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Tobi F. 26.04.2018 16:43

Vielen Dank für den Link.
Ich hatte mir fast schon gedacht, dass es biomechanische Gründe hat.

Sculling (oder wie mein Trainer sagt, "Scheibenwischer") empfinde ich eher eine Übung um den Ellbogen hoch zu halten, und den Unterarm anzustellen.

Mal schauen, wie ich mich demnächst mit der 90° Problematik auseinander setze.

Schnodo, Du verwendest das Zugseil im Stehen... Treppengeländer ?

schnodo 26.04.2018 17:04

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1375475)
Sculling (oder wie mein Trainer sagt, "Scheibenwischer") empfinde ich eher eine Übung um den Ellbogen hoch zu halten, und den Unterarm anzustellen.

Ich finde, es kommt darauf an, worauf man sich konzentriert. Beim Sculling - nicht zu verwechseln mit "Rudern" mit großer Amplitude - findet die Bewegung in einem sehr begrenzten Rahmen statt. Man hat man eine vergleichsweise gute Kontrolle über den Weg den Arm und Hand zurücklegen und kann deswegen z.B. auch mit der Distanz zum Brustkorb spielen sich erarbeiten, wie sich die Annäherung der Hand an den Oberkörper im Wasser anfühlt und den Unterschied zwischen zu viel und zu wenig erspüren.

Aber da ist sicherlich jeder anders gestrickt und was für mich funktioniert, ist vielleicht für Dich gar nicht hilfreich. :)

PS: Und wenn ich mir anschaue, wie lange ich schon mit meiner Schwimmerei vor mich hingurke, muss man mich vielleicht auch nicht unbedingt als Vorbild nehmen. :Cheese:

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1375475)
Schnodo, Du verwendest das Zugseil im Stehen... Treppengeländer ?

Ja, da bin ich in einer Körperhaltung, die dem Schwimmen sehr nahe kommt.

Die Alternativen habe ich ausprobiert und für schlecht befunden. Nach vorne beugen finde ich unbequem und unnatürlich wegen des abgeknickten Oberkörpers. Wenn ich mich auf eine Bank lege, kann ich nicht rotieren.

mcbert 26.04.2018 19:59

Sculling hab ich lange unterschätzt. Mittlerweile fester Bestandteil fast jeder Trainingseinheit vorallem wenn ich merke, dass ich das Wasser nicht gut fasse. Beim losschwimmen dann 10-20m sculling wirkt wahre Wunder.
Führe diese je nach Bedarf nur mit den Händen am Rand aus https://youtu.be/QrKzEkFKu5g (übrigens auch top für kleine Hotelpools) oder wie in Schnodos Video (nicht nur vorne sondern auch mittig oder auf Popo Höhe).
Was ich wichtig finde, sich nicht nur auf den Druck auf den Handflächen verlassen sondern diesen auch am Unterarm spüren.

mon_cheri 26.04.2018 21:10

Das hier so gelobte Buch lag heute im Briefkasten. Ich muss sage es ist schon ungewohnt ein Sachbuch (noch dazu in einer mir nicht sehr bekannten Thematik) auf englisch zu lesen. Bin gespannt, wieviel davon ich dann tatsächlich verstehe.

schnodo 26.04.2018 23:16

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1375534)
Was ich wichtig finde, sich nicht nur auf den Druck auf den Handflächen verlassen sondern diesen auch am Unterarm spüren.

Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Wenn ich nicht gerade eine Faust mache, muss ich ziemlich lange scullen bis ich auf den Unterarmen was fühle.

Zitat:

Zitat von mon_cheri (Beitrag 1375549)
Das hier so gelobte Buch lag heute im Briefkasten. Ich muss sage es ist schon ungewohnt ein Sachbuch (noch dazu in einer mir nicht sehr bekannten Thematik) auf englisch zu lesen. Bin gespannt, wieviel davon ich dann tatsächlich verstehe.

Sheila drückt sich glücklicherweise ziemlich klar aus. Ich schätze, wenn Du Dich mit den anfangs ungewohnten Begriffen vertraut gemacht hast, wirst Du gar nicht mehr merken, dass es ein englisches Buch ist. :)

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Animiert von der Diskussion hier habe ich heute bei macoios Eisenbahnschienen vermehrt den passiven Arm angelegt statt ihn nach vorne ausgestreckt zu lassen. Wie so oft habe ich wieder meine Linke Seite beobachtet, die sich gewohnt störrisch zeigt. Nachdem ich in letzter Zeit aber desöfteren geübt habe, den linken Arm näher am Brustkorb zu führen, ist mir recht schnell aufgefallen, dass ich bei den Schienen nahezu senkrecht nach unten greife, wenn der andere Arm angelegt ist. :-((

Ich musste mich sehr zwingen, dieses Muster zu durchbrechen und bewusst viel, viel höher zu ziehen. Und, oh Wunder, auf einmal war es kein so schlimmes Gehampel mehr und es stellte sich fast so etwas wie ein Rhythmus ein.

Bislang hatte ich angenommen, dass die ungleichmäßige Rotation das Problem war und hatte mich gewundert, warum es keine vollständigen Erfolg bringt wenn ich bewusst weiter rotiere. Nun weiß ich, dass die Korrektur der Armbewegung gefehlt hat. Ich muss also gleichmäßig rotieren und näher an der Brust ziehen.

Bei der ganzen Sache habe ich natürlich komplett vergessen, dass ich eigentlich meinen Latissimus aktivieren wollte...

Meine Schwimmerei gleicht einem elend langen Herantasten an ein Fass ohne Boden. :Lachen2:

Su Bee 27.04.2018 09:45

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1375573)

Meine Schwimmerei gleicht einem elend langen Herantasten an ein Fass ohne Boden.

Ich bin noch nicht mal soweit, dass ich das meiste verstehe was ihr schreibt :confused:
Aber wenn ich groß bin lerne ich auch schwimmen! :o
(ich hoffe auf den nächsten Winter...)

Tobi F. 27.04.2018 09:49

Ich stand gerade beim Zähneputzen vor dem Spiegel und hab mir den Bewegungsablauf nochmal angeschaut. Dabei ist mir was aufgefallen.
Wenn man im Trockenen den idealen Ablauf durchprobiert:
Arm strecken. Dann Unterarm um 90° nach unten (also senkrecht zur Wasseroberfläche) anstellen. Dann ist die Hand ungefähr soweit unterhalb der Wasseroberfläche, wie der Unterarm lang ist.
Wenn ich nur den die Position auf Höhe der Schulter ziehe, ergibt sich ja die Klammer < auf der linken Seite.
Vom Gefühl her ist die Hand bei 90° Ellbogenwinkel jetzt aber näher an der Brust, als vorhin beim Anstellen.

Rein Mathematisch gesehen, bei einem gleichschenkligen Dreieck, müsste bei einem 90° Winkel die Hand "1,4x Unterarm" von der Schulter entfernt sein.

Möglicherweise trügt es jedoch, dass mangels Beweglichkeit bei der ersten Phase die Anstellung nicht so funktioniert, dass der Ellbogen immer noch auf Wasserobeflächen-Höhe ist, sondern eher etwas tiefer. Und genau so ist dann die Hand mehr als "Unterarmlang" von der Wasseroberfläche entfernt. Und wenn sie dann waagerecht weiter gezogen wird, entsprechend auch tiefer.... Und zack bum, schon ist der Ellbogen-Winkel nicht mehr 90°....

Hmmmm.

Oh je.... wenn ich den Text nochmal durchlese, kann ich mir fast selbst nicht folgen.
Ich hoffe, schnodo kann es. ;-)

schnodo 27.04.2018 14:10

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1375631)
Ich bin noch nicht mal soweit, dass ich das meiste verstehe was ihr schreibt :confused:

Ein theoretisches Verständis ist keine Voraussetzung für eine gute Schwimmperformance - und umgekehrt. :Lachen2:


Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1375635)
Oh je.... wenn ich den Text nochmal durchlese, kann ich mir fast selbst nicht folgen.
Ich hoffe, schnodo kann es. ;-)

Der hat auch seine Probleme damit. ;)

Das kann daran liegen, dass mir nicht klar ist, was Du als Bezugspunkt gewählt hast.

Deshalb zur Klarstellung: Ich denke, der 90°-Winkel soll zwischen Ober- und Unterarm vorhanden sein, zu dem Zeitpunk, wo sich die Hand auf Schulterhöhe befindet.

Wenn man diesen Winkel gleich hält, so lässt sich dennoch über Schulter- und Längsachenrotation die Entfernung zum Brustkorb ändern, auch wenn natürlich die Entfernung zur Schulter immer gleich bleibt - man kann ja nicht das Schultergelenk verschieben. :)
Man liegt ja überlicherweise nicht den ganzen Zug über wie ein Brett auf dem Wasser, sondern der Zug bewirkt auch eine Änderung der Körperlage.


Bildinhalt: Brust-Daumen-Abstand


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