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schnodo 13.12.2017 14:13

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348562)
Braucht man für die Nachahmung das Talent , die Übung oder ist das geniale Dahinfließen gar nicht für Jedermann zu erreichen ?

Ich meine, dass das bei mir genauso aussieht. Müssen wir mal filmen. :Cheese:

Und jetzt mal ernsthaft: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei mir nicht so aussieht. :Lachen2:
Aber je öfter ich die Übungen mache, desto flüssiger wird die Bewegung und desto leichter spüre ich Unterschiede.

Su Bee 13.12.2017 14:34

Außer alternativer Sport zur Verbesserung der Körperspannung, hab ich eine ganze Zeitlang nur die Übungen gemacht, die sich gut angefühlt haben.
Ist wahrscheinlich nicht DER perfekte Weg, weil niemand drauf geschaut hat, aber dafür hat es viel Spaß gemacht.

FlyLive 13.12.2017 16:37

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348580)
Ich meine, dass das bei mir genauso aussieht. Müssen wir mal filmen. :Cheese:
.

Die Videos mit anschließender Analyse und Selbstkritik bzw. Kritik bringt schon einiges an Bewusstsein. Ich war ziemlich überrascht bei dem Analyse mich selbst schwimmen zu sehen. Mit etwas Verkleidung hätte ich mich wahrscheinlich nicht erkannt.
Vor Monaten hatte ich noch einen deutlichen Wink in meiner linken Hand bei der ÜW-Phase. Der ist bearbeitet worden, nachdem mich immer wieder Leute darauf ansprachen - nun ist der Wink fast nicht mehr zu sehen.

Filmen: Ich habe Lust darauf mich öfter kontrollieren zu können und Verbesserungen oder Verschlimmerungen zu bejubeln bzw. zu bedauern.:Cheese:
Schnodo, wenn Du also denkst, man sollte mal wieder filmen - lass uns nicht solange warten bis wieder ein Treff stattfindet. Wir können gerne Treffs zwischen Treffs vereinbaren - in noch kleineren Rahmen :Lachen2: .

Diese ganzen Swim Drills sind für mich ziemlich hartes Brot - ich tue mich saumäßig schwer. Aber ich blamiere mich überaus gerne in deiner Spezialdisziplin - dem ÜBEN :Blumen: . Den Plan musst allerdings Du vorgeben - sonst wird das nichts:Lachen2:


Noch eine Frage an die Experten. Was ist von den Videos von Ihm hier zu halten ?
Ich finde die ständig bei der Suche in YouTube - während hier kaum etwas davon zu finden ist.

schnodo 13.12.2017 23:09

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1348585)
Außer alternativer Sport zur Verbesserung der Körperspannung, hab ich eine ganze Zeitlang nur die Übungen gemacht, die sich gut angefühlt haben.
Ist wahrscheinlich nicht DER perfekte Weg, weil niemand drauf geschaut hat, aber dafür hat es viel Spaß gemacht.

Ich hatte mal eine masochistische Phase und habe hauptsächlich Drills gemacht, die ich gar nicht konnte und bei denen ich permanent das Gefühl hatte, abzusaufen. Zum Glück habe ich diese Phase hinter mir gelassen. :Cheese:

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348616)
Filmen: Ich habe Lust darauf mich öfter kontrollieren zu können und Verbesserungen oder Verschlimmerungen zu bejubeln bzw. zu bedauern.

Zu oft filmen bringt auch nichts, man muss zwischendurch auch Zeit haben, am Zug zu arbeiten. Was ich allerdings gut finde, ist möglichst direktes Feedback. Also einer schwimmt, der andere schaut drauf und dann ändert der Schwimmer etwas und der Beobachter beurteilt die Auswirkung. So ähnlich wie wir unseren geschätzten Mitschwimmer letztlich malträtiert haben. ;)

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348616)
Filmen: Ich habe Lust darauf mich öfter kontrollieren zu können und Verbesserungen oder Verschlimmerungen zu bejubeln bzw. zu bedauern.
Schnodo, wenn Du also denkst, man sollte mal wieder filmen - lass uns nicht solange warten bis wieder ein Treff stattfindet. Wir können gerne Treffs zwischen Treffs vereinbaren - in noch kleineren Rahmen.

In der ersten Januarwoche bin Strohwitwer. Vielleicht können wir uns da spontan in Bruchsal einfinden.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348616)
Diese ganzen Swim Drills sind für mich ziemlich hartes Brot - ich tue mich saumäßig schwer. Aber ich blamiere mich überaus gerne in deiner Spezialdisziplin - dem ÜBEN . Den Plan musst allerdings Du vorgeben - sonst wird das nichts

Ich selbst übe ja nicht nach Plan sondern nach Notwendigkeit aber generell kann ich Dir natürlich schon sagen, was wofür gut ist und welche Drills am affigsten aussehen. :Lachen2:

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348616)
Noch eine Frage an die Experten. Was ist von den Videos von Ihm hier zu halten ?
Ich finde die ständig bei der Suche in YouTube - während hier kaum etwas davon zu finden ist.

Die Frage ging zwar nicht an mich aber ich habe natürlich trotzdem eine Meinung. :)

Dominik Frankes Videos sind nicht verkehrt, allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass er etwas erzählt oder gezeigt hätte, was ich nicht irgendwo anders schon einmal genauso gut oder besser gesehen hätte. Er könnte für meinen Geschmack auch schneller auf den Punkt kommen. Es würde vielleicht schon helfen, wenn er die Sequenzen in denen er die Haare richtet oder die Schwimmbrille aufsetzt, rauslässt. ;)
Inhaltlich habe ich allerdings bislang nichts zu Meckern gehabt.

-----

Heute habe ich 3400 m relativ ruhig vor mich hin geübt. Viel Streckung, viel Rücken-Drills. Beim Kraulen eher 14 Züge pro Bahn als 16 bis 17. Mir fällt es schwer, Rotation und Streckung gleichzeitig zu kontrollieren.

Meine Klimmzug-Verspannung behindert mich allerdings nicht unerheblich. Ich habe bislang noch kein Mittel dagegen gefunden. Vielleicht muss ich einfach nur genug schwimmen bis die Muskulatur ganz weichgekocht ist. :)

Su Bee 14.12.2017 08:10

Genug schwimmen ist immer gut :)
Statt Klimmzüge, mache ich öfter die diversen Planken (sind ja eh in den Flows immer mit dabei).
Allerdings muss ich da auch immer schauen, dass ich mich davor und danach die langen Faszienketten wieder lockere.

FlyLive 14.12.2017 10:09

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348686)

Zu oft filmen bringt auch nichts, man muss zwischendurch auch Zeit haben, am Zug zu arbeiten. Was ich allerdings gut finde, ist möglichst direktes Feedback. Also einer schwimmt, der andere schaut drauf und dann ändert der Schwimmer etwas und der Beobachter beurteilt die Auswirkung. So ähnlich wie wir unseren geschätzten Mitschwimmer letztlich malträtiert haben. ;)



In der ersten Januarwoche bin Strohwitwer. Vielleicht können wir uns da spontan in Bruchsal einfinden.


Dominik Frankes Videos sind nicht verkehrt.....
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Heute habe ich 3400 m relativ ruhig vor mich hin geübt. Viel Streckung, viel Rücken-Drills. Beim Kraulen eher 14 Züge pro Bahn als 16 bis 17. Mir fällt es schwer, Rotation und Streckung gleichzeitig zu kontrollieren.

Meine Klimmzug-Verspannung behindert mich allerdings nicht unerheblich. Ich habe bislang noch kein Mittel dagegen gefunden. Vielleicht muss ich einfach nur genug schwimmen bis die Muskulatur ganz weichgekocht ist. :)

Moin,
mir schwirrte auch nicht wöchentliches filmen im Hirn umher. Aber wenn man den Eindruck hat man müsste mal wieder schauen.....Zumal ja auch nicht immer fix ist das der Bademeister uns das filmen genehmigt.
Spontan ist immer sehr gut ! Mir reichen meistens 1-2 Tage um feste Zusagen machen zu können :Cheese: . Januar ist auch toll - kann ich meine frisch angelegte Weihnachtswampe mit Namen vorstellen.

Danke zu deiner Einschätzung über DF. Die Kommentare unter den Videos schließen darauf, das auch Nichtschwimmer-Mädels mal gerne hinschauen. Bravo-Kanal für Schwimmer :Lachen2: . Das trifft es vermutlich ziemlich scharf.

Streckung, Spannung und dazu Bewegung....am besten total flexibel. Das ist schon auch ein Thema bei dem ich ehrlicherweise nicht genau einordnen kann, wann meine Spannung im Körper nun gut oder sonst was ist. Eine komplette Körperspannung spüre ich am besten bei Sprints - gleichwohl das auch eine KörperVERspannung sein könnte - Verkrampft eher nicht, da ich diese Spannung selbst einbringe.
Bei Streckung ist es einfacher. Streckung ist für mich stromlinienförmig lang zu sein. Von der Fingerspitze bis zum Zeh.

Ein Zitat von Bentus:
Was ich beim Armzug wichtig finde. Eintauchen + strecken, dann Ellenbogen anstellen. Hierbei ist wichtig darauf zu achten, dass das Handgelenk eine Verlängerung des Unterarms ist und auf gar keinen Fall abknickt. Sonst hat man so eine Schaufelradbewegung und kommt überhaupt nicht vorwärts. Dieses Abknicken wird oft auch als Baumstamm fassen beschrieben. Also du musst dir vorstellen mit deinem Arm um einen dicken Baumstamm zu greifen. Das ist die richtige Bewegung. Dann schön durchziehen und mit kräftig abdrücken.

Vielleicht verstehe ich gerade nichts. Ich kann nicht deutlich erkennen ob ich den Baumstamm jetzt umfassen sollte oder eher nicht. Das könnte ich mir nämlich aussuchen, da ich den Baumstamm vor 2-3 Wochen gefunden habe und diesen hin und wieder teste. Eins steht dabei fest - der Griff um den Baumstamm aktiviert die Rücken, Brust und Lat-Muskulatur. Es ühlt sich teilweise an, als würde man sich sogar über den Stamm drücken können.

schnodo 14.12.2017 11:59

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1348715)
Statt Klimmzüge, mache ich öfter die diversen Planken (sind ja eh in den Flows immer mit dabei).

Wir sind ja hier nicht bei der christlichen Seefahrt. Planken gehören für mich aufs Schiff und haben im schnodolischen Heim nichts verloren! :Lachen2:

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348751)
Vielleicht verstehe ich gerade nichts. Ich kann nicht deutlich erkennen ob ich den Baumstamm jetzt umfassen sollte oder eher nicht. Das könnte ich mir nämlich aussuchen, da ich den Baumstamm vor 2-3 Wochen gefunden habe und diesen hin und wieder teste. Eins steht dabei fest - der Griff um den Baumstamm aktiviert die Rücken, Brust und Lat-Muskulatur. Es ühlt sich teilweise an, als würde man sich sogar über den Stamm drücken können.

So sollst Du aussehen, wenn Du über den Baumstamm greifst. :Cheese:


Bildinhalt: IRONMAN superstar mit Baumstamm

FlyLive 14.12.2017 14:14

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348784)
Wir sind ja hier nicht bei der christlichen Seefahrt. Planken gehören für mich aufs Schiff und haben im schnodolischen Heim nichts verloren! :Lachen2:



So sollst Du aussehen, wenn Du über den Baumstamm greifst. :Cheese:


Ja, das bin ich :Cheese:
Aber so wie es hier aussieht, so fühlt es sich an.
Ist das nun richtig ?

P.s.
Äh, nee Super Held bin ich nicht

ScottZhang 14.12.2017 14:21

Wenn da soviel Baumstämme im Wasser sind, würde ich das mal dem Bademeister melden. Oder ist das son OpenWater Ding? :Cheese:

schnodo 14.12.2017 18:51

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348824)
Aber so wie es hier aussieht, so fühlt es sich an.
Ist das nun richtig ?

So soll es sein.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348824)
P.s.
Äh, nee Super Held bin ich nicht

Das bist natürlich nicht Du persönlich, sondern es ist eine Symboldarstellung für einen motivierten Triathleten und Ironman(TM)-Finisher. :Cheese:

Zitat:

Zitat von ScottZhang (Beitrag 1348828)
Wenn da soviel Baumstämme im Wasser sind, würde ich das mal dem Bademeister melden. Oder ist das son OpenWater Ding? :Cheese:

Die gibt es jetzt auch im Bad. Man soll ja die Wettkampfsituation möglichst exakt nachstellen. :Lachen2:

FlyLive 14.12.2017 21:52

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348784)


Solltest du irgendwann ein Buch veröffentlichen - nimm bitte diese Zeichnung für das Cover.

Sollte es irgendwann ein Wettbewerb geben für das beste kreierte Sport Bild - ich werde hierfür stimmen.

Diese Zeichnung ist eine Sensation.

mcbert 15.12.2017 11:06

Was ich da ganz gut finde ist das Video von Chloe:
https://youtu.be/T1OY_yQBiXM
Ab ca. 4:20 beschreibt Sie ganz gut wie man den angestellten Arm schön hinbekommt. Auch wenn sich mein Arm nicht so stark eindrehen kann, mir hats geholfen.
Experimentiere gerade mit Kraftvarianten beim Armzug, von „in den catch fallen lassen“ bis hin zu mit ordentlich Druck bereits den catch einleiten



Die Zeichnung ist übrigens klasse.

FlyLive 15.12.2017 11:37

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1348949)
Was ich da ganz gut finde ist das Video von Chloe:
https://youtu.be/T1OY_yQBiXM
Ab ca. 4:20 beschreibt Sie ganz gut wie man den angestellten Arm schön hinbekommt. Auch wenn sich mein Arm nicht so stark eindrehen kann, mir hats geholfen ....

:Blumen: für das Video.
Ich meine, Sie zeigt es deutlich und vor allem sieht es aus, als könne man das sehr einfach nachmachen.
Ich glaube, ich quetsch noch ein Schwimmtraining in meinen heutigen Zeitplan :dresche

schnodo 15.12.2017 11:38

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1348949)
Die Zeichnung ist übrigens klasse.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1348895)
Diese Zeichnung ist eine Sensation.

Hehehe... sensationell dilettantisch, hätte ich gesagt; trotzdem schön, dass sie Anklang findet. :)
Ich habe natürlich vorher nach einer Darstellung eines Schwimmers gesucht, der über einen Baumstamm greift, weil das gefühlt seit Menschengedenken als Gleichnis für den Catch verwendet wird. Überraschenderweise konnte ich nichts finden, da habe ich den Ironman(TM)-5150-Superhelden mit tollem Catch und Baumstamm halt selbst kreieren müssen. :Cheese:

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1348949)
Was ich da ganz gut finde ist das Video von Chloe:
https://youtu.be/T1OY_yQBiXM
Ab ca. 4:20 beschreibt Sie ganz gut wie man den angestellten Arm schön hinbekommt. Auch wenn sich mein Arm nicht so stark eindrehen kann, mir hats geholfen.

Auf Chloe verweise ich selbst ja auch immer ganz gerne, weil sie so schön erklärt, viele Aspekte berücksichtigt, immer fröhlich ist und generell zum Knuddeln. (Nur die Tonspur ist in den älteren Videos schlimm.)

Leider bringen die schönste Erklärung und ein theoretisches Verständnis nichts, wenn man es im Wasser nicht umsetzen kann. ;)
Bei mir sind die Ausführung und die Propriozeption das Problem, nicht das Wissen, wie es denn eigentlich sein sollte.

maotzedong 15.12.2017 16:08

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348963)
Leider bringen die schönste Erklärung und ein theoretisches Verständnis nichts, wenn man es im Wasser nicht umsetzen kann. ;)
Bei mir sind die Ausführung und die Propriozeption das Problem, nicht das Wissen, wie es denn eigentlich sein sollte.


Schonmal mit Schmirgelpapier an den Handflächen gearbeitet um die Rezeptoren mal zu übersensibilisieren ? :Cheese:

schnodo 15.12.2017 17:46

Zitat:

Zitat von maotzedong (Beitrag 1349026)
Schonmal mit Schmirgelpapier an den Handflächen gearbeitet um die Rezeptoren mal zu übersensibilisieren ? :Cheese:

So verzweifelt war ich bislang noch nicht. :Lachen2:

Sobald es um die Qualifikation für die Olympischen Spiele geht, werde ich Deinen Tipp berücksichtigen. :Cheese:

Su Bee 15.12.2017 17:49

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1348784)
Wir sind ja hier nicht bei der christlichen Seefahrt. Planken gehören für mich aufs Schiff und haben im schnodolischen Heim nichts verloren!

Pfff...!!!

das Einzige bei dem sich alle meine Trainer der letzten Jahre einig sind:
rum-planken ist perfekt...
...nicht nur für rum-plantschen :Lachen2:

schnodo 15.12.2017 18:05

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1349052)
rum-planken ist perfekt...

Und dann auch noch in Verbindung mit hochprozentigem Alkohol! Wo ich doch keinen mehr trinke! :Lachen2:

-----

Heute war wieder Rekonvaleszenzschwimmen angesagt - 3300 m. Ich habe etliche Bahnen mit Schnorchel gekickt - für die Wasserlage und die Beinarbeit. Dann habe ich mich noch mit dem Freestyle Sweet Rotation Drill mit Pull Buoy vergnügt, für die Rotation. Das war auch schön.

FlyLive 16.12.2017 14:43

Was mich am meisten an Übungen zum jeweiligen Schwimmstil stört, ist das die Übung zu einem bestimmten Zweck, oft schwieriger ist, als die komplette Lage zu schwimmen.

Gestern und heute Vormittag gab es daher mal wieder weniger Übungen im Detail und der Fokus lag klar auf dem Armzug. Schon irre, das man nach 11 Jahren regelmäßigem Schwimmen und über 2500 km im Wasser immer noch am Armzug werkelt. Das sollte doch längst sitzen, oder ist das normal ?

Die Baumstammgeschichte nahm ich mir gestern genauer vor. So schwamm ich gefühlt mit hunderten Baumstämmen und konnte diese auch definitiv spüren. So richtig glücklich wurde ich allerdings mit keinem Baumstamm. Das Problem könnte am Durchmesser liegen. Meine Baumstämme haben mindestens 40-50cm Durchmesser und ich denke, das ist evtl. zu viel. Die Idee, jüngere und etwas schlankere Stämme zu verwenden kam mir erst nach dem heutigen schwimmen. Ich sollte es mal mit 35ern oder 30ern versuchen. Die Idee dahinter ist, das die Handfläche dichter unter meinem Körper durchzieht und nicht im Nirwana buddelt.

Wie gesagt, die Idee und der Gedanke kamen nach dem heutigen Training. Heute ließ ich die Baumstämme komplett aus dem Wasser raus und nahm dafür das Paddel von oben beschriebener Chloe mit. Auch den Hinweis, das die Handfläche von vorne bis hinten auf Vortrieb ausgerichtet nach hinten zeigt. Das funktionierte beim einschwimmen schon ganz gut. Der hohe und nach oben gedrehte Ellenbogen sorgte dafür, das mein Paddel auf (gefühlt) einer Höhe am Körper vorbei zog. Das Finish führte dazu, das mir die Worte unseres ehemaligen Vereinstrainers wieder in Erinnerung kamen. Er gab vor, mit einem letzten Abdruck das Wasser über die Fingerspitzen aus dem Pool zu schleudern - das gelang heute nebenbei.
Als ich diese Armzugtechnik heute weiter führte, stellte sich das Gefühl ein, als wenn man sich auf Eisenbahngleisen durch das Wasser zieht. Nur das die Gleise nicht immer parallel und viel enger verliefen als das am Bahnhof zu sehen ist ;) .

Es kommt nun noch schlimmer. Je länger man probiert und macht, desto mehr verändert sich wieder. Ich wurde also vom Kurzzugschwimmer zum Baumstammschwimmer und weiter zum Gleisarbeiter bis zum Parallelogrammschwimmer. Es ist ein Gefühl des Ritsch Ratsch und es stellt sich ein maschinelles Schwimmgefühl ein. Stellt euch vor, A ist die rechte Hand in der Abdruckphase und C die linke Hand am ausgestreckten Arm. Das ziehen wie auf Schienen sorgt für dieses Ritsch Ratsch. :o



Am Ende der beiden Einheiten wurde mir klar, das ich keinen Favoriten gefunden habe, da ich alle Techniken nicht dauerhaft schwimmen kann. Ein kleiner Vorteil sehe ich beim Parallelogramm auf den Gleisen - hier ist man hydrodynamischer :cool: .

Wie es auch ist, es macht auch viel Spaß zu probieren und idiotische Eingebungen zu erfahren.

schnodo 16.12.2017 20:48

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349161)
Wie es auch ist, es macht auch viel Spaß zu probieren und idiotische Eingebungen zu erfahren.

Wo jetzt in dem Parallelogramm was ist und warum das überhaupt ein Parallelogramm ist, habe ich nicht verstanden. Vielleicht müssen wir mal eine Messreihe mit Dir veranstalten. Aber ich sehe, dass Du das Wesen des Schwimmens erfasst hast, nämlich, dass es ein Vergnügen ist. :Cheese:

Und ob Du jetzt mit Baumstämmen schwimmst oder selbst einer wirst - wichtig ist es, wie überall im Leben außer in der Politik, Optionen zu haben und nicht alternativlos dazustehen! :Lachen2:

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Ach ja, geschwommen bin ich heute auch. Ganz entspannte 2600 m mit einigen Bahnen Schnorchel und viel "Sweet Rotation". Der Armzug beim Rückenschwimmen wird besser.

FlyLive 17.12.2017 13:57

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349214)

Ach ja, geschwommen bin ich heute auch. Ganz entspannte 2600 m mit einigen Bahnen Schnorchel und viel "Sweet Rotation". Der Armzug beim Rückenschwimmen wird besser.

Bist du der Ansicht, das man die gleichmäßige Rotation mit einem Schnorchel gut üben kann ?

Ich bin eigentlich wenig Freund von Hilfsmitteln. In all meinen Schwimmjahren hat es bisher nur zu einem Pull Buoy und Schwimmhandschuhen gereicht. Die Handschuhe nutze ich eigentlich nicht mehr. Den PB dagegen immer wieder. Hauptsächlich um die Beine fürs Radfahren und Laufen zu schonen.

An gleichmäßiger Rotation bin ich aber interessiert. Präge ich die Schultergürtelrotation verstärkt aus, komme ich in einen leichten Schaukelzustand, der sich gar nicht verkehrt anfühlt. Die Vernunft sagt mir, das schaukeln in der Schwimmlage nichts zu suchen hat.

Welchen Schnorchel kann man empfehlen ? Den Powerbreather von Ameo ?
Furchtbarer Anblick :(

schnodo 17.12.2017 14:22

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349278)
Bist du der Ansicht, das man die gleichmäßige Rotation mit einem Schnorchel gut üben kann ?

Vielleicht, aber ich mache es nicht. Den Schnorchel nehme ich momentan nur für Wasserlage und Beinschlag um wirklich auf Details achten zu können. Für den "Sweet Rotation" Drill nehme ich den (das?) Pull Buoy.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349278)
Ich bin eigentlich wenig Freund von Hilfsmitteln. In all meinen Schwimmjahren hat es bisher nur zu einem Pull Buoy und Schwimmhandschuhen gereicht. Die Handschuhe nutze ich eigentlich nicht mehr. Den PB dagegen immer wieder. Hauptsächlich um die Beine fürs Radfahren und Laufen zu schonen.

Ich habe vermutlich fast alle Hilfsmittel, die man sich vorstellen kann - Anti-Paddles, Freestyler Paddles, Agility Paddles, Streamline Kickboard, Power Breather Schnorchel, Center Mount Snorkel, Fist Gloves, Ankle Straps, Kurzflossen, Alpha Fins, Auftriebshose... :o

Das meiste habe ich gekauft, einmal ausprobiert und dann lag es in der Schublade. In letzter Zeit habe ich mir allerdings gesagt, dass es doch blöde ist, sich speziell bei Pull Buoy und Flossen so davor zu fürchten, dass ich hinterher nicht mehr ohne das Hilfsmittel auskomme. Sollte es wirklich so kommen, muss ich es halt wieder lernen. Deswegen greife ich mittlerweile hemmungslos zu Flossen, Pull Buoy und Schorchel, wenn ich der Meinung bin, dass sie mir helfen, einen Aspekt meiner Schwimmerei besser zu isolieren und zu spüren.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349278)
Welchen Schnorchel kann man empfehlen ? Den Powerbreather von Ameo ?
Furchtbarer Anblick :(

Man gewöhnt sich daran, ich sehe immer mehr davon. Ich habe den Ameo und den Finis Center Mount. Ich finde mit dem Ameo atmet es sich angenehmer, weil man keine verbrauchte Luft im Schnorchel stehen hat (die verbrauchte Atemluft geht nach unten raus).

Allerdings stören die seitlichen Rohre bei der Streamline beim Abstoßen, d.h. man kriegt die Arme nicht mehr hinter dem Kopf zusammen, und ich finde ihn auch nicht besonders angenehm zu tragen. Außerdem stimmt die Anordnung der Rohre nicht mit meiner Blickrichtung überein. Wenn ich nach unten schaue, dann zeigen die Rohre in einem Winkel nach vorne.

Der Schnorchel ist nicht schlecht aber so richtig empfehlen mag ich ihn nicht. Das gleiche gilt allerdings auch für den traditionellen center-mount. ;)

FlyLive 17.12.2017 14:49

Ich hätte es mir denken können. Seit Du Fachliteratur gestapelt fotografiert hast. Du hast natürlich alles live und in Farbe zuhause und im Bad getestet. :Lachen2:

Ich bin aber irgendwie dankbar dafür, das Du keinen Schnorchel zwingend empfiehlst. :Blumen:

Ich denke, durch die neutrale Lage mit Blick zum Beckenboden....ohne zur Seite atmen zu müssen....lässt es sich konzentriert auf die Rotation und deren Gleichmäßigkeit achten. Ich werde daran arbeiten das auch ohne Schnorchel zu erreichen.

Su Bee 17.12.2017 16:09

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349283)
Ich habe vermutlich fast alle Hilfsmittel, die man sich vorstellen kann - Anti-Paddles, Freestyler Paddles, Agility Paddles, Streamline Kickboard, Power Breather Schnorchel, Center Mount Snorkel, Fist Gloves, Ankle Straps, Kurzflossen, Alpha Fins, Auftriebshose...

Schwimm-Nerd... aber total... ;)

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349283)
...wenn ich der Meinung bin, dass sie mir helfen, einen Aspekt meiner Schwimmerei besser zu isolieren und zu spüren.

Ich finde das auch immer wieder super nützlich.
Allerdings habe ich nur 2 Accessoires in meinem Täschchen :Cheese:

schnodo 17.12.2017 20:57

Heute wieder 3200 m unspektakuläres, gemütliches Schwimmen. Ich war etwas unglücklich mit meiner Körperspannung, die noch übler schien als sonst. Ansonsten war es aber mal wieder sehr schön.

Die von den Klimmzügen überbeanspruchte Rückenmuskulatur wird ganz langsam besser. Eine Sache wundert mich: Morgens tut das weh wie Hund und bestimmte Bewegungen lassen mir den Schmerz in den Arm fahren als wäre ein Nerv eingeklemmt. Nach dem Schwimmen bin ich aber nahezu beschwerdefrei.

Eigentlich würde ich das genau andersrum erwarten: Also morgens keine Schmerzen und nach dem Schwimmen vermehrt. Wo liegt mein Denkfehler? :confused:

FlyLive 17.12.2017 21:10

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349336)
Wo liegt mein Denkfehler? :confused:

Ist es bei Muskelkater nicht immer so, das der Schmerz besonders ausgeprägt nach Ruhe erscheint. Nach moderatem Sport die Muskulatur erwärmt ist und der Schmerz viel erträglicher ist.

Wird Zeit das Du mal öfter hart trainierst um die Muskelkätzchen besser kennen zu lernen :dresche

schnodo 17.12.2017 21:15

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349338)
Ist es bei Muskelkater nicht immer so, das der Schmerz besonders ausgeprägt nach Ruhe erscheint. Nach moderatem Sport die Muskulatur erwärmt ist und der Schmerz viel erträglicher ist.

Ein Muskelkater ist das nicht, eher eine Zerrung. Es gibt ganz fiese Triggerpunkte.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349338)
Wird Zeit das Du mal öfter hart trainierst um die Muskelkätzchen besser kennen zu lernen :dresche

Klar, weil mir das ja auch so gut bekommt. :Cheese:

macoio 18.12.2017 10:39

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349338)
Ist es bei Muskelkater nicht immer so, das der Schmerz besonders ausgeprägt nach Ruhe erscheint. Nach moderatem Sport die Muskulatur erwärmt ist und der Schmerz viel erträglicher ist.

nicht nur bei Muskelkater, auch bei verschiedensten Verletzungen, natürlich vorausgesetzt die Belastung ist wirklich moderat. Dann würde ich es aber eher auf die gesteigerte Durchblutung schieben.

FlyLive 18.12.2017 10:54

Aus dem Triathlon Magazin. Was sagt der Fachschwimmer dazu ?

Hier weichen ja schon einige Empfehlungen von anderen Empfehlungen ab.

4 Phasen des Kraularmzug

EINTAUCHPHASE

Ihr Schwimmzug startet mit der Eintauchphase, Ihr Arm befindet sich über Wasser. Stechen Sie 20 bis 30 Zentimeter bevor Ihr Arm komplett gestreckt ist, ins Wasser ein. Tauchen Sie mit den Fingerspitzen zuerst ein und vermeiden Sie eine schlagende Bewegung, um durch eine möglichst kleine Erstkontaktfläche mit dem flüssigen Element so wenig Luft wie möglich mit unter Wasser zu ziehen. Die Handfläche ist in der Eintauchphase leicht nach innen geneigt, um eine optimale Ausgangsstellung für die Zug-/Stützphase zu erhalten. Führen Sie den Arm knapp unter der Wasseroberfläche in die volle Streckung nach vorn. Durch die Streckung des Armes werden Sie automatisch leicht um die Längsachse rotieren. Dadurch können Sie Ihren maximalen Zugweg erreichen und verringern Ihre Frontfläche im Wasser. Vermeiden Sie aber eine bewusste und damit meist überbetonte Rotation um die Längsachse. Diese bringt eine Reihe von Fehlerbildern mit sich.....


20-30 cm klingen viel zu früh. Bei genauerer Betrachtung unter Berücksichtigung maximaler Arm und Körperstreckung kann das aber durchaus hinkommen, meine ich.
Auch den Arm knapp unter der Oberfläche in die maximale Streckung zu bringen, halte ich für richtiger als nach unten zu stechen - wegen des geringeren Widerstands. Das maximale Streckung eine automatische Rotation mit sich bringt, ist ebenso richtig, meine ich.
Daraus ergibt sich eine Rotation durch maximale Streckung des Arm und eine zusätzliche Schulterrotation, die jeweils die Schulter in der Rückholbewegung aus dem Wasser hebt -weniger Widerstand.....

FlyLive 18.12.2017 11:03

Interessant geht es weiter ....

Hier gefällt mir das Vorhalten des Ellenbogen nahe der Wasseroberfläche. Auch mein eigentliches Ziel, die Tentakeln besser nahe am Körper zu führen.



Nach dem Ende der Eintauchphase erfolgt die erste Bewegung mit dem Unterarm. Stellen Sie den Unterarm nach hinten an. Achten Sie in dieser Phase darauf, dass Ihr Handgelenk nicht nach hinten abklappt. Die Fläche der Hand und des Unterarms bilden eine Einheit. Man spricht hier vom Vorhalten des Ellenbogens. Einsteigern und schwächeren Schwimmern fehlt oft die nötige Kraft in der Schultermuskulatur und die Flexibilität im Schulterbereich, um den Ellenbogen in einer sauber geführten Bewegung nah an der Wasseroberfläche zu halten. Achten Sie darauf, dass der Ellenbogen trotzdem über dem Unterarm steht und nicht nach unten abfällt. Arbeiten Sie außerdem gezielt an Ihren Kraftfähigkeiten in der Schultermuskulatur, um der idealen Stützphase näher zu kommen! Die Armflächen werden dabei in Richtung Ihres Körperschwerpunktes bewegt, um den bestmöglichen Hebel für die Abdruckphase zu erhalten. Der Abstand zwischen dem Körper und der Position der Hand ist dabei sehr individuell. Als Richtwert können Sie eine halbe Armlänge annehmen.

FlyLive 18.12.2017 11:14

die Druckphase muss ich definitiv versuchen zu ändern - mindestens einmal bewusst ausprobieren.
Allerdings meine ich, ein bedächtiges Wasserfassen um Druck aufzubauen, eher leicht sein wird. Bleibt die Sache mit dem kräftigen Abstoßen am Ende des Zugs. Das wird wohl ziemlich anstrengend werden.
Frage: ist es noch kräftig abstoßen, wenn ich meinen Abdruck am Ende der Schwimmdistanz anpasse und dementsprechend bei 1,9 oder 3,8km verlangsame ? Ich glaube nicht.

Nehmen Sie sich die Zeit, um den Abdruck am Wasser zu finden, damit Sie sich sauber nach vorne abdrücken können. Mit dem Ende der Stützphase beschleunigen Sie Ihren Armzug in der Druckphase nach hinten. Die maximale Geschwindigkeit wird gegen Ende der Abdruckphase, bevor die Hand das Wasser verlässt, erreicht. Viele Athleten reißen dagegen Ihre Arme in der Anfangsphase mit einer hohen Geschwindigkeit durch das Wasser, ohne wirklich vorwärts zu kommen. Es fehlt Ihnen aufgrund des fehlenden Wasserfassens der Abdruck vom Wasser.

schnodo 18.12.2017 12:00

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349404)
"Mit dem Ende der Stützphase beschleunigen Sie Ihren Armzug in der Druckphase nach hinten. Die maximale Geschwindigkeit wird gegen Ende der Abdruckphase, bevor die Hand das Wasser verlässt, erreicht."

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349404)
Bleibt die Sache mit dem kräftigen Abstoßen am Ende des Zugs. Das wird wohl ziemlich anstrengend werden.

Ich glaube, es wäre ein Fehler maximale Geschwindigkeit mit maximaler Kraft gleichzusetzen. Meiner Meinung nach ist man - also der "gemeine" :Cheese: Triathlet oder der motivierte Hobbyschwimmer - gut bedient, wenn man sich darauf konzentriert, im mittleren Drittel des Zuges ordentlich Kraft ins Wasser zu übertragen und dann den Arm schnell (als Resultat der starken Beschleunigung in der Phase maximalen Krafteinsatzes) aber relativ entspannt bis zur Streckung zu führen.

Einen sehr starken Abdruck mit Trizeps-Einsatz hinten raus würde ich eher bei Leistungsschwimmern auf kurzen Strecken vermuten. Ich schätze auch, dass die Arme dadurch sehr schnell platt sind, was bei längerem Schwimmen insgesamt auch nicht produktiv sein dürfte.

Das war jetzt aber nur so ins Blaue gefaselt. Es kann sein, dass ich komplett falsch liege. :Lachen2:

macoio 18.12.2017 13:46

wenn man weiß wie das Bewegungsmuster vorn passt sollte man beim Wasserfassen trotzdem nicht zuviel Zeit vertrödeln. Davon abgesehen kann es wenn man persönlich mit mangelnder Ellbogenvorhalte, dropped ellbow und anderen unerwünschten Nebenwirkungen des vorderen Bewegungsablaufs aufwarten kann ratsam sein, sich die Kraft tendenziell für die zweite Hälfte und einen besonders langen Bewegungsweg aufzusparen, da die Abdruckphase ab Brust bis Bauchhöhe technisch sehr viel weniger anspruchsvoll ist. Durch die damit verbundene größere Weglänge/Zyklus sind aber die Anforderungen an die Wasserlage besonders bei der Atmung größer, da ist voraussichtlich 6er-Beinschlag Pflicht. Die Variante ist auch bei Schulterproblemen besser. Funktionieren kann das "über den Trizeps-Schwimmen" durchaus auch auf langen Strecken, ich habe damit allerdings nur bis 800m Erfahrungen da ich für mich meist die andere Variante bevorzuge.
Die besagt bereits von Beginn an ordentlich Schmackes in die Bewegung zu stecken und an dem Punkt ab welchem die Kraft deutlich nachlässt den Arm aus dem Wasser nehmen und dafür lieber die Frequenz etwas hochziehen. Wenn man ab dem Moment wo die Arme weich werden statt weiterzudrücken wie von dir formuliert bis zum Ende die gemeinhin als ideal angesehene Bewegung "relativ entspannt" ausführt ohne weiteren Vortrieb zu erzeugen ist das verschwendete Zeit. Also entweder richtig durchdrücken oder schnell raus und auf zum nächsten Zyklus.

Ich hoffe das war jetzt verständlich, meine Bemühungen das Wort "Armzug" nicht mehr zu benutzen muss ich noch etwas üben ^^

maotzedong 18.12.2017 14:08

Ein klares kommt darauf an.
Bist du eher Frequenzschwimmer, oder Kraftschwimmer ?
Prinzipiell nimmt die Beschleunigung im Verlaufe des Unterwasserzuges zu.

Ich würde eher die Kraft auf das erste Drittel der Bewegung legen bis zur Hälfte, da bei einem dropped ellbow der Widerstand dem man dem Wasser entgegenzusetzen hat eh zu gering ist, um effektiv Vortrieb im Wasser zu erzeugen. Außerdem entfaltet der Oberarmmuskel seine optimale Kraft bei einem annähernden rechten Winkel, da hier das optimale Verhältnis zwischen maximaler isometrischer Muskelkraft und Muskellänge ist ( welchen man mit abfallendem Ellbogen nicht erreicht). Ohne sinnvollen Krafteinsatz im vorderen Drittel fehlt die Hauptbeschleunigung um den ungünstigeren Winkel beim Übergang Zug/Druckphase zu kompensieren.
Ob man eine Enddruckphase schwimmt hängt wie gesagt davon ab, ob man eher der Frequenzschwimmer, oder Gleiter ist ( was wieder vom Verhältnis Unterarm/Oberarm/Körper... abhängt). Prinzipiell kann eine Variation auf längeren Strecken auch nicht schaden, um die Muskelgruppen unterschiedlich anzusprechen und zu entlasten.

FlyLive 18.12.2017 16:16

Danke für eure Kommentare zum Thema.

Während ihr kommentiert habt, war ich den Armzug in der Praxis testen. Das ging einigermaßen gut. Ich habe festgestellt, das der komplette Armzug leichter wird, wenn der Schwung aus dem letzten Drittel der Phase kommen soll. Ich hoffe, es liegt nicht daran, das der Vortrieb an anderer Stelle ineffizient ist. Ich war jetzt zwar nicht schneller als sonst, aber auch nicht langsamer.
Ich glaube ich behalte das erst mal bei und versuche es zu entwickeln.

Euren Kommentaren zufolge kristallisiert sich ein deutliches Bild bei mir ab. Ich war, bin und bleibe verwirrt :Lachen2: . Den richtigen Armzug scheint es demnach nicht zu geben, da es wohl eine individuelle Geschichte ist.

Macoios Ansatz, den Armzug an nicht effektiver (schwacher) Stelle zu beenden, um die Frequenz hoch zu halten, ist eine genauere Betrachtung wert. Ich tippe darauf, das der Armzug mit echtem Druck von A bis Z ein kaum zu erreichendes Ziel darstellt, und das nutzen der echten Druckphasen einen tatsächlichen Vorteil bringt.

Wenn mir das oben beschriebene System nicht mehr passt, wechsle ich die Priorität und teste Frequenzerhöhung mit einem unter Umständen verkürzten Zug. Schnodo wird sich denken, das ich das eh schon so mache ..... das glaube ich fast auch :o

schnodo 18.12.2017 16:30

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349494)
Wenn mir das oben beschriebene System nicht mehr passt, wechsle ich die Priorität und teste Frequenzerhöhung mit einem unter Umständen verkürzten Zug. Schnodo wird sich denken, das ich das eh schon so mache ..... das glaube ich fast auch :o

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Was willst Du denn da noch testen? Deine Hand geht doch jetzt schon auf Höhe des Bauchnabels aus dem Wasser. :Cheese:

FlyLive 18.12.2017 16:43

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349498)
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Was willst Du denn da noch testen? Deine Hand geht doch jetzt schon auf Höhe des Bauchnabels aus dem Wasser. :Cheese:

Solange man testet, hat man ausreden für den nicht perfekten Armzug. Sag es aber niemand ;)
Bauchnabel :dresche ....den kann man doch gar nicht sehen. Der steckt doch in der Badehose :Lachanfall:


schnodo 18.12.2017 16:48

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1349500)
Bauchnabel :dresche ....den kann man doch gar nicht sehen. Der steckt doch in der Badehose :Lachanfall:

Ach so. Ja dann will ich nichts gesagt haben. Ich hatte Deine letzte Badehose anders in Erinnerung. :Cheese:


Bildinhalt: Borat im Mankini

FlyLive 18.12.2017 16:54

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1349501)
Ach so. Ja dann will ich nichts gesagt haben. Ich hatte Deine letzte Badehose anders in Erinnerung. :Cheese:


Ach ja, das war ja an einem Wochenendtag. Da habe ich immer mein bestes Stück zum schwimmen an. :Cheese:

mcbert 18.12.2017 20:03

Zitat:

Zitat von maotzedong (Beitrag 1349453)
Ich würde eher die Kraft auf das erste Drittel der Bewegung legen bis zur Hälfte,

Echt?
Ich vergleich den Armzug immer mit einem Klimmzug oder noch besser wenn man sich vom Beckenrand mit den Händen rausdrückt.
Im 1. Drittel (sprich Hand über/vor der Schulter) hat man ja fast keine Kraft bzw. muss viel Leistung aufbringen.
Wohingegen ab dem 2. Drittel bzw. 3.Drittel ich mich voll rausdrücken kann. Hier mit wenig Anstrengung und großem Effekt.

Dabei merkt man auch wie wichtig ein angewinkelter Arm und hoher Ellenbogen ist. Mit gestrecktem Arm würde dies gar nicht klappen.


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