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ThomasG 11.09.2020 18:21

Zitat:

Zitat von Cogi Tatum (Beitrag 1552277)
Dazu hat er sich ja geäußert



Ich frage mich allerdings, warum er nicht einfach einen Blindtext einfügt und absendet. :confused:

Ein Klassiker: Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Das hast Du doch vermutlich absichtlich missverstanden.
Als ich den Text schrieb, hatte ich keine Lust zu recherchieren.
Ich schrieb nicht, dass ich grundsätzlich oder nie Lust dazu hätte.
Dazulernen tue ich mein halbes Leben lang oder noch viel länger eigentlich und es bereitet mir sehr oft große Freude.
Wenn es so wäre, dass ich immer nur das verwende, was ich aktuell parat habe, wäre das anders.

dr_big 11.09.2020 19:17

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552256)
Du willst damit ausdrücken, dass es in anderen Bundesländern wie NRW (CDU), Baden -Württemberg (Grüne) oder Rheinland-Pfalz (SPD) ganz anders gelaufen ist und auf dem Höhepunkt der Epidemie, als auch sämtliche Bundes- und Landes-Behörden, so wie alle anderen Firmen die meisten ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben, um Kontakte so weit als möglich zu minimieren, fleißig Akten über den Abwägungsprozess zwischen Infekteindämmungsmaßnahmen gegen einen damals unbekannten und in den Nachbarländern verheerend wütenden Virus und individuellen Freiheiten der Bürger vollgekritzelt wurden? Da bin ich mal gespannt, wie vergleichbare Verwaltungsklagen in diesen Bundesländern verlaufen.

Jetzt nochmal etwas ausführlicher:
Ich sehe unsere Demokratie stark geschwächt und unter Beschuss. Geschwächt vor allem von innen heraus durch Politiker, die nicht mehr das Volk vertreten, sondern nur noch ihre eigenen Interessen. Da werden ex-Kanzler plätzlich zu Putins Freunden und bauen Pipelines, Blackrock Manager wollen Kanzler werden, Verkehrsminister schützen die Autoindustrie damit sie später dort einen Job finden,... Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und beinhaltet alle Parteien. Dazu ist unsere Demokratie massiv unter Beschuss von rechts aussen, gestützt von ausländischen Kräften die auf diese Art unser Land und Europa zu schwächen versuchen.

In so einer Situation muss man alles dafür tun, die Demokratie glaubwürdig und wehrhaft zu halten. Wichtiges Element dabei ist, dass man Entscheidungen nachvollziehbar gestaltet und entsprechend dokumentiert. Egal ob explizit gesetzlich gefordert oder nicht, sollte man meiner Meinung nach bei stark einschränkenden Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen etc. immer eine nachvollziehbare Begründung dokumentieren. Schon alleine, um sich nicht durch systemfeindliche Elemente angreifbar zu machen.

Gerade unsere CSU in Bayern halte ich aber für absolut unfähig hier einen guten Job zu machen, Beispiel die hochgepriesene Ausländermaut wo in dem ganzen Geklüngel Verträge nicht nachvollziehbar vergeben wurden und im Zweifelsfall Unterlagen verschwinden oder in Geheimarchiven der Kontrolle entzogen werden. Unser Oberpopulist Söder hat zu der Corona-Thematik selbst auch nicht das geringste beigetragen, er hat nur immer abgewartet in welche Richtung der deutsche Konsens läuft, um dann in rein populistischer Art die Maßnahmen jeweils etwas früher und schärfer einzuführen. Ich bin dabei der Meinung, dass wir mit unseren Maßnahmen in Deutschland einen richtig guten Weg gefunden haben. Den maßgeblichen Beitrag hat aber sicher nicht die CSU geleistet, sondern ein sehr gut aufgestelltes RKI mit Unterstützung durch eine naturwissenschaftlich analytische Kanzlerin. Ich bin kein Freund von Merkel, aber in so einer Situation bin ich froh, dass wir auf diesem Posten eine Physikerin haben und keinen Finanzhai.

anlot 11.09.2020 21:15

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552240)
Wurde schon mehrfach. Die Studie sagt nix darüber aus, ob Corona eine Pandemie ist oder nicht (aber das wollte Körbel ja auch überhaupt nicht). Die Auswertung sagt lediglich etwas über die Sterblichkeit in den letzten Jahren aus.

M.

Ja, genau, sie sagte nichts über eine Pandemie aus. Darum ging es dem BA für Statistik wohl auch nicht. Erstaunlich fand ich die nackten Zahlen jedoch schon.

Schwarzfahrer 11.09.2020 21:36

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552259)
Wenn man den normalen Ablauf in Behörden kennt, finde ich es gerade sensationell, wie schnellt tatsächlich Entscheidungen getroffen wurden

Schnelligkeit muß nicht ausschließen, daß man eine Entscheidungsgrundlage hat, und diese dokumentiert.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552256)
Du willst damit ausdrücken, ...auf dem Höhepunkt der Epidemie, ... fleißig Akten über den Abwägungsprozess zwischen Infekteindämmungsmaßnahmen gegen einen damals unbekannten und in den Nachbarländern verheerend wütenden Virus und individuellen Freiheiten der Bürger vollgekritzelt wurden? Da bin ich mal gespannt, wie vergleichbare Verwaltungsklagen in diesen Bundesländern verlaufen.

Gespannt bin ich auch. Aber ich finde es schon höchst befremdlich, wenn überhaupt keine schriftlichen Belege über die Entscheidungsgrundlage für Grundrechtseinschränkungen vorliegen. Sowas ist nicht "Akten vollkritzeln", sondern ein wesentlicher, unabdingbarer Teil von Entscheidungen solcher Tragweite. "Auf dem Höhepunkt der Epidemie" klingt auch nach absolutem Notstand, wo keiner weiß, wo ihm der Kopf steht; sowas verstehe ich nach einem Bombeneinschlag, Erdbeben, o.ä.; die Epidemie breitete sich aber nicht innerhalb von Stunden aus. Es gab auch zu keinem Zeitpunkt eine Überlastung des Gesundheitssystems, das ein drastisches Handeln innerhalb von Stunden verlangt hätte. Und wenn ich in jedem Projekt kurzfristig dokumentieren muß und kann, wenn ich Entscheidungen mit wesentlichem Einfluß auf den weiteren Verlauf nehme, dann sollte es ein Ministerium allemal hinbekommen (im Zweifel können solche Besprechungen auf Band aufgenommen werden - das kostet gar keine zusätzliche Arbeitszeit).

Wenn es nichts gibt, kann das für mich nur zwei Sachen bedeuten:

Entweder haben sie "aus dem Bauch heraus" gehandelt und entschieden, ohne sich der Tragweite der Entscheidungen bewußt zu sein, und sahen das Ganze als "unwesentlich" an - dann hätte der Innenministeriums-Mitarbeiter wohl Recht mit seinem Vorwurf, daß Entscheidungen ohne kompetente Aufwands-Risiko-Nutzenabwägung getroffen wurden, also ohne belastbare Grundlage. Das wäre fahrlässig und unverantwortlich, sobald es um Grundrechtseingriffe und Entscheidungen mit wesentlichen schädlichen Nebenwirkungen geht.

Oder wurden bewußt keine Unterlagen erstellt (oder vorhandene werden zurückgehalten), um zu vermeiden, daß Entscheider für Fehlentscheidungen mit Folgen belangt werden können.

Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll: Politiker, die unfähig sind, oder solche, die sich vor ihrer Verantwortung drücken wollen.

Schwarzfahrer 11.09.2020 21:45

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1552235)
Nö. Wenn sich jemand wiederholt und kontinuierlich öffentlich dadurch disqualifiziert, indem er/sie hauptsächlich Unsinn verbreitet, dann ist es aus meiner Sicht Zeitverschwendung, sich mit dessen Themen zu beschäftigen.

Genau, keiner zwingt Dich, Sachen zu lesen, die Du für Unsinn hältst. Konsequent wäre dann, zu solchen Beiträgen zu schweigen. Die Belehrung anderer, daß sie "falsche Quellen lesen", ist m.M.n. bereits die Zeitverschwendung, die Du vermeiden wolltest.
Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1552235)
Dass du mich damit in die Ecke von "Ketzern" und "Klassenfeinden" stellen möchtest, deutet mal wieder darauf hin, wessen Geistes Kind du bist. :Huhu:

Missverständnis: ich habe Dich höchstens ähnlich gesehen, wie Leute, die Ketzer und Klassenfeinde vom gesellschaftlichen Diskurs ausschließen wollten, da Du auch bemüht bist, andere vom Lesen bestimmter Quellen abzuhalten. "Wessen geistes Kind" ich wegen diesem historisch inspirierten Vergleich bin, würde mich aber schon interessieren - da fehlt mir die Fantasie, was Du meinen könntest (gerne auch per PN, da es hier eigentlich off topic ist).

merz 11.09.2020 22:00

Was so eine Pandemie alles streift, jetzt mal Verwaltungsjuristerei. Wenn es keine Akt bedarf, dann gibt es eben keine.

Leicht strittig ist wohl nur der erste Punkt. Natürlich wird es wohl tonnenweise Emailthreads, chats, messages und voice mails geben, neben ungefähr einer Megatonne an öffentlichem Material - sind aber wohl keine Akten :cool:

Und was folgt?

m.

deralexxx 11.09.2020 23:52

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1552272)
Bevor Du aus dem sympathischen Eindruck irgendwelche Schlüsse ziehst und lang und breit darüber schreibst, wäre es nicht vielleicht schlau, den Namen zusammen mit Faktencheck oder ähnlichem zu googeln?

Ich helf mal für Leser die Interesse daran haben:

https://correctiv.org/faktencheck/hi...llen-vertrauen

ThomasG 12.09.2020 00:49

Wikipedia, psiram, correctiv und ähnliche Internetseiten bzw. Portale kann man (uneingeschränkt) vertrauen oder auch nicht.
Vor vielleicht so um die 10 Jahren habe ich indirekt sogar mal Wikipedia verteidigt, zumindest konnte man das so werten.
In der Schule meinte ich über ziemlich viele Jahre gelernt zu haben, dass Laktat die fachgerechte Bezeichnung ist für die Salze der Milchsäure.
Ein sehr viel gebildeter Mann, als ich es bin, kränkte mich vermutlich ohne es zu wollen etwas.
In seiner Antwort auf meinen Beitrag stand das Wort "Wikiblödia".
Das habe ich natürlich ein wenig mit mir sozusagen verbunden, denn ich hatte schließlich einen Wikipediaartikel als Informationsquelle benutzt.
Das tue ich bis heute ziemlich oft, aber wenn es um schwere Anschuldigungen geht z.B. vertraue ich Wikipediaartikeln nicht einfach so.
Der "Herr Doktor" (ich gab ihm mal den Spitznamen) hatte denke ich übrigens recht.
Es ist fachlich korrekt Milchsäure als Laktat zu bezeichnen.

Gute Nacht und schönes Wochenende!

Hafu 12.09.2020 09:37

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1552286)
... Unser Oberpopulist Söder hat zu der Corona-Thematik selbst auch nicht das geringste beigetragen, er hat nur immer abgewartet in welche Richtung der deutsche Konsens läuft, um dann in rein populistischer Art die Maßnahmen jeweils etwas früher und schärfer einzuführen. Ich bin dabei der Meinung, dass wir mit unseren Maßnahmen in Deutschland einen richtig guten Weg gefunden haben. Den maßgeblichen Beitrag hat aber sicher nicht die CSU geleistet, sondern ein sehr gut aufgestelltes RKI mit Unterstützung durch eine naturwissenschaftlich analytische Kanzlerin. Ich bin kein Freund von Merkel, aber in so einer Situation bin ich froh, dass wir auf diesem Posten eine Physikerin haben und keinen Finanzhai.

Bei den meisten von dir aufgelisteten Einzelbeispielen bin ich nah bei dir (sei es dem umtriebigen Verhalten von Altkanzler und Putinfreund Schröder gerade im Licht der aktuellen Vergiftungsaffäre Nowolny) sowie der dilettantischen Mautgeschichte und nahezu allem was Andi Scheuer in die Hand nimmt.

Wenn aber jetzt bemängelt wird, dass es keine detaillierten Akten damaliger Entscheidungen, die in der Tat unter Zeitdruck von Tage getroffen werden mussten, existieren, ist das trotzdem eher ein Thema für Verwaltungsjuristen als für die Presse, wie Merz ja oben schon geschrieben hat.

Man muss klären, ob gegen Dokumentationsvorschriften verstoßen wurde und wenn es dafür keine Vorschriften gab, dann muss man halt evt. für zukünftige Fälle entsprechende Verwaltungsvorschriften oder Gesetze erstellen, aber angesichts dessen was in anderen (demokratischen) Ländern an weitaus heftigeren Grundrechtseinschränkungen beschlossen wurde, sehe ich in Bezug auf den Lockdown light, den die Deutschen ein paar Wochen joggend, radfahrend und spazierengehend überbrücken mussten nicht den ganz großen Skandal. Und vor allem kein justiziables Politikversagen.

deralexxx 12.09.2020 09:55

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1552310)
Wikipedia, psiram, correctiv und ähnliche Internetseiten bzw. Portale kann man (uneingeschränkt) vertrauen oder auch nicht.
Vor vielleicht so um die 10 Jahren habe ich indirekt sogar mal Wikipedia verteidigt, zumindest konnte man das so werten.
In der Schule meinte ich über ziemlich viele Jahre gelernt zu haben, dass Laktat die fachgerechte Bezeichnung ist für die Salze der Milchsäure.
Ein sehr viel gebildeter Mann, als ich es bin, kränkte mich vermutlich ohne es zu wollen etwas.
In seiner Antwort auf meinen Beitrag stand das Wort "Wikiblödia".
Das habe ich natürlich ein wenig mit mir sozusagen verbunden, denn ich hatte schließlich einen Wikipediaartikel als Informationsquelle benutzt.
Das tue ich bis heute ziemlich oft, aber wenn es um schwere Anschuldigungen geht z.B. vertraue ich Wikipediaartikeln nicht einfach so.
Der "Herr Doktor" (ich gab ihm mal den Spitznamen) hatte denke ich übrigens recht.
Es ist fachlich korrekt Milchsäure als Laktat zu bezeichnen.

Gute Nacht und schönes Wochenende!

Ich denke das ist ein spannender Aspekt in der aktuellen Corona Diskussion bzw. weiterer kontrovers diskutierten Themen die ich immer wieder sehe, welchen Seiten / Quellen vertraut der einzelne. Vllt wäre es am Anfang einer Diskussion mittlerweile hilfreich, man erstellt eine Liste mit sagen wir 5-10 Quellen die der Teilnehmer als vertrauenswürdig(er) ansieht. Quasi sag mir was du liest und ich sag dir wer du bist (das ist jetzt nicht auf dich gemeint). Ich erlebe es immer wieder das man manche Leute (wieder nicht du!) mit im Großteil der Gesellschaft als vertrauenswürdig geschätzten Quellen einfach nicht erreicht, umgekehrt es aber eben auch so ist, das es recht einfach ist, "kritische" Äußerungen im Handumdrehen mit einer anderen Quelle zu "widerlegen". Ab dann dreht man sich nur noch im Kreis, weil jede Seite "Fakten" sehen will, die aber nicht ins eigene Schema passen und deshalb aus welchen Gründen auch immer disqualifiziert sind.

Das Internet ist (leider) mittlerweile so groß, dass es für jede Meinung, Ansicht, Standpunkt mehr als eine Referenz liefert, die pro oder contra dieser Ansicht ist.

Habe es schon mehr als einmal erlebt das ein "Austausch an Argumente" irgendwann in einer Sackgasse endete, bei der man nur noch sagen kann "we agree to disagree".

A

keko# 12.09.2020 10:12

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552198)
Die Begriffe Mainstreammedium stammen aus der Pegida- und Verschwörerszene und sollten meiner Auffassung nach nicht benutzt werden.

Ich weiß, dass gewisse Gruppierungen den Begriff abwertend verwenden, bin mir aber nicht sicher, ob sie ihn erfunden haben. Meines Wissens verwenden ihn viele Personen und nicht zwangsläufig abwertend. Ein Mainstreammedium ist für mich ein Medium mit sehr großer Reichweite, dass sich dadurch auszeichnet, dass man zeitglich mit anderen Medien die gleichen Themen besetzt und Konsens in bestimmten Fragen herrscht. Das muss aus meiner Sicht keinesfalls zwangsläufig negativ oder schlecht sein. Ganz im Gegenteil: oftmals ist Konsens wichtig!

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552198)
Wir haben in unserer Gesellschaft eine pluralistische Medienlandschaft. Ich lese regelmäßig NZZ genauso wie TAZ, schaue auch ins Handelsblatt und auf alle möglichen News- und Zeitungsseiten i Spektrum dazwischen. Überall kann man nachdenkenswerte Argumente finden, so unterschiedlich die dort arbeitenen Redakteure oder freie Journalisten auch sind und schreiben.

Vielleicht verstehe ich dich falsch, aber Spektrum der Wissenschaft oder das Handelsblatt sind völlig verschiedene Blätter mit anderen Zielgruppen.
Mir geht es darum, dass es aus meiner Sicht zu einer Zentralisierung von Nachrichtenmagazinen oder - sendungen gekommen ist.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552198)
Derartig unterschiedliche Presseorgane aber unter einem einzigen Gattungsbegriff, nämlich "mainstream" zu subsummieren, um damit automatisch die Legitimation für "querdenkende" Telegram-Gruppen, YT-Kanäle oder absurde Verschwörungsblogs zu schaffen, die keinerlei medienrechtlichen Kontrollmechanismen unterliegen halte ich für verkehrt und geradezu für gefährlich, sollte diese Semantik sich auf längere Sicht durchsetzen.

Diesen Automatismus habe ich nicht. Man kann also scheinbar sehr wohl kritisch die deutsche Medienlandschaft betrachten, ohne in den Sog von Telegramm-Kanälen oder irgendwelchen Blogs zu verfallen. Wenn das jemand nicht kann, liegt das Problem auf seiner Seite. Kritik sollte trotzdem erwünscht sein und nicht unerwünscht, weil manche in extreme Richtungen abdriften.

Körbel 12.09.2020 13:53

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1552297)
Erstaunlich fand ich die nackten Zahlen jedoch schon.

Eben und wenn man diese so sieht, dann frage ich mich:
Warum sollen Deutsche vor etwas geschützt werden, was im Grunde nicht tödlicher ist, als frühere Grippewellen?

gaehnforscher 12.09.2020 14:00

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552344)
Eben und wenn man diese so sieht, dann frage ich mich:
Warum sollen Deutsche vor etwas geschützt werden, was im Grunde nicht tödlicher ist, als frühere Grippewellen?

Schon wieder? (Mal abgesehen davon, dass das aus den Zahlen überhaupt nicht hervorgeht)

Körbel 12.09.2020 14:05

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1552346)
Schon wieder? (Mal abgesehen davon, dass das aus den Zahlen überhaupt nicht hervorgeht)

Klar.
Tot ist tot, egal von was und man sieht keinen signifikanten Anstieg im ersten Halbjahr 2020.
Also warum solche Panik über einen so gefährlichen Virus, der soviele in Deutschland dahingerafft haben soll?

Matthias75 12.09.2020 14:13

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552344)
Eben und wenn man diese so sieht, dann frage ich mich:
Warum sollen Deutsche vor etwas geschützt werden, was im Grunde nicht tödlicher ist, als frühere Grippewellen?

Stell die Frage doch mal mit Bezug auf Italien, Frankreich oder den USA? Vielleicht sind die Zahlen hier in D aufgrund der Massnahmen so niedrig.

Wir steuern übrigens trotz umfangreicher Massnahmen auf 10.000 Tote zu. Der Vergleich mit einer ungebremsten Grippewelle hinkt also gewaltig. Wie hoch wäre die Anzahl der Grippeopfer bei den gleichen Massnahmen? Vielleicht haben wir dazu Ende des Jahres Vergleichszahlen. Wie wären die Zahlen ohne Lockdown gewesen? Ach ja, siehe die oben genannten Länder.

M.

gaehnforscher 12.09.2020 14:17

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552347)
Klar.
Tot ist tot, egal von was und man sieht keinen signifikanten Anstieg im ersten Halbjahr 2020.
Also warum solche Panik über einen so gefährlichen Virus, der soviele in Deutschland dahingerafft haben soll?

Also ich sehe da was anderes. Dass im Januar Februar und auch März noch nicht viele Leute an Corona gestorben sind, dürfte ja nicht weiter verwunderlich sein, da es zu diesem Zeitpunkt hier noch so gut wie keine Fälle gab.

Vergleich deine Todeszahlen, speziell für April mal mit den Infektionszahlen:
https://www.worldometers.info/corona...untry/germany/

Dann vllt noch bedenken, dass man bei einer Infektion nicht sofort Tod umfällt, sondern selbst bei Todesfolge erstmal noch eine Weile Krank und in Behandlung ist. Wenn man sich die steigenden Infektionszahlen ab Mitte März anschaut, dann fällt bei den Todeszahlen schon recht deutlich die Abweichung im April auf.

Ab Anfang April war dann übrigens auch ein Großteil der Maßnahmen in Kraft und die Kontakte und Übertragungsmöglichkeiten deutlich reduziert und siehe da, im Mai wars schon gar nicht mehr so dramatisch...

Jetzt gibts da sicher noch 1000 andere Einflussfaktoren, in dem Zusammenhang wäre es sicher hilfreich gewesen eine Originalquelle zu haben mit entsprechenden Einlassungen zur Zusammensetzung dieser Zahlen.

Wie wenig sinnvoll es bei einer (globalen) Pandemie ist, sich nur auf lokale Todeszahlen zu beziehen wurde hier ja zusätzlich schon erörtert.

Edith: Genau das meinte ich übrigens mit "geht gar nicht aus diesen Zahlen hervor"

deralexxx 12.09.2020 14:28

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552344)
Eben und wenn man diese so sieht, dann frage ich mich:
Warum sollen Deutsche vor etwas geschützt werden, was im Grunde nicht tödlicher ist, als frühere Grippewellen?

Vllt weil selbst Donald Trump das sagt?

"And so that’s a very tricky one. That’s a very delicate one. It’s also more deadly than even your strenuous flus."

https://www.washingtonpost.com/polit...3d4_story.html

Hafu 12.09.2020 14:31

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552344)
Eben und wenn man diese so sieht, dann frage ich mich:
Warum sollen Deutsche vor etwas geschützt werden, was im Grunde nicht tödlicher ist, als frühere Grippewellen?

Dass ich den Vergleich von SARS-CoV2 mit Influenza nicht mag, habe ich glaube ich hinreichend oft geschrieben und auch zu Beginn der Pandemie begründet.

Da aber ständig diese zwei Krankheiten gegeneinander aufgerechnet werden, sollte man sich vielleicht doch mal etwas ernsthaft mit der Influenza und ihren potenziell tödlichen Folgen befassen. Die Grippe, also die echte Influenza (und nicht der oft mit ihr verwechselte grippale Infekt) ist eine durchaus gefährliche Infektionserkrankung und seit Jahren der Hauptgrund, warum es in den meisten Industrieländern überhaupt Institutionen wie das RKI gibt, die mit hohem personellem Aufwand Influenzawellen beobachten und Jahr für Jahr analysieren welche Influenzastämme wie mutieren und wie zukünftige Impfstoffe ausschauen müssten, um die Bevölkerung zu schützen.

In den Jahren, in denen es gelingt eine wirksame Impfung gegen die saisonal vorherrschenden influenzaviren rechtzeitig zu kreieren und in ausreichender Zahl zu Verfügung zu stellen und die jeweilige Influenzavariante nicht weit überdurchschnittlich krankmachend ist, haben wir akzeptiert, dass es ein paar tausend Influenzatote gibt und gelernt damit zu leben.
Aber es hat schon mehrere Influenzawellen in den vergangenen hundert Jahren gegeben, in denen die angebotene Impfung kaum oder zu wenig wirksam waren, die Influenzavariante gefährlicher als normal war und das Gesundheitssystem (Arztpraxen, Krankenhäuser, Intensivstationen) komplett überfordert war, so dass viele Kranke nicht mehr die Behandlung bekommen haben, die sie eigentlich benötigten. Im Prinzip genau die Situation, die mit der Ausbreitung von Covid-19 im März befürchtet worden war.
Die Maßnahmen, die man am Anfang getroffen hatte beruhten überwiegend auf den längst in den Schubladen bereit liegenden Pandemie-Plänen gegen eine schwere influenza-Pandemie, mit der man stets gerechnet hat,

Ein Staat hat sehr wohl die Verpflichtung die Gesundheit seiner Bürger zu schützen.

Zitat:

Zitat von Grundgesetz Art.2 Abs.2
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Das gilt im Falle des Kampfes gegen Influenza genauso wie im Fall von Covid-19.

Körbel 12.09.2020 15:10

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552348)
Stell die Frage doch mal mit Bezug auf Italien, Frankreich oder den USA? Vielleicht sind die Zahlen hier in D aufgrund der Massnahmen so niedrig.

Wir steuern übrigens trotz umfangreicher Massnahmen auf 10.000 Tote zu.

Gut dann frage ich dich:
Wie erklärst du dir, das trotz härtestem lockdown in der EU, in Spanien (8 Wochen total eingesperrt) dort 30000 Menschen starben und in Deutschland eben die genannten fast 10000 mit gelockertem lockdown?

Wir tragen hier seit Wochen einen MNS wenn wir auf die Strasse gehen, auch wenn man den Abstand von 2 mtr einhalten kann.
Sprich die Massnahmen waren wesentlich schärfer als in Deutschland und trotzdem schnellen die Zahlen so nach oben.
Gestern waren es glaube ich 10000 Neuinfizierte.
An was liegts???

Demos wie letztens in Berlin gibt und gab es keine.
Was ich sehe sind fast ausschliesslich disziplinierte Menschen, die sich weder die Hand geben, noch umarmen.
Die teilweise allein im Auto sitzen und Maske tragen etc.

Erklärs mir.

Helios 12.09.2020 15:16

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552355)
.........
Erklärs mir.

Wie haltet ihr das mit der Warmwassertemperatur in Bezug auf Erzeugung, Speicherung und Verteilung unter Berücksichtigung der Verhinderung von Legionellen??

Triasven 12.09.2020 15:18

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Aber es hat schon mehrere Influenzawellen in den vergangenen hundert Jahren gegeben, in denen die angebotene Impfung kaum oder zu wenig wirksam waren, die Influenzavariante gefährlicher als normal war und das Gesundheitssystem (Arztpraxen, Krankenhäuser, Intensivstationen) komplett überfordert war, so dass viele Kranke nicht mehr die Behandlung bekommen haben, die sie eigentlich benötigten. Im Prinzip genau die Situation, die mit der Ausbreitung von Covid-19 im März befürchtet worden war.
Die Maßnahmen, die man am Anfang getroffen hatte beruhten überwiegend auf den längst in den Schubladen bereit liegenden Pandemie-Plänen gegen eine schwere influenza-Pandemie, mit der man stets gerechnet hat,

Wenn das alles in Schubladen lag und man hinreichende Erkenntnisse hatte, stellt sich die Frage, weshalb man im März überstürzt den Ereignissen hinterher reagierte, anstatt im Januar und Februar angemessene überlegte Massnahmen einzuleiten.

So gesehen finde ich eine (juristische) Aufarbeitung enorm wichtig.
Wenn RKI ( und auch Drosten) von der möglichen Gefährlichkeit wussten, würde mich schon interessieren, wie sie Ihre Annahmen und Aussagen aus Mitte Februar begründen. Genauso interessiert es mich, warum ein Herr Söder erst den Herrn Kurz braucht, um harte Massnahmen anzuordnen.

Herr Trump wird immer vorgeworfen, auf Grund seiner laxen Einstellung wären zig tausende Menschen unnötiger Weise gestorben?

Wieviele Menschen hat das RKI, Herr Drosten und Herr Söder „auf dem Gewissen“ weil sie völlig falsche Annahmen und Empfehlungen im Februar abgaben?

Deine Aussage macht dieses Handeln aus Januar-Anfang März noch viel schlimmer, wenn dem RKI die Gefährlichkeit einer echten Grippe bekannt und bewusst war.

Stefan 12.09.2020 15:33

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552355)
Wir tragen hier seit Wochen einen MNS wenn wir auf die Strasse gehen, auch wenn man den Abstand von 2 mtr einhalten kann.

Da frage ich mich weiterhin, ob das nicht reiner Aktionismus Eurer Politiker ist (aber ich bin auch kein Fachmann, sondern in den letzten Monaten nur eifriger Podcasthörer und Artikelleser).

Körbel 12.09.2020 15:58

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1552358)
Wie haltet ihr das mit der Warmwassertemperatur in Bezug auf Erzeugung, Speicherung und Verteilung unter Berücksichtigung der Verhinderung von Legionellen??

Ich verstehe jetzt nicht was diese Frage mit dem Covid zu tun hat?
Oder ist das nur eine Provokation?

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1552360)
Da frage ich mich weiterhin, ob das nicht reiner Aktionismus Eurer Politiker ist ......

Tja, wenn es denn so wäre, dann ist das doch der beste Beweis, das Maskentragen nichts bringt?
Warum knechtet man ein Volk mit solch einem Gesetz wenn es denn nutzlos erscheint?
Steckt am Ende doch was anderes dahinter?

Wie gesagt, wenns hilft trage ich so ein Ding, aber ich habe da berechtigte Zweifel.

Achja noch so ein irres Gesetz, was man im Moment tagtäglich sehen kann.
Raucher dürfen nicht gemeinsam rauchen, sie müssen im freien einen Absatnd von 2 mtr oder mehr zueinander einhalten.
Nun, das betrifft mich nicht, aber trotzdem irre.

Hafu 12.09.2020 15:59

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1552359)
...
Deine Aussage macht dieses Handeln aus Januar-Anfang März noch viel schlimmer, wenn dem RKI die Gefährlichkeit einer echten Grippe bekannt und bewusst war.

Covid-19 ist keine influenza. Ein für Influenza entwickelter Pandemieplan passt nicht einfach mal auf einen neuen Erreger. Aber wenn man nichts besseres hat, nimmt man halt was da ist und versucht das anzupassen.

Im Kampf gegen Influenza hat man mehr Zeit, da geht es um Wochen und Monate, weil die Krankheit nicht wie Covid-19 überwiegend von asymptomatischen Superspreadern bei Volksfesten, in Clubs übertragen wird, sondern eher über symptomatische Kranke (z.B. Mitarbeitern von Großraumbüros die trotz Erkältungs-Symptomen weiter arbeiten gehen).

Alles richtig gemacht wurde im März und April sicher auch in Deutschland nicht, aber die deutschen Infektzahlen und Mortalitätszahlen bezogen auf die Bevölkerungsdichte sind die besten in der gesamten westlichen Welt (Inseln wie Australien und Neuseeland außen vor gelassen). Also ergebnisorientiert betrachtet muss man sich glücklich schätzen, in Deutschland zu leben.

@Körbel: der entscheidende Unterschied zwischen Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland zu Beginn der Epidemie, dass bei uns in Deutschland schon im März in hoher Anzahl getestet wurde, so dass die Dunkelziffer deutlich kleiner war als in den zuerst genannten Ländern, in denen in dieser Zeit nahezu nur in den Krankenhäusern Covid-19-Tests vorgenommen wurden. Denselben Fehler hat auch die USA begangen, wo in der Frühphase der Epidemie ebenfalls viel zu wenig getestet wurde.

Durch die Mehrzahl an Tests hat man in Deutschland den Anstieg der infekte viel eher wahrgenommen (und konnte Maßnahmen ergreifen), während Italien, Frankreich, Spanien die Covid-19-Welle erst durch immer mehr Todesfälle in Pflegeheimen und Krankenhäuser wahrgenommen hat.
An dem Tag, an dem der erste Deutsche an Covid-19 verstorben ist, hat Bayern die ersten Kontakbeschärnkungsmaßnahmen verkündet und wenige Tage später zogen andere Bundesländer nach. Italien hatte am Anfang nur einige wenige Orte abgeriegelt und ansonsten das öffentliche Leben lange normal weiterlaufen lassen und erst als schon die Todeszahlen im hohen dreistelligen Bereich lagen, wurden flächendeckende Kontaktbeschränkungsmaßnahmen verfügt. In Spanien war es meines Wissens nach ähnlich.

Körbel 12.09.2020 16:02

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Ein Staat hat sehr wohl die Verpflichtung die Gesundheit seiner Bürger zu schützen.

Offtopic on:

Und warum sendet man dann deutsche Soldaten in ferne Länder, wo doch laut Gesetz die Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee ist?:confused: :confused: :confused:

Offtopic off.

Hafu 12.09.2020 16:05

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552363)
...
Achja noch so ein irres Gesetz, was man im Moment tagtäglich sehen kann.
Raucher dürfen nicht gemeinsam rauchen, sie müssen im freien einen Absatnd von 2 mtr oder mehr zueinander einhalten.
Nun, das betrifft mich nicht, aber trotzdem irre.

Was ist da dran irre?

SARS-Cov-2 wird v.a. durch Aerosole und Tröpfcheninfektion übertragen. Social Distancing ist unumstritten die wichtigste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten. Wer raucht (oder isst) trägt keine Maske, also ist es sinnvoll in dieser Situation Abstand zu halten.

Cogi Tatum 12.09.2020 16:58

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1552301)
Genau, keiner zwingt Dich, Sachen zu lesen, die Du für Unsinn hältst. Konsequent wäre dann, zu solchen Beiträgen zu schweigen.

Wenn man deine Empfehlung konsequent durchziehen würde, wäre dieses Forum voll mit Monologen fragwürdigster Qualität.

Das wäre für mich langweilig. Für dich nicht?

Helios 12.09.2020 17:37

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552363)
Ich verstehe jetzt nicht was diese Frage mit dem Covid zu tun hat?
Oder ist das nur eine Provokation?
.......

das ist ernst gemeint.

Auch durch Legionellen sterben die Leute an Lungenentzündung, wenn die Temperaturen in den Leitungssystemen zu niedrig sind, dann ist die Gefahr am höchsten - bei 60grad ist alles paletti - bei 45 grad ist Maximumwachstum.

Ich denke, Covid alleine führt nicht zu der höheren Streblichkeitsrate, sondern es kommen weitere Faktoren wie eventuell Legionellen und Superspreader, da sie Mega-Ignoranten des Social-Distancing sind, dazu.

Den Zahlen aus Griechenland z. B. traue ich hinten und vorne nicht.

anlot 12.09.2020 17:54

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552348)
Stell die Frage doch mal mit Bezug auf Italien, Frankreich oder den USA? Vielleicht sind die Zahlen hier in D aufgrund der Massnahmen so niedrig.

Wir steuern übrigens trotz umfangreicher Massnahmen auf 10.000 Tote zu. Der Vergleich mit einer ungebremsten Grippewelle hinkt also gewaltig. Wie hoch wäre die Anzahl der Grippeopfer bei den gleichen Massnahmen? Vielleicht haben wir dazu Ende des Jahres Vergleichszahlen. Wie wären die Zahlen ohne Lockdown gewesen? Ach ja, siehe die oben genannten Länder.

M.

Das mag sein und erscheint wahrscheinlich. Wissen tun wir es jedoch nicht. Nur eine Randnotiz: ca. 70.000 Menschen sterben pro Jahr am Rauchen (ca. 3000 passiv Raucher). Vielleicht sollten wir nicht immer alles andere völlig ausblenden

LidlRacer 12.09.2020 17:59

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1552380)
Das mag sein und erscheint wahrscheinlich. Wissen tun wir es jedoch nicht. Nur eine Randnotiz: ca. 70.000 Menschen sterben pro Jahr am Rauchen (ca. 3000 passiv Raucher). Vielleicht sollten wir nicht immer alles andere völlig ausblenden

Rauchen ist nicht ansteckend.

Von mir aus könnte man es trotzdem gerne verbieten, aber ich fürchte, dagegen gäbe es größere Demos als wir sie leider jetzt sehen müssen.

anlot 12.09.2020 18:14

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1552381)
Rauchen ist nicht ansteckend.

Von mir aus könnte man es trotzdem gerne verbieten, aber ich fürchte, dagegen gäbe es größere Demos als wir sie leider jetzt sehen müssen.

Ob ansteckend oder nicht ist doch völlig irrelevant. Am Ende sterben am Ende eine gewisse Anzahl an Menschen. Und wenn uns doch die Gesundheit der Bevölkerung so am Herzen liegt, wäre das doch eine leicht umzusetzende Möglichkeit.

Warum finde ich dazu keine Headline: „Heute wieder 190 Tote durch Rauchen!“?

LidlRacer 12.09.2020 18:20

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1552384)
Ob ansteckend oder nicht ist doch völlig irrelevant. Am Ende sterben am Ende eine gewisse Anzahl an Menschen. Und wenn uns doch die Gesundheit der Bevölkerung so am Herzen liegt, wäre das doch eine leicht umzusetzende Möglichkeit.

Warum finde ich dazu keine Headline: „Heute wieder 190 Tote durch Rauchen!“?

Erstaunlich, dass Du das nach Monaten immer noch nicht verstanden hast.

ironmansub10h 12.09.2020 18:30

... wenn ich heute die Tour angeschaut habe und sah wie dort die Zuschauer eng auf eng in 5 er Reihen im Zielbereich standen, fällt mir eigentlich nix mehr ein. Der Hype der in D veranstaltet wird was die Ahndung von Bußgeldern usw. angeht, zeigt mir, dass der deutsche Michel es wieder ganz perfekt machen muss/will und die Länder welche weitaus stärker betroffen waren /sind kümmerts einen sch...
ebenso erlebt in Frankreich im Urlaub.

Weiter so , wir schaffen das.

Stefan 12.09.2020 18:36

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1552389)
...........

In Bern und in Berlin darf ich ohne Maske durch die Stadt gehen, in Paris nicht.
Und Deine Kritik gilt Deutschland?
Ich bin gerne bereit, mich an ganz viele Verhaltensregeln zu halten, trage auch im Geschäft Maske (obwohl hier nicht vorgeschrieben), trage ohne Murren im Zug eine Maske, aber ich bin froh, dass ich ohne Maske durch die Stadt gehen kann (ich bemühe mich um Abstand und meide Menschenansammlungen).

Wasserbüffel 12.09.2020 20:04

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552369)
Was ist da dran irre?

SARS-Cov-2 wird v.a. durch Aerosole und Tröpfcheninfektion übertragen. Social Distancing ist unumstritten die wichtigste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten. Wer raucht (oder isst) trägt keine Maske, also ist es sinnvoll in dieser Situation Abstand zu halten.

Speziell beim Rauchen wird ja auch mehr Atemluft beim aktiven Auspusten des Rauches von der Person an seine Umwelt abgeben im Vergleich zur normalen Atmung. Also auch mehr Aerosole.

ThomasG 12.09.2020 20:12

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1552322)
Ich denke das ist ein spannender Aspekt in der aktuellen Corona Diskussion bzw. weiterer kontrovers diskutierten Themen die ich immer wieder sehe, welchen Seiten / Quellen vertraut der einzelne. Vllt wäre es am Anfang einer Diskussion mittlerweile hilfreich, man erstellt eine Liste mit sagen wir 5-10 Quellen die der Teilnehmer als vertrauenswürdig(er) ansieht. Quasi sag mir was du liest und ich sag dir wer du bist (das ist jetzt nicht auf dich gemeint). Ich erlebe es immer wieder das man manche Leute (wieder nicht du!) mit im Großteil der Gesellschaft als vertrauenswürdig geschätzten Quellen einfach nicht erreicht, umgekehrt es aber eben auch so ist, das es recht einfach ist, "kritische" Äußerungen im Handumdrehen mit einer anderen Quelle zu "widerlegen". Ab dann dreht man sich nur noch im Kreis, weil jede Seite "Fakten" sehen will, die aber nicht ins eigene Schema passen und deshalb aus welchen Gründen auch immer disqualifiziert sind.

Das Internet ist (leider) mittlerweile so groß, dass es für jede Meinung, Ansicht, Standpunkt mehr als eine Referenz liefert, die pro oder contra dieser Ansicht ist.

Habe es schon mehr als einmal erlebt das ein "Austausch an Argumente" irgendwann in einer Sackgasse endete, bei der man nur noch sagen kann "we agree to disagree".

A

Ich gebe Dir absolut Recht, dass Diskussionen zwischen "festgefahrenen Lagern" sehr oft frustrierend sind und auch entsprechend irgendwann enden.
Auch ich habe öfter keine Lust mich aufzuraffen mich darum zu bemühen argumentativ andere zu erreichen, wenn ich meine zu erkennen, dass da eine Mindestbereitschaft bzw. -offenheit die eigenen Positionen zu hinterfragen einfach nicht da ist.
Mir geht es in Diskussionen auch oft darum herüberzubringen bzw. anzudeuten, wie ich eine Sache aktuell sehe oder einordne und das in vollem Bewusstsein, dass ich nicht genügend weiß, um mir eigentlich ein Urteil erlauben zu dürfen.
Ich bin aber der Ansicht, dass es einfach kaum Menschen gelingt nicht trotzdem ein solches (Urteil) innerlich zu fällen im Laufe der Zeit bzw. sich einem tendenziell zu nähern und wenn noch so oft gesagt und geschrieben wird, dass man sich eben kein Urteil erlauben kann.
Meiner Ansicht nach ist es wichtig zumindest grob ein Gefühl dafür zu haben, wie es um die "inneren Urteile" der Zeitgenossen bestellt ist, wenn es um Probleme geht, die eine relativ große Gruppe betrifft und die nur gelöst werden können, wenn viele sich solidarisch verhalten.
Das erfährt man eher nicht, wenn man bestimmte Ansichten auf die Art und Weise kommentiert bzw. über Menschen öffentlich urteilt, wie es hier durchaus schon recht oft vorgekommen ist.
Jeder kann sich nach einer Weile an drei Fingern abzählen, was passieren wird, wenn er einen bestimmten "Rahmen" verlässt.
Die meisten Menschen stehen eher nicht darauf die Gefahr allzu oft einzugehen, dass man sich nach entsprechenden Äußerungen ziemlich unwohl in seiner Haut fühlt, aufgrund der nachfolgenden Reaktionen.
Es gibt hier einige Leute, die viel Wissen angehäuft haben auch in Bezug auf Corona und die sich viele Gedanken darüber gemacht haben und dies auf wesentlich geordnetere Art und Weise wie vergleichbares bei mir abläuft bzw. ablaufen würde.
Jedem, dem es um eine gute Informationslage geht, würde ich empfehlen sich mit diesen Beiträgen zu beschäftigen und sich dort nach Links zu Hintergrundinformationen umzuschauen.
Was mir sehr missfällt, ist die hier dargebotene Art und Weise über Menschen zu schreiben und über sie zu urteilen, die in den Augen mancher sich mit völlig unmöglichen Quellen und Äußerungen von Menschen beschäftigen z.B..
Da habe ich den Eindruck, es ist besser geworden und darüber freue ich mich :-).
Falls ich dazu beigetragen haben sollte und wenn in noch so geringem Maße, dann bin ich froh darüber.
Ein Mensch, der sich wie ich häufig durch das Internet zappt, sollte nicht erwarten, dass andere sich von seinen Worten großartig beeinflussen lassen.
Das ist auch gut so.
Man kann aber denke ich erkennen, wann auch ich mal mein übliches Verhalten für eine Weile ändere und dann kommt dabei u.U. auch was dabei herum, über das man mal nachdenken könnte.

Schönen Abend und angenehmen Sonntag!

Schwarzfahrer 12.09.2020 21:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
In den Jahren, in denen es gelingt eine wirksame Impfung gegen die saisonal vorherrschenden influenzaviren rechtzeitig zu kreieren ..., haben wir akzeptiert, dass es ein paar tausend Influenzatote gibt und gelernt damit zu leben.
Aber es hat schon mehrere Influenzawellen in den vergangenen hundert Jahren gegeben, in denen die angebotene Impfung kaum oder zu wenig wirksam waren, die Influenzavariante gefährlicher als normal war und das Gesundheitssystem (Arztpraxen, Krankenhäuser, Intensivstationen) komplett überfordert war, so dass viele Kranke nicht mehr die Behandlung bekommen haben, die sie eigentlich benötigten.

Ja, es gab schon beides - und wir haben gelernt, mit beidem zu leben. Auch in den Jahren, in denen Betten in den Krankenhausfluren stehen mussten, gab es gerade mal ein-zwei betroffene Artikel, das war's dann.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Im Prinzip genau die Situation, die mit der Ausbreitung von Covid-19 im März befürchtet worden war.

Das klingt jetzt so, daß Covid gar nicht so schlimm wurde, wie befürchtet, also auch weniger schlimm, als die schlimmen Grippe-Jahre.
Wenn das so ist, wieso wird jetzt der enorme Aufwand getrieben, jedes kleinste Infektionsrisiko auszuschließen, während wir die Grippetoten einfach akzeptiert haben, bzw. uns mit den üblichen Maßnahmen (etwas Abstand, mehr Händewaschen, etc.) begnügt haben? Oder ist die Konsequenz, daß wir in Zunkunft jeden Winter im Teil-Lockdown mit Massen-Maskerade verbringen, im vergeblichen Bemühen, alle Grippe-Infektionen zu verhindern? Ist das ein auf Dauer funktionsfähiges Gesellschafts-Modell?
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Ein Staat hat sehr wohl die Verpflichtung die Gesundheit seiner Bürger zu schützen.
Das gilt im Falle des Kampfes gegen Influenza genauso wie im Fall von Covid-19.

Diese Aussage ergibt quasi die Staatspflicht, in Zukunft jede Grippeepidemie mit den aktuell angewendeten Maßnahmen bei Corona zu begleiten. Hältst Du das für angemessen?
Ich bin kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit den Staat dazu berechtigt, zu Gunsten dieses Rechts alle anderen Grundrechte zurückzustellen, zumindest nicht bei einer Bedrohung, die nicht die Größenordnung von bisher akzeptierten Bedrohungen übersteigt. Ich hätte Verständnis dafür bei Pandemien in der Größenordnung, wie in Camus' "Die Pest" beschrieben wird - aber davon sind sogar die am schlimmsten betroffenen Ländern noch um Größenordnungen entfernt.

merz 12.09.2020 21:05

Übrigens gab es heute wieder in mehreren deutschen Städten „Coronademos“ - ich nenne es mal so um mir kontroversere Wörter zu ersparen - mit durchaus nenneswerten Teilnehmerzahlen (relativ zu den Berliner Ereignissen)

- links sparen ich mir, ist ja alles MSM (ich hatte es aus der Tagesschau) :cool:

verstanden um was es konkret geht, habe ich immer noch nicht.

Na, schauen wir mal, der Herbst kommt, da wird es kälter draussen.

m.

merz 12.09.2020 21:19

Ich weiss jetzt nicht mehr genau wie oft wir noch über Covid 19 vs Influenza sprechen müssen, öfters vermutlich...
Es wird ein beträchtlicher Aufwand gefahren die Grippe in Schach zu halten inkl. massenhafte Impfung (meine steht in zwei Wochen an, was mich sehr freut) - das letzte Mal, wo das wirklich in Westdeutschland schief gegangen war, war 1969/70 - alles vermasselt, Schulschliessungen gab es auch, war eh jeder krank.

Um es ganz kurz zu sagen: wenn wir jetzt sagen, okay, wir gehen auf unser gesamtgesellschaftliches Verhalten von Januar 2020 zurück, dann fliegt uns Corona um die Ohren - garantiert. Soweit Konsens?

m.

deralexxx 12.09.2020 21:20

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1552409)
Diese Aussage ergibt quasi die Staatspflicht, in Zukunft jede Grippeepidemie mit den aktuell angewendeten Maßnahmen bei Corona zu begleiten. Hältst Du das für angemessen?
Ich bin kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit den Staat dazu berechtigt, zu Gunsten dieses Rechts alle anderen Grundrechte zurückzustellen, zumindest nicht bei einer Bedrohung, die nicht die Größenordnung von bisher akzeptierten Bedrohungen übersteigt. Ich hätte Verständnis dafür bei Pandemien in der Größenordnung, wie in Camus' "Die Pest" beschrieben wird - aber davon sind sogar die am schlimmsten betroffenen Ländern noch um Größenordnungen entfernt.

Ich hoffe doch sehr das Staaten bei jeder Pandemie in Zukunft mit angemessenen und dem Stand der dann verfügbaren Wissenschaft Maßnahmen reagieren.
Die beiden Situationen die du vergleichst, sind nicht vergleichbar. Das eine ist eine regionale Influenza mit entsprechenden Übertragungsgeschwindigkeiten, das andere ist eine globale Pandemie die noch immer (global gesehen) nicht im Griff ist und dadurch lokale (Reisebeschränkungen usw) Maßnahmen erfordert.


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