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poldi 01.04.2020 17:12

Sorry falls Überlesen

Et hafu. Bist du schon bei den über 300000 Testungen dabei?

BananeToWin 01.04.2020 17:31

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1521893)
Darüber hinaus gibt´s noch einen anderen Test. Die MedUni Innsbruck will in Ischgl einen Antikörper-Test an etwa 300 Menschen machen. Testziel ist herauszufinden, ob es in Ischgl, wo es ja sehr viele Fälle gibt, eventuell schon eine "Herdenimmunität" gibt.

Infos dazu z.B.: https://tirol.orf.at/stories/3041756/



In diesem Artikel steht folgender Satz:

Zitat:

Es gibt eine japanische Studie, die sagt, dass auf einen Symptomatischen neun Asymptomatische kommen.
Kennt jemand diese Studie? Von so einer hohen Zahl asymptomatischer Fälle habe ich bisher noch nirgends gehört.

crazy 01.04.2020 17:33

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1521857)
Also wenn ich richtig gelesen haben, wird die Stichprobengröße an die Bevölkerungszahl pro Bundesland angepasst. Die Auswahl erfolgt willkürlich übers Telefonbuch und getestet wird aus dem ausgewählten Haushalt die Person die als letztes Geburtstag hatte, egal ob diese Person bereits getestet wurde und wie das Ergebnis des Tests war. (Anscheinend ist das ein anerkanntes Vorgehen für Statistiken)
Soweit mein Wissensstand. Ergebnis sollte bist zum Wochenende vorliegen!

Aber kann heutzutage eine Auswahl über's Telefonbuch wirklich als repräsentativ gelten?
Nach meinen Erfahrungen im näheren und weiteren Bekanntenkreis gilt "je jünger, desto weniger im Telefonbuch".
Die ältere Generation steht noch mit Nummer und Adresse drin, die jüngeren haben ohnehin nur Handyvertrag und Telefonbucheinträge werden in den meisten Fällen nicht angelegt.

Hat den Benefit, man bekäme eine genauere Übersicht, wer aus der Risikogruppe betroffen ist.
Hat den Malus, dass die jüngeren, die das Virus eher symptomfrei verteilen, weniger vorkommen.

JENS-KLEVE 01.04.2020 17:44

Karl Lauterbach, dessen fachliche Meinung ich sehr schätze, verschärft seine Einschätzung. Für uns das entscheidende Thema, wie ich finde.

https://www.welt.de/politik/deutschl...-Schaeden.html

trithos 01.04.2020 17:48

Zitat:

Zitat von crazy (Beitrag 1521901)
Aber kann heutzutage eine Auswahl über's Telefonbuch wirklich als repräsentativ gelten?
Nach meinen Erfahrungen im näheren und weiteren Bekanntenkreis gilt "je jünger, desto weniger im Telefonbuch".
Die ältere Generation steht noch mit Nummer und Adresse drin, die jüngeren haben ohnehin nur Handyvertrag und Telefonbucheinträge werden in den meisten Fällen nicht angelegt.

Hat den Benefit, man bekäme eine genauere Übersicht, wer aus der Risikogruppe betroffen ist.
Hat den Malus, dass die jüngeren, die das Virus eher symptomfrei verteilen, weniger vorkommen.

Das durchführende Institut (SORA) stellt die Studie da vor:
https://www.sora.at/nc/news-presse/n...udie-1004.html

Zitat: "2.000 Haushalte machen an der Studie mit. Sie wurden zufällig ausgewählt, statistisch repräsentativ über ganz Österreich verteilt."

Wichtig ist "statistisch repräsentativ". Die Meinungsforscher kategorisieren und schauen sich an, wie viele Menschen in welchen Kategorien sie brauchen, um repräsentativ zu sein. Das bedeutet NICHT, dass man irgendwelche Leute aus dem Telefonbuch nimmt. Sondern, als ganz banales Beispiel: man schaut, dass die Altersverteilung in der Testgruppe repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist.

Ich kenne jetzt auch keine Details der Studie, gehe aber davon aus, dass auch bei dieser Studie ein solches Verfahren angewandt wird. Sonst dürfte der Begriff "repräsentativ" eigentlich nicht vorkommen.

Hafu 01.04.2020 17:48

Zitat:

Zitat von poldi (Beitrag 1521896)
Sorry falls Überlesen

Et hafu. Bist du schon bei den über 300000 Testungen dabei?

Die 300 000 Tests sind nur eine Schätzung, da negative Tests im Gegensatz zu positiven nicht meldepflichtig sind. Ob sich die Meldepflichten für Labors und Gesundheitsämter neuerdings geändert hat, weiß ich nicht.

Ich habe gestern einen Rachenabstrich bei einem befreundeten Kollegen machen lassen und bei einem privaten Labor untersuchen lassen. Der für offizielle Tests vorgesehene KV-Notdienst, über dessen Hotline (116117) ich mich eigentlich letzten Freitag mit großem Zeitaufwand in diversen Telefon-Warteschleifen für eine Testung angemeldet hatte, hat bis heute nichts bei mir hören lassen, so dass ich gestern den Abstrich selbst organisiert habe, was ich evt. besser gleich letzte Woche hätte machen sollen.

Dieser selbst organisierte Abstrich wurde heute mittag als negativ gemeldet. Allerdings habe ich auch seit Sonntag keine Symptome mehr im Rachen, sondern nur noch ein wenig trockenen Reizhusten. Genau genommen geht es mir von Tag zu Tag besser. :liebe053:

Wenn diese ganze Pandemiegeschichte nicht wäre, würde ich morgen wieder arbeiten gehen und in ein paar Tagen wahrscheinlich auch wieder vorsichtig ins Training einsteigen.

Der negative Abstrich kann jetzt -konkret auf meinen Fall bezogen- bedeuten, dass bei mir gestern schon die Virusreplikationsphase im Mund-Rachenraum beendet war (wofür die stark rückläufigen Symptome sprechen würden), so dass keine Virusmaterial mehr im Abstrich enthalten ist (ab der zweiten Krankheitswoche empfiehlt Prof. Drosten zur Covid-19-Diagnostik eine zustzliche Testung des Pulmonalsekrets (z.B. durch Absaugung am Kehlkopf gewonnen). oder es bedeutet, dass mich irgendein anderes, harmloses Erkältungsvirus heimgesucht hat.

Ich werde zur Sicherheit (für meine Umwelt) trotzdem die 14 Tage häusliche Quarantäne vollmachen, die das RKI selbst bei milden Verläufen bei Erkältungssymptomen nach Kontakt mit Covid-19-getesteter Person auch ohne positiven Virustest empfiehlt, da ja eine Kollegin in unserer Klinik, mit der ich vor zwei Wochen noch drei Stunden zusammen Visite gelaufen bin, letzten Freitag, nachdem ich schon selbst zwei Tage symptomatisch war, positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Körbel 01.04.2020 17:56

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1521859)
So Zusammenhänge sind nicht Dein Ding oder? ;)

Hat jemand Kuchen bestellt, das du Krümel dich meldest.:Lachen2:

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521866)
Das war schon ernst gemeint. SARS-COV-2 (auch genannt New Sars-Coronavirus) das das Covid-19-Krankheitsbild hervorruft, gehört zur Gruppe der Coronaviren und diese RNA-Viren wiederum werden den Erkältungsviren zugerechnet.

Natürlich ist SARS-Cov-2 im Vergleich zu den altbekannten Coronaviren etwas speziell, v.a. weil es neu ist und es unter den Menschen noch keine nennenswerte Immunität gibt und es sich deshalb leichter und schneller verbreitet als seine Verwandten, aber es ist definitiv kein "Killervirus" (wie z.B. Ebola, das eine rund 100fach höhere Mortalität hat als Covid-19), sondern ein ernst zu nehmender Erreger, den man bekämpfen sollte aber eben auch mit Augenmaß und nicht um jeden Preis und schon gar nicht auf Kosten sämtlicher Menschenrechte, wie es in Russland gerade versucht wird.

Danke für die Aufklärung.
Ich sehe, auf dich kann man sich verlassen.:Huhu:

ThomasG 01.04.2020 17:58

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1521880)
Das ;) bezog sich nicht auf meine Aussage, mehr auf meine Berufsbezeichnung.

Naja, es sind 23820 erkannte Neuinfektionen aufgetreten. In Wirklichkeit sind es natürlich viel mehr, denn es werden ja nicht alle getestet.
Unabhängig von der Anzahl der Tests ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person COVID-19 positiv ist, in KW12 schon größer als in KW11, einfach durch die fortgeschrittene Verbreitung. Und das wird in diesen Aussagen halt nicht berücksichtigt bzw. erläutert. Würde ich also in beiden Wochen gleich viele Tests machen, hätte ich in KW12 schon eine höhere Quote an Infizierten.
In anderen Worten: Hier geht es nur um den bloßen Anteil derer, bei denen bei einem Test eine Infektion festgestellt wurde. Nicht aber um den Anteil der Erkrankten generell.

Ich finde, es kann einfach nicht sein, dass da dauernd schon relativ lange hervorgehoben wird, dass es darum geht den exponentiellen Verlauf der Infektionen zu verflachen und jetzt erst ganz allmählich auch darüber gesprochen wird, dass eben die Anzahl der durchgeführten Tests pro Zeiteinheit einen großen Effekt hat.
Das sind doch hochgebildete und intelligente Leute und es geht um enorm viel.
Mein Vertrauen sinkt, wenn ich darüber nachdenke.

Hafu 01.04.2020 17:59

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1521902)
Karl Lauterbach, dessen fachliche Meinung ich sehr schätze, verschärft seine Einschätzung. Für uns das entscheidende Thema, wie ich finde.

https://www.welt.de/politik/deutschl...-Schaeden.html

Ich schätze ihn als Gesundheitsexperten, aber er ist eben auch Politiker und kein Virenexperte oder hierfür spezialisierter Arzt.

Das mit bleibenden Schäden ist selbstverständlich bei schweren Verläufen aktuell nicht auszuschließen, deshalb kann dazu, da es ja noch keine Langzeituntersuchungen von Überlebenden schwerer Covid-19-Infekte gibt, auch keine zuverlässige Aussage getroffen werden.

Zitat:

Zitat von Lauterbach
Viele von denen, die es überleben, werden bleibende Schäden behalten und erhebliche Behinderungen erleiden.

Diese Aussage darf man mit dem wissenschaftlichen Hintergrund, den Lauterbach hat, zum aktuellen Zeitpunkt definitiv so nicht treffen, sondern müsste sie zwingend mit einem Konjunktiv versehen, im Sinne von "Spätschäden sind nicht auszuschließen".

Hafu 01.04.2020 18:06

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521908)
Ich finde, es kann einfach nicht sein, dass da dauernd schon relativ lange hervorgehoben wird, dass es darum geht den exponentiellen Verlauf der Infektionen zu verflachen und jetzt erst ganz allmählich auch darüber gesprochen wird, dass eben die Anzahl der durchgeführten Tests pro Zeiteinheit einen großen Effekt hat.
Das sind doch hochgebildete und intelligente Leute und es geht um enorm viel.
Mein Vertrauen sinkt, wenn ich darüber nachdenke.

Das haben wir selbst in diesem Thread schon ständig thematisiert. Und jeder Experte weiß das auch. Auch Prof. Drosten ist in seinem Podcasts mehrfach darauf eingegangen.

Süd-Korea hat sich zu Beginn der Pandemie gewissermaßen "bestraft", indem es flächendeckend viel getestet hat und war deshalb kurz nach Ausbruch auf Rang 2 der am meisten betroffenen Länder weltweit.
Dafür halfen die vielen Tests Südkorea entscheidend dabei, möglichst viele Überträger aufzuspüren und zu isolieren.

Andere Länder, wie Italien, Spanien, USA (zu Beginn der Epidemie) sowie auch Russland haben das Problem unterschätzt und anfangs viel zu wenig getestet, so dass es in diesen Ländern auch gleich mit Beginn der Epidemie Covid-19-Tote zu verzeichnen gab, was ein starkes Indiz dafür ist, dass die Dunkelziffer hoch und der Infekt in der jeweiligen Bevölkerung schon mehrere Weochen epidemisch ist.

FlyLive 01.04.2020 18:21

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1521902)
Karl Lauterbach, dessen fachliche Meinung ich sehr schätze, verschärft seine Einschätzung. Für uns das entscheidende Thema, wie ich finde.

https://www.welt.de/politik/deutschl...-Schaeden.html

Wenn wir schon dabei sind Sportler betreffendes Übel aufzuzählen.....

....in Wielers letztem Statement, sprach er davon, das mit ü 40% das Fieber und der Husten, die häufigsten Symptome seien. 25 % erleiden aber auch eine Herzmuskelentzündung.
Das finde ich beängstigend und lässt mich einen weiteren Gang im Training zurückschalten.

Dafri 01.04.2020 18:30

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1521913)
Wenn wir schon dabei sind Sportler betreffendes Übel aufzuzählen.....

....in Wielers letztem Statement, sprach er davon, das mit ü 40% das Fieber und der Husten, die häufigsten Symptome seien. 25 % erleiden aber auch eine Herzmuskelentzündung.
Das finde ich beängstigend und lässt mich einen weiteren Gang im Training zurückschalten.

Sind das Vermutungen oder ist das schon gesichert, das 25% Herzmuskelentzündungen erleiden. Woher weiss Herr Lauterbach das?

ThomasG 01.04.2020 18:31

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521910)
Das haben wir selbst in diesem Thread schon ständig thematisiert. Und jeder Experte weiß das auch. Auch Prof. Drosten ist in seinem Podcasts mehrfach darauf eingegangen.

Süd-Korea hat sich zu Beginn der Pandemie gewissermaßen "bestraft", indem es flächendeckend viel getestet hat und war deshalb kurz nach Ausbruch auf Rang 2 der am meisten betroffenen Länder weltweit.
Dafür halfen die vielen Tests Südkorea entscheidend dabei, möglichst viele Überträger aufzuspüren und zu isolieren.

Andere Länder, wie Italien, Spanien, USA (zu Beginn der Epidemie) sowie auch Russland haben das Problem unterschätzt und anfangs viel zu wenig getestet, so dass es in diesen Ländern auch gleich mit Beginn der Epidemie Covid-19-Tote zu verzeichnen gab, was ein starkes Indiz dafür ist, dass die Dunkelziffer hoch und der Infekt in der jeweiligen Bevölkerung schon mehrere Wochen epidemisch ist.

Wir haben uns hier darüber schon regelmäßig ausgetauscht, aber wie kommt das wohl bei den meisten Leuten herüber, die sich eher oberflächlich mit den entsprechenden Nachrichten beschäftigen bzw. beschäftigen wollen und sei es aus Gründen des Selbstschutzes?
Ein Haufen Leute haben Angst, auch wenn ein Teil sich sehr darüm bemüht sie zu unterdrücken und Angst kann äußerst destruktiv wirken oder sein.

Antracis 01.04.2020 18:39

Bei uns im Hause geht es jetzt auch langsam los. Wir haben derzeit 25 schwerkranke Patienten mit COVID-19, davon 8 beatmet. Bin gespannt, wie es in 7 Tagen ausschaut.

Eng ist es bisher nur in Sachen Schutzausrüstung und teilweise mit Personal durch Quarantänemaßnahmen.

War auch ganz unverhofft richtig involviert, weil auch Therapieversuche mit dem Malariamittel Chloroquin laufen. Das ist ja recht nebenwirkungsreich und macht auch selten heftige psychische Nebenwirkungen, Ärzte aus Malaria-Endemiegebieten kennen das Problem gut. Ein Patient mit heftigen Wahnvorstellungen und COVID-19, der über eine Station stürmt und sich für Hygienemaßnahmen nicht begeistern lässt, ist natürlich der Worst Case.

Helmut S 01.04.2020 18:42

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521909)
Das mit bleibenden Schäden ist selbstverständlich bei schweren Verläufen aktuell nicht auszuschließen, deshalb kann dazu, da es ja noch keine Langzeituntersuchungen von Überlebenden schwerer Covid-19-Infekte gibt, auch keine zuverlässige Aussage getroffen werden.

Langzeit sowieso nicht. Aber vielleicht auch deshalb weil es garnicht soviel Überlebende gibt? Meine Frau hat mir erzähl, dass sie auf doccheck News gelesen hat, dass es ne Studie bzgl der Mortalitätsrate von 52 COVID Intensivpatienten (gut, das is wenig) gab. Dabei sind 84% der invasiv beatmeten und 78% der nicht invasiv beatmeten Patienten verstorben.

Ich hoffe ich hab das richtig wieder gegeben, du kannst da ja bestimmt auch nachsehen. :Blumen:

FlyLive 01.04.2020 18:44

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1521914)
Sind das Vermutungen oder ist das schon gesichert, das 25% Herzmuskelentzündungen erleiden. Woher weiss Herr Lauterbach das?

Es war Wieler vom Robert Koch Institut !

in der Faz:

"
Neben einer schweren Lungenentzündung kann der Erreger Sars-CoV-2 offensichtlich auch Herzschäden verursachen. Bei einem Teil der Patienten komme es zu Herzmuskelentzündungen, sagte Wieler mit Blick auf Berichte aus Italien. Es gebe Hinweise, dass das Virus diese Entzündung hervorrufe."

steht ziemlich weit unten...., kannst Du alternativ auch in der Pressekonferenz suchenl

Die 25% sind in meiner Erinnerung hängen geblieben, als ich die Konferenz im Livestream sah

pXpress 01.04.2020 18:47

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1521914)
Sind das Vermutungen oder ist das schon gesichert, das 25% Herzmuskelentzündungen erleiden. Woher weiss Herr Lauterbach das?

Nichts vermischen, das mit den 25% Herzmuskelentzündungen hat Wieler gesagt, in der letzten RKI-Pressekonferenz, die Aussage war etwas schwammig, da er zu dem Zeitpunkt nicht sagen konnte ob es bei den Toten oder Infizierten war (wollte er nochmal nachprüfen, ersteres wohl wahrscheinlicher). Die Information dazu kam aus Italien.

qbz 01.04.2020 18:49

In Potsdam wurde leider das Virus im wichtigsten und grössten, recht renommierten Krankenhaus der Stadt selber verbreitet. Es soll 61 infizierte an Covid-19 erkrankte Patienten geben wie die Potsdamer Nachrichten berichten: Mehr als 60 Coronafälle in der Potsdamer Bergmann-Klinik, d.h. von ca. 1000 bisher positiv getesten in Brandenburg stammen aktuell ca. 6 % aus dem Krankenhaus. Wie die Ansteckungskette im Krankenhaus entstand, ist noch nicht bekannt. Das Krankenhaus nimmt deswegen zur Zeit keine neuen Patienten auf.

Ausdauerjunkie 01.04.2020 19:24

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1521854)
Sieht gar nicht mal so dämlich aus, wie man meinen würde:
Unterhose => Gesichtsmaske

Ohne Basteln.

Schlecht wenn du etwas postet, dass man ohne dort angemeldet zu sein nicht ansehen kann.

Thomas W. 01.04.2020 19:24

Na meine Lieben .
Hier ist ein Test, wie sehr Euch das Ganze zu schaffen macht .
Aka heute schon geflennt , „Männer“ .

https://www.boredpanda.com/coronavir...ine-good-news/

LidlRacer 01.04.2020 19:30

Zitat:

Zitat von Ausdauerjunkie (Beitrag 1521929)
Schlecht wenn du etwas postet, dass man ohne dort angemeldet zu sein nicht ansehen kann.

Ah, wusste ich nicht, dass man angemeldet sein muss.
Dann nimm dies:
Youtube: How to turn underpants into a face mask

Wenn man das wirklich nutzen will, scheint mir eine Stofflage allerdings zu durchlässig.
Also entweder das 2. Hosenbein auch noch runterziehen, und/oder noch eine weitere Filterschicht (z.B. Taschentuch / Küchenpapier) lose einlegen!

tri-memory 01.04.2020 20:08

Virologe Prof Streeck kritisiert bei Lanz Corona-Maßnahmen
https://www.youtube.com/watch?v=VP7La2bkOMo

ThomasG 01.04.2020 20:23

Zitat:

Zitat von tri-memory (Beitrag 1521941)
Virologe Prof Streeck kritisiert bei Lanz Corona-Maßnahmen
https://www.youtube.com/watch?v=VP7La2bkOMo

Prof. Streeck war an Studien in Heinsberg beteiligt.
Was er in diesem Zusammenhang zu sagen hat, empfinde ich als sehr hörenswert.
Es hat mich durchaus ein wenig beruhigt.
Ich habe erst den Anfang gesehen.
Den Rest schaue ich mir auch noch an
Danke :-)!

anlot 01.04.2020 21:06

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521943)
Prof. Streeck war an Studien in Heinsberg beteiligt.
Was er in diesem Zusammenhang zu sagen hat, empfinde ich als sehr hörenswert.
Es hat mich durchaus ein wenig beruhigt.
Ich habe erst den Anfang gesehen.
Den Rest schaue ich mir auch noch an
Danke :-)!

Habe ihn auch gestern bei Lanz gesehen und fand seine Aussagen wirklich sehr aufschlussreich. Mir ist auch insbesondere die Aussage (auf Nachfrage) hängen geblieben, dass das RKI selbst bislang noch nicht auf die Idee kam, seine Studien in der Praxis in Form der Einwohner von Heinsberg, zu erheben, so wie es Prof. Streeck gemacht hat. Darüber hinaus fand ich den Hinweis, dass sich alles auf mathematische Formeln bezieht und das wenn ein Faktor nicht stimmt, alles in sich zusammen fällt auch nachdenkenswert.

ThomasG 01.04.2020 21:33

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1521949)
Habe ihn auch gestern bei Lanz gesehen und fand seine Aussagen wirklich sehr aufschlussreich. Mir ist auch insbesondere die Aussage (auf Nachfrage) hängen geblieben, dass das RKI selbst bislang noch nicht auf die Idee kam, seine Studien in der Praxis in Form der Einwohner von Heinsberg, zu erheben, so wie es Prof. Streeck gemacht hat. Darüber hinaus fand ich den Hinweis, dass sich alles auf mathematische Formeln bezieht und das wenn ein Faktor nicht stimmt, alles in sich zusammen fällt auch nachdenkenswert.

Solidarität, Zusammenarbeit und das Lernen voneinanander usw. usf. macht den Einzelnen und die Gesellschaft stark.
Es ist doch allein schon aus Zeitgründen ziemlich unklug wichtige Aufgaben auf relativ wenige Menschen zu verteilen.
(Aber die Hauptsache eine 60-Stundenwoche nach der anderen ;-)!)
Außerdem sind einzelne sehr unter Druck, wenn sie sich nicht mehr ausreichend entspannen, in sich gehen und reflektieren können und sie darüberhinaus das Gefühl haben, es hängt sehr viel davon ab, dass sie sozusagen rund um die Uhr einsatzbereit sind.
Keine einzelne wissenschaftliche Disziplin ist in der Lage sämtliche Aspekte dieser Krise abzudecken.
Da sind Psychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Ethiker und Mediziner z.B. gefragt.

Pippi 01.04.2020 21:47

Zitat:

Zitat von tri-memory (Beitrag 1521941)
Virologe Prof Streeck kritisiert bei Lanz Corona-Maßnahmen
https://www.youtube.com/watch?v=VP7La2bkOMo

Gutes Interview von beiden Seiten. Besten Dank

Lucy89 01.04.2020 21:58

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521908)
Ich finde, es kann einfach nicht sein, dass da dauernd schon relativ lange hervorgehoben wird, dass es darum geht den exponentiellen Verlauf der Infektionen zu verflachen und jetzt erst ganz allmählich auch darüber gesprochen wird, dass eben die Anzahl der durchgeführten Tests pro Zeiteinheit einen großen Effekt hat.
Das sind doch hochgebildete und intelligente Leute und es geht um enorm viel.
Mein Vertrauen sinkt, wenn ich darüber nachdenke.

Die Anzahl der durchgeführten Tests hat keinen Einfluss auf die tatsächliche Rate an Infektionen. Nur auf die Genauigkeit, mit der man diese schätzen kann.

Wenn ich heute 10000 Tests an zufälligen Personen mache und das mit der gleichen Anzahl in einer Woche wiederhole, werde ich eine etwas höhere Rate an Infizierten feststellen, obwohl ich nicht mehr getestet habe (denn die Epidemie läuft ja noch weiter).

Mache ich heute 10000000 Tests und das gleiche nächste Woche, werde ich ebenfalls eine Erhöhung feststellen, werde absolut aber etwas andere Werte sehen, da meine erste Schätzung deutlich fehlerbehafteter war.

Was ich damit sagen will: Wenn man viel testet, erhöht das die Sicherheit, mit der man Infektionsraten und damit letztendlich auch Mortalität schätzen kann. Es ändert aber nichts am Infektionsgeschehen an sich und es ändert auch nicht die WAHRE Kurve, die wir abflachen wollen, nicht. Aber es ändert natürlich Schätzungen dieser Kurve und die sind enorm wichtig.

ThomasG 01.04.2020 22:06

Ja - nur kommt es bei mir so an, dass eben oft alles sehr verkürzt und missverständlich dargestellt wird und das breit zugänglich.
Vorhin habe ich nebenbei die Tagesschau verfolgt.
Da wurde die Zahl der Infizierten genannt.
Das war aber die Zahl der nachweislich infizierten.
-> https://www.youtube.com/watch?v=bNBoyGVXSe0 (tagesschau 20:00 Uhr, 01.04.2020)

ThomasG 01.04.2020 22:28

Wie kann man Einfluß nehmen auf die Anzahl der nachweislich Infizierten im zeitlichen Verlauf?
U.a. durch die Veränderung der Anzahl der Tests pro Zeiteinheit.
Was wollen wir?
Wir wollen die tatsächliche zeitliche Zunahme an Infizierten möglichst stark verringern.
Warum schauen wir uns dann intensiv und oft die zeitlichen Verläufe der Zunahme der nachweislich Infizierten an?

Lucy89 01.04.2020 22:28

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521967)
Ja - nur kommt es bei mir so an, dass eben oft alles sehr verkürzt und missverständlich dargestellt wird und das breit zugänglich.

Natürlich. Denn die Realität ist, dass ein Großteil der Gesellschaft ohnehin nicht mehr aufnehmen wollen würde und könnte. Für die interessierten bleibt nur umfangreiche Selbstrecherche.

Lucy89 01.04.2020 22:32

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521971)
Warum schauen wir uns dann intensiv und oft die zeitlichen Verläufe der Zunahme der nachweislich Infizierten an?

Weil die nachweislich infizierten als Schätzer der generell Infizierten fungieren. Und je mehr wir testen, desto genauer wird dieser Schätzer. Insbesondere die Thematik der offenbar hohen Zahl an asymptomatisch Erkrankten macht die Schätzung meiner Meinung nach schwierig. Denn testes man nur Menschen mit Symptomen, wie es aktuell der Fall ist, wird man daraus nie eine verlässliche Information für eine wirkliche Rate an Infizierten erlangen können.

ThomasG 01.04.2020 22:37

Die Politiker sagen, dass wir bzw. sie sich die Entwicklung anschauen und dann entscheiden, ob Maßnahmen zurückgefahren werden.
Es klingt für mich oft so, als würde man auf die Zahlen schauen, die sich auf nachweislich infizierte Leute beziehen.
Das ist bzw. wäre für mich nicht gerade überzeugend und vertrauenserweckend.

Gute Nacht dann!

Lucy89 01.04.2020 22:46

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521975)
Die Politiker sagen, dass wir bzw. sie sich die Entwicklung anschauen und dann entscheiden, ob Maßnahmen zurückgefahren werden.
Es klingt für mich oft so, als würde man auf die Zahlen schauen, die sich auf nachweislich infizierte Leute beziehen.
Das ist bzw. wäre für mich nicht gerade überzeugend und vertrauenserweckend.

Gute Nacht dann!

Da hast du Recht, nur leider ist das die einzige Möglichkeit die wir aktuell haben, bis dann endlich mal mehr getestet wird. Gute Nacht!

ThomasG 02.04.2020 06:40

Hoffen wir mal, dass da bald repräsentative Erfassungen gemacht und ausgewertet werden und wir daraus mit hoher Zuverlässigkeit und Genauigkeit abschätzen können, wie hoch die Zahl der aktuell erkrankten Menschen und derer, die die Krankheit bezwungen haben und Immunkörper bilden können gegen das neue Coronavirus, in der gesamten Gesellschaft tatsächlich ist u.ä..
Ich meine Necon hätte erwähnt, dass man in Österreich so etwas aktuell gerade verfolgt bzw. begonnen wird.
Es gibt viele hochgebildete und intelligente Leute.
Die sind jetzt gefragt und die müssen halt auch mal von ihrem Elfenbeinturm herunterkommen, wenn sie der Gesellschaft aus einer großen Notlage helfen wollen und dabei auch in Kauf nehmen, dass man auch mal was auf die Mütze bekommt, wenn man sich öffentlich positioniert, einmischt oder sich darum bemüht Leuten mit Entscheidungsbefugnis u.ä. nach bestem Wissen und Gewissen zu beeinflussen.
Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1521857)
Also wenn ich richtig gelesen haben, wird die Stichprobengröße an die Bevölkerungszahl pro Bundesland angepasst. Die Auswahl erfolgt willkürlich übers Telefonbuch und getestet wird aus dem ausgewählten Haushalt die Person die als letztes Geburtstag hatte, egal ob diese Person bereits getestet wurde und wie das Ergebnis des Tests war. (Anscheinend ist das ein anerkanntes Vorgehen für Statistiken)
Soweit mein Wissensstand. Ergebnis sollte bist zum Wochenende vorliegen!


El Stupido 02.04.2020 06:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521909)
Ich schätze ihn als Gesundheitsexperten, aber er ist eben auch Politiker und kein Virenexperte oder hierfür spezialisierter Arzt.

(...)

Zitat:

Studium der Medizin in Aachen, Texas (USA) und Düsseldorf (Promotion zum Dr. med.).
Studium der Epidemiologie und Gesundheitsökonomie (Health Policy and Management), Promotion an der Harvard Universität in Boston, USA.
Quelle:

https://www.karllauterbach.de/karl-lauterbach

Ich dachte von daher schon, dass er speziell auch auf diesem Gebiet bewandert ist.

poldi 02.04.2020 07:12

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521904)
Die 300 000 Tests sind nur eine Schätzung, da negative Tests im Gegensatz zu positiven nicht meldepflichtig sind. Ob sich die Meldepflichten für Labors und Gesundheitsämter neuerdings geändert hat, weiß ich nicht.

Ich habe gestern einen Rachenabstrich bei einem befreundeten Kollegen machen lassen und bei einem privaten Labor untersuchen lassen. Der für offizielle Tests vorgesehene KV-Notdienst, über dessen Hotline (116117) ich mich eigentlich letzten Freitag mit großem Zeitaufwand in diversen Telefon-Warteschleifen für eine Testung angemeldet hatte, hat bis heute nichts bei mir hören lassen, so dass ich gestern den Abstrich selbst organisiert habe, was ich evt. besser gleich letzte Woche hätte machen sollen.

Dieser selbst organisierte Abstrich wurde heute mittag als negativ gemeldet

:Blumen: freut mich sehr, weiter alles erdenklich Gute am deine Familie :Huhu:

Trillerpfeife 02.04.2020 07:33

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1521983)
Quelle:

https://www.karllauterbach.de/karl-lauterbach

Ich dachte von daher schon, dass er speziell auch auf diesem Gebiet bewandert ist.

Ich glaube es ging vorrangig um seine Aussage zu den Langzeitschäden. Ob es solche gibt kann jetzt noch keiner beurteilen, sondern nur vermuten.

goetzi 02.04.2020 07:43

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1521971)
Wir wollen die tatsächliche zeitliche Zunahme an Infizierten möglichst stark verringern.
Warum schauen wir uns dann intensiv und oft die zeitlichen Verläufe der Zunahme der nachweislich Infizierten an?

Dann kann ich dir diesen Graph empfehlen, er stellt die Neuinfektionen/Gestorbenen in Bezug zur Gesamtmenge an Infizierten/Gestorbenen (also ohne zeitliche Betrachtung). Mit Hilfe der logarithmischen Skalar kann man sehr gut erkennen, ob die Kurve abflacht.

https://aatishb.com/covidtrends/

qbz 02.04.2020 07:51

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1521909)
.....
Das mit bleibenden Schäden ist selbstverständlich bei schweren Verläufen aktuell nicht auszuschließen, deshalb kann dazu, da es ja noch keine Langzeituntersuchungen von Überlebenden schwerer Covid-19-Infekte gibt, auch keine zuverlässige Aussage getroffen werden.
......

Lauterbach hat seine Aussage, dass infolge der länger andauernden künstlichen Beatmung bei zahlreichen Covid-19 Patienten mit bleibenden Lungenschädigungen zu rechnen ist, gestern am 1.4. bei Lanz wiederholt. Er bezog sich auf Erfahrungen und Untersuchungen der Intensivmedizin generell mit länger andauernder künstlicher Beatmung, wo ja durchaus schon Langzeituntersuchungen vorliegen müssten, und nicht speziell auf Covid-19 Patienten. Es wäre zudem bei älteren künstlich beatmeten Patienten in manchen Fällen mit einer Beeinträchtigung, Schwächung von Gehirnfunktionen zu rechnen.

Ausserdem vertrat er deswegen die Meinung bzw. die Strategie, man müsse die Pandemie jetzt so stark eindämmen, so dass man wieder mit der Isolation einzelner Infizierter und der Kontaktpersonen eine weitere Ausbreitung stoppen kann. Ich fände das sehr beruhigend und optimal, würde das gelingen, bin aber eher in der Hinsicht eher skeptisch gestimmt.

Zum Mundschutz meinte er, das Tragen im ÖPNV und beim Einkaufen und in konkreten Situationen würde natürlich einen positiven Effekt haben, man könne das nur nicht zur Pflicht machen, weil es an Material fehlt. Wäre das Material vorhanden, würde er sich dafür aussprechen.

Heiner Lauterbach im Interview bei Lanz. Ab 26:00 min

Lucy89 02.04.2020 08:11

Zitat:

Zitat von goetzi (Beitrag 1521992)
Dann kann ich dir diesen Graph empfehlen, er stellt die Neuinfektionen/Gestorbenen in Bezug zur Gesamtmenge an Infizierten/Gestorbenen (also ohne zeitliche Betrachtung). Mit Hilfe der logarithmischen Skalar kann man sehr gut erkennen, ob die Kurve abflacht.

https://aatishb.com/covidtrends/

Ich glaube die Frage bezog sich eher darauf, wieso wir immer nur um die nachweislich Infizierten betrachten anstatt alles zu versuchen, die tatsächliche Anzahl an Infizierten zu ermitteln.
Sämtliche Kurven können natürlich nur die nachweislich Infizierten darstellen. Ich finde das allerdings auch schon einen großen Informationsgewinn.


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