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DeRosa_ITA 02.12.2010 20:26

Allerbeste Besserung! Geh es ruhig an Triduma, ich drück Dir ganz fest die Daumen!

maifelder 02.12.2010 20:44

Zitat:

Zitat von Kiwi03 (Beitrag 499084)
Die ganze Sache mit Darm etc und PH wert übrigens auch..:Cheese:

Das hat mir Pinkpoison auch schon geschrieben, auch wenn mir die Zusammenhänge nicht ganz klar sind, glaube ich schon dass mir eine gesunde Ernährung einpaar weniger Probleme bescheren würde.

pinkpoison 03.12.2010 08:33

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 500529)
Das hat mir Pinkpoison auch schon geschrieben, auch wenn mir die Zusammenhänge nicht ganz klar sind, glaube ich schon dass mir eine gesunde Ernährung einpaar weniger Probleme bescheren würde.

Kurz & knapp:
  • Muskuläre Probleme wie myofasziale Triggerpunkte im Muskelbauch (Myogelosen, Muskelhartspann) sowie Triggerpunke im Übergang von Sehne zu Muskel werden - so eine von diversen in der Fachliteratur diskutierte Wurzel des Problems - durch Ablagerung sauerer Stoffwechselabfallprodukte im Bindegewebe, den Muskeln und Gelenken, die von Leber, Niere, Lunge, Haut nicht ausgeschieden werden können (mit)verursacht.
  • Im Falle von kristallinen Harnsäuredepots spricht man dann von Gicht. Aber es geht nicht nur um Harnsäure, sondern um alle anderen Stoffwechselabfälle, die durch eine per saldo säureüberschüssige Ernährung entstehen.
  • Der Körper hat körpereigene Puffersysteme, um Säure zu neutralisieren und auszuscheiden. Werden diese Puffer- und Ausscheidungskapazitäten überschritten, finden Ablagerungen im u.a. Bindegewebe statt, die den Informationsfluss und das Lymphsystem sabotieren. Dies trägt dann zur Entstehung von Triggerpunkten bei. In Triggerpunkten selbst herrscht ein sehr saures Millieu vor, was die Naturmedizin seit Jahrzehnten postuliert hat und was eine schulmedizinische Studie 2005 eindrucksvoll bestätigen konnte (http://jap.physiology.org/cgi/reprint/99/5/1977.pdf).
  • Hinzu kommen noch recht komplexe Effekte auf den Säure-Basen-Haushalt, die von den Bakterien und ggfls. Pilzen (Candida albicans) der Darmflora her rühren, die ich hier nicht näher eingehen will.

Grob dargestellt:

Welche Nahrungsmittel sind Säurebildner und damit deutlich zu reduzieren, wenn man muskuläre Probleme, Probleme mmit Sehnen(ansätzen) oder Gelenken (bis hin zur Gicht) hat:
  • Fleisch
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte (inkl. Erdnüsse)
  • Getreide(produkte)
  • Milchprodukte (mit Ausnahme von Molke)
  • isolierte Zucker.

Welche Nahrungsmittel sind Basenbildner:
  • Obst
  • Gemüse
  • Salate

Neutral sind: Fette und Öle, viele Nüsse

Wie Ihr aus meinen Artikeln zur Paleo-Ernährung wisst, sollte man generell auf eine Relation von basen- zu säurebildenden Nahrungsmitteln von optisch auf dem Teller von 70/30 achten. Wenn man akute Probleme hat so sollte man bis zur spürbaren Besserung auf 80/20 oder sogar 90/10 gehen und den größten Teil der Nahrung in Form von Rohkost zu sich nehmen.

100/0 würde ich lassen, um zumindest 10% der Nahrung bevorzugt aus Omega-3-reichem fetten Fisch, der nebenbei auch essentielle Aminosäuren liefert, zu bestreiten. Dies trägt zur Bekämpfung von entzündlichen Begleitprozessen über den Eicosanoidstoffwechsel bei.

Die Leber als Entgiftungsorgan belastende Nahrungsmittel wie Kaffee, Tee und Alkohol sollten gemieden und viel getrunken werden.

Mein persönlicher praxisbewährter Tipp für eine Trinkkur zur Unterstützung einer Entsäuerung: Mineralarmes (am besten destilliertes) Wasser mit reichlich frisch gepresstem Zitronensaft (bis zu 3 Liter täglich).

Anorganisch gebundene Mineralien (insb. Carbonate) in Mineralwässern und -Tabletten werden auf zellulärer Ebene schlecht resorbiert und tragen sogar nach h.M. in der Naturmedizin zur Bildung von Ablagerungen bei, während organisch gebundene Mineralien (zb. Citrate) wie sie in Obst und Gemüse natürlicherweise vorliegen, prima resorbiert werden.

Wenn man Basenpulver verwenden will deshalb unbedingt darauf achten, dass die Mineralien in Form von organischen Verbindungen vorliegen. Generell halte ich von Basenpulvern nicht viel und rate zu einer obst- und gemüselastigen Rohkost sowie frisch gepressten, unpasteuriserten (!!!) Obst- und Gemüsesäften. Der Burner und "Muskelweichmacher" hier: Frisch bereiteter Saft aus Karotten, Rote Beete und Spinat - 1 Liter täglich. Zusätzlich reichlich frisch gepresster Saft )und/oder ganze Früchte) aus Orangen und/oder Grapefruits und/oder Weintrauben.

Destilliertes Wasser mit Zitronensaft
löst nahezu schon spürbar (meine subjektive Erfahrung) Ablagerungen auf und beschleunigt - als temporäre Kur über 1-2 Wochen verstanden, nicht als Dauerlösung! - den Entsäuerungsprozess. Da ich die einschlägigen Miesmacher und notorischen Skeptiker im Elfenbeinturm spätestens an diesem Punkt schon beim Tastaturpolieren sehe: Einfach mal ausprobieren - das nivelliert sämtliche theoretischgrau begründbaren Zweifel.

Das soll als "Kurz&Knapp" genügen - auf Details wie extrazelluläre und intrazelluläre Entsäuerung, Darmsanierung etc. will ich hier nicht eingehen. Sollte generelles Interesse am Thema bestehen, könnte ich ja vielleicht ein Essay dazu schreiben und hier publizieren. Ich bitte ggfls. um Feedback.

Gruß Robert

maifelder 03.12.2010 08:46

Ok, auch wenn es mir nicht leicht fallen wird, ich werde mich mal 4 Wochen zusammenreißen und mal einpaar Dinge ändern.

Ich hoffe, die 4 Wochen genügend, um eine Veränderung feststellen zu können.

Kiwi03 03.12.2010 08:54

ich sachs ja immer, Leute trinkt Gemüsebrühe...

pinkpoison 03.12.2010 08:58

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 500817)
Ok, auch wenn es mir nicht leicht fallen wird, ich werde mich mal 4 Wochen zusammenreißen und mal einpaar Dinge ändern.

Ich hoffe, die 4 Wochen genügend, um eine Veränderung feststellen zu können.

Probieren geht über studieren - Du wirst sehen, dass es Dir in vielerlei Hinsicht gut tun wird. Ob vier Wochen reichen, kann man schwer sagen, denn je nach Übersäuerungsgrad kann sich eine komplette Entsäuerung und Remineralisierung gut und gerne auch über bis zu drei Jahre hinziehen, wenn man der einschlägigen Literatur Glauben schenken will. Man kann halt die Folgen einer jahrzehntelangen Fehlsteuerung des Stoffwechsels nicht in wenigen Tagen ungeschehen machen...

In jedem Fall wirst Du merken, das sich was ändert - das dann kombiniert mit Physiotherapie, angepasstem Schuhwerk etc., wird den ein oder anderen Aha-Effekt bei Dir zur Folge haben und Du wirst endlich wieder schmerzfrei laufen können. Nie die Zuversicht verlieren!

Entscheidend ist der Punkt, an dem man die volle Verantwortung für seine eigene Gesundheit selbst übernimmt und sie nicht (mehr) an Ärzte und Pharmaindustrie delegiert. Wenn man den Punkt überschritten hat, gehts nur noch aufwärts - wirst schon sehen!

Gruß und viel Erfolg!

Robert

fitschigogeler 03.12.2010 10:05

Zitat:

Zitat von pinkpoison (Beitrag 500809)
Kurz & knapp:
  • Muskuläre Probleme wie myofasziale Triggerpunkte im Muskelbauch (Myogelosen, Muskelhartspann) sowie Triggerpunke im Übergang von Sehne zu Muskel werden - so eine von diversen in der Fachliteratur diskutierte Wurzel des Problems - durch Ablagerung sauerer Stoffwechselabfallprodukte im Bindegewebe, den Muskeln und Gelenken, die von Leber, Niere, Lunge, Haut nicht ausgeschieden werden können (mit)verursacht.
  • Im Falle von kristallinen Harnsäuredepots spricht man dann von Gicht. Aber es geht nicht nur um Harnsäure, sondern um alle anderen Stoffwechselabfälle, die durch eine per saldo säureüberschüssige Ernährung entstehen.
  • Der Körper hat körpereigene Puffersysteme, um Säure zu neutralisieren und auszuscheiden. Werden diese Puffer- und Ausscheidungskapazitäten überschritten, finden Ablagerungen im u.a. Bindegewebe statt, die den Informationsfluss und das Lymphsystem sabotieren. Dies trägt dann zur Entstehung von Triggerpunkten bei. In Triggerpunkten selbst herrscht ein sehr saures Millieu vor, was die Naturmedizin seit Jahrzehnten postuliert hat und was eine schulmedizinische Studie 2005 eindrucksvoll bestätigen konnte (http://jap.physiology.org/cgi/reprint/99/5/1977.pdf).
  • Hinzu kommen noch recht komplexe Effekte auf den Säure-Basen-Haushalt, die von den Bakterien und ggfls. Pilzen (Candida albicans) der Darmflora her rühren, die ich hier nicht näher eingehen will.

Grob dargestellt:

Welche Nahrungsmittel sind Säurebildner und damit deutlich zu reduzieren, wenn man muskuläre Probleme, Probleme mmit Sehnen(ansätzen) oder Gelenken (bis hin zur Gicht) hat:
  • Fleisch
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte (inkl. Erdnüsse)
  • Getreide(produkte)
  • Milchprodukte (mit Ausnahme von Molke)
  • isolierte Zucker.

Welche Nahrungsmittel sind Basenbildner:
  • Obst
  • Gemüse
  • Salate

Neutral sind: Fette und Öle, viele Nüsse

Wie Ihr aus meinen Artikeln zur Paleo-Ernährung wisst, sollte man generell auf eine Relation von basen- zu säurebildenden Nahrungsmitteln von optisch auf dem Teller von 70/30 achten. Wenn man akute Probleme hat so sollte man bis zur spürbaren Besserung auf 80/20 oder sogar 90/10 gehen und den größten Teil der Nahrung in Form von Rohkost zu sich nehmen.

100/0 würde ich lassen, um zumindest 10% der Nahrung bevorzugt aus Omega-3-reichem fetten Fisch, der nebenbei auch essentielle Aminosäuren liefert, zu bestreiten. Dies trägt zur Bekämpfung von entzündlichen Begleitprozessen über den Eicosanoidstoffwechsel bei.

Die Leber als Entgiftungsorgan belastende Nahrungsmittel wie Kaffee, Tee und Alkohol sollten gemieden und viel getrunken werden.

Mein persönlicher praxisbewährter Tipp für eine Trinkkur zur Unterstützung einer Entsäuerung: Mineralarmes (am besten destilliertes) Wasser mit reichlich frisch gepresstem Zitronensaft (bis zu 3 Liter täglich).

Anorganisch gebundene Mineralien (insb. Carbonate) in Mineralwässern und -Tabletten werden auf zellulärer Ebene schlecht resorbiert und tragen sogar nach h.M. in der Naturmedizin zur Bildung von Ablagerungen bei, während organisch gebundene Mineralien (zb. Citrate) wie sie in Obst und Gemüse natürlicherweise vorliegen, prima resorbiert werden.

Wenn man Basenpulver verwenden will deshalb unbedingt darauf achten, dass die Mineralien in Form von organischen Verbindungen vorliegen. Generell halte ich von Basenpulvern nicht viel und rate zu einer obst- und gemüselastigen Rohkost sowie frisch gepressten, unpasteuriserten (!!!) Obst- und Gemüsesäften. Der Burner und "Muskelweichmacher" hier: Frisch bereiteter Saft aus Karotten, Rote Beete und Spinat - 1 Liter täglich. Zusätzlich reichlich frisch gepresster Saft )und/oder ganze Früchte) aus Orangen und/oder Grapefruits und/oder Weintrauben.

Destilliertes Wasser mit Zitronensaft
löst nahezu schon spürbar (meine subjektive Erfahrung) Ablagerungen auf und beschleunigt - als temporäre Kur über 1-2 Wochen verstanden, nicht als Dauerlösung! - den Entsäuerungsprozess. Da ich die einschlägigen Miesmacher und notorischen Skeptiker im Elfenbeinturm spätestens an diesem Punkt schon beim Tastaturpolieren sehe: Einfach mal ausprobieren - das nivelliert sämtliche theoretischgrau begründbaren Zweifel.

Das soll als "Kurz&Knapp" genügen - auf Details wie extrazelluläre und intrazelluläre Entsäuerung, Darmsanierung etc. will ich hier nicht eingehen. Sollte generelles Interesse am Thema bestehen, könnte ich ja vielleicht ein Essay dazu schreiben und hier publizieren. Ich bitte ggfls. um Feedback.

Gruß Robert


Sensationeller Post! :Danke:

Endlich mal alles in ein paar Zeilen zusammengefasst und Tipps mit Praxisbezug dabei!
Ich verbrenn meine Schlaumeier-Bücher und druck das aus.

Ein Essay dazu würde mich brennend interessieren.

Adrenalino 10.12.2010 09:24

Jedes Jahr im Winter die gleiche Kacke......

Patient : Adrenalino
Symptome : seit 1 Woche Rüsselpest, seit heute zusätzlich Ohrenschmerzen und schmerzende Bronchien
Diagnose : Klassische Erkältung würd ich mal sagen!
Therapie : Seit 1 Woche pflanzlicher Kram und Vitamine in Höchstdosen plus Empfehlung hier ausm Forum ( L-Glutamin, Selen, Acetylcystein usw ), hat nix gebracht, läuft wohl auf AB hinaus
Training : Vor 1 Woche sofort ausgesetzt, seitdem nix, niente, nada, rien.

Allen Mitleidenden gute Besserung!

Ciao

Michael


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