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mamoarmin 07.12.2021 12:02

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1637324)
Ich glaube, das würden die verantwortlichen Fachleute und Politiker auch genauso tun, wenn die natürliche Immunisierung langsamer verlaufen und jeden Winter nur einen kleineren Teil als jetzt erfassen würde. In Wirklichkeit führt die Ausbreitung des neuen Virus ohne Interventionen (Impfen aller und Infektionsschutzmassnahmen) zum Zusammenbruch der Intensivstationen bei den jetzigen Behandlungsleitlinien und -möglichkeiten, was dann auch Menschen mit anderen Erkrankungen als Corona die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten nimmt und die Sterblichkeit insgesamt erhöht. Deswegen soll halt die Immunisierung über Impfung oder langsamer erfolgen. Auf den Weg von Australien / Neuseeland / Chind hat die EU ja verzichtet.


Das finde ich auch. Vor allem, weil ab Mai die wärmere Jahreszeit beginnt. Insofern bin ich mir unsicher, ob DE wirklich eine Impfpflicht für alle einführen wird. Angenommen der Ethikrat äussert sich kritisch in seiner eingeholten Stellungnahme, könnte das wieder zu einem Meinungsumschwung bei den Regierenden führen. Für eine schnelle Einführung der Impfpflicht fehlen wiederum die Kapazitäten.

Sie haben ja zur Zeit sowieso keine Handhabe die zeitnah helfen würde. Mit der neuen Virusvariante wird es diese Menschen recht schnell treffen, innerhalb der nächsten 8 Wochen....

TriVet 07.12.2021 12:04

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1637333)
Ist TriVet nicht aus BaWü (sorry TriVet falls ich mich da irre :Blumen: )?
https://www.baden-wuerttemberg.de/de...q-impfzentren/
Hierin u.a.:

Doch doch, bin aus BaWü, ist aber nicht für mich speziell, eher, worauf sich die Empfehlungen stützen/begründen.

Trimichi 07.12.2021 12:09

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1637336)
Das ist unbestritten. Die Schwierigkeiten ergeben sich halt bei den Grauzonen bei Fakenews und nicht bei den extremen Rändern, die man leicht erfassen kann.

Das Weglassen von wichtigen Inhalten ist wissenschaftlich betrachtet Lügen.

Wenn du ein Händi bei mir kaufst, tust du das im guten Glauben, dass es funktioniert. Ein Händi ist ein Händi. In der Bedienungsanleitung hätte ich aber reinschreiben müssen, dass es nicht funktioniert nach bereits wenigen Tagen, weil die Mischungsverhältnisse der Metalllegierungen nicht stimmen. Zum Beispiel habe ich bei der Herstellung deines Zaubertools Material aus der einer Eisenverhüttung verwendet, welcher keine Veredlungselemente (hier des PSE = Periodensystems der Elemente) hinzugemengt wurden.

Nachdem du mit deiner Familie eine Skitour machst kommt ihr in schlechtes Wetter. Du willst Hilfe rufen, das geht aber nicht, weil dein Händi innen schon Flugrost aufweist und keine Verbindung hergestellt werden kann deswegen. Du weist mir diesen Mangel nach anhand eines Gutachtens und verklagst mich. Denn deine Frau verkühlte sich schwer und liegt länger im KH mit schwerer Lungenentzündung.

Ich sagte dir dann, mit deinen Worten, dass es sich um eine Grauzone handelt und es mir als Hersteller nicht obliegt, diese Grenzen der Anwendungsdauer zu erfassen oder zu kommunizieren. Schließlich bist du ja nicht in dem extremen Rand verortet. Sonst hätte ich dir das mitteilen müssen? Verstehe ich dich richtig?

Sorry, ich kann dir nicht mehr folgen. Eines ist aber auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sicher: arglistiges Verschweigen ist nicht in Ordnung.

Hafu 07.12.2021 12:11

Zitat:

Zitat von hein (Beitrag 1637307)
Dieser letzte Punkt ist auch der Grund, warum unser Gesundheitssystem so robust gegenüber Veränderungen ist. Top Lobbyisten sind z. B. Andreas Gassen (Kassenärztliche Bundesvereinigung) oder Ingo Morell (Deutsche Krankenhausgesellschaft). Auf der Verwaltungsebene ist unser Gesundheitssystem in viele Geld-Töpfe aufgeteilt. Hinter jedem Topf hängt ein riesiger Verwaltungsapparat. Auf dieser Ebene ist der Krankenhaus-Bereich der größte Feind der niedergelassenen Ärzte (die Ärzte, die ambulant oder stationär arbeiten, sehen das naturgemäß anders). Wenn es z. B. strukturelle Probleme gibt, die durch eine bessere Kooperation von ambulant und stationär gelöst werden können, dann fürchten die Interessensvertretungen, dass diese Kooperation dazu führt, dass der eigene Geld-Topf kleiner wird. In der Konsequenz werden nur Problemlösungen akzeptiert, bei denen mehr Geld auf den betroffenen Bereich geschmissen wird.
Lauterbach weiß das alles, daher bin ich gespannt an welche Änderungen er sich überhaupt heranwagt.

Top-Beitrag, weshalb ich ihn mal eben in ganzer Länge zitiere.:Blumen:

(Ich habe sicher rund 10 Jahre gebraucht, bis ich unser Gesundheitssystem, das einerseits auf die Sicherstellung zentraler, staatlicher Aufgaben andererseits aber gleichzeitig bei allen beteiligten Akteuren von den Krankenhäusern, über den ambulanten Versorgungsbereich bis hin zur Pharmaindustrie und den Apotheken auf das Erwirtschaften maximaler Profite ausgelegt ist, so halbwegs verstanden habe. Alleine der Unterschied zwischen Privatkassen und gesetzlichen Kassen sowie die gravierenden Vor- und Nachteile, die beide Systeme für Patienten und Leistungserbringer haben erfordert einen unglaublich komplexen Lernprozess.
Ich würde von keinem anderen Kandidaten für den Posten eines Gesundheitsministers erwarten, selbst wenn er sich vielleicht schonmal auf kommunaler oder landespolitischer Ebene mit Gesundheitspolitik beschäftigt hat, dass er diesen Prozess des Verstehens all der Abhängigkeiten im deutschen Gesundheitssystem schneller durchlaufen könnte.
Ehe ein "frisches Gesicht" sich nur halbwegs in der Materie auskennen würde, wäre die Legislaturperiode vorbei, dass haben unzählige frühere Minister auf diesem Posten wie Philipp Rösler oder Ulla Schmidt "eindrucksvoll" belegt. Lauterbach hat da einen klaren Startvorteil.

Unter dem Strich ist unser Gesundheitssystem, das hat diese Pandemie auch wieder belegt ohnehin im Vergleich zu anderen Industrieländern ziemlich effektiv, wenn man nur an den Vergleich mit England, Frankreich, Italien oder Spanien denkt und nicht einmal so extrem teuer, wenn wir uns z.B. mit den USA vergleichen. Was aber natürlich nicht heißt, dass z.B. auf Ebene der Gesundheitsämter, dem gesamten Prozess der Digitalisierung im gesamten GEsundheitswesen nicht riesige Baustellen und Potenziale für eine höhere Effektivität schlummern würden.

dr_big 07.12.2021 12:24

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1637346)
Doch doch, bin aus BaWü, ist aber nicht für mich speziell, eher, worauf sich die Empfehlungen stützen/begründen.

So ganz allgemein kommt das in D immer von der Stiko:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/CO...en/gesamt.html

pepusalt 07.12.2021 12:34

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1637335)
Wir ( meine kleine Familie ) sind gestern alle geboostert worden.
Wir hatten alle 4 Monate und 3 Wochen rum bis gestern.
Meine Frau ( zuvor Astra und Biontech ) und ich ( zuvor 2x Biontech ) haben Moderna bekommen, meine Tochter auf Grund ihres Alters zum 3. Mal Biontech

Ich hatte sehr schlechten Schlaf, musste 4x pinkeln und habe relativ starke Schmerzen an der Einstichstelle.

1. AZ im Mai und 2. im Juli BT
Ich war auch gestern zum Boostern 11:00 dran.
der Hausarzt hat mir Moderna gegeben (für BT hätte es erst ein Termin am 22.12 gegeben, war mir sozial zu knapp). Die Boosterung jetzt war somit nach 5 Monaten und 3 Tagen.
im Grunde die gleiche Impfreaktionen wie damals und wie bei Sabine:
8h nach der Impfung (abends) Unwohlsein, schmerzhafte Einstichstelle. Die Nacht über etwas unruhig, tatsächlich oft pinkeln, heute morgen leichten Schüttelfrost und Gliederschmerzen, die jetzt, 24h nach der Impfung, relativ gut am Verschwinden sind.

Soweit.
Und gerade höre ich in den Nachrichten, dass bald bundesweit mit der Boosterung das Schnelltesten entfallen soll :-)

TriVet 07.12.2021 12:36

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1637353)
So ganz allgemein kommt das in D immer von der Stiko:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/CO...en/gesamt.html

Yo.
Klare Ansage::Gruebeln:

Für einen guten Impfschutz ist bei immungesunden Personen aus immunologischer Sicht die Auffrischimpfung frühestens in einem Abstand von etwa 4 Monaten zur abgeschlossenen Grundimmunisierung sinnvoll.

direkt danach:

Immungesunde Personen sind auch mindestens 6 Monate nach dem Abschluss der Grundimmunisierung noch gut vor schweren COVID-19-Erkrankungen geschützt.

Helios 07.12.2021 12:42

muss man selber aufpassen, da die Infektionszahlen stiegen und dies auch auf Impfdurchbrüche zurückzuführen war, muss man guggen, ob man einen "Schwarzen Schwan" in der Blutbahn hat und dies ist bei uns mit J&J der Fall -
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Eine Optimierungen der Grundimmunisierung soll dazu dienen, einen längerfristigen Immunschutz zu gewährleisten. Die meisten Impfdurchbrüche – also eine COVID-19-Erkrankung trotz Corona-Schutzimpfung – treten in Deutschland bei Personen auf, die mit der COVID-19-Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden. Zudem wurde festgestellt, dass der Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante (B.1.617.2) aufweist. Aus diesem Grund wurde im Hinblick auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission im Rahmen der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz vom 11. Oktober 2021 beschlossen, dass Personen, die bisher eine Impfstoffdosis der COVID-19 Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson erhalten haben, eine zusätzliche Impfstoffdosis empfohlen wird. So soll der Impfschutz verbessert werden. Diese Optimierung der Grundimmunisierung wird mit einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® Vaccine von Moderna) durchgeführt und kann in der Regel ab vier Wochen nach der ersten Impfung erfolgen.
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https://www.zusammengegencorona.de/i...f-einen-blick/

J&J => 4 Wochen und nix Monate - bei den Impfzertifikaten bekommt man dann 2 Zettel mit dem QR-Code und kein Datum wann welches ungültig wird - die Zettel tragen meiner Ansicht nach eher zur Verwirrung bei und sollten geknickt werden.


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