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Freizeitathlet 28.03.2020 14:39

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520771)
Ja. bin zugegebenermaßen im Augenblick etwas dünnhäutig, was damit zusammenhängt, dass ich auch in meinem privaten Umfeld und selbst Berufsumfeld laufend denselben Argumenten begegne, selbst von unserer Klinikleitung und das Gefühl habe, Diskussionen führen zu müssen, die sich angesichts der Realität in anderen Ländern (zuletzt New York) längst erledigt haben.

Dass ich seit gestern mich selbst mit typischen Covid-19-Symptomen krank melden musste, nachdem ich vorher zwei Wochenenden durcharbeiten musste (als Kompensation für zwei schon da erkrankte Kollegen, von denen einer mittlerweile positiv auf Covid-19 getestet wurde) trägt auch nicht zur inneren Ausgeglichenheit bei.

Ich weiß jetzt auch, wie schwierig bis unmöglich es aktuell ist, in unserem Landkreis getestet zu werden: rund zweieinhalb Stunden habe ich gestern in Warteschleifen verbracht und wenn ich nicht in der unmittelbaren Patientenversorgung, somit also systemkritisch tätig wäre, hätte man bei überfordertem kassenärztlichem Notdienst nichtmal meine Personalien aufgenommen. Bis jemand zu uns nach Hause kommt und einen Abstrich nimmt, kann es laut der Sekretärin an der Hotline noch Tage dauern.
Vor dem Hintergrund ist den offiziellen Infektzahlen in Deutschland trotz insgesamt relativ vieler Tests im Vergleich zu manchen Nachbarländern, natürlich absolut nicht zu trauen.

Wünsche Dir eine schnelle Genesung!

Körbel 28.03.2020 14:59

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1520732)
Das glaube ich Dir sofort, dass Du das gut verkraftest und dass es Dir nicht viel ausmacht. Denn Hand aufs Herz: Was hat sich für dich bislang grossartig geändert seit der Ausgangssperre?

Du musst nicht um deinen Job fürchten oder fragst dich täglich, wann und wie du wieder Deinen Lebensunterhalt verdienen kannst?!

Und wenn Du raus an die frische Luft willst ist, dann ist Dein Grundstück gross genug um einfach rauszugehen. Keine Polizei da, die dich nach Personalien fragt oder wissen will wo Du gerade hingehen willst.

Nun ich darf nicht radfahren, ich darf nicht wandern gehen und selbst mit dem Traktor fahren kann Probleme geben, da ich ein Stück über eine öffentliche Strasse fahren müsste und ich kein eingetragener Campesino bin.

Das ich nicht um meinen Job fürchten muss, ist natürlich ein dickes Plus, hat aber meiner Frau und mir verdammt viel abverlangt.

Klar ich kann jederzeit raus, Polizei fährt in unserer Einöde nicht rum, würde sich nicht lohnen.
Bei uns gehen im Moment fast jeden Tag Leute spazieren, die fühlen sich halt sicher.
Sollen sie mal machen.

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1520734)
Bei Körbel vermisse ich die Weitsicht.

Ist bei der Aussgangssperre auch schwer und bei dem Dauerregen sieht man auch nicht sehr weit.:Cheese:

So solls weiter gehen.
https://www.eltiempo.es/canalosa-alt...a&c=prediction

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1520751)
Auch ein wenig die Erkenntnis, daß man auch ohne Ausgangssperre zu Hause bleiben darf, wenn es einem um die eigene Gesundheit geht ... ;)

Tja würde ich auch ohne Ausgangssperre machen, nur mein MTB würde ich nicht so vernachlässigen.

Körbel 28.03.2020 15:04

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1520779)
Getestet wird weder er noch die Ehefrau. Der Arzt hat dazu geraten, 2 Wochen Zuhause zu bleiben. Soviel zur Statistik.

Wasser auf die Mühlen mancher Verschwörungstheorie.

Alles Gute an Hafu, du schaffst das locker.:Huhu:

Weißer Hirsch 28.03.2020 15:59

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520771)

Dass ich seit gestern mich selbst mit typischen Covid-19-Symptomen krank melden musste, nachdem ich vorher zwei Wochenenden durcharbeiten musste (als Kompensation für zwei schon da erkrankte Kollegen, von denen einer mittlerweile positiv auf Covid-19 getestet wurde) trägt auch nicht zur inneren Ausgeglichenheit bei.

Hafu, ich lese diesen Faden vor allem wegen deiner immer sehr aktuellen und fundierten Beiträge. Vielen Dank dafü möchte ich einmal sagen. Und vor allem gute Besserung. Ich hoffe du übersiehst das gut. Und natürlich auch Jens alles Gute. Verrückte Zeiten, lasst uns hoffen das wir es alle gut überstehen und wir bald wieder über bessere Themen schreiben können. Viele Grüße aus Dresden

ThomasG 28.03.2020 16:20

Alles Gute Hafu!
Alles Gute Jens!
Und alles Gute für alle anderen, die wissen oder befürchten sich infiziert zu haben!
Ich möchte bei keinem einzigen Menschen Ängste vergrößern.
Die ganze Situation ist schon sehr krass und da werden wohl einige Menschen das ungute Gefühl haben, dass da einiges nicht stimmt oder stimmen kann.
Meine Zweifel habe ich heute Morgen halt mal ausgesprochen.

Hoppel 28.03.2020 16:31

Gute Besserung Hafu :bussi: und schnelle und vollständige Genesung :Blumen:

ThomasG 28.03.2020 16:33

Podcast der Kanzlerin: „Ich bitte Sie, geduldig zu sein“: https://www.youtube.com/watch?v=USQV6krku8E

ThomasG 28.03.2020 16:34

Podcast - Kekulé #11: Wie der Exit aus den Anti-Corona-Maßnahmen laufen soll | MDR aktuell | MDR: https://www.youtube.com/watch?v=6CbU_1zBb78

FlyLive 28.03.2020 16:42

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1520804)
Podcast der Kanzlerin: „Ich bitte Sie, geduldig zu sein“: https://www.youtube.com/watch?v=USQV6krku8E

Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Vier Seniorenpaare die den gemeinsamen Weg radeln und sich alle kennen, sind eben auch 8 Leute in einer Gruppe und keine 4 Paare.

qbz 28.03.2020 16:43

Zitat:

Zitat von Marsupilami (Beitrag 1520781)
Ganz ehrlich, das mag vielleicht ärgerlich sein, aber was soll man erwarten wenn nur diejenigen getestet werden die Symptome haben UND im Risikogebiet waren oder mit nem positiv getesteten engen Kontakt hatten (so oder so ähnlich ist doch glaub die aktuelle Lage in D oder?)? Da ist doch logisch, dass es ne riesige Dunkelziffer gibt. Die mag in D kleiner sein als in anderen europäischen Ländern, aber immer noch riesig.

Ich verstehe nicht, warum das jetzt für manche so verwunderlich ist.

Hafu und Jens, alles Gute euch!

Seit dem 25.3. hat das RKI seine Kriterien für Tests geändert. Notwendig sind allein noch Symptome.

"Eine Testung ist grundsätzlich bei symptomatischen Personen entsprechend der Empfehlungen des RKI (www.rki.de/covid-19-falldefinition) sowie im Rahmen der differentialdiagnostischen Abklärung empfohlen, wenn ein klinischer Verdacht besteht aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden, die mit einer COVID-19-Erkrankung vereinbar sind und eine Diagnose für eine andere Erkrankung fehlt, die das Krankheitsbild ausreichend erklärt (s. hierzu auch das jeweils aktuelle Flussdiagramm des RKI sowie die Angaben der KBV zur Vergütung der Leistungen)."

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...tung_nCoV.html

BananeToWin 28.03.2020 16:45

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Vier Seniorenpaare die den gemeinsamen Weg radeln und sich alle kennen, sind eben auch 8 Leute in einer Gruppe und keine 4 Paare.

Den Eindruck habe ich auch.



@Hafu: Bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe. Du wirst einen Test kriegen in den nächsten Tagen, hast aber noch keinen konkreten Termin? Dann würde es nochmal Tage dauern bis du das Ergebnis hast. Und bis dahin bist du jetzt auch nicht an der Arbeit, richtig?

qbz 28.03.2020 16:51

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Vier Seniorenpaare die den gemeinsamen Weg radeln und sich alle kennen, sind eben auch 8 Leute in einer Gruppe und keine 4 Paare.

Die jüngeren Kinder bei uns aus den kleinen Dörfern könnten genauso gut in die KITA oder Schule gehen. Nachbarn übernehmen wechselnd wochentags die Betreuung für alle, fahren gemeinsam zum Angeln und Hütten bauen in den Wald oder sie treffen sich auf einem Hof zum Spielen, wo sie zu 6 gemeinsam auf dem Trampolin rumspringen. ......

ThomasG 28.03.2020 17:28

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1520805)
Podcast - Kekulé #11: Wie der Exit aus den Anti-Corona-Maßnahmen laufen soll | MDR aktuell | MDR: https://www.youtube.com/watch?v=6CbU_1zBb78

Gegen Ende wird über die Frage gesprochen, ob in den Schulen Mundschutz getragen werden sollte, sobald die Schulen wieder geöffnet werden.
Kekulé meint von älteren Schülern könnte man das vielleicht schon erwarten, aber eine solche Maßnahme für Kinder hält er für nicht angemessen.
Kurz danach folgt dann die Frage, ob Lehrer Mundschutz tragen sollten und das befürwortet er.
Mundschutz ist in erste Linie eine Schutzmaßnahme für die Mitmenschen und eher nicht geeignet sich selbst vor einer Infektion zu schützen.
Auf der anderen Seite meinte Kekulé, es wäre prinzipiell ja ganz günstig, wenn sich die Infektionen mit dem neuen Coronavirus unter den Kindern relativ rasch ausbreiten würde.
Sie könnten so zum Schutz der anderen beitragen, wenn innerhalb der Kinder sich das Virus aufgrund von Immunitäten nicht mehr stark ausbreiten kann.
Das habe ich jetzt alles mit meinen Worten versucht einigermaßen richtig zu beschreiben.
Wer schützt die Lehrer?

Körbel 28.03.2020 17:38

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Habe ich an anderer Stelle auch lesen müssen.

Nun warten wir es ab, in 2 Wochen sollten sich die Zahlen dann noch dramatisch nach oben katapultieren.
So viel Uneinsichtigkeit wird sich noch rächen.

Macht aber wohl nichts, die Rentenkasse wird sich nach dieser ganzen Virusgeschichte sehr gut erholen.
Dann funktioniert auch der Generationenvertrag wieder.

Mein Vater (86) ist auch unverbesserlich, geht einkaufen ohne Mundschutz und ohne Schutzhandschuhe, ich sag nichts mehr, bringt eh nichts.

Hat ja sein Leben gelebt.

ThomasG 28.03.2020 17:43

Podcast - Kekulé #12 SPEZIAL: Ihre Fragen, seine Antworten | MDR aktuell | MDR: https://www.youtube.com/watch?v=7RfVJxrrRws

Koschier_Marco 28.03.2020 18:02

Moskau
 
Kleines Update aus Moskau

Ab heute bis nächsten So haben wir Nichtarbeitstage, alles zu bis auf Lebensmittel und Apotheke

Meine Quarantäne war um heute, wieder gelaufen, dann Einkaufen.

Deutlich weniger Verkehr und deutliche weniger Leute beim Einkaufen. Beim Eingang gab es Desinfektion und Handschuhe, Masken hatten wir selber. Regale voll alles easy sogar mein geliebtes Kernöl aus der Steiermark.

Trotz der Rubelabwertung kann ich noch keine Inflation bemerken das Kernöl, das wir immer kaufen kostete im Januar dieselben 1.074 Rubel wie heute damals war der Kurs 71 heute 86 zum Euro. Ich nehme an das 2. Quartal wird dann auch bei uns ein Gemetzel.

Grenzen sind jetzt komplett dicht ausgenommen für Heimholungen. 1036 positive davon 706 in Moskau und 4 Tote.

Laufen war richtig geil heute nach 14 Tagen

Snip 28.03.2020 18:04

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Vier Seniorenpaare die den gemeinsamen Weg radeln und sich alle kennen, sind eben auch 8 Leute in einer Gruppe und keine 4 Paare.

Hier das gleiche Bild. Die Leute haben absolut kein Durchhaltevermögen, und das nach gerade mal 1 - 2 Wochen.
Genauso die die Presse, anstatt mal hinter der Politik zu stehen, liest man immer irgendwelche Artikel mit " Wie lange noch Ausgangsbeschränkung ? " usw.
Richtig schlecht.

Nobodyknows 28.03.2020 18:07

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, das die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. ...

War eben auch 2:15h Radfahren und teile deine Wahrnehmung nicht.

Der Hessische Rundfunk auf seiner Webseite:
+++ Polizei: Menschen halten sich an Kontaktregeln +++
13:14 Uhr: Angesichts des schönen Wetters zeigt die Polizei in Hessen auch am Samstag verstärkt Präsenz, um Gruppenbildungen im öffentlichen Raum wie etwa Parks zu unterbinden. Dabei beobachten die Beamten landesweit, dass sich die Menschen überwiegend an die Vorgabe der Regierung halten, sich nur maximal zu zweit im Freien aufzuhalten beziehungsweise den nötigen Abstand untereinander zu halten.


Gruß
N. :Huhu:

@Hafu: Gute Besserung und Danke für deine Beiträge :Blumen:

JeLü 28.03.2020 18:08

Gute Besserung und schnelle Genesung, Hafu und Jens.

Falls sich jemand intensiver mit Modellierungen der Pandemie befassen möchte,
dem/r kann ich nachdrücklich den Twitter-Account von Carl Bergstrom empfehlen.
Dort werden einige der auch hier schon einschlägigen Studien (Oxford, Imperial) als
auch einige neuere aus den USA (zuletzt eine Studie über die zu erwartende Belastung des US-Gesundheitswesens) in 25-teiligen Twitterstürmen kritisiert.
https://twitter.com/CT_Bergstrom

Wer die Arbeit von Lipsitch und seiner Gruppe von der Harvard schätzt, kann sich seit gestern auf einen Blick ansehen, was diese an Artikeln und Op-Eds zu Corona schreiben.
https://ccdd.hsph.harvard.edu/covid-19/

Was das Befolgen der Maßnahmen angeht, sehe ich jedesmal einige, die sich nicht an die Regeln halten.
Würde auch denken, dass es bei dem schönen Wetter wieder etwas mehr sind, andererseits sind es auch
nur wenige, die sich nicht daran halten.
In den letzten Tagen ergibt sich ja stärker das Bild, dass der R0-Wert, der aus den Wuhan-Daten berechnet wurde, den tatsächlichen Wert wohl unterschätzt (statt 2,5 wird von einigen Wissenschaftlern jetzt mit 3 gerechnet). Das macht eine Suppressionsstrategie natürlich schwieriger. Ist halt auch fraglich, ob der 0,3 Wert für Wuhan zutrifft. Selbst wenn, ist dieser mit den bisher beschlossenen Maßnahmen illusorisch. Wir wissen es momentan noch nicht, aber es kann durchaus sehr relevant sein, ob die Maßnahmen zu 90% oder zu 95% umgesetzt werden, wenn man den R-Wert deutlich unter 1 bekommen möchte.

tom81de 28.03.2020 18:16

Zitat:

Zitat von Snip (Beitrag 1520817)
Hier das gleiche Bild. Die Leute haben absolut kein Durchhaltevermögen, und das nach gerade mal 1 - 2 Wochen.
Genauso die die Presse, anstatt mal hinter der Politik zu stehen, liest man immer irgendwelche Artikel mit " Wie lange noch Ausgangsbeschränkung ? " usw.
Richtig schlecht.

Sehe ich genauso. Sehr viele Leute unterwegs, auch in Gruppen > 3 Menschen

JeLü 28.03.2020 18:35

Ein anderers Thema:
Boris Johnson wollte ja anfangs einen Sonderweg wählen. Dabei berief er sich auch auf Experten. Im Gegensatz zu Schweden, einem anderen Outlier, bezog sich dies nicht so sehr auf die führenden Epidemiologen, sondern auf Verhaltensökonomen und Psychologen. Seit der Regierung Cameron ist das UK ja die Hochburg der Nudge-Bewegung, eine Spielart der positiven Psychologie.
Daher ist es interessant, dass der Zar dieser Bewegung, der US-Professor Cass Sunstein sich für sehr rigide Schutzmaßnahmen starkmacht und erklärt, warum Covid anders zu behandeln ist als andere Gesundheitsgefahren.
https://www.bloomberg.com/opinion/ar...nefit-scrutiny

JENS-KLEVE 28.03.2020 18:43

Danke für die netten Wünsche. Mir geht es gar nicht schlecht. Ich bin lediglich nervös, weil ich meinen Körper sehr gut kenne und daher sensibel auf Symptome reagiere. Ich habe weder Husten, noch Fieber. Auch Schmerzen gibt es hier keine.

Mich ärgert nur, dass ich mich nicht testen lassen kann. Einen Schnelltest würde ich auch selbst bezahlen. Vielleicht habe ich ja auch gar nichts:Huhu:

Hafu 28.03.2020 18:44

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1520808)
...
@Hafu: Bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe. Du wirst einen Test kriegen in den nächsten Tagen, hast aber noch keinen konkreten Termin? Dann würde es nochmal Tage dauern bis du das Ergebnis hast. Und bis dahin bist du jetzt auch nicht an der Arbeit, richtig?

Als Verdachtsfall ist man selbstverständlich automatisch in Quarantäne, d.h. dass ich 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleibe. Wenn ich bis morgen abend nicht via KVB, wo ich angemeldet bin, getestet bin, werde ich den Abstrich bei uns in der Klinik machen lassen und von dort ins Labor einschicken.

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1520812)
Gegen Ende wird über die Frage gesprochen, ob in den Schulen Mundschutz getragen werden sollte, sobald die Schulen wieder geöffnet werden.
Kekulé meint von älteren Schülern könnte man das vielleicht schon erwarten, aber eine solche Maßnahme für Kinder hält er für nicht angemessen.
Kurz danach folgt dann die Frage, ob Lehrer Mundschutz tragen sollten und das befürwortet er.
Mundschutz ist in erste Linie eine Schutzmaßnahme für die Mitmenschen und eher nicht geeignet sich selbst vor einer Infektion zu schützen.
.,,
Wer schützt die Lehrer?

Den vorletzten (und von mir fettgedruckten Satz) hast du selbst ergänzt und er stammt nicht von Kekulé. Tatsächlich bieten chirurgische und selbstgebastelte Mundschutzmasken (anders als man früher angenommen hat) tatsächlich auch einen durchaus effektiven Selbstschutz laut einer aktuellen Studie aus Hongkong (90% geringeres infektrisiko gegenüber gar keiner Maske).
Für die teureren FFP-2-Masken war das sowieso schon vorher belegt.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1520807)
Seit dem 25.3. hat das RKI seine Kriterien für Tests geändert. Notwendig sind allein noch Symptome.
...

Im Augenblick sind in den Endemiegebieten die Testkapazitäten am Limit. In Traunstein und Rosenheim werden aktuell nur Verdachstfälle mit schweren Symptomen und Verdachtsfälle aus systemkritischen Berufen getestet.
Bei sonstigen Verdachtsfällen (mit leichteren Symptomen) wird ohne Test vom Vorliegen einer Covid-19-Infektion ausgegangen und den Personen ohne Meldung an das Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne empfohlen. Diese Verdachtsfälle tauchen damit auch in keiner Statistik auf, es sei denn es geht ihnen im Verlauf schlechter und sie melden sich im Krankenhaus.


Achja und vielen Dank für die vielen guten Wünsche auch von mir. :Blumen:
Ich hab' etwas Kopfschmerzen, ganz wenig Husten, kein Frösteln mehr (wie am ersten Tag), hab, die letzten zwei Nächte jeweils über 12 Stunden geschlafen. Insgesamt also bis jetzt ein milder Verlauf (was hoffentlich so bleibt), aber eben auch deutlich anders als bei einem herkömmlichen grippalen Infekt.

ThomasG 28.03.2020 18:46

In Bezug auf Radausflüge sind viele Leute in einem Dilemma.
Sie wollen mit ihren Kindern einen Ausflug machen und da natürgemäß möglichst auf relativ sicheren Wegen fahren.
Viele kennen sich nicht gut aus in ihrer Umgebung.
Sie kennen nicht die einsamen Wege, die man im Laufe der Zeit als Ausdauersportler viel eher kennt.
Ich war heute teilweise am Rheindamm unterwegs mit dem Rad.
Das war schon relativ viel los abschnittsweise.
Da ich Straßen meiden wollte, hat es mich da hingezogen.
Auf den "Schleichwegen", die ich anschließend benutzte, war fast nichts los.
Heute morgen konnte ich einen Lauf machen in sehr niedrigem Tempo.
Ich hoffe das klappt jetzt weiterhin und ich kann auch wieder längere Läufe machen.
Dann werde ich versuchen morgens ganz früh oder abends spät einen Lauf zu machen auf einsamen Wegen.
Radfahren ist leider potenziell schon etwas gefährlicher und man kann den Menschen nicht so leicht aus dem Weg gehen.

tandem65 28.03.2020 18:48

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520819)
War eben auch 2:15h Radfahren und teile deine Wahrnehmung nicht.

Wir waren wohl in der gleichen Ecke unterwegs.:Lachen2: :Blumen:
Ich gebe zu, die Wege Rammelvoll mit Radlern. Aber immer schön auf Abstand und höchstens Familien zusammen. Selbst Da waren Väter & Mütter oft getrennt mit 1-2 Kindern.

FlyLive 28.03.2020 18:49

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520819)
War eben auch 2:15h Radfahren und teile deine Wahrnehmung nicht....:

Deshalb ist es auch meine Wahrnehmung. :Lachen2:

Wahrnehmen ist übrigens individuell und keineswegs eine Behauptung.

ThomasG 28.03.2020 18:52

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520825)
Den vorletzten (und von mir fettgedruckten Satz) hast du selbst ergänzt und er stammt nicht von Kekulé. Tatsächlich bieten chirurgische und selbstgebastelte Mundschutzmasken (anders als man früher angenommen hat) tatsächlich auch einen durchaus effektiven Selbstschutz laut einer aktuellen Studie aus Hongkong (90% geringeres infektrisiko gegenüber gar keiner Maske).
Für die teureren FFP-2-Masken war das sowieso schon vorher belegt.

Den Eindruck, dass Kekulé das entsprechend gesagt hat, wollte ich nicht erwecken.
Ich habe es mehrfach von anderen Fachleuten gehört, wenn ich mich nicht ganz arg täusche.
Tut mir Leid, dass ich mich nicht gut ausgedrückt habe.
Mit Mundschutz meinte ich die ganz einfachen.
Sehr erfreulich, dass man sich auch selbst mit Mundschutzmasken schützen kann.

Ausdauerjunkie 28.03.2020 18:57

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1520809)
Die jüngeren Kinder bei uns aus den kleinen Dörfern könnten genauso gut in die KITA oder Schule gehen. Nachbarn übernehmen wechselnd wochentags die Betreuung für alle, fahren gemeinsam zum Angeln und Hütten bauen in den Wald oder sie treffen sich auf einem Hof zum Spielen, wo sie zu 6 gemeinsam auf dem Trampolin rumspringen. ......

Da würde ich nicht tatenlos zusehen.

Memph1921 28.03.2020 19:10

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520825)
Achja und vielen Dank für die vielen guten Wünsche auch von mir. :Blumen:
Ich hab' etwas Kopfschmerzen, ganz wenig Husten, kein Frösteln mehr (wie am ersten Tag), hab, die letzten zwei Nächte jeweils über 12 Stunden geschlafen. Insgesamt also bis jetzt ein milder Verlauf (was hoffentlich so bleibt), aber eben auch deutlich anders als bei einem herkömmlichen grippalen Infekt.

Gute Besserung!!
Danke für die immer wieder interessanten Beiträge!!

ATom 28.03.2020 19:13

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1520775)
willkommen im Club

Ich hatte übrigens mitten der Woche Rückenschmerzen im Schulter- und oberen Rückenbereich, inzwischen weiß ich , dass das auch covid19 Symptome sein können. Seit vorgestern bin ich symptomfrei. Ich hoffe, dass ich es hatte, dann wäre ich jetzt durch.

Zunächst wünsche ich Dir lieber HaFu einen milden Verlauf und alles Gute für Deine Lieben in Deinem Umfeld.

Was ich schon lange mal fragen möchte:
Ich verstehe nicht so richtig, warum jetzt überhaupt noch so viel getestet wird. Schon allein die Vorstellung was dies die Krankenversicherung kostet, macht mich schwindelig. Dass dies am Anfang notwendig war, um Infektionsketten zu unterbinden ist mir klar. In der jetzigen Phase sehe ich keinen Sinn, zumal ja doch tausende Menschen die infiziert sind, nicht getestet werden und draußen rumlaufen.

Eigentlich muss doch jeder Einzelne von uns davon ausgehen, dass er sich bereits angesteckt hat und sein Verhalten danach ausrichten. Selbst wenn mein Test heute negativ ist, könnte ich mich morgen anstecken. Also biete ich meinem Umfeld den maximalen Schutz: 2 Meter Abstand, selbstgebastelter Mundschutz, Schutzbrille und Einkaufshandschuhe.

Der Arzt schützt sich auch so vor dem Infizierten, also kann der Infizierte seine Umwelt mit diesen Maßnahmen ebenfalls schützen.

Da ich zwei betagte Tanten im Pflegeheim unterstützen muss, sind mir diese Vorkehrungen bereits zur Gewohnheit geworden. Wenn dies jeder macht, wäre die Verbreitung, selbst wenn man unwissentlich bereits infiziert ist, vermutlich unwahrscheinlich.

Helft mir: Habe ich etwas nicht beachtet?
Sind die Tests nur für die Statistik, die sowieso an allen Ecken und Enden nicht stimmt?

Andere Sache sind die Antikörpertests. Hier sehe ich wirklich einen Vorteil. Damit kann der Durchseuchungsgrad festgestellt werden und davon abgeleitet Entscheidungen getroffen werden. Für jeden Einzelnen der mit der Sache durch ist, besteht ebenfalls ein großer Erkenntnisgewinn.

Eigentlich müsste nur eine einzige Sache in die Köpfe:
Jeder stellt sich vor, dass eine Infizierung zu 100% das eigene sofortige Todesurteil bedeuten würde. Dann wär kein Gejammer über "Kontaktsperre", abgesagte Sportveranstaltungen und Schulschließungen. Dann wäre jedem der eigene Kittel am nächsten und würde sich automatisch egoistisch-vorsichtig-solidarisch zeigen.

BananeToWin 28.03.2020 19:16

Zitat:

Zitat von ATom (Beitrag 1520832)
Jeder stellt sich vor, dass eine Infizierung zu 100% das eigene sofortige Todesurteil bedeuten würde.

Das wäre klasse. Dann würde sicherlich kein medizinisches Personal mehr zu Arbeit gehen...

Hafu 28.03.2020 19:37

Zitat:

Zitat von ATom (Beitrag 1520832)
...
Ich verstehe nicht so richtig, warum jetzt überhaupt noch so viel getestet wird. Schon allein die Vorstellung was dies die Krankenversicherung kostet, macht mich schwindelig. Dass dies am Anfang notwendig war, um Infektionsketten zu unterbinden ist mir klar. In der jetzigen Phase sehe ich keinen Sinn, zumal ja doch tausende Menschen die infiziert sind, nicht getestet werden und draußen rumlaufen.

Genau letzteres sollte doch aktuell eigentlich nicht mehr passieren! Aktuell bei der geltenen Ausgangsbeschränkung sollte grundsätzlich kaum noch jemand draußen rumlaufen, außer Arbeitsweg, für wichtige Besorgungen oder eben zum Luft schnappen.
Und wer Infiziert ist, sollte selbstverständlich nicht mal das mehr tun.
Die Tests sind weiter notwendig, um Leute in Quarantäne zu "überzeugen", dass dieselbe auch erforderlich ist, zumal es ja dann auch nicht um freiwillige sonder um amtlich angeordnete Quarantäne geht mit entsprechenden Folgen gemäß Infektionsschutzgesetz.
Außerdem sind die Tests notwendig, um die Effektivität der staatlich angeordneten Maßnahmen zu überprüfen und um dann bei der stufenweisen Lockerung der Maßnahmen nach Ostern zeitnah zu erkennen, ob die Infektsituation wieder entgleitet oder noch unter Kontrolle ist.

Zitat:

Zitat von ATom (Beitrag 1520832)
...
Eigentlich muss doch jeder Einzelne von uns davon ausgehen, dass er sich bereits angesteckt hat und sein Verhalten danach ausrichten. Selbst wenn mein Test heute negativ ist, könnte ich mich morgen anstecken. Also biete ich meinem Umfeld den maximalen Schutz: 2 Meter Abstand, selbstgebastelter Mundschutz, Schutzbrille und Einkaufshandschuhe.
...

Im eigenen Verhalten kann man virtuell durchaus so tun, als ob man infiziert ist, und sich so verhalten, wie du es beschreibst.
In der Realität wird aber eine flächendeckende Durchseuchung sicher noch viele Monate dauern.

spanky2.0 28.03.2020 19:59

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1520806)
Meine Wahrnehmung nach der Radfahrt eben ist, dass die Leute es nicht mehr so genau nehmen und sich wieder vermehrt in kleinen Grüppchen oder zum Tratschen treffen. Abstand ist eigentlich kaum mehr zu sehen. Es ist wie immer.

Bei uns in der Region kann ich das nicht bestätigen.
Ich war gestern und heute ein paar Stunden gemütlich mit dem Mountainbike unterwegs. Aufgrund des schönen Wetters waren schon sehr viele draussen. Aber entweder ganz alleine oder eben zu zweit. Die einzigen 3er oder maximal 4er Gruppen, die ich gesehen habe, waren Familien mit kleinen Kindern. Genauso die Biker, die mir begegneten - ausschließlich alleine oder zu zweit. Die einzige 3er Gruppe auf dem Bike hatte für mein Dafürhalten auch ausreichend Abstand.

rhoihesse 28.03.2020 20:01

@Hafu und Jens: Auch von mir beste Genesungswünsche

HaFu auch von mir nochmal vielen Dank für die Einordnungen in den letzten Tagen und Wochen.

Helios 28.03.2020 20:06

Zitat:

Zitat von ATom (Beitrag 1520832)
............
Dann wäre jedem der eigene Kittel am nächsten und würde sich automatisch egoistisch-vorsichtig-solidarisch zeigen.

Bei einer Durchseuchung von 70% muß man durch - und ich werde nicht zu den jetzt eher 3 % gehören, für die es "hart" werden könnte - und je älter die Leute sind, desto "unerschrockener" sind sie, so meine Wahrnehmung.

Ich unterhalte mich derzeit mit niemandem in real-life, aber was mir so zu Ohren kommt, ist die Sorge, dass das Supermarktregal leer sein könnte größer, als sich gerade an diesem Ort das Virus einzufangen.

Grade auf cnn im Laufband - in Italien haben 51 Ärzte den Kampf verloren - bei uns in der Küche auf Antenne Bayern wird gelabert, dass morgen extra Programm wegen dem Corona-Krampf gemacht wird..... da fällt Dir nix mehr zu ein. :(

Matze8 28.03.2020 20:21

@Hafu und Jens: Ich wünsche Euch gute Besserung :Blumen:

BananeToWin 28.03.2020 20:25

Hat denn jemand verlässliche Informationen, ab wann Antikörpertests in größerem Umfang verfügbar sein werden?

LidlRacer 28.03.2020 20:26

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1520813)
Mein Vater (86) ist auch unverbesserlich, geht einkaufen ohne Mundschutz und ohne Schutzhandschuhe, ich sag nichts mehr, bringt eh nichts.

Kekulé rät von Handschuhen ab. Es ist ja weder so, dass Infizierte Viren an den Händen "ausschwitzen", noch dass man sich direkt über die Hände infizieren kann.

Wenn Infizierte sich in die Hand husten und noch nicht infizierte sich mit aufgesammelten Viren an der Hand ins Gesicht fassen, gibt es natürlich ein Problem, das aber mit Handschuhen nicht kleiner wird.

Also einfach weiter oft Hände waschen und möglichst nicht ins Gesicht fassen.
Um sich ersteres an- und letzteres abzugewöhnen, empfiehlt er, sich vorzustellen, dass auf allem, was man irgendwo anfasst, Hundescheiße klebt ...

ThomasG 28.03.2020 20:34

Zum Händewaschen:
Ich wasche mir aktuell nicht wahnsinnig oft am Tag die Hände, aber schon wesentlich häufiger und intensiver als früher.
Mittlerweile sehe ich, dass die Haut an meinen Händen ziemlich trocken geworden ist.
Da werde ich mir wohl besser eine Handcreme besorgen.

MattF 28.03.2020 20:46

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1520840)
Hat denn jemand verlässliche Informationen, ab wann Antikörpertests in größerem Umfang verfügbar sein werden?

Ich empfehle den Podcast 21-23 von Drosten.

Da geht es um Antikörpertests und mögliche Medikamete.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html


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