es nur noch die Ungeimpften, zumeist mit Fieber, Husten, Halsschmerzen. Im Kollegium (alle bis auf einen geboostert) gibt es keinen einzigen Fall (tägliche Testung).

Was mich allerdings befremdet, ist die Frage, welche medizinische Indikation zwar Leistungssport (Schwimmkader, männlich, 19) ermöglicht, aber eine Impfung verhindert? Oder hatte der einfach nur einen „guten“ Arzt? Jedenfalls ist er durch die fehlende Impfung „vulnerabel“ genug um nicht in die Schule gehen zu können (muss also extra beschult werden), aber trainieren geht (ist ja quasi Arbeitsstätte, also gilt 3G).:confused:

Hafu 04.02.2022 15:19

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1644685)
...
Was mich allerdings befremdet, ist die Frage, welche medizinische Indikation zwar Leistungssport (Schwimmkader, männlich, 19) ermöglicht, aber eine Impfung verhindert? Oder hatte der einfach nur einen „guten“ Arzt? Jedenfalls ist er durch die fehlende Impfung „vulnerabel“ genug um nicht in die Schule gehen zu können (muss also extra beschult werden), aber trainieren geht (ist ja quasi Arbeitsstätte, also gilt 3G).:confused:

Faktisch gibt es keine echte medizinische Kontraindikation für die Impfung außer bekannter und massiver Allergie gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Impfstoffes und da es längst sehr unterschiedlich zusammengesetzte Alternativimpfstoffe mit Zulassung gibt, sind Ungeimpfte in der Realität ohne Ausnahme Impfgegner (sei es aus Angst oder aus Überzeugung).

Alle medizinischen Zustände, die das Risiko von Impfnebenwirkungen erhöhen bringen auch ein noch viel größeres Risiko für einen schweren Covid-Verlauf mit sich, so dass selbst bei Krebskranken und hochgradig Immunsupprimierten das Risiko-Nutzen-Verhältnis der Grundimmunisierung versus Covid-19-Erkrankung stets für die Impfung spricht. Deshalb wird die Impfung ja mittlerweile auch explizit für Schwangere empfohlen, wo im ersten halben Jahr noch die Nebenwirkungsrisikodaten gefehlt haben, weil man Schwangere schlecht in Zulassungsstudien doppelt verblindet einbinden kann.

Bei dem von dir geschilderten Fall dürfte das Problem die notwendige Unterbrechung des Trainingsrhythmus sein (oder die absichtliche Umgehung der Schulpflicht über diesen Weg): nach der Impfung soll man für einige Tage intensives Training reduzieren, was in manchen Saisonphasen bei trainingsintensiven Sportarten gar nicht so trivial umzusetzen ist.

docpower 04.02.2022 15:25

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1644457)
Vielleicht wurde es schon gepostet. Neue Hopkins Studie über die Wirkung von Maßnahmen in Bezug auf Mortalität. Lockdown und Schulschliessungen demnach wenig wirksam.

https://www.rnd.de/gesundheit/lockdo...outputType=amp

Ich zitiere den Kommentar des Kollegen Prof.Franz Blaes zu dieser "Studie":

"Die sogenannte "Studie" dreier amerikanischer Ökonomen (!) über angeblich fehlende Lockdown-Effekte, von ihnen selbst als Metaanalyse bezeichnet und außerhalb eines Peer-review-Prozesses auf einer Internetseite veröffentlicht, genügt offensichtlich einfachsten Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten nicht:
(1) die Auswahl der Studien bzw das Nichtauswählen von Studien ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar (2) die Grundannahmen, auf denen die Interpretation der Ergebnisse beruht, ist nicht validiert (3) Messinstrumente, wurden nicht adäquat eingesetzt oder ihre Probleme (z.B. Oxford Strigency Index) verschwiegen (4) Studien (natürlich überwiegend die Studien, die einen positiven Effekt von Lockdown-Maßnahmen zeigten) wurden teilweise ausgeklammert oder nicht bewertet, weil die Autoren keine Epidemiologen seien. Lustigerweise hat auch keiner der Autoren dieser sog. Metaanalyse eine epidemiologische oder medizinische Ausbildung.
Insgesamt kann man den Autoren dieses Machwerks leider nur ein Zeugnis ausstellen: Tendenziöses wissenschaftliches Fehlverhalten."

welfe 04.02.2022 18:02

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1644691)
Faktisch gibt es keine echte medizinische Kontraindikation für die Impfung außer bekannter und massiver Allergie gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Impfstoffes und da es längst sehr unterschiedlich zusammengesetzte Alternativimpfstoffe mit Zulassung gibt, sind Ungeimpfte in der Realität ohne Ausnahme Impfgegner (sei es aus Angst oder aus Überzeugung).

Alle medizinischen Zustände, die das Risiko von Impfnebenwirkungen erhöhen bringen auch ein noch viel größeres Risiko für einen schweren Covid-Verlauf mit sich, so dass selbst bei Krebskranken und hochgradig Immunsupprimierten das Risiko-Nutzen-Verhältnis der Grundimmunisierung versus Covid-19-Erkrankung stets für die Impfung spricht. Deshalb wird die Impfung ja mittlerweile auch explizit für Schwangere empfohlen, wo im ersten halben Jahr noch die Nebenwirkungsrisikodaten gefehlt haben, weil man Schwangere schlecht in Zulassungsstudien doppelt verblindet einbinden kann.

Bei dem von dir geschilderten Fall dürfte das Problem die notwendige Unterbrechung des Trainingsrhythmus sein (oder die absichtliche Umgehung der Schulpflicht über diesen Weg): nach der Impfung soll man für einige Tage intensives Training reduzieren, was in manchen Saisonphasen bei trainingsintensiven Sportarten gar nicht so trivial umzusetzen ist.

Danke, war auch mein Verdacht. Letzteres ist kontraproduktiv, wenn auch verständlich. Der letzte Wettkampf war für alle 23 Leistungsschwimmer bereits am Sonntagmorgen beendet, weil einer positiv getestet wurde, gab dann 10 Tage Quarantäne für alle..,

LidlRacer 04.02.2022 19:17

Etwas detailliertere Eckpunkte zum Impfpflicht-Entwurf der Ampelgruppe (Janosch Dahmen u.a.):
https://twitter.com/janoschdahmen/st...38709381287936

Meldepflicht an Krankenkasse.

Bußgelder ohne Erzwingungshaft.

bentus 04.02.2022 21:56

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1644691)
Faktisch gibt es keine echte medizinische Kontraindikation für die Impfung außer bekannter und massiver Allergie gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Impfstoffes und da es längst sehr unterschiedlich zusammengesetzte Alternativimpfstoffe mit Zulassung gibt, sind Ungeimpfte in der Realität ohne Ausnahme Impfgegner (sei es aus Angst oder aus Überzeugung).

Alle medizinischen Zustände, die das Risiko von Impfnebenwirkungen erhöhen bringen auch ein noch viel größeres Risiko für einen schweren Covid-Verlauf mit sich, so dass selbst bei Krebskranken und hochgradig Immunsupprimierten das Risiko-Nutzen-Verhältnis der Grundimmunisierung versus Covid-19-Erkrankung stets für die Impfung spricht.

Genau das

merz 04.02.2022 22:12

@ Dahmen tweet zu einem Entwurf zur Impfpflicht:

Und ich würde mir immer noch zuerst eine richtig massive letzte Impfkampagne wünschen:

Alle anschreiben (in meinem Umfeld städtisch nur bei Ü70 passiert), informieren, aufsuchen, nochmal aufsuchen, nochmal niedrigschwelliger, call in shows, nochmal informieren, wenn es sein muss „Impfen vor Acht“ statt Börse vor acht, mediale Dauerbeschallung - was auch immer…..
Also vielleicht auch nicht „was auch immer“, sondern da wo unsere Daten (haben wir die? Meine KV weiss nicht, das ich geimpft bin …., ging an der komplett vorbei) zeigen wo es noch hängt und wo noch was zu holen ist.

m.

merz 04.02.2022 22:26

So, und wo ich jetzt leider diesen etwas langen rant angesetzt habe, denke ich mal nach, wo ich noch Ungeimpfte kenne, (bei einer 1000 Inzidenz, what took you so long) - ist genau eine Person wo ich es sicher weiss (heller Kopf, aber nicht bei dem Thema):

„ist doch jetzt kein Thema mehr, bekommen doch alle, auch Geboosterte, ich eben auch“ (aber dann eben mit einem massiv höheren Risiko)
- Klein-O hat uns schon ziemlich reingeritten …. Ich mag Sigma nicht kennenlernen.

m.

runningmaus 05.02.2022 16:03

Ein Interessanter Beitrag war im Hessenschau Corona Newsletter verlinkt

https://www.hessenschau.de/panorama/...-tote-100.html
Daraus
Zitat:

....Dieser Vergleich aus den beiden Corona-Wintern zeigt, wie vielen Menschen die Impfung das Leben gerettet hat oder rettet: Die Fallsterblichkeit - der Anteil der gemeldeten Fälle, die die Erkrankung nicht überleben - lag im Dezember 2020 bei 4,2 Prozent. Von den im Dezember 2021 Infizierten starben bis Ende Januar nicht einmal 0,5 Prozent....

LidlRacer 06.02.2022 01:11

Wir sollten vielleicht nicht zu große Hoffnung in den irgendwann kommenden endemischen Zustand legen:

Virologin Prof. Isabella Eckerle:
Extremely well written article: "The arrival of endemicity is actually the beginning—of a long and complicated relationship between a pathogen and its host population. En demos. In the people." A must-read for all politicians!! #SARSCoV2 #COVID19
https://twitter.com/EckerleIsabella/...89724658847745

Titel des von ihr empfohlenen Artikels:
"Endemicity Is Meaningless
The coronavirus will be with us forever. But we still have no idea what happens next."

Hafu 06.02.2022 07:49

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1644875)
Wir sollten vielleicht nicht zu große Hoffnung in den irgendwann kommenden endemischen Zustand legen:

Virologin Prof. Isabella Eckerle:
Extremely well written article: "The arrival of endemicity is actually the beginning—of a long and complicated relationship between a pathogen and its host population. En demos. In the people." A must-read for all politicians!! #SARSCoV2 #COVID19
https://twitter.com/EckerleIsabella/...89724658847745

Titel des von ihr empfohlenen Artikels:
"Endemicity Is Meaningless
The coronavirus will be with us forever. But we still have no idea what happens next."


Als Ergänzung zu dem von Eckerle verlinkten Artikel, der Coronavirus gleichmal mit Malaria (=kein Virus) und mit Influenza (=komplett anders aufgebautes Virus) vergleicht, empfehle ich den (deutlich optimistischeren) letzten Podcast von Droste, der dort -mal wieder- auf dasselbe Thema eingegangen ist und der als ausgewiesener Coronavirus-Experte einen ganz anderen Zugang zu dem Thema hat als jeder "normale" Virologe und Epidemiologe.

Drosten rechnet durchaus damit das sich SARS-Cov2 in absehbarer Zeit in die Reihe der schon seit Jahrzehnten bekannten endemischen Coronaviren einreiht, zumal es ja im Aufbau diesen anderen Coronaviren sehr ähnlich ist.
Drosten rechnet von Saison zu Saison bei SARS-CoV2 mit deutlich weniger Variation als wir es von Influenza her kennen, so dass auch -in einer durch eine Kombination von Impfungen und natürlicher Infektion durchimmunisierter Bevölkerung wohlgemerkt- nicht unbedingt jedes Jahr der Impfstoff angepasst bzw. neu konzipiert werden muss.

Gegen das Szenario der Hyperendemicity (="a disease which is constantly and persistently present in a population at a high rate of incidence and/or prevalence"), dass von Eckerle auch angesprochen wird, spricht bei SARS-CoV2 deutlich die sehr starke Saisonalität (die auch die natürlichen Coronaviren haben): Selbst ohne Impfung (im Sommer 2020) und mit geringer Impfquote (im Sommer 2021) gab es in nahezu allen westlichen Ländern Phasen von flächendeckend sehr geringer Inzidenz.

In welche Richtung es tatsächlich gehen wird, werden wir sicher noch nicht im nächsten Winter, sondern erst in zwei bis drei Jahren wissen.
Selbst bin ich ohnehin eher der optimistischere Typ und habe darüberhinaus relativ viel Vertrauen in Drosten gerade aufgrund dessen Coronavirusexpertise. Nichtsdestoweniger ist der von Eckerle verlinkte Artikel durchaus lesenswert und verdient Beachtung, gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidung über die Impfpflicht durch den Bundestag und der immer noch ungeklärten praktischen Umsetzung der "einrichtungsbezogenen Impfpflicht", die in 5 Wochen eigentlich in Kraft treten sollte.

Trimichi 06.02.2022 08:18

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1644875)
Wir sollten vielleicht nicht zu große Hoffnung in den irgendwann kommenden endemischen Zustand legen:

Virologin Prof. Isabella Eckerle:
Extremely well written article: "The arrival of endemicity is actually the beginning—of a long and complicated relationship between a pathogen and its host population. En demos. In the people." A must-read for all politicians!! #SARSCoV2 #COVID19
https://twitter.com/EckerleIsabella/...89724658847745

Titel des von ihr empfohlenen Artikels:
"Endemicity Is Meaningless
The coronavirus will be with us forever. But we still have no idea what happens next."

Wirklich nicht umwerfend als Neuigkeit, als wissenschaftliche Tatsache. Dennoch haben wir alle nun in der Sprache der Wissenschaftlichen Gesellschaft formuliert schriftlich vor uns die Erkenntnis liegen, dass das Virus nicht kleinzukriegen ist. Man muss sich überlegen ernsthaft, ob wir so weitermachen sollen. Also ob irgendwer irgendwo bestimmt oder bestimmen kann, dass diese oder jene Variante gefährlich ist oder auch nicht. Omikron - Varianten wird es wohl wieder viele geben. Wichtig wäre, die Mu-Variante genau auf dem Schirm zu haben, da sie 9x resistenter ist als der Ursprungsstamm.

Ich bleibe (als Geboosterter übrigens) bei der Hypothese, dass es sich

a) um ein Experiment handelt (von wem auch immer), um zu Testen wie die Staaten reagieren

wobei ich a) nicht beweisen kann, wohl aber darf diese Meinung existieren, weil womöglich richtig ist, dass

b) sich die Politiker in ihrer Art und Weise in diesem "Test" mehr oder weniger verrannt haben (nach und nach, mehr oder weniger)

denn nun ist de facto richtig:

c) dass man nicht mehr weiter weis.

Was in Anbetracht der Schwierigkeit der Aufgabe und in Anbetracht der Komplexität voraussehbar war. Natürlich kann auch der Lt. Cmdr. der Israel Defence Forces, ein B-Waffen Spezialist, nur Zusammenhänge in diesem Dossier darlegen, zwischen der B-Waffen Fabrik in Wuhan und dem Ausbruch des Virus in Wuhan. Und keine Beweise? Sind Zusammenhänge Beweise?

Halten wir fest/was spricht für eine Verschwörung:

- es gibt B-Waffen, in Wuhan steht eine B-Waffen Anlage (in Anbetracht es B-Waffenarsenals ist Corona vergleichsweise harmlos)
- das RKI hatte im Februar 2020 die Lage völlig falsch eingeschätzt, da man von Grippe ausging, einer harmlosen SARS-Variante und mit 800 Toten rechnete
- im Februar 2020 verkündete die BBC China, dass es problematisch würde, würde man das Virus nicht bis August 2021 im Griff haben (Finanztzunami)
(...)

Dieses sind Indizien, das ist keine geschlossene Beweiskette, dafür, dass es sich um ein Experiment handelt. Viren wird es immer wieder geben. In Anbetracht der hygienischen Zustände in vielen Ländern, dort wo viele Menschen leben/hausen, auch nicht unbedingt überraschenderweise.

Nur was wir sicher wissen ist, dass es Regierungen gibt in jedem Land. Vllt lässt man es nach Omikron nun gut sein. Daten über das Verhalten der einzelnen Regierungen (oder sagen wir besser Fürsten?) wurden genügend gesammelt, falls man sich dafür interessierte.

Das Problem ist aus wissenschaftlicher Sicht meiner Meinung nach nach wie vor, dass man nicht weis was passiert ist und daher das wissenschaftliche Schema, Hempel-Oppenheim, nicht greift. Wir können beobachten, aber nur unzureichend erklären, und daher ist auch keine Prognose möglich. Das wäre meiner Meinung nach aber ein Ansatzpunkt um Verschwörungstheoretiker und Nicht-Verschwörungstheoretiker an einen Tisch zu setzen, an dem alle Beweise, Daten, Indizien und Argumente zugelassen sein müssen (round table) um weiteren Schaden von Volk und Vaterland abzuwenden.

P.S.: die offizielle Meinung vieler Bürger ist sicherlich "coronakonform" im Sinne der Regierung, des RKI, Paul-Ehrlicher-Institut, aber inoffiziell ist es ja nicht so, dass die Menschen am eigenständigen Denken gehindert werden oder gehindert werden können und an ihren Weltbildern basteln.

--

link zum HO-Schema / source: wiki
https://de.wikipedia.org/wiki/Dedukt...gisches_Modell

LidlRacer 06.02.2022 18:36

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1644457)
Vielleicht wurde es schon gepostet. Neue Hopkins Studie über die Wirkung von Maßnahmen in Bezug auf Mortalität. Lockdown und Schulschliessungen demnach wenig wirksam.

https://www.rnd.de/gesundheit/lockdo...outputType=amp

Da du immer noch nicht eingestanden hast, dass diese 0,5%-"Studie" nicht das Papier wert ist, auf dem sie stünde, wenn jemand sie sinnloserweise ausdruckte, hier noch mehr vernichtende Kommentare:

https://www.br.de/nachrichten/wissen...fallen,SwT7H3y

Andreas Peichl, Professor für Volkswirtschaftslehre an der LMU München hält die Arbeit für nicht nachvollziehbar: "Einen viel größeren methodischen Quatsch kann man nicht machen", sagt Peichl im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. "Eine Bachelorarbeit hätte man mit der Studie nicht bestanden." Der Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen wirft den Autoren vor, dass das Studienergebnis bereits von vorneherein festgestanden habe. "Die Studie wurde passend dazu gemacht."

Und hier etwas zum fragwürdigen Hintergrund der Autoren:

"Die Autoren sind keine Epidemiologen, Virologen oder sonstige Mediziner. Steve Hanke ist Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland). Auf dem Server seiner Hochschule ist das Papier der drei Ende Januar veröffentlicht worden. In der Werbung für die Studie schrieb er damals auf Twitter: «Lockdowns sind für Verlierer.» Zudem ist er in der Vergangenheit damit aufgefallen, staatliche Corona-Maßnahmen etwa in Italien oder Deutschland öffentlich als «faschistisch» zu bezeichnen.

Zudem ist Hanke leitender Wissenschaftler am Cato-Institut, einer wirtschaftspolitischen US-Denkfabrik mit nach eigenen Angaben «libertären Prinzipien», die sich gegen staatlichen Einfluss in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt.

Jonas Herby ist ein Berater der politisch-libertären Denkfabrik Cepos in Kopenhagen. Nach eigener Aussage sind seine Schwerpunkte Recht und Wirtschaft. Der dritte Autor ist der pensionierte Wirtschaftsprofessor Lars Jonung, der an der Universität im schwedischen Lund lehrte."
https://www.zeit.de/news/2022-02/03/...en-auf-skepsis

Cato betrieb die Leugnung des menschgemachten Klimawandels.
Auch Cepos hat den Klimawandel verharmlost.

Wenn schon Wissenschaftsleugnung/-Verdrehung, dann gleich das volle Programm!
Ehrlose Typen!

anlot 06.02.2022 18:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1644943)
Da du immer noch nicht eingestanden hast, dass diese 0,5%-"Studie" nicht das Papier wert ist, auf dem sie stünde, wenn jemand sie sinnloserweise ausdruckte, hier noch mehr vernichtende Kommentare:

https://www.br.de/nachrichten/wissen...fallen,SwT7H3y

Andreas Peichl, Professor für Volkswirtschaftslehre an der LMU München hält die Arbeit für nicht nachvollziehbar: "Einen viel größeren methodischen Quatsch kann man nicht machen", sagt Peichl im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. "Eine Bachelorarbeit hätte man mit der Studie nicht bestanden." Der Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen wirft den Autoren vor, dass das Studienergebnis bereits von vorneherein festgestanden habe. "Die Studie wurde passend dazu gemacht."

Und hier etwas zum fragwürdigen Hintergrund der Autoren:

"Die Autoren sind keine Epidemiologen, Virologen oder sonstige Mediziner. Steve Hanke ist Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland). Auf dem Server seiner Hochschule ist das Papier der drei Ende Januar veröffentlicht worden. In der Werbung für die Studie schrieb er damals auf Twitter: «Lockdowns sind für Verlierer.» Zudem ist er in der Vergangenheit damit aufgefallen, staatliche Corona-Maßnahmen etwa in Italien oder Deutschland öffentlich als «faschistisch» zu bezeichnen.

Zudem ist Hanke leitender Wissenschaftler am Cato-Institut, einer wirtschaftspolitischen US-Denkfabrik mit nach eigenen Angaben «libertären Prinzipien», die sich gegen staatlichen Einfluss in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt.

Jonas Herby ist ein Berater der politisch-libertären Denkfabrik Cepos in Kopenhagen. Nach eigener Aussage sind seine Schwerpunkte Recht und Wirtschaft. Der dritte Autor ist der pensionierte Wirtschaftsprofessor Lars Jonung, der an der Universität im schwedischen Lund lehrte."
https://www.zeit.de/news/2022-02/03/...en-auf-skepsis

Cato betrieb die Leugnung des menschgemachten Klimawandels.
Auch Cepos hat den Klimawandel verharmlost.

Wenn schon Wissenschaftsleugnung/-Verdrehung, dann gleich das volle Programm!
Ehrlose Typen!


Spinnst Du? Ich hatte diese lediglich mal gesehen und dann schlicht weitergeleitet. Was greifst Du mich denn dafür an?

Ansonsten weiterhin viel Spaß in Deiner dunklen Welt. :Maso:

LidlRacer 06.02.2022 18:59

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1644946)
Spinnst Du? Ich hatte diese lediglich mal gesehen und dann schlicht weitergeleitet. Was greifst Du mich denn dafür an?

Ansonsten weiterhin viel Spaß in Deiner dunklen Welt. :Maso:

Z.B. weil du mich für meinen offensichtlich sinnvollen Angriff der "Studie" angegriffen hast.

Übrigens, da ich gerade schon bei der beliebten Verbindung von Klimawandel- und Corona-Desinformation war, passt auch noch dies:

Foto von Karl Lauterbach mit Greta Thunberg aufgetaucht: 700.000 Menschen mit Bluthochdruck im Krankenhaus


PS:
Lauterbach hat in den heute-Nachrichten kein einziges Mal "also" gesagt! Das gab's so wohl noch nie. :)


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