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TTTom 16.04.2021 10:43

sybenwurz hat das etwas überspitzt dargestellt, aber im Grunde wohl recht.
Meinen aktuellen Diesel habe ich nach Diesel-Gate geleast mit dem deutlichen Gedanken "nach 4 Jahren geht der zuück und dann können sie die Kiste von mir aus pressen".
Nachhaltig ist das nicht, aber zumindest trifft das dann nicht mehr meinen Geldbeutel.
Nächstes Jahr brauch ich was neues. Aktuell tue ich mich schwer überhaupt ein Auto zu kaufen. Meine Autos bin ich immer lange gefahren.
Ich hätte aktuell weder bei Verbrenner noch Elektro das Gefühl, in 4 Jahren noch in einem zeitgemäßen Fahrzeug zu sitzen.
Und die Frage wird man stellen dürfen, was passiert dann mit den Autos? Die Euro5 Diesel sind ins Ausland verkauft worden.
Die E-Autos? Kauft dann jemand billig, der nicht den Anspruch an das neueste und beste hat?

Nepumuk 16.04.2021 11:05

Zitat:

Zitat von TTTom (Beitrag 1596745)
Die E-Autos? Kauft dann jemand billig, der nicht den Anspruch an das neueste und beste hat?

Ja, so war es bislang immer und so wird es auch in Zukunft sein. Wir werden nicht schlagartig alle alten Autos los werden, das macht auch keinen Sinn. Wichtig ist, dass wir bei den Neuanschaffungen auf möglich CO2-neutrale Fahrzeuge zu setzen und möglichst keine Verbrenner mehr zu produzieren. Die sauberere Technologie wandert dann vom 1. Besitzer zum 2. Besitzer usw. und irgendwann ins Ausland, wo dann jeweils ältere Fahrzeuge abgelöst werden.

Ich habe meinen Twingo ja auch nur 3 Jahre geleast. Aber der wird dann doch nicht verschrottet sondern dient wahrscheinlich noch viele Jahre als Mutti-Taxi oder Stadt-Hopser.

Wurmi 16.04.2021 12:01

Empfehlung zum Belesen
 
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile mit und weiß, dass ihr euch auch über Nutzung des selbst produzierten Stroms für das E-mobil usw. ausgetauscht habt. Ich würde gerne wissen, wo ich mich zu Kombination E-Auto, Photovoltaikanlage auf dem Dach und Batteriespeicher objektiv belesen kann, um in die Richtung bei mir zu Hause eventuell zu planen (oder auch nicht).
Vielen Dank für Tipps.

Greyhound 16.04.2021 12:31

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596675)
#


Tesla ist auch der einzige Hersteller, der es bislang geschafft hat, ein E-Auto von Grund auf neu zu konstruieren und dabei nur einen einzigen Zentralcomputer verbaut, der alle elektronisch kontrollierbare Funktionen (Fahrwerk Motoren, Akkumanagement, Bremsen, Entertainment, Navigation usw.) kontrolliert.
Das ist ein ganz wesentlicher Vorteil im Hinblick auf die Implementation neuer Funktionen. Ein 10 Jahre altes Model S hat dank ständiger Software-Updates im wensentlichen dieselbe Software-Ausstattung wie ein neuer Tesla.

Bei allen anderen Autoherstellern sind diese Funktionen auf mehrere Steuergeräte oder separat verbaute Minicomputer verteilt, was die Komplexität erhöht und Softwareupdates schwieriger macht.

Das ist doch Quatsch. Ein einzelner Hauptrechner ist an sich erstmal kein Vorteil. FOTA funktioniert auch mit einzelnen Steuergeräten ohne Probleme. Das Steuergerät muss nur dafür vorgesehen sein. Ob ein einzelner Hauptrechner günstiger ist, lässt sich auch nicht so einfach beantworten.

Grundsätzlich ist auch zu hinterfragen, ob FOTA bei sicherheitsrelevanten Steuergeräten eine gute Lösung ist. Das bedeutet nämlich auch, dass dir jemand die Bremse/Airbag hacken könnte und Unfug treiben kann. Ich persönlich finde es auch besser, wenn es strikte Trennung zwischen Multimedia (mit FOTA) und sicherheitsrelevanten Steuergeräten (ohne FOTA) gibt.
Wenn ich sowas lese, frage ich mich sowieso, ob ASIL bei Tesla überhaupt ein Begriff ist. Tesla braucht für autonomes Fahren nur Kameras, Elektroautos künftig ohne Radar

VW hat bei der MEB Plattform seit dem neusten Update auch FOTA. Nach meinem Wissen aber nicht für sicherheitsrelevante Bereiche.

TriVet 16.04.2021 12:32

https://www.energiesparverband.at/, hier diverse „Broschüren“.

Für wurmi

Hafu 16.04.2021 12:54

Zitat:

Zitat von Wurmi (Beitrag 1596780)
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile mit und weiß, dass ihr euch auch über Nutzung des selbst produzierten Stroms für das E-mobil usw. ausgetauscht habt. Ich würde gerne wissen, wo ich mich zu Kombination E-Auto, Photovoltaikanlage auf dem Dach und Batteriespeicher objektiv belesen kann, um in die Richtung bei mir zu Hause eventuell zu planen (oder auch nicht).
Vielen Dank für Tipps.

Für die Fragestellung bist du im Photovoltaikforum besser aufgehoben.

Die haben dort auch eine eigene Rubrik Elektroautos und eine Rubrik Batteriespeicher.

E-Auto tagsüber mit Solarstrom laden ist sehr sinnvoll, sofern man ein Auto hat, das tagsüber zu Hause ist. Dafür gibt es smarte Wall-Boxen, die den Ladevorgang so steuern, dass nur geladen wird, wenn die Sonne ausreichend scheint.

Den Solarstrom in Hausbatterien speichern und dann das Auto mit dem Strom aus der Hausbatterie laden ist dagegen (aktuell) wirtschaftlich relativ unsinnig, einerseits wegen dopppelter Ladeverluste und da übliche Hausbatterien dafür noch zu teuer und v.a. zu klein sind.
Hausbatterien machen derzeit wirtschaftlich maximal Sinn, um den Eigenverbrauch durch Nutzung von selbst erzeugtem Strom auch nachts zu erhöhen.
Da die Akkupreise aber seit Jahren im Sinkflug sind, wird sich die Situation in ein paar Jahren mutmaßlich ändern und dann werden Hausbatterien deutlich günstiger und deren Kapazität auch absehbar viel größer.

Wurmi 16.04.2021 15:43

Hallo Hafu,
vielen Dank für die Antwort und Einschätzung. Wie gesagt, ich habe mich damit bisher noch nicht beschäftigt, außer der Idee und wollte mich etwas bilden. Daher bin ich noch für jedes input empfänglich.

crazy 16.04.2021 17:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596797)
Den Solarstrom in Hausbatterien speichern und dann das Auto mit dem Strom aus der Hausbatterie laden ist dagegen (aktuell) wirtschaftlich relativ unsinnig, einerseits wegen dopppelter Ladeverluste und da übliche Hausbatterien dafür noch zu teuer und v.a. zu klein sind.
Hausbatterien machen derzeit wirtschaftlich maximal Sinn, um den Eigenverbrauch durch Nutzung von selbst erzeugtem Strom auch nachts zu erhöhen.
Da die Akkupreise aber seit Jahren im Sinkflug sind, wird sich die Situation in ein paar Jahren mutmaßlich ändern und dann werden Hausbatterien deutlich günstiger und deren Kapazität auch absehbar viel größer.

Mal eine ganz dumme Idee: Auf Kleinanzeigen gibt's Elektro-Unfallautos für kleines Geld, aktuell zB einen Kangoo mit 22kwh Batterie für 5000 Taler.
Schweller, Stoßstange etc, also optische und fahrtechnische Varianten. Batterie unbeschädigt.

Macht so etwas preis-leistungstechnisch nicht Sinn, sich die Kiste als reinen Stromspeicher auf den Hof zu stellen? Hier auf dem Land wäre der Platz dafür vorhanden.

Intelligenter Laderegler, tagsüber mit Solar füttern, nachts das eigentliche Pendler-Elektroauto laden.
Klar, ordentliche Transferverluste, aber man muss schon einen weiten Arbeitsweg haben um selbst ein pessimistisches Lade-Outcome von 18kwh täglich zu verfahren.


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