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Mo77 03.02.2023 10:24

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1697959)
Ich weiß auch nicht, warum auf einer Entschuldigung rumgeritten wird.
Wer soll sich entschuldigen? Lauterbach? Merkel? Wieler? Drosten? Das gesamte "Team Vorsicht"?
Bei wem soll sich entschuldigt werden?
Und hier wird es interessant...
Mehrfach bereits haben Entscheidungsträger*innen während der Pandemie Erklärungen abgegeben wie "(...) mit dem heutigen Wissen würden wir dies nicht mehr so entscheiden (...)" oder ähnlich. So sieht Einsicht aus.
Was viele aber nach wie vor nicht verstanden haben: das Covid-Thema haben sich Reichsbürger*innen, Faschos, Putin-Versteher*innen & Co. angeeignet um gemäßigte Leute auf ihre Seite zu ziehen. Zu Hauf hat man Bildern gesehen mit demokratieverachtendem Inhalten etc.
Nach wie vor versucht dieses Klieentel durch wechselnde Themen (Covid, Ukraine, Klimawandel,....) Leute auf ihre Seite zu bringen mit dem Ziel, Mehrheiten für Extreme zu haben und Unruhe zu stiften um den Tag X näher zu bringen.
Wer jetzt öffentliche Entschuldigungen fordert spielt diesen Leuten in die Karten und macht sich zur Marionette.

Du hast vergessen Faschos zu gendern :Lachanfall:

deralexxx 03.02.2023 11:25

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1697963)
Ich hätte da eine Minimalliste:

Jeder, der entschieden hat, Spielplätze und Schulen zu schließen, bei allen Eltern und Kindern, besonders bei denen, die jetzt auf Hilfe wegen Depressionen und Lernrückständen warten.

Jeder, der entschieden, und jeder, der durchgesetzt hat, daß alte und demente Menschen wie auch Behinderte in Heimen von ihren Angehörigen isoliert werden.

Jeder, der einen Menschen unter 50 zu einer Impfung überredet oder gar genötigt hat; mindestens bei den Angehörigen der bisher bereits anerkannten ca. 240 Impftoten und bei denen, die dauerhaft durch die Folgen der Impfung eingeschränkt sind.

Jeder, der trotz inzwischen öffentlich bekannter Tatsache, daß die Impfung keine Infektion und Übertragung verhindert, anderen Menschen die Ausübung ihres Berufs verboten hat, wiederum egal, ob als politische Entscheidung oder in der Umsetzung.

Und gibt es dann auch Entschuldigungen von denen, die Impfausweise gefälscht haben, die trotz Maskenpflicht ohne Maske rumgelaufen sind? Die trotz Symptomen auf öffentliche Veranstaltungen gegangen sind als Verbreitungswege klar waren?

Gibt es Entschuldigungen von den Verharmloser(inne)n an die Hinterbliebenen? An die unter Long Covid Leidenden?

Entscheider(innen) müssen Entscheidungen treffen, die Gesellschaft und Bürger haben über Wahlen und Demonstrationen und Gerichte das Werkzeug Entscheidungen zu bewerten.

Geht ihr auch zu eurem Banker und fordert eine Entschuldigung das er diese und jene Aktie nicht gekauft hat, es gab doch genug Leute auf Twitter die den Untergang (oder Aufschwung) vorhergesagt haben.

Wenn die ganzen Besserwisser jetzt bitte alle Politiker werden oder in die Wissenschaft gehen, dann sind wir für die nächste Pandemie besser gerüstet.

anlot 03.02.2023 11:28

Zitat:

Zitat von Stefan K. (Beitrag 1697947)
Ich hab mich zu diesem Thema lange Zeit bewusst zurückgehalten, da der schwedische Weg und die dazugehörigen Erfahrungen, von manchen scheinbar als Provokation wahrgenommen wurden.
Mir persönlich geht es gar nicht darum, die politisch Verantwortlichen in ihren Entscheidungen zu bewerten.
Entscheidungen werden getroffen, wenn man vorher immer wüsste ob selbige richtig sind, dann würden wir in einer Welt ohne Fehler leben.
Was mir viel mehr auf den Sack gegangen ist, sind die ganzen Moralapostel und selbsternannten Wächter der Maßnahmen in der deutschen Gesellschaft.
Ich schreibe ausdrücklich "deutschen Gesellschaft", weil es derartiges Verhalten hier in Schweden nicht gegeben hat.
Jetzt brauch mir auch keiner kommen, "Schweden kann man nicht mit Deutschland vergleichen bla bla". Jaa, stimmt auch. Man kann Schweden nicht mit Deutschland vergleichen, will auch keiner.
Mann kann aber Gesellschaften und deren Umgang mit Problemen Vergleichen, und an der Stelle muss ich sagen.... Deutschland, Daumen runter.
Ich wurde hier während der gesamten Pandemie, nicht einmal nach meinem Impfstatus gefragt, oder wegen dem nicht tragen von Masken schief angeguckt.
Natürlich aus dem Grund, weil hier eh nur max. 5% eine getragen haben.
Und nein, nicht nur auf dem Land weit außerhalb. Sondern über 80% der Schweden leben in Städten. Wie geschrieben, es geht mir nicht um die Bewertung der jeweilig auferlegten Maßnahmen. Daran hatte die Bevölkerung in beiden Ländern keinen Einfluß. Mir geht es eher um den Umgang damit. Als ich hier anfänglich geäußert habe nicht geimpft zu sein, kamen direkt Kommentare wie:" Alles klar, weiter braucht man nicht zu lesen" und ähnliche. Hirnlose Kommentare die in keinster Weise die Umstände hier berücksichtigt haben. Über Lebensumstände und Entscheidungen urteilen, wovon sie nicht den Hauch einer Ahnung haben. Soviel aufgeblasene Ignoranz ist mir echt nen Rätsel. Wie ich erfahren musste, sind in Deutschland an diesem Thema Familien und Freundschaften zerbrochen. Derartiges hab ich hier an keiner Stelle je mitbekommen. Deshalb um zum Abschluss zu kommen. Ich finde nicht die Politik sollte sich Entschuldigen, sondern jeder Einzelne sollte drüber nachdenken, ob er nicht jemanden kennt, bei dem es sich zu entschuldigen lohnt. Keine Ahnung wie man den roten Daumen oben wegmacht. Der sollte da gar nicht hin.


👍👍👍👏👏👏

deralexxx 03.02.2023 11:35

Zitat:

Zitat von Stefan K. (Beitrag 1697947)
Jetzt brauch mir auch keiner kommen, "Schweden kann man nicht mit Deutschland vergleichen bla bla". Jaa, stimmt auch. Man kann Schweden nicht mit Deutschland vergleichen, will auch keiner.

okay, aber ...

Zitat:


Mann kann aber Gesellschaften und deren Umgang mit Problemen Vergleichen, und an der Stelle muss ich sagen.... Deutschland, Daumen runter.
Ich wurde hier während der gesamten Pandemie, nicht einmal nach meinem Impfstatus gefragt, oder wegen dem nicht tragen von Masken schief angeguckt.
Natürlich aus dem Grund, weil hier eh nur max. 5% eine getragen haben.

Tust du also doch? In D wurde nach dem Impfstatus gefragt weil es in vielen Bereichen Regeln dafür gab, selbes für Masken. Die Gesellschaften machen die Länder aus.

Zitat:

Wie ich erfahren musste, sind in Deutschland an diesem Thema Familien und Freundschaften zerbrochen. Derartiges hab ich hier an keiner Stelle je mitbekommen.
Ich hab durch Kollegen und Kolleginnen weltweit mitbekommen, dass das überall passierte, USA, Australien, Kanada, Brasilien, UK, Frankreich...

Zitat:

Deshalb um zum Abschluss zu kommen. Ich finde nicht die Politik sollte sich Entschuldigen, sondern jeder Einzelne sollte drüber nachdenken, ob er nicht jemanden kennt, bei dem es sich zu entschuldigen lohnt.
Da stimme ich dir total zu

JENS-KLEVE 03.02.2023 11:47

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1697943)
Ich finde es klasse, dass hinterher alle alles besser wissen.
Das ist ja leider immer so, die Politik und die beratenden Kollegen vom RKI hatten leider in den letzten Jahren auch keine viel besseren Fakten.
Man hat versucht die Bevölkerung so gut es geht zu schützen und dabei ein paar Mal nicht unbedingt ins Schwarze getroffen.

Wenn hier jemand gerne auf die Auflagen verzichtet hätte, hätte er ja anders handeln können z.B. Aufenthalt im Ausland mit weniger Restriktionen.
Vielleicht hätte er es dann nicht überlebt mangels Impfung, schlechter medizinischer Infrastruktur oder Überlastung derselben.
Dann hätte er aber hinterher nicht alles besser gewusst. Es ist echt zum :Kotz:

Ich hab mal aufgrund eines Missverständnisses jemanden ziemlich zur Sau gemacht und hinterher bemerkt, dass derjenige eigentlich gar nichts falsch gemacht hatte. Da war es für mich selbstverständlich für meine Wortwahl zu entschuldigen. Ich benutze weiterhin eine sehr direkte Wortwahl und habe mein Benehmen nicht nachhaltig geändert, aber es tut nicht weh auch mal einen Schritt zurück zumachen.

Der Hinweis mit dem Ausland ist nicht ganz falsch. In meiner arbeitsfreien Zeit bin ich in Länder mit weniger Auflagen gefahren und konnte mich gut von dem ganzen Stress erholen. Verantwortungsvoll hatte ich mich auch dort immer verhalten, dennoch wurde ich von einigen Mitmenschen teilweise heftig angegangen. In den letzten Jahren sind einige Mitmenschen mit ihren Beschimpfungen übers Ziel hinausgeschossen. Ob du selbst dazugehörst musst du selbst bewerten.

Das Forum hier war für mich eine große Hilfe. Ich war immer gut informiert, hab mich ohne Angstmacherei 3 x impfen lassen und habe Regeln der Aerosole streng befolgt, die anderen Regeln weniger streng. Der größte Teil der Bevölkerung hatte nicht eine solch wertvolle Gruppe zur Verfügung und war permanent verunsichert und gestresst von den Schreihälsen der extremen Lager.

dr_big 03.02.2023 11:59

Mich nerven gerade die ganzen Schlauberger, die jetzt schon genau wissen was bei der nächsten Pandemie zu tun ist, obwohl keiner weiss, wie das nächste Pandemie-Virus aussieht :Nee:

Schwarzfahrer 03.02.2023 12:37

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1697975)
Und gibt es dann auch Entschuldigungen von denen, die Impfausweise gefälscht haben, die trotz Maskenpflicht ohne Maske rumgelaufen sind? Die trotz Symptomen auf öffentliche Veranstaltungen gegangen sind als Verbreitungswege klar waren?

Angesichts der Tatsache, daß inzwischen recht klar ist, daß all dies höchstens marginale Auswirkung auf die Ausbreitung des Virus hatte, wüßte ich nicht, wieso und bei wem.
Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1697975)
Gibt es Entschuldigungen von den Verharmloser(inne)n an die Hinterbliebenen? An die unter Long Covid Leidenden?

Jeder hat es weseentlich mit in der Hand, sich mehr oder weniger zu schützen, seinem Risiko entsprechend. Wer dies versäumt hat, hat es nicht gezwungenermaßen getan, sondern freiwillig. Oder kennst Du Personen, die nur krank wurden wegen eines konkreten Verharmlosers? Das ist ein entscheidender Unterschied zu meinen Beispielen.
Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1697975)
Entscheider(innen) müssen Entscheidungen treffen, die Gesellschaft und Bürger haben über Wahlen und Demonstrationen und Gerichte das Werkzeug Entscheidungen zu bewerten.

Das sind Prozesse, die aber allen, die allein sterben mußten, und auch den Kindern mit Depressionen nichts nützen.
Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1697975)
Geht ihr auch zu eurem Banker und fordert eine Entschuldigung das er diese und jene Aktie nicht gekauft hat, es gab doch genug Leute auf Twitter die den Untergang (oder Aufschwung) vorhergesagt haben.

Nein, weil ich ihm mein Geld freiwillig anvertraue; keiner zwingt mich, genau zu diesem Banker zu gehen (real gehe ich zu keinem, mache es lieber selbst). Hier also auch der Unterschied: Freiwilligkeit gegenüber Zwang.
Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1697978)
Ich hab durch Kollegen und Kolleginnen weltweit mitbekommen, dass das überall passierte, USA, Australien, Kanada, Brasilien, UK, Frankreich...

Aber eben nicht in Schweden, Ungarn, Rumänien. Die Richtigkeit von Vorgehen ist keine Mehrheitsentscheidung, sondern sie wird allein durch das Ergebnis bestimmt. Leider haben es nur wenige Länder geschafft, diesen Punkt richtig zu machen - sollte aber für die Zukunft eine Lehre sein, daß und wie es besser geht.

Schwarzfahrer 03.02.2023 12:39

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1697984)
Mich nerven gerade die ganzen Schlauberger, die jetzt schon genau wissen was bei der nächsten Pandemie zu tun ist, obwohl keiner weiss, wie das nächste Pandemie-Virus aussieht :Nee:

Und mich nerven die Feiglinge, die nicht eingestehen mögen, daß vieles falsch lief, und somit die Chance verspielen, bei einem möglichen nächsten Virus Fehler und sinnloses Leiden zu vermeiden.


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