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JENS-KLEVE 11.06.2019 07:17

Warum nicht? Passend zu deinem Beispiel fand ich das teure Depeche Mode Konzert in Düsseldorf total mies, und ich fahre oft zu Konzerten. Das sollte eigentlich ein Highlight werden.
Mein Cousin hat einen VW Bus mit Allrad für den Alltag mit vier Kindern und Frau. Einen Oldtimer um bei schönem Wetter zur Arbeit zu fahren und nun den Tesla, wenn nicht alle Kinder dabei sind um Kilometer zu machen. Im Nachbarort ist so eine kostenlose Tesla Tankstelle. Mal gucken, ob alles so läuft wie er sich das denkt.

Nobodyknows 11.06.2019 07:42

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1457159)
Mein Cousin hat einen VW Bus mit Allrad.... Einen Oldtimer um bei schönem Wetter zur Arbeit zu fahren und nun den Tesla

Das hört sich nicht untypisch an. Das E-Auto ergänzt den Fuhrpark, aber ersetzt ihn nicht. :Cheese:
So geht Umweltschutz bei Besserverdienern. ;)


Gruß
N. :Huhu:

JENS-KLEVE 11.06.2019 08:25

Hoppla, Missverständnis! Er hat den Tesla nicht gekauft um die Umwelt zu retten. Er mag das Auto.

Hafu 11.06.2019 09:18

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1457159)
... Im Nachbarort ist so eine kostenlose Tesla Tankstelle. Mal gucken, ob alles so läuft wie er sich das denkt.

Was das kostenlose Laden anbelangt, hat sich dein Bekannter hoffentlich vorab informiert, denn für Neukunden gibt es das seit November 2018 eigentlich nicht mehr. Allenfalls für die ersten 1500km (=400kwh) oder als Provision für das Anwerben weiterer Tesla-Kunden.

Für die vor 2018 verkauften Model-S-Fahrer läuft es aber noch weiter.

JENS-KLEVE 11.06.2019 20:13

Das kannn ich dir nicht genau sagen. Als ich ihn das letzte Mal besucht hatte, war er noch in der Überlegungsphase, ich glaube 2016. allerdings reden wir hier über St. Moritz in der Schweiz, vielleicht sind die Konditionen da etwas anders als bei uns.

dasgehtschneller 12.06.2019 07:24

Die Konditionen bezüglich Supercharger dürften überall gleich sein aber ich denke wer sich ein Model S leisten kann, kann sich auch die paar Euro für Strom leisten.

Vor allem da man sowieso nur selten auswärts lädt und der Strom zuhause hier in der Schweiz deutlich günstiger ist als in Deutschland.
Ich zahle umgerechnet 10 Cent/kWh für Strom aus 100% Wasserkraft.

Die Schweiz ist mir ihren kurzen Strecken, niedrigen Tempolimits und billigem, recht CO2 armen Strom eigentlich ideal für Elektromobilität.

sybenwurz 12.06.2019 07:36

Ja gut, bei 10ct/kWh...

Andere Kiste, war am Wochenende mit einem unterwegs, der gewerbsmässig viel unterwegs ist, aber nie sehr weit am Stück. Der hat wegen seinem Firmenwagen nach nem Hybriden gefragt und achtung!
Kannste knicken. Er bräucht ja ne Ladestation zuhause, wenn die Firma das Ding dahin stellt, würde es somit zu nem Teil seines Arbeitsplatzes werden, ausserdem kann nicht sichergestellt werden, dass er den Strom nicht für private Zwecke nutzt oder gar, um noch ne andere Kiste aufzuladen.
Also, völlig unmöglich.
Nen ähnlichen Wahnsinn hab ich bereits vor längerer Zeit zum Thema Ebike-laden am Arbeitsplatz gehört von jemandem, der subventionierten Strom in der Firma hat. Da ists verboten, Ebikeakkus (und gar private Händis, das wird nur nicht so scharf kontrolliert, wenngleich nur mangels Möglichkeit) zu laden.

Ich glaube nicht, dass die Menschheit solchen Irrsinn zu Lebzeiten in den Griff kriegen wird.

Nobodyknows 12.06.2019 08:17

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1457367)
Ich glaube nicht, dass die Menschheit solchen Irrsinn zu Lebzeiten in den Griff kriegen wird.

Der Merkel-Nachfolger Kanzler Habeck wird bei dem Thema auf seine Richtlinienkompetenz pochen und den neidzerfressenen Finanzbeamten, die sich immer neuen Irrsinn ausdenken auf die Finger klopfen.

Gruß
N. :Huhu:

MattF 12.06.2019 09:10

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1457367)
Ja gut, bei 10ct/kWh...

Andere Kiste, war am Wochenende mit einem unterwegs, der gewerbsmässig viel unterwegs ist, aber nie sehr weit am Stück. Der hat wegen seinem Firmenwagen nach nem Hybriden gefragt und achtung!
Kannste knicken. Er bräucht ja ne Ladestation zuhause,


Wieso braucht man für nen Hybrid ne Ladestation? Für irgendwas um 10 kWh langt doch ne normale Steckdose,

Helmut S 12.06.2019 10:06

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1457367)
Andere Kiste, war am Wochenende mit einem unterwegs, der gewerbsmässig viel unterwegs ist, aber nie sehr weit am Stück. Der hat wegen seinem Firmenwagen nach nem Hybriden gefragt und achtung!
Kannste knicken. Er bräucht ja ne Ladestation zuhause, wenn die Firma das Ding dahin stellt, würde es somit zu nem Teil seines Arbeitsplatzes werden, ausserdem kann nicht sichergestellt werden, dass er den Strom nicht für private Zwecke nutzt oder gar, um noch ne andere Kiste aufzuladen.
Also, völlig unmöglich.

Wenn er ne Ladestation will, dann einfach als Sonderzubehör mitleasen und den Strom abrechnen. Dazu braucht es halt nen Zähler. Is nix anderes wie tanken und Beleg in die Firma bringen. Is kein Problem für das FA. Ich mach das so. :Blumen:

EDIT: Evtl. kann die Ladestation sowas auch ausdrucken.

Helmut S 12.06.2019 11:52

Es hat ne Wasserstofftankstelle in Norwegen zerlegt: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1271980.html

Und Audi ruft lieber mal die e-Trons zurück, bevor zu einem "thermischen Ereignis" :Lachanfall: kommt: [https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1271779.html

:Blumen:

Mauna Kea 12.06.2019 12:05

Benziner steckt Parkhaus in Brand. 1400 Autos brennen mit ab
https://www.bild.de/news/ausland/liv...2306.bild.html

ricofino 12.06.2019 12:06

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1457420)
Es hat ne Wasserstofftankstelle in Norwegen zerlegt: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1271980.html

Und Audi ruft lieber mal die e-Trons zurück, bevor zu einem "thermischen Ereignis" :Lachanfall: kommt: [https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1271779.html

:Blumen:

Wieso Lachanfall? Ist doch nichts ungewöhnliches (eher Normalität) das die Automobilhersteller Fahrzeuge zurückrufen oder im Zuge eine Inspektion nachbessern!

Mauna Kea 12.06.2019 12:07

Zitat:

Bei dem Vorfall an einer Wasserstofftankestelle in Norwegen ist ein Wasserstofftank explodiert.
Neben Toyota hat auch Hyundai den Verkauf von Wasserstoffautos zunächst eingestellt. Wasserstoffautos in Norwegen (es sollen aktuell 160 sein) können zunächst nicht mehr tanken.
Das ist natürlich blöd.
Selbst wenn alle Ladesäulen ausfallen würden, könnte ich immerhin noch zu Hause laden. (Aber das möchte natürlich die Industrie vermeiden ;) )

Mauna Kea 12.06.2019 12:08

Zitat:

Zitat von ricofino (Beitrag 1457425)
Wieso Lachanfall? Ist doch nichts ungewöhnliches (eher Normalität) das die Automobilhersteller Fahrzeuge zurückrufen oder im Zuge eine Inspektion nachbessern!

Stell dir mal vor, das wäre Tesla passiert ..... Die Pressewelt würde sicherlich zusammenstürzen und Bild die ganz großen Buchstaben rausholen.

ricofino 12.06.2019 12:17

Das ist Tesla schon öfter passiert und die großen Buchstaben hielten sich im Rahmen.

Helmut S 12.06.2019 12:22

Zitat:

Zitat von ricofino (Beitrag 1457425)
Wieso Lachanfall?

Ja, wegen des Wordings. "thermisches Ereignis" ist doch wirklich witzig. Bei uns in Niederbayern sagt man "Brand" und redet nicht so geschwollen daher. :Cheese:

Helmut S 12.06.2019 12:28

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1457427)
Stell dir mal vor, das wäre Tesla passiert .....

Ähhhmmm ... Tesla hat doch recht regelmäßig Qualitätsprobleme. Seit es die Kiste gibt is immer irgendwas. Mal sind die Abstände kürzer, mal länger. Mal ist es die ausgelieferte Flotte, mal die Neuentwicklungen, mal die Produktion, mal haben sie die Lieferanten nicht im Griff. Amis halt. So gesehen nix Ungewöhnliches. :Cheese:

ricofino 12.06.2019 12:31

https://www.adac.de/infotestrat/repa...er=&Modell e=

...hier kann man die Rückrufaktionen einsehen.
Es gibt wohl keinen Hersteller der nicht in der Liste ist.

Helmut S 12.06.2019 12:40

Zitat:

Zitat von ricofino (Beitrag 1457441)
...hier kann man die Rückrufaktionen einsehen.
Es gibt wohl keinen Hersteller der nicht in der Liste ist.

Das stimmt. Voraussetzung für nen Rückruf ist allerdings, dass man erstmal Autos raus kriegt. Und dann is da ja noch die Badewannenkurve. Tesla hat ja bildlich gesprochen noch nicht mal genug Wasser für n Waschbecken :Cheese:

chris.fall 12.06.2019 13:12

Moin,

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1456965)
Die zeit das zu lesen und auch mal die links anzuklicken sollte man sich nehmen.

https://graslutscher.de/wie-eine-ard...M71L7GFg_mvxiM

ich habe mir die Zeit genommen, und es hat sich gelohnt. :Blumen:

Die Aussage

"(...) Ein Elektroauto sei ja gut für die Umwelt. Nein, das ist es natürlich nicht. Generell sind Produktion und Entsorgung großer, schwerer Maschinen aus Metall und Verbundstoffen für den Privatgebrauch extrem selten gut für die Umwelt, das gilt sowohl für Benzinautos als auch für Elektroautos, (...)"

kann ich so mit unterschreiben.

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1457424)
Benziner steckt Parkhaus in Brand. 1400 Autos brennen mit ab
https://www.bild.de/news/ausland/liv...2306.bild.html

Das ist doch (für uns beide, wenn auch aus verschiedenen Gründen) eigentlich eine gute Nachricht :Cheese:

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1457427)
Stell dir mal vor, das wäre Tesla passiert ..... Die Pressewelt würde sicherlich zusammenstürzen und Bild die ganz großen Buchstaben rausholen.

Nunja, wer einstecken will, der muss auch austeilen können:

* Klick *
* Klack *

Viele Grüße,

Christian

Mauna Kea 12.06.2019 13:19

Übrigens hat irgendwo im Netz mal einer den CO2 Ausstoß für Radfahrer berechnet. Das war gerade für Sportradfahrer nicht der Burner.
Find ich aber jetzt nicht.
Vor allem wenn man die verlorengegangene Energie mit Rindfleisch auffüllte.

Nobodyknows 12.06.2019 13:30

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1457426)
Das ist natürlich blöd.
Selbst wenn alle Ladesäulen ausfallen würden, könnte ich immerhin noch zu Hause laden. (Aber das möchte natürlich die Industrie vermeiden ;) )

Das ist ja ein cleverer Trick. Das erklärt den kometenhaften Aufstieg von Tesla in Deutschland.

Im Mai 2019 wurden wegen der überragenden Option daheim zu tanken in Deutschland laut KBA 433 Tesla zugelassen. Im gleichen Zeitraum wurden nur lächerliche 60.906 VW, 26.995 BMW, 29.793 Mercedes und 25.810 Audi zugelassen.

Die deutsche Automobilindustrie zittert vor Tesla.
Was fährst Du momentan für ein Auto?

Gruß
N. :Huhu:

chris.fall 12.06.2019 14:52

Moin,

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1457454)
Übrigens hat irgendwo im Netz mal einer den CO2 Ausstoß für Radfahrer berechnet. Das war gerade für Sportradfahrer nicht der Burner.
Find ich aber jetzt nicht.
Vor allem wenn man die verlorengegangene Energie mit Rindfleisch auffüllte.

wenn ich mich richtig an die (damals für mich) langweiligen Biostunden erinnere, wird doch aber sämtliches CO2, das ich erzeuge, vorher durch die Photosynthese aus der Atmosphäre gezogen.


Ich denke, dass man das CO2, das bei der Produktion von Fahrrädern anfällt, im Vergleich zum Auto getrost vernachlässigen kann.

Die Rindfleischproduktion erzeugt allerdings auch Methan, das ebenfalls als klimaschädlich gilt.


Viele Grüße,

Christian

Greyhound 12.06.2019 18:55

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1457436)
Ja, wegen des Wordings. "thermisches Ereignis" ist doch wirklich witzig. Bei uns in Niederbayern sagt man "Brand" und redet nicht so geschwollen daher. :Cheese:

Es heißt nun mal thermal runaway oder in deutsch thermisches Durchgehen. Das hat auch nichts mit brennen zu tun. Das ist ein chemische exotherme Reaktion.

Eigentlich sind alle Zellen auf Hazard Level 3 oder maximal 4 ausgelegt (http://www.basytec.de/Literatur/2010...eit_Testen.pdf). Per Definition darf es da nicht brennen, sonst ist es Hazard Level 5. Ich kenne keinen OEM bei dem Hazard Level 5 zulässig ist.

Das ist eher ein Zeichen dafür, dass das Thermomanagement oder die Zellen Probleme haben.

Helmut S 13.06.2019 10:16

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1457521)
Per Definition darf es da nicht brennen, sonst ist es Hazard Level 5.

:Cheese: Dann lass mich meine Aussage so formulieren: Wir in Niederbayern sagen zu "thermal runaway hazard level 5" schlicht: Die Dreckskiste brennt. :Lachanfall:

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1457521)
Ich kenne keinen OEM bei dem Hazard Level 5 zulässig ist.

Scheinbar ist das dem Feuer zumindest bei den Teslas egal ob es zulässig ist oder nicht :Lachanfall: :Blumen:

Bleierpel 19.06.2019 17:15

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Dieselaggregat lädt E-Auto...

Genau mein Humor :Lachanfall:

JENS-KLEVE 29.07.2019 08:20

Da ich mir grundsätzlich keine Neuwagen leisten kann, fällt das Thema Elektro dann wohl doch für mich raus.

Der Gebrauchtmarkt ist kaputt bevor er angefangen hat.

https://www.focus.de/auto/elektroaut...EIjmkT9tKaB_8c

Hafu 29.07.2019 11:03

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1467266)
Da ich mir grundsätzlich keine Neuwagen leisten kann, fällt das Thema Elektro dann wohl doch für mich raus.

Der Gebrauchtmarkt ist kaputt bevor er angefangen hat.

https://www.focus.de/auto/elektroaut...EIjmkT9tKaB_8c

Kommt darauf an, ob du nur die Überschrift und den ersten Absatz liest, oder den ganzen von dir verlinkten Artiel liest

Zitat:

Beim neuen Elektro-Smart gibt es das nicht mehr:...gilt die Absicherung der Batterie für acht Jahre oder 100.000 Kilometer, je nachdem was zuerst eintritt)", so Daimler. Im Vergleich zu einem Benziner-Fahrzeug sind Elektro-Kunden damit erst einmal sogar besser gestellt: Statt der üblichen Zweijahres-Garantie gibt es auf das wichtigste Bauteil, eben die Batterie, ganze acht Jahre. Auch die 100.000 Kilometer sind als Laufleistung für ein Stadtfahrzeug halbwegs realistisch.

Vor vier bis fünf Jahren wurden hier in Deutschland ja noch weniger Elektro-Autos verkauft, als heute (wo der E-Auto-Anteil ja immer noch verschwindend gering im Vergleich zu anderen Ländern ist), so dass es sowieso kaum gebrauchte ältere Smarts gibt. Tesla war auch vor fünf Jahren schon Marktführer und scheint das Problem defekter Akkus weniger bis nicht zu haben, so dass die Überschrift und der erste Absatz des Artikels ein Problem beleuchtet, das so eigentlich gar nicht existiert.

Russischer Bär 29.07.2019 11:16

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1467336)
...... so dass die Überschrift und der erste Absatz des Artikels ein Problem beleuchtet, das so eigentlich gar nicht existiert.


Sorry und ein dickes Hääh?! Natürlich hat der erste Kunde mehr Sicherheit für die ersten acht Jahre. Aber kaufe ich mir für 20 Riesen oder mehr ein Auto, so sollte eingeplant sein, dass sein Wiederverkaufswert nach 8 Jahren nicht gleich 0 ist. Eine neue Batterie ist für Gebrauchtkäufer in dem Segment unerschwinglich und es wird folglich keiner machen. Also gehen die Gebrauchtpreise stark herunter, was indirekt auch die Erstkunden betrifft, da diese den höheren Verlust wohl mit kalkulieren müssen. Es sei denn sie schwimmen in Geld.

Das alles ist aber für diejenigen vorauszusehen, die mal ein wenig von Liion-technik gehört haben. Die 8 Jahre beschreiben so ziemlich zuverlässig die derzeitige Lebensdauer der Batterien.

Das alles wird nicht in der CO2 Berechniung mit reingenommen. Ich habe jedenfalls gelernt Sachen aufzubrauchen und nicht direkt wegzuschmeißen. Mein 1,9L Tdi mit DPF leistet mir noch sehr sehr treue Dienste bei geringem Verbrauch und es macht echt mal überhaupt keinen Sinn diesen zu verschrotten.

dasgehtschneller 29.07.2019 12:13

Der Fall mit dem Smart und seinem extrem teuren Ersatzakku ist natürlich ein Negativbeispiel erster Güte. Aber schau dir mal den Gebrauchtmarkt an und versuche ein gebrauchtes Elektroauto zu einem vernünftigen Preis zu kriegen.

Du wirst staunen was für 5-6 Jahre alte Teslas noch für Preise aufgerufen werden und die ersten 1-3 Jahre kriegt man die neueren Modelle aller Marken kaum unter dem Listenpreis da diese sofort verfügbar sind während man bei Neubestellung oft ein halbes bis ganzes Jahr warten muss.

Aktuell bieten eigentlich alle Marken 8 Jahre und 160'000km Garantie und gehe davon aus dass diese nicht so knapp kalkuliert sind dass die Akkus dann 2 Monate später hinüber sind denn das wäre zu gefährlich sich viel zu viele Garantiefälle einzuhandeln.


Im Moment ist der Markt für Ersatzakkus vermutlich noch zu klein aber ich gehe davon aus dass es in Zukunft auch Ersatzakkus oder Reparatur Services von Fremdherstellern geben wird wenn der Hersteller meint er müsse es mit den Preisen für die Reparaturen übertreiben.
Auch Verbrenner, vor allem in den kleineren Klassen, werden heute leider nicht mehr für die Ewigkeit gebaut.

Hafu 29.07.2019 12:57

Zitat:

Zitat von Russischer Bär (Beitrag 1467342)
Sorry und ein dickes Hääh?! Natürlich hat der erste Kunde mehr Sicherheit für die ersten acht Jahre. Aber kaufe ich mir für 20 Riesen oder mehr ein Auto, so sollte eingeplant sein, dass sein Wiederverkaufswert nach 8 Jahren nicht gleich 0 ist. ...Mein 1,9L Tdi mit DPF leistet mir noch sehr sehr treue Dienste bei geringem Verbrauch und es macht echt mal überhaupt keinen Sinn diesen zu verschrotten.

Natürlich macht es ökologisch keinen Sinn, ein Fahrzeug mit akzeptabel niedrigem Verbrauch, das noch funktioniert, jetzt weg zu schmeißen.

Wir fahren auch aktuell einen TDI, der jetzt nach 13 Jahren 230000 km abgeleistet hat. Wenn aber in den nächsten Jahren eine Neuanschaffung ansteht, werde ich mir sehr genau überlegen, ob dann ein Verbrennungsmotor als Neuanschaffung noch zeitgemäß ist. Und ich vermute, dass der Wertverlust von Autos mit Verbrennungsmotoren innerhalb von 8 Jahren in Zukunft noch weitaus größer sein wird, als von Elektro-Autos.

JENS-KLEVE 29.07.2019 13:06

Ich habe den ganzen Artikel gelesen. Sonst hätte ich ihn nicht verlinkt. Ein Neufahrzeug ist mir zu teuer und Perlen vor die Säue. Ein Gebrauchter mit Wirtschaftlichen Totalschaden nützt mir aber auch nichts. Meine letzten 3 Audi A6 hätten auch nicht nach 150.000km einen Motorschaden. Im Gegenteil: Sogar ich konnte sie noch nach 250.000km verkaufen.

sybenwurz 29.07.2019 14:16

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1467371)
Aktuell bieten eigentlich alle Marken 8 Jahre und 160'000km Garantie und gehe davon aus dass diese nicht so knapp kalkuliert sind ...

Ich schon. Ist genauso Spitze auf Knopf genäht wie beim Verbrenner die Haltbarkeit der meisten Teile bei ner errechneten Verbleibdauer beim Erstbesitzer von 3,?(wieviel warens, 7?) Jahren bzw. ner Leasingdauer.
Wer danach die Karre kauft, geht ja im Allgemeinen davon aus, dass schonmal was kaputtgehen kann...

Der weitere Punkt ist ja, ob die Garantie generell gilt oder nur fürn Erstbesitzer und an welche Vorgaben sie darüber hinaus geknüpft ist.

Hafu 29.07.2019 16:49

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1467389)
...

Glücklich ist, wer jetzt gerade kein Auto kaufen muss, weil es das alte noch tut, oder wer bei einer Neuanschaffung mit einem älteren Gebrauchtwagen zufrieden ist (gebruachte Diesel sind seit letztem Jahr ziemlich günstig), bei dem er nicht großartig auf den Restwert nach einigen Jahren Nutzung schauen muss.

Wer aber sich jetzt gerade was Neues kaufen will und nach vier bis fünf Jahren Nutzung noch einen vernünftigen Gebrauchtpreis erzielen will, hat meines Erachtens nach ein echtes Problem. Selbst wüsste ich nicht, was -Stand heute- wirklich alltagstauglich und zukunftssicher ist.

Mauna Kea 29.07.2019 17:17

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1467440)
Glücklich ist, wer jetzt gerade kein Auto kaufen muss, weil es das alte noch tut, oder wer bei einer Neuanschaffung mit einem älteren Gebrauchtwagen zufrieden ist (gebruachte Diesel sind seit letztem Jahr ziemlich günstig), bei dem er nicht großartig auf den Restwert nach einigen Jahren Nutzung schauen muss.

Wer aber sich jetzt gerade was Neues kaufen will und nach vier bis fünf Jahren Nutzung noch einen vernünftigen Gebrauchtpreis erzielen will, hat meines Erachtens nach ein echtes Problem. Selbst wüsste ich nicht, was -Stand heute- wirklich alltagstauglich und zukunftssicher ist.

Das hast du gut erkannt.

Im übrigen hat dieser bericht über den smart akku ja erreicht was er sollte: leute vom kauf abhalten.
Unglaublich was da für ein mist geschrieben wird und meinung gemacht wird. Aber nächstes jahr, wenn vw dann endlich mal mit kaufbaren eautos kommt, dann ist plötzlich alles ganz anders. Oh wunder.

Es wird ja jetzt erstmal die verbrennerfraktion teurer gemacht mit ökosteuern. Die wirtschaftlichkeitsrechnung wird sich jetzt ziemlich schnell verschieben.
Wenn daimler keine akkus herstellen kann, darf man das doch nicht auf alle hersteller verallgemeinern. Ausserdem ist nicht bekannt, wie der besitzer mit dem akku umgegangen ist. Es gibt sichere methoden so einen akku zuverlässig schnell zu killen.

Ausserdem braucht man nur mal in ein audiforum schaun, was da so alles an den verbrennern kaputt geht.

Greyhound 29.07.2019 18:52

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1467401)
Ich schon. Ist genauso Spitze auf Knopf genäht wie beim Verbrenner die Haltbarkeit der meisten Teile bei ner errechneten Verbleibdauer beim Erstbesitzer von 3,?(wieviel warens, 7?) Jahren bzw. ner Leasingdauer.
Wer danach die Karre kauft, geht ja im Allgemeinen davon aus, dass schonmal was kaputtgehen kann...

Was kaputt gehen kann immer. Allerdings bezieht sich die Garantie für die Batterie meist auf die garantierte Kapazität, da die Kunden wegen Handys- und Laptopbatterien schlechte Erfahrungen haben. Es kann also sein, dass die Batterie nach 8 Jahren nicht mehr 100%, sondern nur noch 75% Kapazität hat.

TriVet 29.07.2019 19:40

Klimavergleich
Wann die Brennstoffzelle das Batterieauto schlägt
Autos, die von einer Brennstoffzelle oder einer Batterie angetrieben werden, stoßen im Betrieb kein CO2 aus. Emissionsfrei sind sie aber nicht. Welche Technologie besser fürs Klima ist, zeigt nun eine Studie.

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1276800.html

glaurung 29.07.2019 21:08

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1467484)
Klimavergleich
Wann die Brennstoffzelle das Batterieauto schlägt
Autos, die von einer Brennstoffzelle oder einer Batterie angetrieben werden, stoßen im Betrieb kein CO2 aus. Emissionsfrei sind sie aber nicht. Welche Technologie besser fürs Klima ist, zeigt nun eine Studie.

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1276800.html

Gib Dir keine Mühe. Dir wird mit Sicherheit von allen Seiten gleich um die Ohren gehauen werden, dass die Studie von der H2-"Lobby" beauftragt wurde. :Cheese:
Stimmt ja prinzipiell auch. Trotzdem dürfte das Fraunhofer Institut nicht unbedingt eine Adresse sein, die völlig leicht zu "kaufen" ist.

Dem Wasserstoff gehört die Zukunft. Vielleicht nicht sofort im PKW-Sektor in den nächsten 5 Jahren. Wasserstoff ist aber überall zu gebrauchen. Und an allen Ecken und Enden spriessen die Projekte aus dem Boden. Er kann überall Anwendung finden, was die breite Öffentlichkeit langsam auch endlich schnallt. Siemens ist ja nun auch mit von der Partie...
Mittelfristig wird H2 eine derart breite Anwendung finden, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis kein Mensch mehr eine Batterie in einen größeren PKW einbaut (in sehr kleinen Vehikeln macht sie evtl. Sinn, das bestreite ich ja gar nicht).
Bedingungslosen Befürwortern von Batterie-KFZ unterstelle ich aber eine absolute Kurzzeitdenke.

Und während man hier langsam über Batterie-KFZ spricht und die Chinesen irgendwann technologisch einholen will, rüsten die schon längst massiv auf Wasserstoff um. Den VW Chef kann man nur belächeln.

Ich wiederhole mich gebetsmühlenartig: Man muss nur einmal pro Tag nach Wasserstoff googlen und jeweils die neuesten tagesaktuellen Meldungen lesen, dann begreift man relativ schnell, dass das Thema H2 nach mehrfachen Anläufen in den letzten Jahrzehnten diesmal mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kein Rohrkrepierer mehr sein wird. Die Rahmenbedingungen sind nun einfach völlig andere.
Es geht hier schlicht und einfach bei Weitem nicht nur um Mobilität. Man kann mit Erneuerbaren Energien und H2 unsere komplette Energiewirtschaft umkrempeln. Und das wird sehr wahrscheinlich passieren. Mit Erneuerbaren Energien und Lithium-Ionen Akkus halte ich das eher für unwahrscheinlich. :Cheese:

Die Energiewende dürfte der nächste Kondratjew-Zyklus werden. Und innerhalb von diesem sehe ich für H2 eine weitaus größere Rolle als für Lithium-Ionen Akkus. :Cheese:
Daran wird auch der immer wieder betonte hohe Wirkungsgrad von e-Autos nichts ändern.

Ich für meinen Teil brauche jetzt erstmal wieder meinen 4 Jahre alten Passat Diesel auf (der hat 190 PS, ist saupraktisch, groß und ich fahre ihn sparsam mit knapp 4,5 L auf 100km) und fahre ihn hoffentlich noch gut 10 Jahre. Bis dahin ist das H2-Auto sicher mindestens auf gleicher Höhe wie der e-Hobel. Sollte es dennoch anders eintreffen, fresse ich gleich zwei Besen.

Hafu 29.07.2019 21:33

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1467515)
... Und innerhalb von diesem sehe ich für H2 eine weitaus größere Rolle als für Lithium-Ionen Akkus. :Cheese:
Daran wird auch der immer wieder betonte hohe Wirkungsgrad von e-Autos nichts ändern.
....

Du feierst eine Auftrags-Studie eines H2-Unternehmens, die Wasserstoffantrieb und Batterieelektrische Antriebe ökologisch etwa gleichauf sieht, bist aber erstaunlich vorgefasst in deiner Meinung.

Die Kernaussage der Studie ist doch eigentlich folgende:

Zitat:

Zitat von Fraunhofer-Institut
im Auftrag des Wasserstoff-Infrastrukturunternehmens H2 Mobility mit denen eines Batteriefahrzeugs und auch denen eines Diesel-Pkw verglichen. Die Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, zeigt vor allem eines: Wasserstoff ist nicht besser als die Batterie - aber beide sind klimafreundlicher als der Diesel.

Da die Studie auf die Klimafreundlichkeit dreier Technologien abzielt, ist die Aussage meiner Meinung nach korrekt. Zwischen "nicht besser sein als Batterie" und dem was du dem Wasserstoff als Zukunftstechnologie zuschreibst ist schon noch ein wesentlicher Unterschied.

Wo ich das große Problem für den Wasserstoff sehe, ist bei dessen technischer Komplexität und der erforderlichen Infrastruktur. Wasserstofftankstellen sind deutlich teurer als Ladesäulen und aufwendiger zu bauen und zu warten und die Brennstoffzellen selbst funktionieren halt auch nach jahrzehntelanger Forschung in PKWs immer noch nicht so zuverlässig wie es Elektromotoren und Batterien mittlerweile tun und nach wie vor sind die wenigen Brennstoffzellenautos entweder viel zu teuer oder werden subventioniert bzw. in Leasingmodellen in den Markt gedrückt.

Kann sein, dass diese geschilderten Problem in Zukunft noch gelöst werden, aber ich frage mich wie du dir da so sicher sein kannst und einem Konzern wie VW, bei dem zigtausend Ingenieure arbeiten, und der sich bestimmt ein paar Gedanken zur Zukunft des Wasserstoffs gemacht hat, komplett die technologische Kompetenz absprechen kannst.

Wie du sicher weißt, explodierte vpr einigen Wochen eine Wasserstofftankstelle in Norwegen und danach wurden gleich mall alle Tankstellen dieser Bauart sowohl in Norwegen als auch in Deutschland für mehrere Wochen geschlossen. Toyota und Hyunday leifern seitdem keine Wasserstoffautos in Norwegen mehr aus.

Man hat zwar mittlerweile die Ursache der Explosion gefunden (menschliches Versagen) und die Sicherheitsanforderungen für Wasserstofftankstellen nochmal verschärft, aber Menschen machen nunmal Fehler und im Umgang mit herkömmlichen Treibstoffen oder mit Batterien wirken sich menschliche Fehler nunmal nicht so gravierend aus wie im Umgang mit dem hochexplosiven Wasserstoff.

Wenn in den nächsten jahren noch zwei oder drei weitere Tankstellen explodieren, womöglich sogar irgendwann Menschen Schaden nehmen sollten, wird die Wasserstofftechnologie ihre gesellschaftliche Akzeptanz vollends verlieren, so wie Wasserstoff nach einem einzigen tragischen Unfall vor 80 Jahren aus der Luftschiffahrt bis zum heutigen Tag komplett verbannt wurde.


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