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Hafu 15.03.2020 08:44

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1516591)
aber Taiwan, Vietnam, Hongkong, und Singapur haben aber auch viel früher, als wir auf den Virus reagiert.

https://www.nzz.ch/panorama/coronavi...nzz-ld.1544974

Ausserdem waren sie laut diesem Artikel, durch vorhergehende Epidemien Sars im Jahr 2003, die Schweinegrippe (H1N1) in den Jahren 2009 und 2010 und Mers im Jahr 2015 deutlich besser vorbereitet.

Völlig richtig. Das Problem in Deutschland könnte weitaus kleiner sein, wenn man es vor 4 Wochen der Bevölkerung schon zugemutet hätte auf Karnevalsveranstaltungen, Halbmarathons und ausverkaufte Bundesligastadien zu verzichten.

Nur müssen wir in Deutschland halt nach vorne schauen und analysieren, welche Maßnahmen höchstwähscheinlich hilfreich sind zur Verflachung der Infektkurve und welche Maßnahmen vermutlich übertrieben sind und mehr wirtschafltichen und gesellschaftlichen Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Südkorea, das doppelt so viele Infekte hat wie wir und auch deutlich mehr Todesfälle, aber trotzdem die Nerven behält und nicht jeden Tag neue, noch einschränkendere Maßnahmen beschließt, ist ein sehr gutes Beispiel.

Auf Bundesebene läuft es in Deutschland aktuell auch gar nicht so verkehrt. Allerdings darf halt auch nach wie vor dank unseres Föderalismus jede Stadt mit ihrem lokalen Gesundheitsamt und jedes Bundesland eine ganz eigene Strategie fahren und wie die Maßnahmenpakete in Stuttgart und Köln beweisen, kommen da teilweise absurde Ideen ohne Augenmaß heraus.

dr_big 15.03.2020 08:45

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1516591)
...Taiwan, Vietnam, Hongkong, und Singapur haben aber auch viel früher, als wir auf den Virus reagiert.

https://www.nzz.ch/panorama/coronavi...nzz-ld.1544974

Ausserdem waren sie laut diesem Artikel, durch vorhergehende Epidemien Sars im Jahr 2003, die Schweinegrippe (H1N1) in den Jahren 2009 und 2010 und Mers im Jahr 2015 deutlich besser vorbereitet.

Genau so ist es. Und ich bin mir sicher, dass in Deutschland ein Jahr nach Covid alles vergessen ist und das Gesundheitswesen weiter kaputtgespart wird.

Körbel 15.03.2020 08:47

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1516596)
Nur müssen wir in Deutschland halt nach vorne schauen und analysieren, welche Maßnahmen höchstwähscheinlich hilfreich sind zur Verflachung der Infektkurve und welche Maßnahmen vermutlich übertrieben sind und mehr wirtschafltichen und gesellschaftlichen Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Ganz einfach:
Mit dem Arsch daheim bleiben.:Huhu: :Cheese:

Muss ich ab Montag hier auch, zum Glück habe ich 10000 qm Land rundrum.
Könnte rein theoretisch einen schönen Crosslauf-Parcour absolvieren.;)

merz 15.03.2020 08:49

Shut Down und massives Testen schliessen sich ja im Prinzip nicht aus, oder?

m.

ThomasG 15.03.2020 08:55

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1516600)
Shut Down und massives Testen schliessen sich ja im Prinzip nicht aus, oder?

m.

Ich glaube massives Testen wäre kein guter Schritt.
Man sollte Leute testen, die für die Gesellschaft bzw. der Bewältigung der Krise wichtig sind.
Prof. Dr. Drosten erwähnte wie seine Klinik mit den Leuten umgeht oder umgehen möchte (ich weiß es nicht mehr genau), die Kontakt hatten zu infizierten Menschen.
Man testet sie bzw. möchte sie täglich testen und in Quarantäne schicken, wenn ein Test positiv ausfällt.
Ich glaube auch bei uns dürften die Möglichkeiten zu testen ziemlich beschränkt sein auf die Dauer.
Außerdem sollte man abwägen, wann Tests für die gesamte Gesellschaft entscheidend etwas bringen und wann sie eher schaden, weil anderswo, wo es wesentlich wichtiger und richtiger wäre zu testen, Tests nicht mehr in dem Maße zur Verfügung stehen (könnten).

Hafu 15.03.2020 08:57

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1516595)
...
Aktuell sind wir bei 4500 COVID Fällen und 9 Toten aber bei einer Quote von 0,2%.
Wenn Kekule mit 80.000 Infizierten rechnet noch deutlich niedriger.
Andererseits ist auch klar, dass von den heute Erkrankten und Infizierten sicher noch ein paar sterben werden und mit zunehmender Belastung des medizinischen Systems die Quote ohnehin steigt.

Die Infektwelle in vierstelliger Fallzahl hat Deutschland ja erst vor knapp über einer Woche erfasst, als u.a. die zurückgekehrten Skifahrer aus Südtirol sowie die Karnevalisten symptomatisch wurden (und vorher noch ihre Umwelt angesteckt haben). In der Regel versterben vorbelastet und gefährdete Personen erst nach 4 Wochen, so dass die deutsche Mortaliätsrate auf jeden Fall noch nach oben gehen wird.

Da besonders gefährdete Personen (hohes Alter, Vorerkrankungen) eher selten zum Skifahren nach Italien fahren, eher nicht an Karnevalssitzungen oder gar Straßenkarneval teilnehmen und auch die Bundesliga eher am Fernseher und seltener live im Stadion verfolgen, sind auch aus diesem Grund in Deutschland vermutlich proportional weniger ältere Personen erkrankt.

Und das Mehrgenerationenmodell, bei dem die Oma mit Kindern und Enkeln in einem Haushalt lebt und damit die Jungen leichter die Alten anstecken ist in Deutschland ja auch weniger verbreitet, wie trillerpfeife gestern schon geschrieben hat.

merz 15.03.2020 08:57

mit massiv meinte ich alle Kontaktpersonen (nach gewissen Kriterien) eines Infizierten, sorry

m.

Vicky 15.03.2020 09:00

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1516605)
Ich glaube massives Testen wäre kein guter Schritt.
Man sollte Leute testen, die für die Gesellschaft bzw. der Bewältigung der Krise wichtig sind.
Prof. Dr. Drosten erwähnte wie seine Klinik mit den Leuten umgeht oder umgehen möchte (ich weiß es nicht mehr genau), die Kontakt hatten zu infizierten Menschen.
Man testet sie bzw. möchte sie täglich testen und in Quarantäne schicken, wenn ein Test positiv ausfällt.
Ich glaube auch bei uns dürften die Möglichkeiten zu testen ziemlich beschränkt sein auf die Dauer.
Außerdem sollte man abwägen, wann Tests für die gesamte Gesellschaft entscheidend etwas bringen und wann sie eher schaden, weil anderswo, wo es wesentlich wichtiger und richtiger wäre zu testen, Tests nicht mehr in dem Maße zur Verfügung stehen (könnten).

Damit selektierst Du die Menschen vor und entscheidest indirekt darüber, wer behandelt wird und wer nicht. Kein Test, kein Fall. Wer entscheidet denn darüber, wer wichtig ist und wer nicht?

Testen, testen, testen! Das ist wichtig.


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