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LidlRacer 20.10.2022 21:07

Paul-Ehrlich-Institut zu Post-Vac:
https://www.pei.de/SharedDocs/Downlo...cationFile&v=6
(Punkt 5.2 ab S. 23)

Da scheint es noch keine belastbaren Erkenntnisse zu geben, dass da wirklich ein Problem bestünde.

Hier noch ergänzend:
"Grundsätzlich muss zur wissenschaftlichen Einordnung und Bewertung des "Post-Vac-Syndrom" berücksichtigt werden, dass weitere methodisch robuste Untersuchungen bzw. Studien erforderlich sind. Nur so können verlässliche Erkenntnisse gewonnen werden, was sowohl Long COVID bzw. Post COVID-19 nach der durchgemachten Infektion sowie die aktuell als Post-Vac-Syndrom bezeichneten Reaktionen nach COVID-19-Impfung mit sehr ähnlichen Symptomen wie bei Long COVID verursachen könnte."
https://www.pei.de/DE/service/faq/fa...s-inhalt2.html

hanse987 20.10.2022 21:41

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687366)
Du rätst also dazu, eine emotionale Einzelfallschilderung in einem Boulevardmagazin für die eigene Impfentscheidung zu berücksichtigen, statt die Empfehlungen dutzender internationaler Fachgesellschaften, die mittlerweile auf Daten von vielen Millionen Menschen zurückgreifen können ? Weil die betreffende Triathletin ist ? Spannend!

Jede Impfung hat auch Risiken, auch wenn diese gering sind. Sehe ich an einem Vereinskollegen, der am Montag zum ersten Mal wieder im Schwimmtraining war. Der hatte nach der Impfung einen monatelangen Ärztemarathon hinter sich, weil die Pumpe nicht mehr so richtig wollte. 100% fit ist er aber immer noch nicht.

Ich bin 2 x geimpft und 1x genesen. Ich habe für mich entschieden dass ich mir definitiv keine Auffrischung hohle.

Schwarzfahrer 20.10.2022 22:19

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687366)
Du rätst also dazu, eine emotionale Einzelfallschilderung in einem Boulevardmagazin für die eigene Impfentscheidung zu berücksichtigen, statt die Empfehlungen dutzender internationaler Fachgesellschaften, die mittlerweile auf Daten von vielen Millionen Menschen zurückgreifen können ? Weil die betreffende Triathletin ist ? Spannend!

Ich bin sicher, daß die meisten sich in ihrem Verhalten bzgl. der Pandemie sehr stark an ihrer Umgebung, an Einzelerfahrungen orientieren, bewußt oder unbewußt. Ein Corona-Toter in der Familie wiegt schwerer, als 10 unbekannte; ein impfgeschädigter Kollege wiegt mehr, als Statistiken. Ich rate dazu, sich über die individuellen Risiken sowohl einer möglichen Corona-Erkrankung, als auch der Impfung auseinanderzusetzen. Bei der Sendung ist die Triathletin der Aufhänger, die kurzen Beiträge des Arztes die eigentlich relevante Information, die einen zu weiteren Recherchen motivieren könnten (z.B. bei der Marburger Impfschaden-Ambulanz).
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687374)
Ich würde den genannten Fall persönlich auch nicht für einen Grund ansehen, mich Impfen zu lassen. Das war auch meiner Sicht eine gesamtgesellschaftliche Entscheidung, von der gerade gesunde Sportler jüngeren oder mittleren Alters, wie hier meistens, wenig profitiert haben. Ich hab selbst gerade eine heftige CoVid-Infektion hinter mir trotz 3-fach-Impfung und halte es für sehr wahrscheinlich, dass es ohne Impfung ähnlich bzw. nicht schlimmer verlaufen wäre.

Das sind Fakten, die ich auch so sehe - ist es nicht verständlich, daß nicht jeder zum gleichen Schluß kommt, sich zu impfen? Und welche "gesamtgesellschaftliche" Entscheidung ist dabei, wenn die Impfung eine Infektion und weitergabe nicht verhindert? Impfung ist primär eine individuelle Entscheidung.
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687374)
Und zum Thema, warum nur gilt, was „passt“: Schwarzfahrer hat doch während der ganzen Pandemie die Medien gescholten, dass diese die Pandemie in ihrer Gefährlichkeit aufbauschen. Da finde ich das schon etwas Strange jetzt so ein Beispiel zu bringen.

Ich habe immer Probleme mit Unausgewogenheit, Einseitigkeit, Über- oder Unterbewertungen. Ja, die Gefährlichkeit von Corona wurde zu sehr verallgemeinert; je jünger, desto harmloser war es schon immer, und mit Omikron ist es noch extremer. Aber auch die Risiken der Impfung wurden zu sehr heruntergespielt. Es wird Zeit, die beiden "Übersteuerungen" etwas zu korrigieren, um objektivere individuelle Entscheidungen zu ermöglichen.

Zu den Paul-Ehrlich-Einschätzungen der Impf-Risiken sollte auch bekannt sein, wo ihr Limit für bedenkliche Nebenwirkungen liegt:
. Und ich mache mir Sorgen darüber, daß während andere Länder die Impfung von Kindern generell, oder sogar Impfung unter 50 Jahren nicht mehr empfehlen, jetzt die EMA die Impfung (mit der alten Version) sogar ab 6 Monaten freigibt - wo ist die Grenze zu Kindesmishandlung? Nur weil die Impfung ab einem höheren Alter nützen kann, ist sie noch lange nicht harmlos und für alle sinnvoll und gut.

Antracis 20.10.2022 22:21

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1687403)
Jede Impfung hat auch Risiken, auch wenn diese gering sind. Sehe ich an einem Vereinskollegen, der am Montag zum ersten Mal wieder im Schwimmtraining war. Der hatte nach der Impfung einen monatelangen Ärztemarathon hinter sich, weil die Pumpe nicht mehr so richtig wollte. 100% fit ist er aber immer noch nicht.

Das Impfungen auch Risiken haben, hat hier meines Wissens nach niemand hier bestritten. Die Frage ist aber doch, wie hoch das persönliche Risiko ist durch eine Impfung und durch eine Erkrankung und wie das Verhältnis.

Das nun der eine diese Frage lieber von der STIKO beantworten lässt und der andere von einem Boulevardmagazin, gehört zu einer freien Gesellschaft. Mein Herz schlägt aber mehr für die STIKO, obwohl vermutlich aktuell beide die Frage für mich persönlich gleich schlecht beurteilen können, ob ich von einer vierte Impfung profitieren würde (bin 3 x geimpft und (bald) 1 x genesen.

Antracis 20.10.2022 22:47

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1687408)
Und welche "gesamtgesellschaftliche" Entscheidung ist dabei, wenn die Impfung eine Infektion und weitergabe nicht verhindert? Impfung ist primär eine individuelle Entscheidung.

Nein, das ist es eigentlich nicht. Bei Pocken und Polio und Co ging es um das Ausrotten von Erkrankungen, um den gesamtgesellschaftlichen Schaden weltweit zu reduzieren. Primär ging es dabei erstmal nicht um den Einzelnen insofern sind solche Vollidioten wie die pauschalen Impfgegner auch typische Wohlstandsprodukte einer Zeit, wo es keine schweren pandemischen Infektionserkrankungen mit hohen Todesraten mehr gab.

Bei Covid war (nicht ist!) das Problem die hohe Anzahl an schweren Verläufen. Die wurden durch die Impfungen deutlich reduziert, insofern war das durchaus richtig, eine Impfung zu propagieren und es war aus meiner Sicht eine sehr egoistische Entscheidung, sich nicht Impfen zu lassen, sofern man nicht zu den wenigen Menschen gehörte, denen davon abgeraten wurde.

waden 20.10.2022 23:06

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687409)
insofern war das durchaus richtig, eine Impfung zu propagieren und es war aus meiner Sicht eine sehr egoistische Entscheidung, sich nicht Impfen zu lassen, sofern man nicht zu den wenigen Menschen gehörte, denen davon abgeraten wurde.

Mit diesem Satz widersprichst Du nach meinem Empfinden einer anderen Aussage von Dir ein wenig:
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1687409)
Das Impfungen auch Risiken haben, hat hier meines Wissens nach niemand hier bestritten. Die Frage ist aber doch, wie hoch das persönliche Risiko ist durch eine Impfung und durch eine Erkrankung und wie das Verhältnis.

war es nun von jungen Menschen sehr egoistisch, das persönliche Risiko durch eine Impfung höher zu bewerten als das durch eine Erkrankung?

waden 20.10.2022 23:13

noch kurze Ergänzung: Ich bin geimpft und habe auch für meine Kinder zum entsprechenden Zeitpunkt die Impfung befürwortet, halte aber die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, nicht per se für egoistisch. In meinem sehr nahen Umfeld gab es mehrere Impffolgen (Herz, neurologisch) . . Übrigens in meinem Fall - 3 Monate völlige Sportpause wegen erheblicher Herznebenwirkungen - keine Meldung ans PEI. Mein (ehemaliger) Arzt bewertete die Symptome zwar als auch in seiner Praxis für nicht selten (Sportmedizinische Praxis), die Symptome allerdings für vertretbar im Vergleich zum Schutz der Impfung. Ein befreundeter Sportorthopäde meinte, dass es für die Ärzte einfach auch viel Arbeit mache, das beim PEI zu melden, zumal man des Gefühl habe, dort würden viele Meldungen unbearbeitet bleiben. Ich weiß: alles anekdotisch, ohne googlebare Quelle)

Antracis 20.10.2022 23:25

Zitat:

Zitat von waden (Beitrag 1687416)
Mit diesem Satz widersprichst Du nach meinem Empfinden einer anderen Aussage von Dir ein wenig:

Nein, da ist kein Widerspruch. Ich beziehe mich damit auf die Situatuation, wo die schweren Verläufe von CoVid noch ein relevantes Problem waren (deshalb schrieb ich das oben extra in Klammern). Das zweite von Dir zitierte fiel im aktuellen Zusammenhang, wo die schweren Verläufe aus meiner Sicht kein gesellschaftlich relevantes Problem mehr darstellen. Oder sagen wir, keines das eine deutliche Einschränkung von Freiheitsrechten rechtfertigt oder einen gesellschaftlichen Druck.

Zitat:

]war es nun von jungen Menschen sehr egoistisch, das persönliche Risiko durch eine Impfung höher zu bewerten als das durch eine Erkrankung?
In einer frühen Phase der Pandemie fand ich das durchaus egoistisch, weil das Risiko durch die Impfungen sehr klein war und vor Omikron die Pandemie schon auch durchaus positiv beeinflusst wurde, weil es weniger Infektionen gab. Zumal ich glaube, das viele junge Menschen deutlich größere gesundheitliche Risiken eingehen ohne jeglichen Nutzen für die Allgemeinheit.

Viel egoistischer fand ich aber mittelalte und alte Menschen, weil die hatten halt ein deutlich höheres Risiko die Intensivbetten zu blockieren. Das fand ich wirklich zum kotzen und was ich an Argumenten gehört habe dafür, war durchweg bescheuert. Die Meinungsfreiheit ist ja sowohl dafür da, dass man solche bescheuerten Argumente bringen darf. Aber man darf sie halt auch bescheuert finden.


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