triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   Corona Virus (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=47641)

Schwarzfahrer 23.03.2023 13:42

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1702904)
Gibts denn hier eigentlich jemanden, der behauptet er komme aus "der Wissenschaft"? Rein aus Interesse.

Ich arbeite seit dem Studium vor über 30 Jahren im Forschungszentrum eines internationalen Technologiekonzerns in unterschiedlichen Fachgebieten und Produktbereichen, als Ingenieur an der Schnittstelle zwischen den theoretischen Forschern und den praktischen Umsetzern in der Entwicklung; interner Titel: "principal scientist", was auch immer das bedeuten soll und Projektleiter. Ich glaube mit gutem Gewissen behaupten zu können, wissenschaftliche Arbeits- und Denkweisen gut zu kennen und zu können (auch wenn es sicher je nach Fachgebiet große Unterschiede gibt im praktischen Alltag). Ist das für dich "aus der Wissenschaft"? Oder gelten nur reine Wissenschaftsinstitute? Oder zählt die Zahl der Publikationen? Es gibt viele mögliche Maßstäbe...

Schwarzfahrer 23.03.2023 13:59

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702903)
Du behauptest, es hätte Gedanken gegeben, denen man nicht nachgegangen sei. Welche wären das?

Davon gibt es reichlich; Priesemann zählt in dem verlinkten Dokument einiges auf an sinnvollen Studien, die viel geholfen hätten, nach denen auch "Querdenker" widerholt gefragt haben, die aber das RKI nie anging, ob aus Unfähigkeit oder Unwillen, ist egal.

Mir persönlich am wichtigsten: man hätte auf Grund der frühen Hinweise auf mögliche Schadens-Risiken der mRNA-Impfungen ernst nehmen müssen statt abzuwiegeln, und sofort die Herausgabe der gesamten Zulassungs-Studien-Daten erzwingen müssen. Dann wäre eine Dokumentation wie diese vor zwei Jahren vorgelegen, wären viele Impfkampagnen gezielter und sinnvoller gestaltet worden, mit deutlich geringeren Zahl an Impfschäden da bin ich mir sicher.

Klugschnacker 23.03.2023 14:04

Es nützt überhaupt nichts, wenn Hans Meier behauptet, die Maßnahme XY helfe gegen COVID. Selbst wenn sich das später als richtig erweist.

Denn man muss es beweisen. Das ist sehr aufwändig und kann nur innerhalb des Wissenschaftsbetriebes stattfinden. Man führe sich mal den steinigen Weg vor Augen, den ein Medikament von den ersten Laborversuchen bis zur Zulassung vor sich hat.

Insofern ist es falsch zu behaupten, dieser oder jener Querdenker hätte es bereits vor drei Jahren gewusst. Er hat gar nichts gewusst, sondern bestenfalls vermutet. An Vermutungen war aber nie ein Mangel. Ausdenken kann man sich vieles.

sabine-g 23.03.2023 14:55

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1702904)
Gibts denn hier eigentlich jemanden, der behauptet er komme aus "der Wissenschaft"? Rein aus Interesse.

ja, ich. Also ich behaupte das einfach mal (nur um etwas Auflockerung in die Diskussion zu bringen)
In Wirklichkeit fahre ich bei den meisten echten wissenschaftlichen Themen schwarz. ;)

Schwarzfahrer 23.03.2023 15:00

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702918)
Es nützt überhaupt nichts, wenn Hans Meier behauptet, die Maßnahme XY helfe gegen COVID. Selbst wenn sich das später als richtig erweist.

Ja, aber genau so ist man verfahren: Es wurden Maßnahmen ergriffen auf Grund einfacher Vermutungen und Glaubenssätzen (auch wenn es Experten waren, blieb das meiste Vermutung), und an diesen wurde festgehalten, auch lange nach dem Beweise für andere Möglichkeiten vorlagen, oder hätten beschafft werden können.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702918)
Denn man muss es beweisen. Das ist sehr aufwändig und kann nur innerhalb des Wissenschaftsbetriebes stattfinden. Man führe sich mal den steinigen Weg vor Augen, den ein Medikament von den ersten Laborversuchen bis zur Zulassung vor sich hat.

Hätte man bloß diesen steinigen Weg auch bei den mRNA-Impfungen gegangen... Da war es aber plötzlich möglich, ohne den Aufwand einen Nutzen zu sehen. Das wäre bei ganz vielen anderen Maßnahmen möglich gewesen, wenn man nur gewollt hätte.
Darum geht es mir doch: Vermutungen sind da, um ihnen nachzugehen, statt sie mit Hinweis auf eine "Mehrheitsmeinung" oder "Querdenkertum" einfach wegzuwischen, oder ungeprüft durchzusetzen. Jede Vermutung, die auf ein relevantes Problem hinweist, muß untersucht werden, auch wenn es von Herrn Meier kommt, erst recht, wenn es von einem Mikrobiologen mit jahrelanger Erfahrung kommt, oder von Epidemiologen.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1702918)
Insofern ist es falsch zu behaupten, dieser oder jener Querdenker hätte es bereits vor drei Jahren gewusst. Er hat gar nichts gewusst, sondern bestenfalls vermutet. An Vermutungen war aber nie ein Mangel. Ausdenken kann man sich vieles.

Auf die möglichen Risiken der mRNA-Impfungen haben nicht "Herr Meier" hingewiesen, sonder sogar ein Robert Malone. Auch die jetzt von Priesemann angemahnten repräsentativen Stichproben-Studien wurden von Streek oder Schrappe regelmäßig angemahnt. Es geschah genau nichts. Auf die schon früher bekannten Gefahren der übertrieben eingesetzten invasiven Beatmung haben Lungenärzte sehr früh hingewiesen - trotzdem wurde noch monatelang (u.a. angeblich zum Schutz des Personals) fleißig intubiert und so Menschen getötet, bevor etwas sich änderte. Die Verfasser der Great Barrington Declaration hatten in vielerlei Hinsicht Recht, daß die strengen Lockdowns mehr Schaden als Nutzen bringen, wie wir inzwischen erkennen können. Ja, so manches haben die "Querdenker" vor drei Jahren gewußt, oder zumindest geahnt.

All diese Mahner anhören, auf ihre Gedanken eingehen wäre das Vernünftige gewesen, egal ob dann ein Beleg für oder gegen ihre Befürchtungen herausgekommen wäre - beides wäre besser, als was getan wurde: einfach ignorieren bzw. diffamieren. Ich rede nicht von den ersten zwei-drei Monaten, sondern von den restlichen zwei Jahren.

Flow 23.03.2023 15:05

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1702921)
ja, ich. Also ich behaupte das einfach mal (nur um etwas Auflockerung in die Diskussion zu bringen)

Gute Absicht ist gelegentlich auch irgendwas wert ...

keko# 23.03.2023 15:17

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1702924)
....
All diese Mahner anhören, auf ihre Gedanken eingehen wäre das Vernünftige gewesen, egal ob dann ein Beleg für oder gegen ihre Befürchtungen herausgekommen wäre - beides wäre besser, als was getan wurde: einfach ignorieren bzw. diffamieren. Ich rede nicht von den ersten zwei-drei Monaten, sondern von den restlichen zwei Jahren.

Ab Mitte 2021 kam es mir bereits so vor, als wolle man krampfhaft den eingeschlagenen Weg weitergehen. Einige Maßnahmen erschienen mir absurd. "Wissenschaftlich" war das oft nicht mehr. Nachdem Ältere und Gefährdete durchgeimpft waren, hätte man zur Normalität übergehen können. Mein Arzt riet mir z.B. zu einer Impfung, bei anderen Familienmitgliedern sagte er dezent einfach gar nichts. Sehr fein!
Aber durch 100% HomeOffice bis heute war Corona letztendlich ein echter Gewinn :liebe053: :liebe053:

Flow 23.03.2023 15:28

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1702928)
Mein Arzt riet mir z.B. zu einer Impfung, bei anderen Familienmitgliedern sagte er dezent einfach gar nichts. Sehr fein!

Dünnes Eis für den Arzt ... ;)

Hier mal aus dem allseits geliebten "Volksverpetzer" :

Tödliche Ratschläge: Ärzten kann Haftung beim Abraten von Impfungen drohen :
Zitat:

Anwalt Jun erläutert den Hinweis der Sächsischen Landesärztekammer: Wer von Covid-Impfungen abrät, begeht eine „Pflichtverletzung“, weil nach jetzigem Stand der Wissenschaft die Vorteile einer Impfung gegenüber den Nachteilen deutlich überwiegen. So ist das Abraten von einer Impfung durch einen Arzt „fehlerhaft“ und „pflichtwidrig“.

Ein Arzt oder eine Ärztin, der/die eine solche Empfehlung abgibt, kann nicht nur strafrechtlich, sondern auch zivilrechtlich belangt werden. Zum Beispiel in Form von Schmerzensgeld, Schadensersatz (Verdienstausfall) oder Unterhaltsausfall für Hinterbliebene/Angehörige.

Eine:n Ärzt:in mit Hang zu Verschwörungsmythen kann es also teuer zu stehen kommen, gerade wenn in mehreren Fällen von Impfungen abgeraten wurde und es dadurch zu schweren Erkrankungen, ergo Schäden, kam.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:41 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.