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Estebban 20.04.2020 14:11

Zitat:

Zitat von pschorr80 (Beitrag 1526310)
Bitte mach mal einen Crash-Kurs in Wirtschaft:

1. Das Privat-Vermögen dieser Leute liegt in Beteiligungen (Aktien, GmbHs, Immos, etc). Da kann man schonmal nichts gerade so 30% wegnehmen. All diese Werte schwanken auch mit dem Wirtschaftsverlauf. Deichmann (die nicht an der Börse sind) ist weniger wert als vor Schließung der Filialen.

2. Wenn Verluste Eintreten dann ist das Eigenkapital irgendwann weg. ==> Die EK-Geber müssen dann EK nachschießen. Machen sie es nicht, da sie kein Geld haben, so ist der Laden pleite oder ein anderer gibt Geld, dann gehört ihm größtenteils der Laden. (siehe RatioPharm und Selbstmord des Top5-Milliardärs in der Finanzkrise)

Diese Leute brauchen ihr flüssiges Vermögen um im Zweifel ihre Beteiligungen mit Geld auszustatten.

Du machst zu viel naive links(-grüne) Milchmädchen-Rechnungen. Und Abgaben sorgen natürlich für Flucht. So wie bei Mietdeckel auch keiner neue Wohnungen baut. Nachsteuer-Rendite ist das Maß im Kapitalismus.

1.
Ich sag mal so.. wenn ich eine Rechnung bekomme, die ich nicht bezahlen kann, dann muss ich eben einen Teil meiner Aktien verkaufen - das tangiert das Unternehmen null und schon sind aus Aktienanteilen an Geld geworden.

2.
Jupp, das ist dein heissgeliebter Kapitalismus, Unternehmen dich Verluste machen gibt es nicht mehr oder sie finden einen neuen Eigner. Nichts davon hindert den Eigner seine Steuern zu zahlen.

Das letzte mal habe ich jemanden so den Neoliberalismus verteidigen sehen, als Menschen nach 2 Semestern BWL der Meinung waren, sie haben die Welt verstanden und müssen dringend in die FDP eintreten. Die meisten haben dann nach Ende des Studiums irgendwann verstanden, dass die Welt irgendwie anders funktioniert...

spanky2.0 20.04.2020 14:11

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1526304)
Hast Du denn einen anderen/besseren Vorschlag, wie man alle Schichten gerecht an dieser Misere beteiligen kann? :Blumen:

Spontan habe ich keinen. Ich habe mir aber auch ehrlich gesagt (noch) keine Gedanken darüber gemacht. Es gibt ja gute bezahlte Politiker, die ab und zu darüber nachdenken sollten. :Cheese:

Ich bin auch dafür, dass Superreiche ihren Beitrag leisten sollen. Aber 40% des Gesamtvermögens? Das finde ich völlig illusorisch/überzogen. :Huhu:

Vicky 20.04.2020 14:13

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1526317)
Spontan habe ich keinen. Ich habe mir aber auch ehrlich gesagt (noch) keine Gedanken darüber gemacht. Es gibt ja gute bezahlte Politiker, die ab und zu darüber nachdenken sollten. :Cheese:

Ich bin auch dafür, dass Superreiche ihren Beitrag leisten sollen. Aber 40% des Gesamtvermögens? Das finde ich völlig illusorisch/überzogen. :Huhu:

Ich stimme Dir zu, was die 40% angehen. Das ist etwas hoch gegriffen. Selbstverständlich kann man hier korrigieren.

Körbel 20.04.2020 14:14

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1526285)
Sicher gibt es auch für Dich irgendwo Licht am Ende des dunklen Bananentunnels...

:Lachanfall:


Zitat:

Zitat von pschorr80 (Beitrag 1526300)
Der Staat hat nicht nur Automobil-Konzerne geerbt, sondern auch Autobahnen, Sportstätten, etc. die er ganz selbstverständlich nutzt.

Ach Herrje!!!:-(( :-(( :-((
Du hast aber in deiner Aufzählung eine vergammelte Partei vergessen, die diesen braunen Mist wieder aufleben lässt, mit jeder Menge Vasallen am Arsch, die diesen hirnlose Sülze in die ganze Welt hinausposaunen.

Estebban 20.04.2020 14:16

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1526317)
Spontan habe ich keinen. Ich habe mir aber auch ehrlich gesagt (noch) keine Gedanken darüber gemacht. Es gibt ja gute bezahlte Politiker, die ab und zu darüber nachdenken sollten. :Cheese:

Ich bin auch dafür, dass Superreiche ihren Beitrag leisten sollen. Aber 40% des Gesamtvermögens? Das finde ich völlig illusorisch/überzogen. :Huhu:

Das ist ja auch (denke ich?) kein wörtlicher Vorschlage, sondern eine Illustration dafür, dass es nicht so ist als "sei in Deutschland kein Geld da um irgendwem zu helfen". Wenn man nicht die Top-10 sondern vllt die Top 10.000 heranzieht, braucht man nicht mehr solche überzogenen Prozentsätze, ist aber mit einer Vermögenssteuer schon recht gut dabei.
Dazu verdeutlicht diese Liste eben auch, dass es meist nicht der eigene Verdienst ist, sondern geerbtes (oft nicht ganz sauberes) Geld ist was da besessen wird. Ein Argument mehr an der Erbschaftssteuer zu drehen.

Aber das sind Themen, die in anderen Threads vllt besser passen.





Falls es hier noch nicht aufgetaucht ist. Bayern, Sachsen und MeckPomm haben ab nächster Woche Maskenpflicht in ÖPNV und Supermärkten. Ich bin sehr gespannt wie sich die Zahlen bis Mitte Mai entwickeln. Es graut mir ein wenig vor einem zweiten Lockdown, sollten die Zahlen wieder ansteigen

pschorr80 20.04.2020 14:20

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1526316)
1.
Ich sag mal so.. wenn ich eine Rechnung bekomme, die ich nicht bezahlen kann, dann muss ich eben einen Teil meiner Aktien verkaufen - das tangiert das Unternehmen null und schon sind aus Aktienanteilen an Geld geworden.

2.
Jupp, das ist dein heissgeliebter Kapitalismus, Unternehmen dich Verluste machen gibt es nicht mehr oder sie finden einen neuen Eigner. Nichts davon hindert den Eigner seine Steuern zu zahlen.

Das letzte mal habe ich jemanden so den Neoliberalismus verteidigen sehen, als Menschen nach 2 Semestern BWL der Meinung waren, sie haben die Welt verstanden und müssen dringend in die FDP eintreten. Die meisten haben dann nach Ende des Studiums irgendwann verstanden, dass die Welt irgendwie anders funktioniert...

Kleiner Tipp: Markus Söder und Ausverkauf der Bayern-Industrie ...

Wenn man die BMW-Erben zum Verkauf zwingt, dann findet das zum Spott-Preis statt ==> man bekommt nicht viel Steuern. Nebenbei wandert das Unternehmen dann bspw. nach China ab. Nichts zwingt die neuen Eigentümer weiterhin am sozialen Hochlohn-Standort weiter zu produzieren. :Huhu:

Sowas wäre das Ende unseres Landes.

PS Die in der Liste genannten Vermögen, waren vor dem China-Virus ;)

Schwarzfahrer 20.04.2020 14:23

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1526304)
Du meinst, sie entziehen sich ihrer Verantwortung in einer besonderen Krisensituation? Ich fürchte, dass dem wahrscheinlich so sein wird.

Die gibt es sicher auch. Ich denke aber, daß viele von der Liste sehr wohl Geld investieren werden, um etwas nach der Krise aufzubauen, und damit anderen zu helfen. Vermögende dieser Größenordnung halten aber in der Regel nichts davon, ihr Geld über den Staat zu spenden, sondern organisieren selbst ihre eigenen, meist konkreten Hilfsprojekte, wo sie die zweckmäßige Verwendung unter Kontrolle haben. Und das ist auch viel effizienter, als eine allgemeina Abgabe, die im Staatshaushalt untergeht (und riesen Verwaltungskosten frisst), finde ich. Um in der Region zu bleiben, ich glaube nicht daß z.B. Dietmar Hopp sein breites soziales Engagement in verschiedene Projekte, die anderen Menschen zugute kommen, einstellen wird - aber eventuell anders gezielt tun, als bisher.

Triasven 20.04.2020 14:24

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1526317)
Spontan habe ich keinen. Ich habe mir aber auch ehrlich gesagt (noch) keine Gedanken darüber gemacht. Es gibt ja gute bezahlte Politiker, die ab und zu darüber nachdenken sollten. :Cheese:

Ich bin auch dafür, dass Superreiche ihren Beitrag leisten sollen. Aber 40% des Gesamtvermögens? Das finde ich völlig illusorisch/überzogen. :Huhu:

Es ist auch nicht die Zeit dafür übers schnöde Geld nachzudenken.

Ich bin froh, dass Frau Merkel heut auf den Tisch gehauen hat, und uns allen nochmal den Ernst der Lage vor Augen führt.

Hoffentlich hört damit die leidige Diskussion um wirtschaftliche Folgen endlich auf.

Ich kann und will solche Nachrichten wie

Bis 70% Einbruch der Gewerbesteuern“
„Coronakrise belastet Maschinenbauer“
„Bundesbank erwartet schwere Rezession“

nicht mehr lesen.

http://www.tagesschau.de/newsticker/...ontag-105.html


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