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Triasven 28.05.2020 09:12

https://https://m.focus.de/gesundheit/news/aerger-auf-twitter-kundgetan-streit-zwischen-top-virologen-drosten-knoepft-sich-kekule-nach-kritik-an-kinder-studie-vor_id_12039591.html

Ich denke, Herr Drosten sollte in der aktuellen Situation (um seine Studie über das Ansteckungspotential von Kindern) etwas weniger das Medium Twitter nutzen.

Neginroeb 28.05.2020 09:32

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1534946)

Ich denke, Herr Drosten sollte in der aktuellen Situation (um seine Studie über das Ansteckungspotential von Kindern) etwas weniger das Medium Twitter nutzen.


Mir würde es auch auf den Geist gehen, wenn jemand über die Öffentlichkeit seine Meinung zu etwas abgibt, dessen Details er nicht kennt.
Kekule kritisiert von Anfang an ununterbrochen - diesmal ist Drosten dran und das macht man unter Wissenschaftlern nicht über die Zeitung.
Und wenn es stimmt, dass er noch nie etwas publiziert hat, ist er als Wissenschaftler auch nicht ernst zu nehmen.

Estebban 28.05.2020 09:33

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1534946)
https://https://m.focus.de/gesundheit/news/aerger-auf-twitter-kundgetan-streit-zwischen-top-virologen-drosten-knoepft-sich-kekule-nach-kritik-an-kinder-studie-vor_id_12039591.html

Ich denke, Herr Drosten sollte in der aktuellen Situation (um seine Studie über das Ansteckungspotential von Kindern) etwas weniger das Medium Twitter nutzen.

Es gab mal einen Forumsnutzer, der war sich sicher, dass seine Inhalte nur kritisiert würden, weil sie von ihm kämen... :Lachanfall: :Lachanfall:

Schwarzfahrer 28.05.2020 10:41

Zitat:

Zitat von Neginroeb (Beitrag 1534950)
Und wenn es stimmt, dass er noch nie etwas publiziert hat, ist er als Wissenschaftler auch nicht ernst zu nehmen.

Ich habe zwar nicht die Kompetenz , die wissenschaftliche Qualität von Virologen zu beurteilen, aber Deinen Satz halte ich grundsätzlich für falsch.

Die Anzahl von Publikationen sagt nicht über die Qualifikation aus, sondern über die Extrovertiertheit der Person. Publikationen sind sicherlich nötig für den externen (karrieremäßigen) Erfolg und ein öffentliches Ansehen von Wissenschaftlern; quasi die Pfauenfedern. Wer nicht publiziert, wird auch nie den Nobelpreis bekommen, egal wie genial er ist. Aber es gibt trotzdem jede Menge Wissenschaftler, die vom Fach sehr viel verstehen und sehr gute Arbeit machen - nur eben keinen Ehrgeiz haben, ihre Zeit mit Publikationen zu verschwenden (hast Du schon mal eine geschrieben? Weißt Du, wie viel Zeit es von der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit wegnimmt?) Ebenso gibt es jede Menge Wissenschaftler, deren tolle Publikationsliste eigentlich auf die Arbeit eines sehr guten Teams zurückgeht, wo der Professor sich mehr als super Manager des Teams (Aufträge und Themen herbeizuschaffen, die Ergebnisse öffentlich "verkaufen") als in eigenständiger wissenschaftlicher Kompetenz hervortut.

Wissenschaftlichen Argumente und die Kompetenz der Person sollten nicht auf Grund der Publikationsliste, sondern ausschließlich auf Grund ihres Inhalts, ihrer Stichhaltigkeit beurteilt werden.

Flow 28.05.2020 10:54

Wenn ich es recht verstehe, regt sich Drosten darüber auf, daß ein Kollege auf Schwächen und methodische Mängel in einer seiner Arbeiten hinweist.

Wie lange ist es her, als Drosten auf Schwächen in der Arbeit der französischen Kollegen verwies ?
Diese galt dann umgehend als "zerissen". Der Aspekt, der doch das Potential hat die Gesamtschau deutlich zu verändern, wurde weitgehend unbeachtet "ad acta" gelegt.

Neginroeb 28.05.2020 11:25

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1534983)
Ich habe zwar nicht die Kompetenz , die wissenschaftliche Qualität von Virologen zu beurteilen, aber Deinen Satz halte ich grundsätzlich für falsch.

Die Anzahl von Publikationen sagt nicht über die Qualifikation aus, sondern über die Extrovertiertheit der Person. Publikationen sind sicherlich nötig für den externen (karrieremäßigen) Erfolg und ein öffentliches Ansehen von Wissenschaftlern; quasi die Pfauenfedern. Wer nicht publiziert, wird auch nie den Nobelpreis bekommen, egal wie genial er ist. Aber es gibt trotzdem jede Menge Wissenschaftler, die vom Fach sehr viel verstehen und sehr gute Arbeit machen - nur eben keinen Ehrgeiz haben, ihre Zeit mit Publikationen zu verschwenden (hast Du schon mal eine geschrieben? Weißt Du, wie viel Zeit es von der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit wegnimmt?) Ebenso gibt es jede Menge Wissenschaftler, deren tolle Publikationsliste eigentlich auf die Arbeit eines sehr guten Teams zurückgeht, wo der Professor sich mehr als super Manager des Teams (Aufträge und Themen herbeizuschaffen, die Ergebnisse öffentlich "verkaufen") als in eigenständiger wissenschaftlicher Kompetenz hervortut.

Wissenschaftlichen Argumente und die Kompetenz der Person sollten nicht auf Grund der Publikationsliste, sondern ausschließlich auf Grund ihres Inhalts, ihrer Stichhaltigkeit beurteilt werden.

Ich kann alle Punkte nachvollziehen. Wir reden aber hier von 2 Wissenschaftlern, die eine breite Öffentlichkeit erreichen. Der eine präsentiert eine Studie nach der anderen, der andere bietet nichts eigenes, sondern kritisiert, und das von Anfang an. Das heißt auch (um mit Deinen Worten zu sprechen) der eine verschwendet seine Zeit mit Studien und Publikationen, um der Wissenschaft zu dienen; der andere schreibt für etwas Geld in Zeitungen, um sich selbst darzustellen.
Und übrigens sind viele, die im Team eines renommierten Wissenschaftlers mitarbeiten und auch mit an der Publikation beteiligt sind, mächtig stolz darauf und es ebnet den eigenen Weg für später.

Estebban 28.05.2020 11:31

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1534983)
Ich habe zwar nicht die Kompetenz , die wissenschaftliche Qualität von Virologen zu beurteilen, aber Deinen Satz halte ich grundsätzlich für falsch.

Die Anzahl von Publikationen sagt nicht über die Qualifikation aus, sondern über die Extrovertiertheit der Person. Publikationen sind sicherlich nötig für den externen (karrieremäßigen) Erfolg und ein öffentliches Ansehen von Wissenschaftlern; quasi die Pfauenfedern. Wer nicht publiziert, wird auch nie den Nobelpreis bekommen, egal wie genial er ist. Aber es gibt trotzdem jede Menge Wissenschaftler, die vom Fach sehr viel verstehen und sehr gute Arbeit machen - nur eben keinen Ehrgeiz haben, ihre Zeit mit Publikationen zu verschwenden (hast Du schon mal eine geschrieben? Weißt Du, wie viel Zeit es von der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit wegnimmt?) Ebenso gibt es jede Menge Wissenschaftler, deren tolle Publikationsliste eigentlich auf die Arbeit eines sehr guten Teams zurückgeht, wo der Professor sich mehr als super Manager des Teams (Aufträge und Themen herbeizuschaffen, die Ergebnisse öffentlich "verkaufen") als in eigenständiger wissenschaftlicher Kompetenz hervortut.

Wissenschaftlichen Argumente und die Kompetenz der Person sollten nicht auf Grund der Publikationsliste, sondern ausschließlich auf Grund ihres Inhalts, ihrer Stichhaltigkeit beurteilt werden.



Ist es nicht aber auch so - wenn ich ein noch so begabter Wissenschaftler (oder auch sonstige Berufe) bin. Dann mögen da ausserordentlich viele kluge Gedanken dabei rumkommen.
Aber dient nicht gerade das veröffentlichen dazu, dass ich kritisiert werde? Nur so, können doch andere, vielleicht nicht so betriebsblinde, Kollegen meine Meinungen kontrollieren, verbessern, Anstösse liefern. Nur so kommt man doch als ganzes weiter, oder?

Ob jetzt der eine oder der andere kompetenter ist, kann ich sicher nicht beurteilen, aber der überwiegende Teil der Wissenschaft (auch alle, die die BILD bisher versucht irgendwie dazu zu kriegen, etwas negatives über ihn zu sagen), scheint Herrn Drosten ja für ausserordentlich kompetent auf dem Gebiet zu halten?

LidlRacer 28.05.2020 11:48

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1534986)
Wenn ich es recht verstehe, regt sich Drosten darüber auf, daß ein Kollege auf Schwächen und methodische Mängel in einer seiner Arbeiten hinweist.

Wie lange ist es her, als Drosten auf Schwächen in der Arbeit der französischen Kollegen verwies ?
Diese galt dann umgehend als "zerissen". Der Aspekt, der doch das Potential hat die Gesamtschau deutlich zu verändern, wurde weitgehend unbeachtet "ad acta" gelegt.

Drostens Kernpunkt ist m.E., dass irgendwelche statistische Spitzfindigkeiten an der Aussage seiner Studie überhaupt nichts ändern.

Es könnte helfen, sich Podcast Nr. 37 noch mal anzuschauen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/...avirus202.html

Dann versteht man hoffentlich, dass man Zahlen in so einer Studie nicht unbedingt für bare Münze nehmen kann, da es sehr viele verfälschende und nur vom Fachmann richtig einschätzbare Einflussfaktoren gibt - z.B.:

"Es ist tatsächlich so, wie ich das erwarte, aber wie man das vielleicht intuitiv nicht erwartet hätte, nämlich: Die Kinder, die eher Symptome haben, weil sie von Krankenhausstationen getestet wurden oder weil dabeistand, die haben folgende Grundkrankheit oder weil klar war, die hatten Symptome von der SARS-2-Infektion, die hatten eher weniger Viruskonzentration im Durchschnitt in den Atemwegen als die asymptomatischen und die Kinder, die in Familienkontaktstudien untersucht wurden. Sodass dieser Zweifel, diese Bedenken, dass man sagt, vielleicht ist das überschätzt, weil hier wurden auch symptomatische Kinder getestet…(Und Kinder in der Schule, im Kindergarten, die das übertragen, die werden eher nicht symptomatisch sein, sonst gehen die auch gar nicht in die Schule oder Kindergarten.) Es ist gerade andersherum, also die kranken Kinder, die haben eher weniger Viruskonzentration als die gesunden. Ich kann mir auch erklären, warum das so ist. Wir wissen, dass bei allen Patienten in der zweiten Krankheitswoche im Rachenabstrich viel weniger Virus ist, manchmal gar keins mehr. Wer Symptome hat und irgendwann getestet wird, ist tendenziell schon einige Tage in der Krankheit drin, sodass die Viruskonzentration da schon wieder auf dem absteigenden Ast ist."

Ich weiß gerade nicht (mehr), was mit französischen Kollegen war.


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