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Hafu 26.11.2021 04:57

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1635496)
Die Fehleranalyse in Bezug auf Söder und Laschet. Wäre Söder einfach mal ein paar Wochen ruhig gewesen, so wäre Laschet Kanzler geworden. ...

Ich habe nichts anderes behauptet:

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1635427)
...man darf nicht vergessen, dass es nur Nuancen gebraucht hätte und der aktuelle Kanzler würde Laschet heißen (ohne das legendäre Flut-Bild) oder eben Söder (wenn es diesem gelungen wäre in der Endphase des Kanzlerkandidaten-Pokers wenigstens Bouffier in seine Ecke zu ziehen oder es ihm gelungen wäre eine Mitgliederbefragung bzw. Fraktionsentscheidung durchzuboxen).
...

Mit Nuancen (in der Mehrzahl) dürfte ja klar sein, dass das dämliche Flutbild mit dem Laschetgrinsen nicht die einzige Ursache war, die Laschet als Kanzler verhindert hat, sondern nur als einer von mehreren Gründen exemplarisch mit aufgeführt war.
.
Ist ja logisch angesichts des knappen Rückstandes der Union gegenüber der SPD.

Ein paar potenzielle Unionswähler haben sich wegen der Bildsprache und des wenig staatsmännischen Auftretens nach der Flutkatastrophe gegen Laschet und für Scholz entschieden und einige mögen auch die Sticheleien aus Bayern während des Wahlkampfs beeinflusst haben.

Nichtsdestoweniger sollte man auch nicht vergessen, dass der Ausgang der Kanzlerkandidatenkür der Union mindestens genauso knapp war wie der Ausgang der späteren Bundestagswahl. Und wenn die Union sich für Söder als Kandidaten entschieden hätte, dann wäre es ziemlich sicher nicht zu einem derartigen Absturz der Union und der jetzigen Ampelkoalition gekommen. Mutmaßlich würden wir dann jetzt über den Koalitionsvertrag einer Jamaika-Koalition diskutieren.

Das war eigentlich die Kernaussage des von dir als "falsch" eingestuften Beitrages von gestern.

KevJames 26.11.2021 05:10

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1635541)
Nichtsdestoweniger sollte man auch nicht vergessen, dass der Ausgang der Kanzlerkandidatenkür der Union mindestens genauso knapp war wie der Ausgang der späteren Bundestagswahl. Und wenn die Union sich für Söder als Kandidaten entschieden hätte, dann wäre es ziemlich sicher nicht zu einem derartigen Absturz der Union und der jetzigen Ampelkoalition gekommen. Mutmaßlich würden wir dann jetzt über den Koalitionsvertrag einer Jamaika-Koalition diskutieren.

Das war eigentlich die Kernaussage des von dir als "falsch" eingestuften Beitrages von gestern.

Und genau das halte ich für falsch. Im übrigen machst Du rhetorisch etwas, was ich durchaus fragwürdig finde. Zuvor fragst Du noch, was ich für falsch halte. Jetzt tust so, als hätte ich gesagt, das ist falsch. Das ist ein großer Unterschied. Fällt mir übrigens bei Dir, aber auch bei anderen hier immer wieder auf, dass die eigene Meinung als "richtig" eingestuft wird (ohne, dass sie näher fachlich begründet wird).

Zur Sache: Die Einschätzung, dass die Union mit Söder als Kandidaten die Wahl gewonnen hätte halte ich für falsch. Das ist eine zutiefst süddeutsche, wenn nicht sogar bayrische Sicht. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass das SEHR selbstsichere Auftreten, der (schon ein Stück weit typisch bayrisch) schroffe Ton und ja, das immer wieder populistische Auftreten in anderen Teilen der Republik schlecht ankommen.
Nun habe ich ja von Berufswegen mit der Politik zu tun und treffe durch verschiedene Tätigkeiten auf viele (auch beruflich, aber nicht nur) politisch agierende Menschen, da gab es kaum jemanden (auch innerhalb der CDU), der mir gesagt hätte, dass man Söder präferieren würde. Selbst nach der Wahl war selbst in parteiinternen Kreisen ein Aufatmen zu spüren (natürlich weitgehend hinter verschlossenen Türen). Ich denke Du unterliegst hier der Fehleinschätzung, dass Du von Deinem mehr oder minder direkten Umfeld auf die ganze Republik schliesst - aber zugegeben, das ist nur eine Mutmaßung aus der Ferne.

KevJames 26.11.2021 05:13

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1635539)
Lieben Dank. Benoetige ich nicht.

Ich lasse das "weil" mal weg, da Du danach ja einen Punkt gemacht hast. Aus meiner Sicht würde Dir das fachlich gut tun - damit belasse ich es dann aber auch, mir ging es tatsächlich nicht um Provokation, sondern um einen fachlichen Hinweis, den Du offensichtlich nicht verstanden hast.
Damit ist das dann für meinen Teil auch ok so.

Hafu 26.11.2021 05:42

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1635542)
Und genau das halte ich für falsch. Im übrigen machst Du rhetorisch etwas, was ich durchaus fragwürdig finde. Zuvor fragst Du noch, was ich für falsch halte. Jetzt tust so, als hätte ich gesagt, das ist falsch. Das ist ein großer Unterschied. Fällt mir übrigens bei Dir, aber auch bei anderen hier immer wieder auf, dass die eigene Meinung als "richtig" eingestuft wird (ohne, dass sie näher fachlich begründet wird).

Vielleicht wäre es gut, wenn du rhetorisch mal ein Stück weit abrüsten würdest. Wenn man eine Meinung zu einem Thema entwickelt hat, dann hält man diese Meinung in der Regel auch für richtig, denn sonst würde man ja eine andere Meinung vertreten. :Huhu:

Üblicherweise begründe ich meine Meinung, sonst wären meine Beiträge auch nicht so lang.

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1635542)
Zur Sache: Die Einschätzung, dass die Union mit Söder als Kandidaten die Wahl gewonnen hätte halte ich für falsch. Das ist eine zutiefst süddeutsche, wenn nicht sogar bayrische Sicht. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass das SEHR selbstsichere Auftreten, der (schon ein Stück weit typisch bayrisch) schroffe Ton und ja, das immer wieder populistische Auftreten in anderen Teilen der Republik schlecht ankommen.
...

Schau dir mal das ZDF-Politbarometer an und die Sympathiewerte, die Söder dort zum Zeitpunkt der Kandidatenkür der Union erzielt hat. Das ZDF befragt keineswegs nur bayerische Wähler. Wenn das populistische Auftreten in anderen Teilen der Republik so schlecht ankommen würde, dann würde man eigentlich schlechtere Sympathiewerte im Politbarometer erwarten.

Ich mag Söder nicht und würde ihn niemals wählen, aber ich gestehe ihm zu, dass er ein außerordentlich gutes Gefühl für Stimmungen in der Bevölkerung hat und ein exzellenter Politdarsteller ist.
Kann sein, dass ihm andere Fehler als Laschet in einem Bundestagswahlkampf unterlaufen wären und er so seinen riesigen Sympathievorsprung gegenüber Laschet als Kanzlerkandidat verspielt hätte, das weiß keiner, aber das naheliegendste Szenario ist das nicht unbedingt

Thomas W. 26.11.2021 06:53

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1635542)
Nun habe ich ja von Berufswegen mit der Politik zu tun und treffe durch verschiedene Tätigkeiten auf viele (auch beruflich, aber nicht nur)

Einspruch , keine fachliche Begründung .

Mir fällt gerade bei Dir auf Kevin , dass Du dazu neigst Deine Meinung für richtig zu halten und ohne wissenschaftliche Begründung zu behaupten , Deine Meinung auf wissenschaftlichen Begründungen aufzubauen .
Das reicht natürlich nicht .

Ich kann das sagen , weil ich beruflich mit vielen Menschen zu tun habe . Wirklich .

Trimichi 26.11.2021 07:16

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1635543)
Ich lasse das "weil" mal weg, da Du danach ja einen Punkt gemacht hast. Aus meiner Sicht würde Dir das fachlich gut tun - damit belasse ich es dann aber auch, mir ging es tatsächlich nicht um Provokation, sondern um einen fachlichen Hinweis, den Du offensichtlich nicht verstanden hast.
Damit ist das dann für meinen Teil auch ok so.

Dann füge ich das weil ein und erhöhe auf 2:0. Für dich allerdings. Ich schenke dir meinen Punkt, nehme ihn nicht an, und schenke dir noch einen weiteren Punkt? Hä? Weil ich für dich auch noch die Begründung einfüge.

Weil ich dem Neutralitätsgebot der Wissenschaft verpflichtet bin. Wird auch Überparteilichkeit genannt. Was willst du eigentlich? Schreib doch a) was so wichtig ist in Hamburg für mich und b) was ich auf dem Gymnasium soll im G8 im Politikunterricht? Gibt es übrigens nicht so in Bayern, nennt sich W/R und an der Berufsschule Sozialkunde.

Was willst du mir eigentlich mitteilen? Was soll mir fachlich guttun? Ich bin Forscher, Wissenschaftler und Psychologe der sich an die internationalen Konventionen hält und an die ethischen Richtlinien. Wie auch Hafu unterliege ich der Schweigepflicht.

Vor Gericht zählt meine Aussage dreifach gegenüber deiner. Wegen der meiner Glaubwürdigkeit als Psychologe. Auch gegenüber des neutralen Beobachters Jörn übrigens. Nehmen wir einmal an du steckst mit Jörn unter einer Decke. Dann stünde es 3 zu 2 für mich. Ich habe Recht, ihr zwei auch, aber meine Stimme zählt mehr.

Shice Psychologen, gelle? Noch nerviger als Chirurgen. Oder?

tandem65 26.11.2021 07:18

Immerhin hat Frau Esken Heute im Morgenmagazin mal ausgeschlossen einen Lockdown oder andere Maßnahmen auszuschliessen.
Dem kann ich etwas abgewinnen.

repoman 26.11.2021 07:31

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1635531)
Mit Cem Özdemir besetzen die Grünen das Landwirtschaftsministerium mit jemanden, der sich bisher mit der Landwirtschaftspolitik 0,0 beschäftigt hat. Okay, wenigstens haben andere ein Koalitionspapier mit Vorgaben für ihn ausgearbeitet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cem_%C...che_Positionen
:Nee:

Anton Hofreiter hat Biologie und Botanik studiert und sich in seiner bisherigen politischen Laufbahn u.a. mit der Landwirtschaft etwas spezifischer beschäftigt sowie ein Buch über die Massentierhaltung veröffentlicht. (ohne Abzuschreiben ;) ).
https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_...d_Agrarpolitik

Ich gehe davon aus, das hat etwas mit „Quote“ zu tun.:Gruebeln:


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