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Bockwuchst 23.10.2020 13:09

Gerade ist ne Mail unserer Kita gekommen. Der Landkreis ist seit letzter Woche auf "Rot", das beduetet Stufe 3 für die Kitas. Kinder und Erzieherinnen müssen auch bei minimalen Symptomen, z.B. laufende Nase die Einrichtung sofort verlassen. Die Kita-Leitung geht aufgrund der aktuellen Entwicklung davon aus, dass wir Phase Rot nicht mehr verlassen werden auf absehbare Zeit. Vermutlich hat sie da recht.
Da sie bereits jetzt peronelle Probleme bekommen bei der strengen Auslegung bitten sie uns mitzuteilen, an welchen Tagen wir absolut unbedingt eine Betreuung brauchen. D.h sie setzen darauf dass wir jetzt die Kindr freieillig aus dr Kita nehmen. Super, einfach toll.

keko# 23.10.2020 13:10

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1560057)
Meine Großtante hat geraucht wie ein Schlot und ist 94 Jahr alt geworden. Solche Anekdoten bringen überhaupt nichts.

Ja, das sind statistische Ausreisser. Ebenso ist es scheinbar der Bekannte von sabine-g. Im einen Fall wünschenswert, im anderen Fall höchst bedauerlich.

tandem65 23.10.2020 13:10

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1559990)
Ersteinmal muss eine wirksame Impfung kommen.

Ach so, Du lässt Dich nicht impfen solange es keine wirksame Impfung gibt.
Das hat sich bisher Dogmatischer gelesen.

aequitas 23.10.2020 13:10

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1560057)
Meine Großtante hat geraucht wie ein Schlot und ist 94 Jahr alt geworden. Solche Anekdoten bringen überhaupt nichts.

Eben. Deshalb sollten wir uns nicht auf möglichst spektakuläre Einzelfälle konzentrieren.

Flow 23.10.2020 13:11

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1560055)
Mmh, das erzähl mal einer Lehrerin, einem Pfleger, einem Hausarzt oder einem Supermarktkassierer, mit dem zurückziehen

m.

Ich schrieb "zu einem hohen Grad". Für speziell exponierte und/oder gefährdete Gruppen könnten zusätzliche Schutzangebote etabliert werden, darunter auch das Ermöglichen eines Zurückziehens, falls angebracht.

LidlRacer 23.10.2020 13:14

Und die andere Ärztekammer in NRW - offensichtlich auch als Antwort auf Reinhardts Lanz-Auftritt, wo er nur FFP2-Masken für wirksam erklärt hat:

Steigende Corona-Zahlen: Warnung vor „Hamsterkäufen bei FFP2-Masken“ – Gehle: „Auch Alltagsmasken helfen und schützen“

"Für Gehle ist die wissenschaftliche Evidenz für das Tragen von Alltagsmasken gegeben. Die systematische Analyse von über 200 Studien in der Fachzeitschrift „Lancet“ belege auch für einfache Masken einen Nutzen für den Träger und seine Umgebung, auch wenn FFP2-Masken effektiver seien. Bei der Frage nach der Wirksamkeit der verschiedenen Maskentypen müsse auch bedacht werden, wo sie verwendet werden. „Beim Umgang mit infektiösen COVID-Patienten in Kliniken und Praxen ist eine FFP2-Maske erforderlich. Im Alltag senken aber auch einfache Masken ein Übertragungsrisiko für alle Infektionskrankheiten. In Deutschland haben wir gerade in den Ballungszentren wie im Ruhrgebiet aktuell stark ansteigende Infektionszahlen. Das Tragen von Masken im Alltag hilft dabei, die Ausbreitung von COVID einzudämmen.“

Das Gesundheitssystem hingegen könne eine Versorgung der gesamten Bevölkerung mit FFP2-Atemschutzmasken gar nicht leisten, so Gehle. „Es sind einfach zu wenige davon vorhanden. Vorrangig gilt es, damit Risikogruppen wie ältere und kranke Menschen sowie medizinisches Personal, das sich um die Patientenversorgung kümmern muss, zu versorgen.“ Es dürfe letztendlich nicht zu „Hamsterkäufen bei FFP2-Masken“ kommen, weil man den Alltagsmasken die Wirksamkeit abspreche. Ein alleiniges Allheilmittel könne es nicht geben, vielmehr müsse man einen Mix aus Disziplin beim Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln und flankierendem Schutz von Risikopatienten erreichen."


Wahrscheinlich könnte man inzwischen von den meisten Landesärztekammern Widerspruch gegen den Bundesvorsitzenden finden.

keko# 23.10.2020 13:15

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1560062)
Gerade ist ne Mail unserer Kita gekommen. Der Landkreis ist seit letzter Woche auf "Rot", das beduetet Stufe 3 für die Kitas. Kinder und Erzieherinnen müssen auch bei minimalen Symptomen, z.B. laufende Nase die Einrichtung sofort verlassen. Die Kita-Leitung geht aufgrund der aktuellen Entwicklung davon aus, dass wir Phase Rot nicht mehr verlassen werden auf absehbare Zeit. Vermutlich hat sie da recht....

Meine Vermutung: mit der Strategie steht noch vor Weihnachten das ganze Land still.

aequitas 23.10.2020 13:17

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1560058)
Wir haben seit Jahrzehnten Tausende von Software Entwicklern, und trotzdem führen immer wieder "bekannte" Bugs zu teils heftigen Ausfällen.

Sprich: Die Virologen wissen sehr wohl wie man "mit der Situation umgeht". Die Situation ist aber eben weltweit verteilt und komplex.

Zuletzt und bekannt: der Lockdown der Garmin-Server. Das ist auf dem Level allerdings nicht vergleichbar. Im Fall der Pandemie ist der Virologe/Epidemiologe sicherlich zentraler Ansprechpartner, allerdings sind mehr Systeme als nur die Server/Infizierten betroffen. Wir brauchen eine umfassende Analyse unter Beachtung mehrerer/aller wissenschaftlichen Disziplinen.

Zitat:

Zitat von Wasserbüffel (Beitrag 1560059)
Ist es dann ebenfalls Pech wenn du die Person bist die den Einzellfall infiziert hat? Die Frage ist nicht persönlich auf dich bezogen sondern allgemein gehalten. Ich habe den Eindruck das die meisten Leute nicht ganz verstehen, das sie nicht nur betroffen sein können sondern ebenfalls der Auslöser.

Ja, das ist Pech und ich hoffe, dass ich nicht in diese Situation komme, deshalb verhalte ich mich auch "vernünftig". Meine Familie in Spanien (Alter teilweise teilweise zwischen 80 und 100 Jahre, akute palliative Krebsbehandlung, überstandene Chemo, ...) habe ich seit über einem Jahr nicht gesehen und werde sie voraussichtlich auch länger nicht sehen. Da mache ich mir durchaus Sorgen ob der aktuellen Lage. Aber ich bzw. die Gesellschaft kann nichts garantieren, sondern muss unter Abwägung von Verhältnismäßigkeit Maßnahmen/Entscheidungen treffen. In dem konkreten Fall meiner spanischen Familie habe ich übrigens auch große Schäden durch den harten Lockdown wahrgenommen.


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