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Greyhound 06.02.2020 00:00

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1509501)
Sorry, war McKinsey & Co.

https://hydrogencouncil.com/en/cost-...-announcement/

Zur einen Hälfte sicher interessengetrieben, aber McKinsey wird sich doch hoffentlich nicht komplett gekauft haben lassen...

Solche tollen Hochrechnungen hat doch jede Firma um ihren eigenen Business case schön zu rechnen.
Zufälligerweise entwickle ich in meiner Firma auch genau das, was nach unseren Hochrechnungen am aussichtsreichsten ist... wer hätte das Gedacht.

Ich würde solche Studien immer stark anzweifeln. Was weiß McKinsey, was andere nicht wissen?

Hafu 06.02.2020 06:14

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1509501)
Sorry, war McKinsey & Co.

https://hydrogencouncil.com/en/cost-...-announcement/

Zur einen Hälfte sicher interessengetrieben, aber McKinsey wird sich doch hoffentlich nicht komplett gekauft haben lassen...
...

Zitat:

...Up to 50% cost reduction appears achievable within this decade
50% Kostenreduktion innerhalb einer Dekade, also 10 Jahren halte ich beim aktuellen hohen Preis der Wasserstoff-Infrastruktur, der Wasserstoffproduktion sowie der Brennstoffzellen durchaus für realistisch.

Aber es ist viel zu wenig, als dass Wasserstoff dadurch konkurrenzfähig gegen batteriegetriebene Elektromobilität und deren Skalierungseffekte werden könnte. Der Preis für Batteriespeicher hat sich in den letzten 10 Jahren um sagenhafte 90% reduziert. Und zwar linear, ohne dass eine asymptotische Annäherung an einen Grenzwert bislang zu erkennen gewesen wäre.
Und diese Skalierungseffekte werden anhalten, wenn nicht sogar noch an Dynamik gewinnen, nachdem der weltgrößte Autohersteller VW seit diesem Jahr voll auf Elektromobilität setzt.
Tesla baut weltweit Batteriegigafactorys (nicht nur für ihre Autos, sondern auch für den Wachstumsmarkt Powerwalls für Privatleute und Kraftwerke), VW lässt neue Produktionsstätten für Batterien in gigantischem Maßstab hochziehen.

Die Batteriefabriken arbeiten seit Jahren auf Hochdruck und viele weitere Fertigungswerke sind in Bau. Ich keine keine einzige großtechnische Anlage zur Produktion von Wasserstoff aus Strom mittels Elektrolyse derzeit in Gebrauch und auch nirgends in Planung. Überall dort, wo Wasserstoff derzeit genutzt wird, wird er allein aus fossilen Energieträgern, in der Regel Erdgas, hergestellt. Das ist im Hinblick auf den Klimawandel eine Sackgasse und zeigt, wieviel Rückstand die Wasserstoffinfrastruktur im Vergleich zu anderen, schon heute marktreifen EEG-Technologien auch heute noch hat.

Klugschnacker 06.02.2020 09:27

Der Wirkungsgrad von Wasserstoff-Brennzellen ist doch viel zu schlecht, wenn man die Verluste bei der Herstellung des Wasserstoffs mit einrechnet. Um ein Auto damit 1 Kilometer weit fahren zu lassen, wird zweieinhalb mal so viel Energie benötigt, wie bei einem Auto mit Batterie.

Elektrische Autos machen für das Klima erst dann Sinn, wenn der Strom emissionsfrei erzeugt wird. Von dieser Sorte Strom haben wir aber auf absehbare Zeit nicht so viel, als dass uns eine Verschlechterung des Wirkungsgrades um den Faktor 2,5 egal sein könnte.

Körbel 06.02.2020 10:53

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1509557)
Elektrische Autos machen für das Klima erst dann Sinn, wenn der Strom emissionsfrei erzeugt wird.

Das ist natürlich die Voraussetzung.

Deswegen plädiere ich ja gerade, das Menschen die eine private Photovoltaik-Anlage besitzen, sich auf jeden Fall einen Stromer zulegen.

Man kann natürlich auch zu einem Ökostromanbieter wechseln, was ja so oder so auch Sinn macht.

Ich habe beides, Ökostrom zu 100% und eine PA.

glaurung 06.02.2020 16:59

Noch'n kleiner leicht verdaulicher Link:

https://mobile.twitter.com/ZDFheute/...94414174031872

TriVet 06.02.2020 17:03

nzz: Der Chef von Bosch sieht die Brennstoffzelle bei Lkws kommen. und hält den Zenit der Automobilproduktion evtl schon überschritten ...

glaurung 06.02.2020 17:11

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1509519)
Und diese Skalierungseffekte werden anhalten, wenn nicht sogar noch an Dynamik gewinnen, nachdem der weltgrößte Autohersteller VW seit diesem Jahr voll auf Elektromobilität setzt.
Tesla baut weltweit Batteriegigafactorys (nicht nur für ihre Autos, sondern auch für den Wachstumsmarkt Powerwalls für Privatleute und Kraftwerke), VW lässt neue Produktionsstätten für Batterien in gigantischem Maßstab hochziehen.
.

VW ist kein Maßstab mehr.
Alle anderen deutschen Autobauer sind weitaus technologieoffener. VW wird kurz- bis mittelfristig massive Probleme kriegen wegen seiner Only-Akku-Einstellung.

Ich bin dafür, in 3 Jahren ein Forumstreffen zu dem Thema Elektromobilität zu organisieren.
Wagnerli und ich organisieren das. :Cheese: Ist doch OK für Dich, Wagnerli, oder? ;)

LidlRacer 06.02.2020 17:51

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1509629)
Noch'n kleiner leicht verdaulicher Link:

https://mobile.twitter.com/ZDFheute/...94414174031872

In den Kommentaren dazu ist ein schönes Bild, das den riesigen Wirkungsgradunterschied erklärt:
https://mobile.twitter.com/Fischwaff...34417293938688


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