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dr_big 15.08.2023 09:43

Was ihr da alles seht :confused:

Ich habe das Gefühl (weil wirklich sehen kann ich es nicht), dass die Hand nicht ins Wasser eintaucht, sondern der ganze Unterarm auf das Wasser schlägt. Ob es lohnenswert ist da etwas zu ändern weiss ich nicht.

zahnkranz 15.08.2023 10:11

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 1718606)
Gleiten wäre jetzt hier nicht meine erste Priorität. Es gibt durchaus auch Leute die Triathleten ein echtes Gleiten absprechen und eher auf eine höhere Frequenz setzen. So richtig gleiten kann vermutlich nur ein guter Schwimmer.

Man kann es auch anders formulieren: er macht pro Zug zu wenig Strecke. Über Frequenz-Spiele braucht man da noch nicht zu sprechen, denn mit höherer Frequenz wird das nicht besser. Er wird höhere Frequenzen nicht in entsprechende Geschwindigkeit umsetzen.

sabine-g 15.08.2023 10:15

der Zug hört auf halber Strecke auf, es existiert quasi keine Druckphase (zumindest seh ich sie nicht)
Das Platschen auf das Wasser beim/vor Eintauchen ist nicht kritisch finde ich, mit Neo würde man das eh nicht viel besser hinkriegen.
Ein Rotation um die Längsachse kann auch nicht schaden.

Läuftnix 15.08.2023 11:47

Der Kopf wandert immer erst nach vorne, bevor du ihn nach Außen zum Atmen drehst. Dadurch kippen die Beine nach unten.

schnodo 15.08.2023 14:08

Ich finde, das sieht gar nicht so schlecht aus. Auf keinen Fall "richtig übel". Was Du hast, das vielen fehlt, ist Rhythmus. Den solltest Du Dir bewahren, während Du den Rest verbesserst.

Dein Körper scheint bis zum Hintern auch ganz gut im Wasser zu liegen.

Was ich nicht dramatisch finde, ist die Rückholphase und das Aufklatschen des Armes aufs Wasser. Klar geht das schöner und etwas effizienter, aber das ist das geringste Problem. Ich würde nicht riskieren wollen, für die Schönheit des Handeintritts die vorhandene Dynamik zu verlieren.

Hier einige Punkte, die ich ändern würde, teilweise wurden diese bereits genannt, aber ich liste sie trotzdem auf, sortiert nach Wichtigkeit aus meiner Sicht:
  1. Es ist in Ordnung, dass die Hände beim Anstellen nach außen wandern (vielleicht nicht ganz so weit), dann muss ihr Weg aber diagonal unter den Körper gehen. Deine Hände gehen stattdessen weit außen am Körper entlang.

  2. Du brichst die Druckphase sehr früh ab, was vermutlich eine Folge der seitlichen Armführung ist, weil Du spürst, dass Du dort keine Kraft mehr entwickeln kannst oder es in der Schulter schmerzt. Konzentriere Dich auf Druckphase und Abdruckphase unter(!) dem Körper. Die Hand sollte auf Höhe des Oberschenkels aus dem Wasser kommen, nicht beim Bauchnabel.

  3. Dein Kopf ist sehr unruhig. Der Blick geht bei jedem zweiten Zug komplett zur gegenüberliegenden Wand. Das ist schon fast Wasserballkraul. Schau nach unten und hebe den Kopf nicht an.


    Bildinhalt: Wasserballkraul

  4. Du hältst den Blick bei der Atmung viel zu lange zur Seite. Wenn die Hand in der Rückholphase am Kopf vorbeigeht, sollte der Blick schon wieder unten sein. Der lange Blick zur Seite sorgt auch dafür, dass Deine Rotation sehr ungleichmäßig ist, weil Du die rechte Seite sehr, sehr lange offen halten musst. Dadurch verkümmert auch das Anstellen des linken Armes und die Armbewegung links ist noch ineffizienter als die des rechten Armes.


    Bildinhalt: Suboptimale Blickrichtung


    Bei Zügen mit Atmung rotiert der Schultergürtel sehr stark, bei Zügen ohne so gut wie gar nicht. Das sind die Züge, bei denen Du Wasserballkraul schwimmst. Das trägt vermutlich dazu bei, dass Dein Körper eine seitliche Schlingerbewegung macht, die nicht hübsch aussieht und unproduktiv ist.

    Irgendwo zwischen den beiden Extremen sollte sich das Ganze abspielen. Versuche mal auf die andere Seite zu atmen, selbst wenn es nur im Training ist, also eine Bahn links, eine Bahn rechts.

  5. Die Bewegung am Ende der Rückholphase sollte nach vorne, nicht nach innen gerichtet sein. Sprich: Ziele mit der Hand auf einen Punkt vor der Schulter, nicht vor dem Kopf.

  6. Die Beine, speziell das rechte, könnten noch etwas höher kommen und der Beinschlag ist nicht gleichförmig. Das linke Bein ist aktiv, das rechte zuckt nur etwas mit. Beim Einschwimmen ein paar hundert Meter Kraul-Beine einzuschieben, mit Fokus auf Hüftstreckung, hat noch keinem geschadet und schult die Wahrnehmung.

  7. Stoppe die Uhr erst nach dem Anschlagen, nicht während Du zur Wand trudelst. Die Bahn ordentlich zu beenden ist wichtiger als eine Zwischenzeit bei 48 m zu haben. ;)
    Schwimme vielleicht ab und zu mal ohne Uhr, um Dir das abzugewöhnen.


    Triathlon: Die fünfte Disziplin

Ansonsten wären natürlich Aufnahmen von der Seite unter Wasser deutlich aussagekräftiger, aber ich glaube, Du hast hier von einigen schon brauchbare Rückmeldungen bekommen.

Generell würde ich mir "verlängerte Antriebsphase" statt "Gleiten" als Ziel setzen. Mehr Druck und mehr Länge sieht hinterher vielleicht aus wie Gleiten, macht aber in der Herangehensweise und im resultierenden Tempo einen enormen Unterschied.

Das alles ohne Gewähr. Wenn es jemand besser weiß, wird er oder sie sich schon melden. :Lachen2:

Viel Erfolg weiterhin!

Nole#01 15.08.2023 14:23

Wow. Vielen Dank für das zahlreiche Feedback! :Blumen:

Mir war bewusst, dass meine Frequenz sehr hoch ist und ich mit dem ganzen Arm aufs Wasser schlägt. Aber wo mein Arm unter Wasser herumrudert hat mich echt verwundert. Das hätte ich nicht erwartet. Das war auch bei meinem 5. 200er der Serie. Ich dachte vorermüdet sieht man am besten wo die Fehler liegen.

Wenn ich alles was ich hier lese mit meinem Feedback abgleiche würde ich sagen die größten Baustellen sind der Armzug unter Wasser und die Kopfhaltung. Kurzfristig werde ich da sicher nichts großes Bewegen können. Aber ich möchte das diesen Winter in Angriff nehmen. Eventuell krieg ich auch bessere Aufnahmen von unter Wasser.

Auf jeden Fall hab ich jetzt schon mal jede Menge Material womit ich arbeiten kann. :)

spanky2.0 15.08.2023 15:25

Zitat:

Zitat von Nole#01 (Beitrag 1718583)
Hat bisher auch für eine 1:03 auf der LD gereicht. Ich möchte aber mein Schwimmen verbessern. So wie es sich anfühlt, wusste ich, dass ist sicher übel. Heute habe ich mich mal filmen lassen. Und es ist schlimmer als gedacht.

Kann jedenfalls gar nicht so "schlimm oder übel" sein wie du selbst denkst. Denn wenn Du bei einer LD mit 1:03 aus dem Wasser kommst, solltest Du (ohne nachgeprüft zu haben) vermutlich unter den schnellsten 25-35% sein. Zumindest bist Du deutlich schneller als der Durchschnitt. :Blumen:

Tante Google spuckt dazu das hier aus:

Zitat:

Die durchschnittliche Schwimmzeit bei Ironman-Rennen beträgt 1h19 min (2:04 min/100m). Die Frauen legen die 3,8 km in 1h22 min (oder 2:10 min/100m) zurück und die Männer in 1h18 min (oder 2:03 min/100m).

uruman 15.08.2023 15:42

Zitat:

Zitat von Nole#01 (Beitrag 1718583)

Das sieht so übel aus, dass ich nicht weiß wo ich anfangen sollen. Jemand Ideen?

Warum? Welche Fehler erkennst du?

Ich würde auch mehr rotieren, dann schlägst du nicht mehr seitlich mit dem Arm und tauchst du automatisch mit dem Hand ein und der Armzug finde unter dein Körper und nicht seitlich statt
Wahrscheinlich muss dein Armzug effektiver werden entweder fehlt am länge oder wird falsch durgeführt

Die Rotation wird dir Einfach zu gelingen, mit Hilfsmittel (Pullbuoy, Neo oder Flossen) weil da ist eine stabile Wasserlage garantiert

Versuch nicht nur "schöner" zu schwimmen sondern auch das Tempo beibehalten nur so machen Technischen Verbesserung Sinn (zbsp. bei Reduzierung die Armzuge pro Bahn)

Eigentlich sollte ich keine Tipps hier geben, sondern selber öfter und länger schwimmen gehen!


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