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Nepumuk 23.03.2023 13:49

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702878)
Tatsächlich verhält es sich so: Randständige wissenschaftliche Hypothesen sind in der Regel solche, denen es an Beweisen oder an Überzeugungskraft mangelt. Wer in der Wissenschaft eine Hypothese vertritt, muss sie beweisen können. Diese Beweise müssen für andere Wissenschaftler wiederholbar sein: Viele Forscherteams arbeiten an der Überprüfung oder Widerlegung von Hypothesen anderer Wissenschaftler.

Irreführend ist Deine Behauptung, es ginge in der Wissenschaft um Mehrheiten. Damit soll ausgedrückt werden: Mehrheiten können sich irren, also sollte man darauf nicht viel geben.

Und vor allem geht es auch nicht um "Meinung" wie das so oft falsch behauptet wird. Es hat es in der Tat in der Vergangenheit schon gegeben, dass sich randständige Themen als korrekt erwiesen haben. Das sind aber extrem selten Vorgänge und man muss schon Galileo oder Einstein sein, damit einem ein solcher Durchbruch gelingt.

In der heutigen, stark vernetzten und auch großen Teams basierenden Wissenschaft, kann man zurecht davon ausgehen, dass das noch viel seltener werden wird.

Einen anderen Eindruck zu Erwecken, ist in der Tat schlicht wissenschaftsfeindlich.

Schwarzfahrer 23.03.2023 13:53

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702878)
Du lieferst hier ein Paradebeispiel der Wissenschaftsleugnung. Der ganz normale wissenschaftliche Erkenntnisprozess wird zur Extremposition erklärt. Sie beruhe auf Vorurteilen. Andere Sichtweisen würden in der Wissenschaft ausgegrenzt. Durchsetzen würden sich oberflächliche Mehrheiten in der Wissenschaftsgemeinde. Wer anders denkt, würde persönlich angegriffen.

Ich fürchte, Du hast mich mißverstanden. Ich habe nicht über den wissenschaftlichen Erkenntnisprozeß gesprochen, sondern von Deiner Darstellung, daß ein
Zitat:

Forscher, der eine randständige Position vertritt, von den Querdenkern zum maßgeblichen Experten gemacht wird.
Das halte ich für eine Extremposition, die es sicher gibt, aber die nicht da wesentliche ausmacht, wenn es um die Bewertung von Randmeinungen geht. Hinter der randständigen Position kann eben auch ein Experte stehen, nicht mehr und nicht weniger kompetent, als die anderen, einfach eine anhörenswerte oder bedenkenswerte Alternative.
Und die Erkenntnisse beruhen natürlich nicht auf Vorurteilen, sondern die Bewertung eines jeden Menschen ist nie ganz frei von Vorurteilen und persönlichen Überzeugungen. Das ist m.M.n. ein großer Unterschied. Ansonsten ist hier auf jeden Fall tatsächlich ein beliebtes Argument auf die Mehrheit zu verweisen, ebenso, wie es immer wieder gerne persönliche Angriffe gibt wenn man das "Mehrheits-Argument" als schwach bezeichnet.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702878)
Tatsächlich verhält es sich so: Randständige wissenschaftliche Hypothesen sind in der Regel solche, denen es an Beweisen oder an Überzeugungskraft mangelt. Wer in der Wissenschaft eine Hypothese vertritt, muss sie beweisen können. Diese Beweise müssen für andere Wissenschaftler wiederholbar sein: Viele Forscherteams arbeiten an der Überprüfung oder Widerlegung von Hypothesen anderer Wissenschaftler.

Bzgl. Corona war die Mehrheit der Hypothesen, die die Maßnahmen begründet haben, eben auch nicht wissenschaftlich bewiesen, und daher wäre eine offenere Diskussion über Sinn und Nutzen auch der randständigen Ansätze nötig gewesen.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702878)
Irreführend ist Deine Behauptung, es ginge in der Wissenschaft um Mehrheiten. Damit soll ausgedrückt werden: Mehrheiten können sich irren, also sollte man darauf nicht viel geben.

Auch falsch verstanden: In der Wissenschaft geht es natürlich nicht um Mehrheiten, (im Gegensatz zur Argumentation in diesem Forum). Mehrheiten können sich irren, darum ist Mehrheit als solches kein wissenschaftliches Argument. Mehrheiten können aber natürlich auch richtig liegen - wenn es für ihre Position entsprechend gute Argumente und Beweise gibt; nur auf diese kommt es an.

Schwarzfahrer 23.03.2023 13:56

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702884)
Nein das hat sie nicht gesagt.

Sie sagte, man habe damals nicht gewusst, welche die beste aller möglichen Maßnahmen sei. Das ist etwas anderes.

Es bedeutet jedenfalls nicht, dass die Forscherin der Meinung sei, man hätte die Querdenker fragen sollen.

Nein, es bedeutet daß auch die Querdenker richtige Gedanken angesprochen haben, denen man hätte nachgehen können, und daß Querdenker eben nicht pauschal nur Unsinn von sich gaben. Es ist eine Anerkennung, daß man auf Inhalte schauen muß, nicht auf Schubladen-Etiketten.

deralexxx 23.03.2023 14:07

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1702859)
Wenn eine Virologe über Viren spricht, lausche ich und schweige still. Wenn ein Bio-Ingenieur über Impfstoffe spricht, lausche ich und schweige still. Egal ob am Anfang von Corona oder am Ende. Selbst wenn mir dieser Experte Müll erzählen würde, würde ich es ihm wohl glauben.

Nur ist das mehrfache Durchimpfen einer Population mit einem relativ neuen Impfstoff ein komplexer Prozess, bei dem ich mir im Laufe der Zeit durchaus auch ein gutes Bild machen kann, ohne Experte zu sein. Ich agiere quasi auf einer Meta-Ebene ohne Detailwissen. Dieses Detailwissen eines Virologen oder Bio-Ingenieurs ist auch gar nicht immer notwendig.

Mein persönlicher Gradmesser in solchen Situation ist immer der, ob ich aktuelle Entscheidungen deuten und zukünftige zumindest erahnen kann. Dann weiß ich, dass ich auf Spur bin, auch wenn ich kein Detailwissen habe.

Und wenn man über Impfen eines Landes spricht, gibt es die Stiko, man lauscht und schweige still.

Auch wenn ich wie schon weiter oben geschrieben, mit deren Ergebnis auch nicht zufrieden bin --> U5 Impfung.

Selbst wenn wir Couchexperten denken, wir könnten in zwei Tagen Suchmaschinen + Wikipedia + Paper lesen uns Wissen aneignen, bringt und das vllt zu 50 %, vllt 80 % von dem Wissen über exakt dieses eine Thema, aber die restlichen 20 %, die Einflussfaktoren, die Faktoren die Dinge komplex machen, machen den Experten aus.

Klugschnacker 23.03.2023 14:11

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1702898)
Nein, es bedeutet daß auch die Querdenker richtige Gedanken angesprochen haben, denen man hätte nachgehen können, und daß Querdenker eben nicht pauschal nur Unsinn von sich gaben. Es ist eine Anerkennung, daß man auf Inhalte schauen muß, nicht auf Schubladen-Etiketten.

Du behauptest, es hätte Gedanken gegeben, denen man nicht nachgegangen sei. Welche wären das?

BananeToWin 23.03.2023 14:13

Gibts denn hier eigentlich jemanden, der behauptet er komme aus "der Wissenschaft"? Rein aus Interesse.

Flow 23.03.2023 14:28

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1702904)
Gibts denn hier eigentlich jemanden, der behauptet er komme aus "der Wissenschaft"? Rein aus Interesse.

Ich hatte "Wissenschaft" in Schule und Universität, behaupte aber nichts ... schon gar nicht, woher ich komme ... das ist mir viel zu philosophisch ... :Lachen2:

keko# 23.03.2023 14:39

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1702902)
Und wenn man über Impfen eines Landes spricht, gibt es die Stiko, man lauscht und schweige still.

....

Ich schweig still und mache was ich will :Lachen2:
Dass z.B. aus einer generellen Impfpflicht nichts wird, war selbst mir früh klar.


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