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LidlRacer 19.10.2020 22:32

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1559160)
Ich bin (sowohl durch die Erfahrungen mit Borreliose-Patienten und mit behinderten Kindern) der Ansicht, daß natürlich auch eine Verhinderung von Krankheiten anzustreben ist - daß dies aber immer nur begrenzt möglich und daher als alleiniges Ziel zu wenig ist, um vielen helfen zu können. Ich akzeptiere, daß Krankheiten oft nicht verhinderbar sind, und halte die Hilfe für Betroffene und das Lernen, mit Krankheit und Behinderung zu leben, und ein erfülltes Leben zu finden, das Beste aus den jeweiligen Umständen zu machen, jenseits des reinen Überlebens, für das wichtigere, da direkt umsetzbare Ziel. Vielleicht komm daher auch meine Haltung, daß Corona nach meinem Verständnis zwar eine der unschönen Krankheiten sein kann, aber als individuelles oder auch gesellschaftliches Risiko noch lange kein Grund ist, zu viel vom normalen Leben aufzugeben, da Leben eben viel mehr ist, als Überleben.

Ein aktueller Welt+ Artikel (leider hinter Bezahlschranke) drückt es recht gut aus:

Ich verstehe nicht, warum Du nach unserer monatelangen Diskussion immer noch in dieser Denkweise gefangen bist. Ok, damit bist Du bei weitem nicht allein. Dennoch ist der postulierte Gegensatz, es könne nur effektive Infektionsbekämpfung ODER ein gutes Leben geben, völlig absurd.

Ein gutes Leben gibt es nur, WENN wir effektive Infektionsbekämpfung betreiben.
Das wird jetzt leider noch mal schwierig, da wir es versaut haben, nachdem wir auf ausreichend niedrigem Infektionsniveau angekommen waren.
Aber das können wir noch mal schaffen und es dann besser machen. Ich glaube, ich wiederhole mich gerade mal wieder.

Vielleicht glaubst Du dem eben schon genannten Prof. Meyer-Hermann mehr als mir. Der hat das so ähnlich Ende April - also deutlich bevor wir richtig niedrige Level erreicht haben, beim Lanz erklärt:
https://youtu.be/ESgJ78lNx8c?t=220

qbz 19.10.2020 22:57

Hier noch mal ein Bericht der Berliner Abendschau über die Situation der Berliner Gesundheitsämter und ein Interview mit dem leitenden Amtsarzt aus Berlin-Reinickendorf, der den Strategiewechsel von der Infektionsnachverfolgung zum Schutz der vulnerablen Personen durch die Ämter begründet. Die Ämter rechnen mit weiter steigenden Infektionszahlen.

Das Gegenteil davon hat gerade der Landkreis Bertechsgaden angeordnet, einen befristeten Lockdown. Was bringt der Lockdown dort, wenn dann im Winter die Berliner zum Skilaufen kommen? Die Kinder in Berchtesgaden haben Ferien und können jetzt schon Skilaufen. :Cheese:

Hafu 19.10.2020 23:18

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1559170)
... Die Kinder in Berchtesgaden haben Ferien und können jetzt schon Skilaufen. :Cheese:

Lustig.

keko# 19.10.2020 23:18

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1559170)
..
Das Gegenteil davon hat gerade der Landkreis Bertechsgaden angeordnet, einen befristeten Lockdown. Was bringt der Lockdown dort, wenn dann im Winter die Berliner zum Skilaufen kommen? Die Kinder in Berchtesgaden haben Ferien und können jetzt schon Skilaufen. :Cheese:

Der Lockdown wird in anderen Städten/Regionen auch noch kommen. Die Strategie ist sehr einfach: gelingt die Nachverfolgung nicht, wird man eben die Zahl der Kontakte beschränken. Das bedeutet: Lockdown.
Ich habe das Gefühl, dass wir uns gerade direkt dahin bewegen. Mein Tipp: bundesweit im großen Umfang noch vor Weihnachten.

qbz 19.10.2020 23:21

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1559173)
Lustig.

Nein. Aber die Widersprüche im Vorgehen kann ich nur noch mit einem gewissen Humor betrachten, worauf sich der Smiley bezieht.

qbz 19.10.2020 23:28

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1559174)
Der Lockdown wird in anderen Städten/Regionen auch noch kommen. Die Strategie ist sehr einfach: gelingt die Nachverfolgung nicht, wird man eben die Zahl der Kontakte beschränken. Das bedeutet: Lockdown.
Ich habe das Gefühl, dass wir uns gerade direkt dahin bewegen. Mein Tipp: bundesweit im großen Umfang noch vor Weihnachten.

Berlin und auch Merkel schlossen Kita- und Schulschliessungen wie im Frühjahr definitiv aus. Söder bzw. der genannte Landkreis schliessen dort jetzt die Kita und Schulen, was ich okay finde, wenn andere auch so stringent vorgehen würden. Tun sie das nicht, macht das stringente Vorgehen bei wenigen Landkreisen wenig Sinn ohne Abschottung danach, weil das Virus zu weit gestreut ist.

Körbel 19.10.2020 23:38

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1558984)
Rechnest Du nicht auch damit, dass es in Frankreich bald viele Tote geben wird und findest Du nicht, dass die Bundeskanzlerin die deutsche Bevölkerung warnen sollte damit es in Deutschland nicht auch so kommt?

Als Selbstversorger auf einem grossen Grundstück kann man sich natürlich beruhigt zurücklehnen und Witze über eine Pandemie machen.

Warum sollte ich?
Was geht mich Frankreich an?
Ich denke die Deutschen wissen genau, was auf sie zukommen könnte.

Ob du es glaubst oder nicht, es sterben jeden Tag massig viele Menschen.
Jahrelang hat sich fast kein Mensch um Kinder geschert, die an Hunger elendig verreckt sind und jetzt auf einmal soll ich mich um dem tagtäglichen Tod von Menschen in Europa sorgen?
Das Europa, das jahrzehntelang weit über alle Verhältnisse, in Saus und Braus gelebt hat?
Das Europa, das jetzt ein klein wenig spürt, das Leben auch mal früher zu Ende gehen kann?
Das Europa, das ein klein wenig, das wieder zurück bekommt, was es ausgesendet hat?

Btw mache ich Witze?
Dann hast du mich nicht verstanden.

Klar ist immer Scheisse, wenn ein Eulenspiegel in Narrenkappe aufspringt und einem den Spiegel vors Gesicht hält und dabei fett und laut lacht.


Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1558995)
Ich verstehe gerade die Jugend nicht.

Da sieht man mal, du schaust halt nicht genau hin.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1559006)
Typischer Körbel: Hauptsache provozieren....

Na wenigstens Einer der es geschnallt hat.:Lachen2:

Provokation ist auch eine Art sich mit den Dingen des Lebens auseinander zu setzen.

keko# 19.10.2020 23:46

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1559176)
Berlin und auch Merkel schlossen Kita- und Schulschliessungen wie im Frühjahr aus. Söder bzw. der genannte Landkreis schliessen dort die Kita und Schulen, was ich okay finde, wenn andere auch so stringent vorgehen. Tun sie das nicht, macht das stringente Vorgehen bei wenigen Landkreisen wenig Sinn ohne Abschottung danach, weil das Virus zu weit gestreut ist.

Schulen und Kitas sind natürlich problematisch, weil Kinder i.d.R. Eltern haben, die im arbeitsfähigen Alter sind und entsprechend berufstätig. Und wenn die Wirtschaft wankt, dann geht es wirklich ans Eingemachte. Allerdings sind bei uns in der Umgebung schon wieder viele Schüler daheim (soweit ich mitbekommen habe hauptsächlich aus den oberen Klassen).
Nach ein paar lokalen Lockdowns ist das sowieso kein Aufreger mehr. Wir haben uns in den letzten Monaten ja schon an einiges gewöhnt.


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