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bellamartha 17.10.2021 16:13

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1629081)
Die Frage ist doch auch, ob man das Wort Alkoholiker als Diagnose einer Suchtkrankheit nutzt oder nur als Beschreibung einer Gewohnheit.
Ist jemand, der jeden Tag eine Zigarette raucht, ein Raucher? Ich würde sagen ja, aber halt kein starker Raucher.
Jemand der täglich Alkohol konsumiert, darf IMHO als Alkoholiker bezeichnet werden, das muss man nicht schönreden. Aber vielleicht nicht als krankhafter Alkoholiker, wenn es nur wenig ist.
Aber ich erkenne während ich tippe dass das nicht so einfach ist, ab wann ist eine Gewohnheit eine Sucht? Vermutlich sobald man leidet wenn man an der Gewohnheit gehindert wird. Was aber auch wieder schwierig gegen Grundbedürfnisse abzugrenzen ist:Gruebeln:

Ich finde weder, dass man jemanden als Alkoholiker bezeichnen darf, der täglich Alkohol konsumiert noch, dass es Schönreden ist, wenn man dieser Meinung ist. Als jemand, die einen Job in der Suchtkrankenhilfe hat, rede ich die Dinge bestimmt nicht schön.
Die Bezeichnung "Alkoholiker" wird aber von der überwiegenden Mehrheit der Menschen für jemanden benutzt, der alkoholabhängig ist und nicht einfach für jemanden, der regelmäßig, aber kontrolliert Alkohol trinkt.
Der Vergleich mit dem Rauchen hinkt daher, weil man allgemein einen Menschen, der raucht als Raucher bezeichnet, ganz unabhängig davon, ob er nikotinabhängig ist oder nicht.
Die von mir genannten Diagnosekriterien dienen genau dazu, die Unterscheidung zwischen einer Gewohnheit und einer Erkrankung zu machen. Weggelassen hatte ich, dass es in der Diagnostik noch eine Vorstufe zur Abhängigkeit gibt, die man "schädlichen Gebrauch" nennt und deren Diagnosekriterien etwas anders sind. Kann man googeln.

Ich finde es wichtig, diese Unterscheidungen zu machen. Erstens, um nicht jegliches Konsumverhalten zu pathologisieren (diese Tendenz gibt es bei vielen Gewohnheiten, wo das rasch von einer "Sucht" gesprochen wird, aber auch bei anderen Themen, so dass z.B. Kinder und Jugendliche teilweise vorschnell und falsch Stempel aufgedrückt bekommen, z.B. den ADS- oder ADHS-Stempel). Zweitens, um den Betroffenen klar zu machen, dass eben nicht "alle" irgendwie süchtig sind. Viele unserer Patienten auf den Entzugsstationen sagen so etwas nämlich und verkennen dabei, dass der gewohnheitsmäßige Konsum eben nicht immer ein abhängiger ist. Mein Eindruck ist, dass sie das so zu sehen neigen, weil sie sich dann vielleicht selbst nicht so "krank" fühlen, wenn die Krankheit quasi Normalfall ist, denn natürlich trinken die meisten erwachsenen Menschen in unserem Land regelmäßig, viele auch täglich oder fast täglich Alkohol.

Naja, ich glaube aber, dass das gar nicht Thema dieses Threads ist, sondern es ging ja eher darum, wie es die Forumsmitglieder mit Alkohol halten.
Ich würde mal vermuten, dass hier die Zahl der Leute mit problematischen Alkoholkonsum, egal wie man das nun nennt, eher gering ist.

Gruß
J.

Körbel 17.10.2021 16:52

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1629076)
Naja, viele Schäden oder Folgen werden gegebenenfalls erst nach Jahren auftreten.
Das ist ja das Fatale, wenn der Körper beginnt die Rechnung zu zücken, dann ist es oft zu spät um noch reagieren zu können.

Ich trinke Alkohol nur am Wochenende, da ich als sofortige Reaktion die schlechtere Schlafqualität merke. Da reicht schon ein kleines Pils. Am Wochenende beisst sich das natürlich mit viel Sport. Da fahre ich dann in Phasen mit sehr viel Training auch nochmal runter.

Ist bei vielen anderen Dingen auch so, das man die Rechnung so ziemlich erst am Ende des Lebens bekommt.

Schlafen tue ich meist nur schlecht, wenn ich ausserhalb gegessen habe.
Alkohol macht sich bei mir mit schlechterem Schlaf selten bis garnicht bemerkbar.
Da ich meist nur soviel trinke, das ich es garnicht merke.

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1629086)
Ich finde weder, dass man jemanden als Alkoholiker bezeichnen darf, der täglich Alkohol konsumiert noch, dass es Schönreden ist, wenn man dieser Meinung ist.

:bussi: :Blumen:

Trimichi 17.10.2021 17:56

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1629086)
Naja, ich glaube aber, dass das gar nicht Thema dieses Threads ist, sondern es ging ja eher darum, wie es die Forumsmitglieder mit Alkohol halten.
Ich würde mal vermuten, dass hier die Zahl der Leute mit problematischen Alkoholkonsum, egal wie man das nun nennt, eher gering ist.

Gruß
J.

Wie gesagt, ist eben imho die Frage welchen Maßstab man anlegt. Und wie differenziert wird. Ein Hühne verträgt vielleicht 1-2 Bier täglich, ein normalgroße Frau vllt 1-2 Kölsch und damit die Hälfte?

Ich bin selbst seit neun Jahren gefährdet, als das mit der Russin losging. Nach der Trennung blieb ich dabei, zumal man es auf einer Tropeninsel auch nicht ohne Bier am Abend aushält, falls man länger bleibt. Dann hatte sich der Alkoholkonsum eingeschlichen.

Fettleibigkeit ist auch so ein Thema ist. Und? Wird gesellschaftlich eher akzeptiert. Wehe einer sagt was gegen Dicke? Aber dann Fingerzeig von wegen Alkohol? Danke auch für deinen anderen Post, den Körbel gut fand. By the way. Muss jeder selbst wissen. Wer ernsthaft Triathlon betreibt kann saufen wie lustig, irgendwann kommt der Punkt wo die Trainingssteuerung und der Wettkampf wichtiger sind als das Laster.

Wir müssen ja auch als Ausdauersportler_innen aufs Gewicht achten? Falls ja, glaube ich schon, dass man mal eine rauchen oder auch ein oder zwei Bier trinken darf? Laut Forschungsliteratur sind Alkohol und Nikotin gleichwertig gefährlich zum Risikofaktor Adipositias. Der dritte Faktor ist Bluthochdruck. Ein Faktor allein wird in der Literatur (Bierbaumer & Schmidt / Biologische Psychologie) noch als ungefährlich angesehen in Bezug auf Pflegebedürftigkeit. Zwei Faktoren, also z.B. Alkohol u. Nikotin UND Adipositas nicht mehr. Kommt ja auch ein Interaktionseffekt dazu.

Ich glaube, weis es aber nicht, dass Sportler gesünder leben. Alkohol ist ok, Nikotin als Sportler nicht so. Das ist auch mein Problem. Auf meiner Extremradreise heuer - 55d 6445k 33477 Höhenmeter - 8 Länder - habe ich täglich 2-3 Bier getrunken und 10-15 Zigaretten geraucht. Ich glaube nicht, dass das schädlich ist und sich auch nicht auf die Leistung auswirkt. Siehe Claudio Chiapucci oder andere Radrennfahrer, die gesoffen haben und sich auch während im Sattel bei der TdF eine angezundene Zigarette haben reichen lassen.

Lieber Herzinfarkt beim Radfahren - oder wie neulich vor zwei Wochen mit Neo im 11°C kalten Seewasser beinahe - als als Tattergreis im Altenheim vegetieren?

Problematisch sehe ich das Rauchen und da es morgen mit dem Training für die neue Saison losgeht, höre ich heute Abend auf damit. Kann ich. Und nachm Ostseeman gibts wieder Tabak? Warum auch nicht? Mal sehen. Kann sein, dass das krank ist. Vllt rauche ich auch beim Angeln im Winter auf Raubfisch oder aufm Weihnachtsmarkt eine.

Aber das Thema war ja Alkohol. Als Ausdauersportler unbedenklich, imho, da Ziele den Konsum automatisch regulieren. Deswegen werde ich auch im Winter meinen Rotwein trinken gerne auch mal ein Glas "zu viel", und dito, wenns zu viel ist schlafe ich schlechter, wache nachts auf und muss mal 'raus. Geht allerdings nur wenn ich NICHT rauche.


So muss jede_r eben seine "persönliche Gleichung" finden und den Alkoholkonsum auch imho immer im Zusammenhang anderer, toxischer Faktoren sehen. Mein Detox betrifft demnach:

- Alkohol
- Kaffee (Koffein)
- Nikotin
- Internet (Konsum)
- Schlaf

Das sind meine "Big 5", an denen ich 'rumschraube.

Gruß,
M.

TRIPI 17.10.2021 18:38

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1629086)
Ich finde weder, dass man jemanden als Alkoholiker bezeichnen darf, der täglich Alkohol konsumiert noch, dass es Schönreden ist, wenn man dieser Meinung ist. Als jemand, die einen Job in der Suchtkrankenhilfe hat, rede ich die Dinge bestimmt nicht schön.
Die Bezeichnung "Alkoholiker" wird aber von der überwiegenden Mehrheit der Menschen für jemanden benutzt, der alkoholabhängig ist und nicht einfach für jemanden, der regelmäßig, aber kontrolliert Alkohol trinkt.
Der Vergleich mit dem Rauchen hinkt daher, weil man allgemein einen Menschen, der raucht als Raucher bezeichnet, ganz unabhängig davon, ob er nikotinabhängig ist oder nicht.
Die von mir genannten Diagnosekriterien dienen genau dazu, die Unterscheidung zwischen einer Gewohnheit und einer Erkrankung zu machen. Weggelassen hatte ich, dass es in der Diagnostik noch eine Vorstufe zur Abhängigkeit gibt, die man "schädlichen Gebrauch" nennt und deren Diagnosekriterien etwas anders sind. Kann man googeln.

Ich finde es wichtig, diese Unterscheidungen zu machen. Erstens, um nicht jegliches Konsumverhalten zu pathologisieren (diese Tendenz gibt es bei vielen Gewohnheiten, wo das rasch von einer "Sucht" gesprochen wird, aber auch bei anderen Themen, so dass z.B. Kinder und Jugendliche teilweise vorschnell und falsch Stempel aufgedrückt bekommen, z.B. den ADS- oder ADHS-Stempel). Zweitens, um den Betroffenen klar zu machen, dass eben nicht "alle" irgendwie süchtig sind. Viele unserer Patienten auf den Entzugsstationen sagen so etwas nämlich und verkennen dabei, dass der gewohnheitsmäßige Konsum eben nicht immer ein abhängiger ist. Mein Eindruck ist, dass sie das so zu sehen neigen, weil sie sich dann vielleicht selbst nicht so "krank" fühlen, wenn die Krankheit quasi Normalfall ist, denn natürlich trinken die meisten erwachsenen Menschen in unserem Land regelmäßig, viele auch täglich oder fast täglich Alkohol.

Naja, ich glaube aber, dass das gar nicht Thema dieses Threads ist, sondern es ging ja eher darum, wie es die Forumsmitglieder mit Alkohol halten.
Ich würde mal vermuten, dass hier die Zahl der Leute mit problematischen Alkoholkonsum, egal wie man das nun nennt, eher gering ist.

Gruß
J.

Danke für die Erklärung :Blumen:

Körbel 18.10.2021 13:12

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1629097)
So muss jede_r eben seine "persönliche Gleichung" finden und den Alkoholkonsum auch imho immer im Zusammenhang anderer, toxischer Faktoren sehen.

Genauso siehts aus.

Ein jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Stefan 18.10.2021 13:45

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1629214)
Genauso siehts aus.

Ein jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Genau, insbesondere wenn sie/er unter Alkohol den Partner verprügelt, einen Radfahrer umfährt, mit einem Kind schwanger ist, die Familie finanziell ruiniert.....

Tina 18.10.2021 14:28

Ich trinke keinen Alkohol und rauche auch nicht. Beides weil ich es ganz persönlich als ekelig empfinde.

Körbel 18.10.2021 15:45

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629225)
Genau, insbesondere wenn sie/er unter Alkohol den Partner verprügelt, einen Radfahrer umfährt, mit einem Kind schwanger ist, die Familie finanziell ruiniert.....

Dann verbiete doch einfach den Alkohol.

Dann darf man auch keine Waffen produzieren und keine Küchenmesser, ebenso Autos.
Beim Skifahren kann man sich auch das Genick brechen oder beim Triathlon kann man ersaufen.

carolinchen 18.10.2021 16:42

Immer diese fadenscheinigen Argumente.

Stefan 18.10.2021 16:46

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1629258)
Dann verbiete doch einfach den Alkohol.

Dann darf man auch keine Waffen produzieren und keine Küchenmesser, ebenso Autos.
Beim Skifahren kann man sich auch das Genick brechen oder beim Triathlon kann man ersaufen.

Deine Antwort auf meine Antwort auf Deine Antwort hat keinen sinnvollen Bezug zu meiner Antwort.

Es liegt nicht in meinen Händen, Alkohol zu verbieten. Ich habe nichts gegen ein entsprechendes Verbot (wenn es um den Konsum von Alkohol geht - es gibt ja noch andere Anwendungsfälle, für die man ihn besser nicht verbieten sollte).

welfe 18.10.2021 19:55

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629225)
Genau, insbesondere wenn sie/er unter Alkohol den Partner verprügelt, einen Radfahrer umfährt, mit einem Kind schwanger ist, die Familie finanziell ruiniert.....

Stimme zu

lonerunner 19.10.2021 08:08

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629225)
Genau, insbesondere wenn sie/er unter Alkohol den Partner verprügelt, einen Radfahrer umfährt, mit einem Kind schwanger ist, die Familie finanziell ruiniert.....

Danke:Blumen:

Siebenschwein 19.10.2021 08:16

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629225)
Genau, insbesondere wenn sie/er unter Alkohol den Partner verprügelt, einen Radfahrer umfährt, mit einem Kind schwanger ist, die Familie finanziell ruiniert.....

Ähem... ist es besser, den Partner nüchtern zu verprügeln? :Nee:

Stefan 19.10.2021 08:26

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1629362)
Ähem... ist es besser, den Partner nüchtern zu verprügeln? :Nee:

Falls das Deine Art von Humor ist: Dein Beitrag ist nicht originell und nicht lustig!
Ohne Alkohol würden viele Partner und Kinder nicht verprügelt.

Siebenschwein 19.10.2021 08:33

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629363)
Falls das Deine Art von Humor ist: Dein Beitrag ist nicht originell und nicht lustig!
Ohne Alkohol würden viele Partner und Kinder nicht verprügelt.

ad 1: Ja, das ist meine Art von Humor. Bist Du die Humorpolizei?
ad 2: Dann schreib das doch auch so, dann kann auch keiner nichtoriginelle Kommentare dazu machen.

welfe 19.10.2021 08:56

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1629362)
Ähem... ist es besser, den Partner nüchtern zu verprügeln? :Nee:

Leider ja. Denn dann kann man den Täter nicht damit entschuldigen „unter Alkoholeinfluss“ die Tat begangen zu haben und somit „nicht verantwortlich“ zu sein. Bessert zwar die Schmerzen des Opfers nicht, aber zieht hoffentlich den Täter eine Zeitlang aus dem Verkehr.:dresche

Siebenschwein 19.10.2021 09:14

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1629372)
Leider ja. Denn dann kann man den Täter nicht damit entschuldigen „unter Alkoholeinfluss“ die Tat begangen zu haben und somit „nicht verantwortlich“ zu sein. Bessert zwar die Schmerzen des Opfers nicht, aber zieht hoffentlich den Täter eine Zeitlang aus dem Verkehr.:dresche

Ich bin kein Jurist, aber die Grenze zur Schuldunfähigkeit ist afaik recht hoch. Da muss schon einiges vorher gebechert worden sein (War da mal was mit 3 Promille?).
Aber Du hast recht. wenn der Richter einen guten Tag hat, sagt er streng "wehe, wenn´s nochmal vorkommt" und droht mit dem Zeigefinger. Ganz konsequent.

Und ich finde, das ist alles nur bedingt Thema der ursprünglichen Frage: Alkohol und Sport, speziell Ausdauersport.
Ich bin ja ein Kind der Achtziger, und Uli Brorowka war schon ein harter Hund. Dass das aber so heftig war, hab ich wie jeder andere auch erst später erfahren.
https://www.zeit.de/sport/2013-01/bo....google.com%2F
Erstaunlich, dass man als schwerster Alkoholiker noch Leistungssport machen kann. Wobei das sicher eine Ausnahme ist, dass der trotzdem über Jahre erfolgreich war.
Schon krass.

Körbel 19.10.2021 12:57

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629363)
Ohne Alkohol würden viele Partner und Kinder nicht verprügelt.

Ohne einen wochenlangen lockdown auch nicht.

carolinchen 19.10.2021 14:18

und wieder ......tbc.

Stefan 19.10.2021 15:29

Meinetwegen könnt Ihr häusliche Gewalt jetzt hier zum Running Gag-Thema machen.
Kleiner Hinweis: Die Hemmschwelle zur Gewaltausübung ist unter Alkohol niedriger. Quellen dazu findet ihr selbst.

Körbel 19.10.2021 15:40

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629443)
Die Hemmschwelle zur Gewaltausübung ist unter Alkohol niedriger. Quellen dazu findet ihr selbst.

Das mag ja alles sein, nur nicht jeder der Alkohol konsumiert verprügelt Frau und Kinder.
Ich denke sogar, das die Masse einfach nur was trinkt ohne das er/sie jemals auffällig wird.

Siebenschwein 19.10.2021 16:02

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629443)
Meinetwegen könnt Ihr häusliche Gewalt jetzt hier zum Running Gag-Thema machen.
Kleiner Hinweis: Die Hemmschwelle zur Gewaltausübung ist unter Alkohol niedriger. Quellen dazu findet ihr selbst.

Falls Du es immer noch nicht gemerkt hast: niemand hat sich über Gewaltausübung lustig gemacht, sondern maximal über Deinen etwas ungeschickten Umgang mit der deutschen Sprache.

Du kannst gern auch noch weiter billige Allgemeinplätze zur Gefährlichkeit von Alkohol beibringen. Diese werden auch in erhöhter Frequenz weder der Komplexität des Themas gerecht werden können, noch irgendwen hier in seinem persönlichen Umgang mit Alkohol zu einem Umdenken bewegen. Aber wenn Du Dich gut fühlst dabei, sei es Dir zugestanden. Du musst nur damit rechnen, dass von Zeit zu Zeit jemand einen blöden Witz reisst.

Trimichi 19.10.2021 18:36

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1629419)
Ohne einen wochenlangen lockdown auch nicht.

Falls es wieder einen wochenlangen lockdown gibt steigt der Alkoholkonsum auch wieder an. In der dunklen Jahreszeit sowieso? Siehe Skandinavien.

Wollen wir hoffen, dass zumindest die Weihnachtsmärkte heuer aufmachen dürfen? Der Nürnberger Christkindlesmarkt soll am 26. November aufmachen. Allerdings dezentral. Das wird bestimmt toll, freu' mich schon. Du nicht, magst Franken nicht sonderlich, kann ich auch verstehen. Wobei der Christkindlesmarkt in Nürnberg ist schon weltweit bekannt. Und was wäre dieser Markt ohne entsprechende Düfte, Lichter und Flair?

https://www.infranken.de/lk/nuernber...nt-art-5314807

Man kann auch alles verteufeln? Eine Tasse Glühwein in geselliger Runde bei Irish Folk z.B. ist ja wohl noch erlaubt, ohne das gleich wieder Gewalt, Ausschreitung oder Ekelhaftigkeit konnotiert wird.

Gerne allerdings mit Schneefall, frisch gebrannten Mandeln und Lebkuchen. :Blumen:

Körbel 20.10.2021 13:02

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1629469)
Wollen wir hoffen, dass zumindest die Weihnachtsmärkte heuer aufmachen dürfen? Der Nürnberger Christkindlesmarkt soll am 26. November aufmachen. Allerdings dezentral. Das wird bestimmt toll, freu' mich schon. Du nicht, magst Franken nicht sonderlich, kann ich auch verstehen. Wobei der Christkindlesmarkt in Nürnberg ist schon weltweit bekannt. Und was wäre dieser Markt ohne entsprechende Düfte, Lichter und Flair?

Klar gönne ich jedem seinen Weihnachtsmarkt und wie kommst du drauf das ich Franken nicht mag?
Ich habe viele Jahre in unmittelbarer Nähe des Frankenlandes gelebt und ich war soviele Male auf dem heiligen Berg der Franken, dem Kreuzberg, das ich die Klosterschänke dort, als mein zweites Wohnzimmer damals bezeichnen konnte.
Btw, dort gibts das beste Klosterbier der Welt.

So hier zum mitsingen und mitschunkeln:
https://www.youtube.com/watch?v=oipgKvCPMQw

Stefan 20.10.2021 17:43

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1629453)
Falls Du es immer noch nicht gemerkt hast: ...

Mein Beitrag war so formuliert, wie ich ihn formulieren wollte. Rechtssicherheit war nicht geplant und wenn man ihn im Zusammenhang mit dem von mir zitierten Beitrag liest, dann muss man schon seltsam ticken um ihn als Humorvorlage zu nutzen.

Trimichi 21.10.2021 05:59

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1629606)
Mein Beitrag war so formuliert, wie ich ihn formulieren wollte. Rechtssicherheit war nicht geplant und wenn man ihn im Zusammenhang mit dem von mir zitierten Beitrag liest, dann muss man schon seltsam ticken um ihn als Humorvorlage zu nutzen.

Interessanter Gedanke! Meinungsfreiheit und Rechtssicherheit zu kombinieren. Könnte man vllt unter "gewaltfreie Kommunikation" subsumieren oder als kategorischen Imperativ der Kommunikation? Finde ich gut. Hoher Anspruch.

Als Folge von Implementation der Rechtssicherheit ist es vllt besser nichts mehr zu posten? Schwenk in der Anwendung: kennst du den Beitrag über Fellgerben in Bangladesh im Fernsehen? Im Beitrag wurde gezeigt wie 180000 Menschen im Gerberviertel von Klakutta leben. Kinder, die da durchlaufen zur Schule, haben wegen der schlechten Luft leichte Verätzungen im Gesicht. Andere, die dort arbeiten (Kinderarbeit) haben den Geruchssinn verloren. Uns westliche Industrienationen und Käufer der Lederprodukte wird das natürlich nicht mitgeteilt. Ja sicher, alles legal. Dasselbe mit den eAutos. Stichwort: Lithium-Dreieck. Wenn ich weis, dass der over-shot-day in der Mitte des Jahres liegt, wie kann ich dann noch ein größeres Stück vom Kuchen haben wollen? Oder guck' mal in die Republik Kongo, wegen der Halbleiterförderung. Unser Wohlstand basiert auf dem Rücken der dritten Welt? Auf jeden von uns kommen im statistischen Mittel 60 Sklaven. Das muss man sich bewusst machen, was das für ein "Lied" ist, mit dem wir uns hier, im Beispiel Lederklamotten, schmücken.

Vllt ist Alkohol keine Lösung. Ich finde, mit einem Bier hierzulande gebraut in der Region als lokales Erzeugnis schadet man niemanden. Und es mag als Genussmittel oder Luxuskonsumgut in Ordnung gehen. In Maßen.

Vor diesem Hintergrund kann man sich schon mal darüber lustig machen, welche Probleme wir hier haben. Höchsten Respekt und chapeau vor dir und deiner Einstellung, Stefan. :Blumen: Ich habe die halbe Nacht nicht geschlafen wegen des deines hohen, wünschenswerten und guten Anspruchs das Formulieren von Beiträgen bzw. den Transfer betreffend.

Bleibt deshalb ein sorry a posteriori wegen der meiner Geschichte gestern im Corona-Faden die in einer ALDI-Filiale spielt. Sie ist als Humor gekennzeichnet wie du einst angeraten hast. Ob ich mir derartige Persiflagen die selbstverschuldet unmündige Luxus- und Konsumgesellschaft betreffend in Zukunft verkneife?

Sich die Dinge denken darf man heutzutage noch? Schon Kant forderte: "Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen."

P.S.: Weisheit ist Zurückhaltung im Urteil - Pyrrhon von Elis - :8/

papa2jaja 21.10.2021 08:17

Hab mein Leben lang so gut wie keinen Alkohol getrunken und nicht geraucht, und führe meine gute Leistungsfähigkeit und die guten Ergebnisse bei den ärztlichen Routineuntersuchungen auch darauf zurück.

Körbel 21.10.2021 13:02

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1629628)
Vllt ist Alkohol keine Lösung. Ich finde, mit einem Bier hierzulande gebraut in der Region als lokales Erzeugnis schadet man niemanden. Und es mag als Genussmittel oder Luxuskonsumgut in Ordnung gehen. In Maßen.

Ist es auch nicht, aber ich finde es ist ein Kulturgut.
Ob das nun jeder pflegen sollte, bleibt jedem Einzelnen überlassen.

Wenn man bedenkt, wie lange schon
Wein gekeltert,
Bier gebraut und
Whisky destilliert wird und diese Getränke haben sich bis heute gehalten und sogar teilweise ihre Attraktivität noch gesteigert, dann denke ich das soll so sein.

Wie ich schon sagte: Ich will keinen dazu verleiten.

Btw, ich muss heute noch Whisky bestellen.:Cheese: :cool:

Trimichi 21.10.2021 14:17

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1629701)
Ist es auch nicht, aber ich finde es ist ein Kulturgut.
Ob das nun jeder pflegen sollte, bleibt jedem Einzelnen überlassen.

Wenn man bedenkt, wie lange schon
Wein gekeltert,
Bier gebraut und
Whisky destilliert wird und diese Getränke haben sich bis heute gehalten und sogar teilweise ihre Attraktivität noch gesteigert, dann denke ich das soll so sein.

Wie ich schon sagte: Ich will keinen dazu verleiten.

Btw, ich muss heute noch Whisky bestellen. :Cheese: :cool:

Jeder wie er es verdient. Und wie man es sich einrichtet. :Blumen:

Allerdings: mach' doch mal ein kleines Experiment.

Verzichte auf Tabak und Alkohol und gehe dann biken. Probiere es dann spürst du es! Woher willst du wissen, dass dir Alkohol und Nikotin nicht langfristig Schaden zufügt? Noch kann dein Körper relativ gut regenerieren. Geht nicht ewig, wir alle werden älter. Und dann kommt der Punkt wo der Körper nicht mehr entgiften kann die Altlasten. Weil die Zellregeneration genetisch bedingt länger dauert. Und die Rückstände bleiben.

Ich wiederhole: rauche und trinke mal paar Tage nicht, 2-3 Tage reichen und gehe dann biken. Du wirst deine Einstellung ändern. Und daran arbeiten weniger zu trinken und mit dem Rauchen aufhören. Sind nur 2-3 Tage Verzicht. Ein kleines Experiment. Was hindert dich daran?

Und überhaupt: Du brennst nicht selbst? Was ist da los??? ;)

Estampie 21.10.2021 14:34

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1629725)
Ich wiederhole: rauche und trinke mal paar Tage nicht, 2-3 Tage reichen und gehe dann biken.

Oder ganz auf die Schnelle für die Garmin-Jünger.
Abends ein Liter Bier trinken. Am nächsten Tag die Schlafauswertung und den Ruhepuls anschauen. Und die Bodybatterie.

Abends keinen Alkohol trinken, sonst nach Möglichkeit alles gleich.
Am nächsten Tag die gleiche Auswertung.

Ruhig ein paar mal wiederholen.
Ich war über das Ergebniss sehr überrascht. Ein Liter Bier durften (oder dürfen sogar noch? Bin da nicht auf dem Laufenden) bayrische Lokführer in der Mittagspause trinken.
Danach kann man ja nach belieben weiter trinken oder es lassen. Aber man hat dann schon mal eine Erkenntnisgrundlage.

wohlsein,
Thomas

Körbel 22.10.2021 12:58

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1629725)
Allerdings: mach' doch mal ein kleines Experiment.

Verzichte auf Tabak und Alkohol und gehe dann biken. Probiere es dann spürst du es! Woher willst du wissen, dass dir Alkohol und Nikotin nicht langfristig Schaden zufügt? Noch kann dein Körper relativ gut regenerieren. Geht nicht ewig, wir alle werden älter. Und dann kommt der Punkt wo der Körper nicht mehr entgiften kann die Altlasten. Weil die Zellregeneration genetisch bedingt länger dauert. Und die Rückstände bleiben.

Ich wiederhole: rauche und trinke mal paar Tage nicht, 2-3 Tage reichen und gehe dann biken. Du wirst deine Einstellung ändern. Und daran arbeiten weniger zu trinken und mit dem Rauchen aufhören. Sind nur 2-3 Tage Verzicht. Ein kleines Experiment. Was hindert dich daran?

Und überhaupt: Du brennst nicht selbst? Was ist da los??? ;)

Tabak brauch ich nicht, eigentlich noch nie.

Das ich ohne Alk schneller auf dem Rad bin weiss ich.:Cheese:
Ich würde auch wohl asketischer leben, wenn es soviel bringen würde, das ich mal wieder auf dem Stockerl stehen würde.
Da aber gerade beim MTB in meiner AK soviele ehemalige Pros und Halb-Pros am Start stehen, bringt das nicht viel.
Ausser das ich von Platz 6 auf Platz 5 lande.

Ich hatte schon alkfreie Jahre, parallel dazu sogar ganz ohne Fleischverzehr, habe alles schon ausprobiert, aber warum soll ich weiter solche Experimente machen?

Ich starte bei Rennen weils mir Spass macht und das Ergebnis kratzt mich nicht mehr, ich schaue meist nicht mal nach den Ergebnissen im Netz, wozu auch?

phonofreund 22.10.2021 13:50

Zitat:

Zitat von basti2108 (Beitrag 574828)
Trinkt ihr Alkohol?



Ich verstehe die Frage nicht

Siebenschwein 22.10.2021 15:44

Zitat:

Zitat von phonofreund (Beitrag 1629918)
Ich verstehe die Frage nicht

Dann trink mal was. Nach fünf Bier verstehst Du sie. Nach zehn Bier kannst Du sie dann auch wortreich beantworten. Leider versteht Dich dann keiner mehr, der nicht auch zehn Bier hatte.
Ich empfehle als theoretisches Rüstzeug eine Reise nach Petuschki. Gern auch in der Hörbuchfassung von Harry Rowohlt. Oder gleich die ganze Rausch-Box als all-inklusive Paket.

„Wenn man Wodka trinkt, erhält man sich den gesunden Menschenverstand und sein Gedächtnis oder aber verliert mit einemmal beides. Die „Konsomolzenträne“ dagegen hat eine ganz andere, absurde Wirkung: Wenn man hundert Gramm davon trinkt, von dieser „Träne“, bleibt das Gedächtnis scharf, aber der gesunde Menschenverstand schwindet, als hätte man nie einen gehabt. Trinkt man weitere hundert Gramm, kann man sich nur wundern: woher kommt plötzlich so viel Menschenverstand?“


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