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NBer 24.10.2020 11:59

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560249)
.....Darüber hinaus stellt sich wie immer die Frage der Verhältnismäßigkeit. Hier wird eine Zahl aufgebauscht und daran unsere Handlungsmaxime ausgerichtet als gäbe es nichts anderes. Das ist ein Tunnelblick.....

das ist doch unsinn. im märz wurde bei ca.2000 infizierten/tag ein (halber) lockdown verhängt. jetzt sind wir beim 5-fachen und nicht ansatzweise bei so einer maßnahme.
die verantwortlichen scheinen ja irgendetwas gelernt zu haben, andere sachen in ihre betrachtung mit einzubeziehen, denn ganz objektiv handeln sie ja anders als vor einem halben jahr.

aequitas 24.10.2020 12:02

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1560253)
das ist doch unsinn. im märz wurde bei ca.2000 infizierten/tag ein (halber) lockdown verhängt. jetzt sind wir beim 5-fachen und nicht ansatzweise bei so einer maßnahme.
die verantwortlichen scheinen ja irgendetwas gelernt zu haben, andere sachen in ihre betrachtung mit einzubeziehen, denn ganz objektiv handeln sie ja anders als vor einem halben jahr.

Dein Vergleich geht nur leider nicht auf. Gucke dir neben der Zahl der bestätigten Infektionen die Hospitalisierung und Todesfälle an. Letztes ist beides auf keinem vergleichbaren Level, da wir im Frühjahr viel weniger getestet haben und dadurch eine weitaus höhere Dunkelziffer hatten. Das zeigt auch wie ungeeignet alleine diese eine Zahl ist.

Trotzdem: wenn wir die Neuinfektionen komplett ignorieren, dann wird es auch nicht gut enden. Deshalb brauchen wir eine haltbare und langfristige Strategie, die gezielt ansetzt, statt pauschal ohne Ziel alles dicht zu machen. Das Virus wird nämlich auch nach einem weiteren Lockdown nicht verschwinden.

Mit Tunnelblick meine ich dabei auch die Diskussion und Öffentlichkeit, die sihc teilweise nur auf diesen einen Wert fokussiert. Eine ernsthafte Diskussion ist hier ja kaum noch möglich.

Bockwuchst 24.10.2020 12:07

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560255)
Dein Vergleich geht nur leider nicht auf. Gucke dir neben der Zahl der bestätigten Infektionen die Hospitalisierung und Todesfälle an. Letztes ist beides auf keinem vergleichbaren Level, da wir im Frühjahr viel weniger getestet haben und dadurch eine weitaus höhere Dunkelziffer hatten. Das zeigt auch wie ungeeignet alleine diese eine Zahl ist.

Trotzdem: wenn wir die Neuinfektionen komplett ignorieren, dann wird es auch nicht gut enden. Deshalb brauchen wir eine haltbare und langfristige Strategie, die gezielt ansetzt, statt pauschal ohne Ziel alles dicht zu machen. Das Virus wird nämlich auch nach einem weiteren Lockdown nicht verschwinden.

Mit Tunnelblick meine ich dabei auch die Diskussion und Öffentlichkeit, die sihc teilweise nur auf diesen einen Wert fokussiert. Eine ernsthafte Diskussion ist hier ja kaum noch möglich.

Hast du dir Mal bei DIVI angeschaut, wie die Zahl der intensiv behandelten zunimmt. Die Kurve hat die gleiche Form wie die Zahl der Neuinfektionen, nur eben zeitlich verzögert.

NBer 24.10.2020 12:11

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560255)
Dein Vergleich geht nur leider nicht auf. Gucke dir neben der Zahl der bestätigten Infektionen die Hospitalisierung und Todesfälle an. Letztes ist beides auf keinem vergleichbaren Level, da wir im Frühjahr viel weniger getestet haben und dadurch eine weitaus höhere Dunkelziffer hatten. Das zeigt auch wie ungeeignet alleine diese eine Zahl ist......

du verstehst mein posting offensichtlich nicht. obiges bestreitet doch niemand, aber du behauptest das nach wie vor alles an der infiziertenzahl festgemacht wird. und das stimmt einfach nicht mehr. denn das handeln der verantwortlichen richtig sich doch ganz offensichtlich auch an anderen zahlen aus. ich fange an mich zu wiederholen.....

aequitas 24.10.2020 12:17

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1560256)
Hast du dir Mal bei DIVI angeschaut, wie die Zahl der intensiv behandelten zunimmt. Die Kurve hat die gleiche Form wie die Zahl der Neuinfektionen, nur eben zeitlich verzögert.

Kenne ich auch. Ich sage ja auch nicht: Ist alles ganz entspannt, 15.000 Neuinfektionen ist nichts und im Krankenhaus ist niemand. Ich sage nur, dass die Form der Kommunikation und Diskussion nicht besonders lösungsorientiert oder sachbezogen ist, wenn ein Post aus nichts weiter besteht als "15.000". Wir brauchen Lösungen und eine Strategie, wie wir durch die Pandemie kommen mit möglichst wenig Schaden kommen. Den größten direkten Schaden haben wir in der Risikogruppe, also müssen wir diese besonders schützen. Dazu gehört es auch Infektionen zu verhindern. Wo finden diese also statt? Wie können wir hier die Zahl reduzieren? Wie verfolgen wir Fälle? Da gibt es doch schon lange eine Diskussion und unterschiedliche Vorschläge, die hier in der Diskussion abgekanzelt werden und bei den handelnden Personen ebenso nicht beachtet werden (u.a. Clusteraufarbeitung, Beherbungsverbot, Sperrstunde, ...)

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1560257)
du verstehst mein posting offensichtlich nicht. obiges bestreitet doch niemand, aber du behauptest das nach wie vor alles an der infiziertenzahl festgemacht wird. und das stimmt einfach nicht mehr. denn das handeln der verantwortlichen richtig sich doch ganz offensichtlich auch an anderen zahlen aus. ich fange an mich zu wiederholen.....

Naja, es wird hauptsächlich der Wert 50/100.000 betrachtet, statt diesen detaillierter zu betrachten. Aber auch da: ich wiederhole mich und das wurde schon so oft breitgetreten, auch von Drosten sowie anderen Virologen und Epidemiologen.

Klugschnacker 24.10.2020 12:30

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560258)
Ich sage nur, dass die Form der Kommunikation und Diskussion nicht besonders lösungsorientiert oder sachbezogen ist, wenn ein Post aus nichts weiter besteht als "15.000". Wir brauchen Lösungen und eine Strategie, wie wir durch die Pandemie kommen mit möglichst wenig Schaden kommen.

Du hast recht, ich habe nur diese eine Zahl gepostet, ohne gleichzeitig eine Strategie darunter zu schreiben, wie unsere komplexe Gesellschaft eine weltweite Pandemie mit möglichst geringen Schäden übertsteht.

Dazu wäre ich auch nicht in der Lage.

Dieser hohe Anspruch, den Du an die öffentliche Debatte stellst, ist meiner Meinung nach nicht realistisch. Die wenigsten Bürger können eine fertige Lösungsstrategie zu ihren Argumenten und Meinungen mitliefern. Vielleicht muss man geringere Erwartungen an die öffentlich Debatte haben, und es akzeptieren, wenn zunächst nur die Fakten genannt werden. Oft sind letztere bereits Gegenstand einer Kontroverse.

Helios 24.10.2020 12:32

Ich hab heut meiner Frau vorgeschlagen, sobald als möglich Weihnachten vor zu verlegen und zu feiern, weil in 2 Monaten wird es täglich soviel Tote geben, dass keiner mehr Lust dazu hat.

Die 15TSD können in 2 Monaten zu rund 400 Toten täglich werden.

aequitas 24.10.2020 12:36

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1560259)
Du hast recht, ich habe nur diese eine Zahl gepostet, ohne gleichzeitig eine Strategie darunter zu schreiben, wie unsere komplexe Gesellschaft eine weltweite Pandemie mit möglichst geringen Schäden entsteht.

Dazu wäre ich auch nicht in der Lage.

Dieser hohe Anspruch, den Du an die öffentliche Debatte stellst, ist meiner Meinung nach nicht realistisch. Die wenigsten Bürger können eine fertige Lösungsstrategie zu ihren Argumenten und Meinungen mitliefern. Vielleicht muss man geringere Erwartungen an die öffentlich Debatte haben, und es akzeptieren, wenn zunächst nur die Fakten genannt werden. Oft sind letztere bereits Gegenstand einer Kontroverse.

Ich will ja auch keine ausgearbeitete Strategie. Aber Push-Ups, Nachrichten-Apps oder den Browser können wir alle selbst bedienen. Einfach eine Zahl zu posten ohne irgendeine Aussage: was soll das!?

Ich selbst habe auch keine ausgearbeitete Strategie, aber Vorschläge, die ich bei vielen unterschiedlichen Virologen aufgeschnappt habe. Leider wird hier nur darüber nicht diskutiert, sondern lediglich gesagt: "Wir haben 15.000, wir haben Welle, wir haben Unheil, wir haben Katastrophe". Aber hier diskutiert nunmal auch eine priviligierte Minderheit, die sich Home Office und mehrere Zimmer für Kinder leisten kann. Man ergiebt sich in Fatalismus und autoritären Träumen, die mit einfachen Maßnahmen ein komplexes Problem lösen sollen.


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