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keko# 03.11.2022 19:26

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1689152)
Hinterher ist der Bauer immer schlauer...

Reden wir von Bauern? Ich dachte wir hätten hochrangige Virologen und entsprechende Institute.

waden 03.11.2022 20:02

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689151)
…Querdenker…

Es gab eine Zeit, da galt man als Querdenker, wenn man die Schließung der Kitas für unangemessen hielt.

LidlRacer 03.11.2022 21:35

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1689029)
Karl Lauterbach bezeichnet Kitaschließungen rückblickend als unnötig.
https://www.zeit.de/gesundheit/2022-...arl-lauterbach

Dazu hab ich mir jetzt seine exakte Äußerung angehört:
"... das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen, und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen."
https://www.youtube.com/watch?v=7lWf2MwQVlE&t=37s

Aufgrund der Einschränkungen bzgl. Umfang der Schließungen sowie des damals nicht vorhandenen heutigen Wissens, ist die verkürzte Überschrift sinnentstellend.

waden 03.11.2022 21:51

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689167)
Dazu hab ich mir jetzt seine exakte Äußerung angehört:
"... das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen, und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen."
https://www.youtube.com/watch?v=7lWf2MwQVlE&t=37s

Aufgrund der Einschränkungen bzgl. Umfang der Schließungen sowie des damals nicht vorhandenen heutigen Wissens, ist die verkürzte Überschrift sinnentstellend.

Nicht angemessen, nicht notwendig. Dein Fanatismus, KL zu verteidigen, ist bemerkenswert.

Mo77 03.11.2022 22:28

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689167)
Dazu hab ich mir jetzt seine exakte Äußerung angehört:
"... das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen, und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen."
https://www.youtube.com/watch?v=7lWf2MwQVlE&t=37s

Aufgrund der Einschränkungen bzgl. Umfang der Schließungen sowie des damals nicht vorhandenen heutigen Wissens, ist die verkürzte Überschrift sinnentstellend.

Das Wort Rückblickend impliziert nahezu, dass man aktuell neuen Kenntnisstand hat. (daher ist die Überschrift schon ok):Cheese:
Hatte man damals einfach das Wissen nicht? Auf welcher Grundlage hat man denn dann entschieden?
Halbwissen? Unwissenheit? Vermutungen? Angst?
Andere Länder haben ja anders entschieden obwohl sie das selbe wussten oder eben auch nicht?

LidlRacer 03.11.2022 23:08

Zitat:

Zitat von waden (Beitrag 1689171)
Nicht angemessen, nicht notwendig. Dein Fanatismus, KL zu verteidigen, ist bemerkenswert.

Ich verteidige ihn nicht.
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich beschissen, wie er in letzter Zeit nur noch tut, was die FDP ihm erlaubt, was dazu führt, dass er Corona mit all seinen Folgen nicht mehr ernsthaft bekämpft.

Schwarzfahrer 04.11.2022 09:27

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689179)
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich beschissen, wie er in letzter Zeit nur noch tut, was die FDP ihm erlaubt, was dazu führt, dass er Corona mit all seinen Folgen nicht mehr ernsthaft bekämpft.

Man kann es halt nicht allen Recht machen. Die FDP-Wähler finden es gleichzeitig ziemlich beschissen, daß der Buschmann in letzter Zeit allem nachgibt, was Lauterbach will. Nennt sich jeweils politischer Kompromiß, in Koalitionen (leider?) kaum vermeidbar.

Übrigens: Kennst Du ein Land, das Corona aktuell ernsthafter bekämpft als Deutschland (mal von China/Shanghai abgesehen)? Steht Deutschland aktuell bzgl. Corona wesentlich anders da, als Länder, die sich deutlich weniger Gedanken um vorgeschriebene Maßnahmen machen, und mehr der Eigenverantwortung der Leute überlassen?

anlot 04.11.2022 12:07

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1689208)
Man kann es halt nicht allen Recht machen. Die FDP-Wähler finden es gleichzeitig ziemlich beschissen, daß der Buschmann in letzter Zeit allem nachgibt, was Lauterbach will. Nennt sich jeweils politischer Kompromiß, in Koalitionen (leider?) kaum vermeidbar.

Übrigens: Kennst Du ein Land, das Corona aktuell ernsthafter bekämpft als Deutschland (mal von China/Shanghai abgesehen)? Steht Deutschland aktuell bzgl. Corona wesentlich anders da, als Länder, die sich deutlich weniger Gedanken um vorgeschriebene Maßnahmen machen, und mehr der Eigenverantwortung der Leute überlassen?

Die Antwort würde mich auch interessieren

Antracis 04.11.2022 12:37

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1689208)

Übrigens: Kennst Du ein Land, das Corona aktuell ernsthafter bekämpft als Deutschland (mal von China/Shanghai abgesehen)? Steht Deutschland aktuell bzgl. Corona wesentlich anders da, als Länder, die sich deutlich weniger Gedanken um vorgeschriebene Maßnahmen machen, und mehr der Eigenverantwortung der Leute überlassen?

Erlebst Du das aktuell wirklich als so großen Übergriff durch vorgeschrieben Maßnahmen ?

Den großen Teil der Bevölkerung betreffend ist das doch im Wesentlichen die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. ( Wird nach meinem Eindruck aktuell so noch zuu 50-60% eingehalten und nicht mehr kontrolliert, zumindest in der Berliner U-Bahn. Im ICE vielleicht strenger)

Dann gibt es noch die 5-10tägige Iso bei positivem Testergebnis. Ich habe da natürlich keinen repräsentativen Eindruck, aber die meisten Leute meiner Umgebung, die zuletzt an Covid-19 erkrankt waren, mich eingeschlossen, hatten einige Tage mittelschwere bis starke Erkältungssymptome und wären die Zeit eh zu Hause in ihrer Wohnung geblieben.

Bleibt Masken- und Testpflicht vor allem für Personal, Besucher und Bewohner/Patienten von medzinischen Eindrichtungen und ähnliches, wo eine Maskenpflicht gilt. Das sind aber differenzierte Risikobereiche, wobei ich da persönlich auch noch mal situativ stark unterscheiden würde zwischen beispielsweise einer betreuten Wohngemeinschaft und einer onkologischen Station in einem Krankenhaus.

Ich finde das aber insgesamt echt nicht viel als Einschränkung. Ich bin selbst leider persönlich relativ stark betroffen, weil ich halt im Krankenhaus viele Stunden FFP2-Maske tragen muss, was nervig ist und es meine Arbeit mit Patient*innen erschwert. Das isses dann aber auch. ICE-Fahrt mit FFP2 würde mich nerven, an dererseits würde ich bei einer meiner (seltenen) Bahnfahrten mittlerweile auch freiwillig FFP2 tragen, weil ich mir dort vermutlich jedes Jahr bisher die meisten meiner banalen Erlältungsinfekte geholt habe.

Ich empfinde das jetzt nicht als großen Eingriff in mein Leben. Für Bewohner von bestimmten Institutionen sieht das sicher anders aus, aber für den Großteil der Bevölkerung sehe ich wirklich de facto nur noch eine sehr geringe Beeinträchtigung durch geregelte Maßnahmen.

Ich würde aber auch die meisten Regeln aufheben.

Schwarzfahrer 04.11.2022 14:14

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689245)
Erlebst Du das aktuell wirklich als so großen Übergriff durch vorgeschrieben Maßnahmen ?

Wie stark man die vorgeschriebenen Maßnahmen als belastend empfindet, ist sicherlich subjektiv. Meine Frage zielt aber darauf hin, ob diese überhaupt einen nennenswerten Unterschied ausmachen. Falls dies nämlich nicht belegbar ist, sind auch wenig einschränkende Maßnahmen zu viel unnötige Einschränkung. Effekte im einstelligen Prozentbereich oder drunter rechtfertigen einfach keinen Zwang zu nicht gewollten Verhaltensweisen und Handlungen.
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689245)
Ich bin selbst leider persönlich relativ stark betroffen, weil ich halt im Krankenhaus viele Stunden FFP2-Maske tragen muss, was nervig ist und es meine Arbeit mit Patient*innen erschwert. Das isses dann aber auch.

Ich finde es als Patient extrem störend, weil man entweder stundenlang mit Maske warten muß, bis das Gesicht von Kondenswasser aufgedunsen ist, und weil man im Arztgespräch keine Mimik wahrnimmt, und so die Kommunikation stark eingeschränkt ist (ganz absurd unsinnig ist es beim Zahnarzt, wo ich auch ohne Wartezeit die 10 Meter bis zum Behandlungsstuhl Maske tragen soll, wo ich danach u.U. 20 Minuten mit weit offenem Mund da sitze). Das motiviert, Arztbesuche auf das absolut unvermeidbare Minimum zu begrenzen.
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689245)
ICE-Fahrt mit FFP2 würde mich nerven, andererseits würde ich bei einer meiner (seltenen) Bahnfahrten mittlerweile auch freiwillig FFP2 tragen, weil ich mir dort vermutlich jedes Jahr bisher die meisten meiner banalen Erkältungsinfekte geholt habe.

Mich persönlich trifft die Maskenpflicht in Bahnen nicht, da ich keine benutzen muß, kann immer auf Rad oder Auto ausweichen. Habe mir früher allerdings vor allem in Flugzeugen(an Flughäfen?) Infekte eingefangen, in Bahnen kaum.
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689245)
Für Bewohner von bestimmten Institutionen sieht das sicher anders aus

Allerdings. Mein Sohn, der in einer Küche mit anderen geistig Behinderten zusammen arbeitet, muß nicht nur täglich stundenlang in der Straßenbahn Maske tragen (fährt, wenn es geht deshalb lieber je eine Stunde Fahrrad zur Arbeit und zurück), sondern den ganzen Tag in der Arbeit auch noch, und muß dazu wöchentlich mehrmals das Nasenpuhlen über sich ergehen lassen (sogar auch wenn er sich mit Freunden über die Lebenshilfe organisiert zum Kegeln trifft). Das finde ich z.B. eine unverschämte Ungleichbehandlung von geistig Behinderten, die sich nicht selbst wehren können. Nicht-behinderte werden an vergleichbaren Arbeitsplätzen solchen Maßnahmen nicht ausgesetzt. Schutz von Vulnerablen darf nicht einfach darin bestehen, daß man vermeintlich Vulnerable (geistig Behinderte sind per se nicht anfälliger, als andere) zu Sachen zwingt, die ihnen nichts bringen aber belastend sind.

Und die unnötige Zwangs-Isolation bei symptomlosem positivem Testergebnis ist ein wesentlicher Faktor für eine hohe Arbeitsbelastung der Kollegen in vielen Bereichen, allem voran dem Gesundheitswesen. Bei einer Krankheit mit den Risikolevel von Omikron muß man irgendwann zum Prinzip: krank ist, wer Symptome hat, zurückkehren (d.h. auch nur symptomatische Menschen testen, soweit überhaupt von Interesse, mit Krankheitssymptomen sollte man eh zu Hause bleiben, egal von welchem Virus).
Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689245)
Ich würde aber auch die meisten Regeln aufheben.

Also, was spricht dann noch überhaupt dafür, sie zu erhalten?

LidlRacer 04.11.2022 22:20

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1688437)
Aber zur Abwechslung auch mal was Positives von Dirk Paessler:

Seine letzte Modellrechnung vom 20.10. war überwiegend zu pessimistisch.
Sein optimistisches Szenario allerdings annähernd passend.
[...]

Interessant:
Es setzt sich fort, dass bei Paesslers Modell aktuell etwas nicht passt.
Es läuft weiter harmloser als von ihm erwartet - und er ist ratlos:

"Meine bisherigen Modellrechnungen mit Level5+ Varianten (BQ.1.* und XBB.*) können wir vorerst in die Tonne treten: um die neusten RKI-Sequenzierungsdaten nachzuvollziehen muss ich im Modell einen Knick beim Immunescape von 14% auf 3% einbauen am 10.10.

Da stimmt also was nicht.

[Für das zugehörige Diagramm klicke man sich auf seine Website:
https://dirkpaessler.blog/2022/11/04...modellierungen ]

Eine ähnliche Situation hatten wir bei den bisherigen Variantenübergängen noch nie. Wer das schlüssig erklären kann, möge vortreten.

Freuen wir uns, dass die große November Varianten-Welle wohl (erstmal!) nicht so kommt wie zu befürchten war."

Aber ich würd's mit dem Freuen auch nicht übertreiben ...
:Cheese:

waden 05.11.2022 04:03

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689303)
Aber ich würd's mit dem Freuen auch nicht übertreiben ...

Ojeoje, bloß nicht! Wo kämen wir denn da hin? Am Ende in die gleichen Verhältnisse wie im hier schon viel zitierten Ausland seit dem Frühjahr?

Mo77 05.11.2022 08:12

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1689303)
Interessant:
Es setzt sich fort, dass bei Paesslers Modell aktuell etwas nicht passt.
Es läuft weiter harmloser als von ihm erwartet - und er ist ratlos:

"Meine bisherigen Modellrechnungen mit Level5+ Varianten (BQ.1.* und XBB.*) können wir vorerst in die Tonne treten: um die neusten RKI-Sequenzierungsdaten nachzuvollziehen muss ich im Modell einen Knick beim Immunescape von 14% auf 3% einbauen am 10.10.

Da stimmt also was nicht.

[Für das zugehörige Diagramm klicke man sich auf seine Website:
https://dirkpaessler.blog/2022/11/04...modellierungen ]

Eine ähnliche Situation hatten wir bei den bisherigen Variantenübergängen noch nie. Wer das schlüssig erklären kann, möge vortreten.

Freuen wir uns, dass die große November Varianten-Welle wohl (erstmal!) nicht so kommt wie zu befürchten war."

Aber ich würd's mit dem Freuen auch nicht übertreiben ...
:Cheese:

Finde ich gut von dir, dass du auch so eine Entwicklung hier postest und nicht unter den Teppich kehrst.
:Blumen:

Schwarzfahrer 09.11.2022 21:10

Interessantes aus dem neuesten RKI Monatsbericht (3.11.22) für alle, die überlegen, ob sie sich (nochmal) impfen lassen, wenn sie schon Corona hatten (fette Hervorhebungen von mir):
Zitat:

Ein kürzlich als Preprint veröffentlichter systematischer Review der WHO (mit Beteiligung des RKI) analysiert und bewertet die internationale Studienlage zum Schutz einer vorangegangenen SARS-CoV2-Infektion sowie einer hybriden Immunität (Impfung + Infektion) vor Infektionen und schweren Verläufen mit der bzw. durch die Omikronvariante.
...
Die Ergebnisse des Reviews, der bis zum 01.06.2022 veröffentlichte Studien bzw. Preprints bis zum 15.07.2022 einschließt, zeigen zum einen, dass sowohl die hybride Immunität als auch eine alleinige vorangegangene Infektion einen etwas höheren Schutz gegen eine Omikroninfektion vermitteln als eine vollständige Grundimmunisierung bzw. Auffrischimpfung alleine
...
Die Schutzwirkung der hybriden Immunität gegen Reinfektionen lässt zwar deutlich über die Zeit nach, jedoch langsamer als nach COVID-19-Impfung alleine. Die Schutzwirkung der hybriden Immunität vor einer Omikroninfektion wird mit 74,1 % (95% KI 61,9 – 79,6 %) nach 1 Monat, mit 60,4 % (49,6 – 70,3 %) nach 6 Monaten und mit 41,8 % (31,5 – 52,8 %) nach 12 Monaten angegeben. Weiterhin zeigt sich, dass die Schutzwirkung der hybriden Immunität gegen schwere Verläufe durch die Omikronvariante anhaltend über 95 % liegt (Daten liegen bis zu 12 Monate nach Impfung bzw. Infektion vor).
...
Die systematische Aufbereitung der internationalen Studienlage zur Impfeffektivität gegen eine Omikroninfektion, die im RKI-Monatsbericht vom 07.07.2022 zusammengefasst wurde, zeigte eine Effektivität der mRNA-Impfstoffe gegen eine symptomatische Omikroninfektion mit der Omikronvariante von initial 41 % bis 76 % mit raschem Abfall über die Zeit und einer Effektivität von maximal 13 % nach über 6 Monaten (Effektivität der Auffrischimpfung bis zu 3 Monate nach der lag zwischen 44 % und 65 %; ausführliche Ergebnisse hier). Gegen schwere Verläufe wie COVID-19-
assoziierte Hospitalisierung oder Tod zeigte die Auffrischimpfung bis zu 3 Monate nach der Impfung eine anhaltend hohe Effektivität zwischen 78 % und 94 %.

Gute Nachricht für die Genesenen, weniger gute für die Impfstoff-Hersteller, solche Erkenntnisse steigern den Absatz nicht.

waden 10.11.2022 14:41

ich habe zu diesem Thema wiederholt geschrieben, dass die Überlastung des Gesundheitssystems als Ursache für zahlreiche Coronamaßnahmen angegeben wurde.
Der zentrale Mangel im Gesundheitswesen ist in diesem Zusammenhang der Pflegekräftemangel, der seit vielen Jahren bekannt ist. Die Politik hat seit vielen Jahren versäumt, hier Abhilfe zu schaffen. Ich hatte zu Beginn der Pandemie gehofft, dass das Scheinwerferlicht auf diesen Mangel zu einer Besserung führen würde. Spahn hatte ja auch diesbezüglich viel angekündigt, worauf er aber nichts lieferte. Lauterbach drehts jetzt andersrum und behauptet einfach, es gebe genügend Pfleger, es werde nur zuviel im Krankenhaus behandelt.
Mich stört, dass die Medien sich damit abspeisen lassen. Jetzt sprechen wir über Waschlappen, kurzes Duschen, Nichtheizen usw.
-
Die Triage drohte vor und droht vielerorts jetzt auch ohne Corona, hier zum Beispiel
https://www.br.de/nachrichten/bayern...-druck,TKiIkyy

Antracis 10.11.2022 16:37

Zitat:

Zitat von waden (Beitrag 1689798)
Der zentrale Mangel im Gesundheitswesen ist in diesem Zusammenhang der Pflegekräftemangel, der seit vielen Jahren bekannt ist. Die Politik hat seit vielen Jahren versäumt, hier Abhilfe zu schaffen.

Ich hatte das ja auch mal zu Beginn der Pandemie verlinkt, der Ärzteblatt-Artikel datiert auf März 2018, über 1 1/2 Jahre vor Beginn der Pandemie:

https://www.aerzteblatt.de/nachricht...el-in-Kliniken

waden 10.11.2022 17:16

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1689805)
Ich hatte das ja auch mal zu Beginn der Pandemie verlinkt, der Ärzteblatt-Artikel datiert auf März 2018, über 1 1/2 Jahre vor Beginn der Pandemie]

Ja genau. Ich finde erschütternd, wie viele Einschränkungen man verordnet hat und Milliarden man auszugeben bereit war, und für diese strukturelle Schwäche wurde praktisch nichts getan.

Wir diskutieren hier über Bürgerpflichten, weil die Versäumnisse der Politikerpflichten medial zu wenig Aufmerksamkeit erfahren. Wo bleibt jetzt die diesbezügliche Triagepanik, die wir vor einem Jahr hatten?

speedskater 10.11.2022 19:56

Jetzt gleich kommt um 20.15 Uhr in 3Sat eine Sendung zum völlig unterschätzten Long- bzw. Post Covid. U.a. mit Prof. Scheibenbogen von der Charite in B.

runningmaus 11.11.2022 09:02

Zitat:

Zitat von speedskater (Beitrag 1689830)
Jetzt gleich kommt um 20.15 Uhr in 3Sat eine Sendung zum völlig unterschätzten Long- bzw. Post Covid. U.a. mit Prof. Scheibenbogen von der Charite in B.

mhm, ich kenne leider inzwischen auch 3 davon betroffene Frauen.

In der 3 Sat Mediathek ist ein Beitrag dazu:
Das Rätsel Long Covid -Der lange Weg der Heilung .

und im Spektrum gibt es einen guten Artikel:
https://www.spektrum.de/news/long-co...in-fog/2072166

Gruß!

speedskater 11.11.2022 20:03

Zitat:

Zitat von runningmaus (Beitrag 1689858)
mhm, ich kenne leider inzwischen auch 3 davon betroffene Frauen.

In der 3 Sat Mediathek ist ein Beitrag dazu:
Das Rätsel Long Covid -Der lange Weg der Heilung .

und im Spektrum gibt es einen guten Artikel:
https://www.spektrum.de/news/long-co...in-fog/2072166

Gruß!

Nützlicher und seriöser 3Sat TV-Beitrag und seriöser Artikel von runningmaus. Beide machen deutlich, wie ernst es werden kann und wie Covid neben dem Herz auch das "nicht ganz unwichtige" Gehirn auch von körperlich und geistig leistungsstarken Menschen angreifen und massiv schädigen kann.

PS: Im Supermarkt trugen gerade ca. 2 von 200 eine Maske ...

tandem65 11.11.2022 21:10

Zitat:

Zitat von speedskater (Beitrag 1689929)
PS: Im Supermarkt trugen gerade ca. 2 von 200 eine Maske ...

Bei mir im Laden fragen die meisten Kund:innen ob sie eine Maske tragen müssen.
Ich habe immer noch mein Schild mit G2 & FFP2 Maske am Eingang hängen.
Meine Antwort ist dann nein, aber ich freue mich und schon ziehen 80% der Fragenden eine Maske auf. Der Rest hat dann keine dabei und bittet um Entschuldigung.
Insgesamt ca. 1/3 ignoriert die Maske tatsächlich aber lassen sich dann auch an die Tür abdrängen wo ich sie dann bediene.:Lachen2:

Schwarzfahrer 12.11.2022 21:25

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1689940)
Bei mir im Laden fragen die meisten Kund:innen ob sie eine Maske tragen müssen.
Ich habe immer noch mein Schild mit G2 & FFP2 Maske am Eingang hängen.
Meine Antwort ist dann nein, aber ich freue mich und schon ziehen 80% der Fragenden eine Maske auf. Der Rest hat dann keine dabei und bittet um Entschuldigung.
Insgesamt ca. 1/3 ignoriert die Maske tatsächlich aber lassen sich dann auch an die Tür abdrängen wo ich sie dann bediene.

Hast wohl eine handverlesene Kundschaft.

Ein paar solche Geschäfte gibt es hier auch (z.B. ein Bäcker). Vor einigen Monaten haben das noch ca. 30 % der Kunden ernst genommen, inzwischen haben weniger als 10 % eine Maske auf; das Wort Maske habe ich trotzdem in keinem dieser Läden je ausgesprochen gehört, weder von Kunden, noch von Bedienung; es macht jeder, wie es ihm recht ist. Ich habe den Eindruck, die meisten Schilder hängen nur noch, weil man faul war, sie abzuhängen.

Nur der Kurzwaren-Laden im Ort, der die Postfiliale beherbergt, hat anfangs versucht, Leute ohne Maske gar nicht zu bedienen und des Ladens zu verweisen - das mußten sie nach 2 - 3 Wochen aufgeben, weil einerseits kaum noch Leute in den Laden kamen (Umsatzeinbruch), andererseits ihre Dienstleistung als Postfiliale nicht an sowas geknüpft werden durfte. Danach war ihr Schild auch weg.

triathlonnovice 13.11.2022 13:00

Zitat:

Zitat von speedskater (Beitrag 1689929)
Nützlicher und seriöser 3Sat TV-Beitrag und seriöser Artikel von runningmaus. Beide machen deutlich, wie ernst es werden kann und wie Covid neben dem Herz auch das "nicht ganz unwichtige" Gehirn auch von körperlich und geistig leistungsstarken Menschen angreifen und massiv schädigen kann.

PS: Im Supermarkt trugen gerade ca. 2 von 200 eine Maske ...


Ich würde Long-Covid etwas nüchterner betrachten. Irgendwie wird es so dargestellt als sei dies einzigartig und extren ungewöhnlich. Aber selbst der leichteste "Schnupfen" kann extrem lange Auswirkungen haben. Bei schwereren Krankheiten und Verletzungen ist das sowieso der Fall. Aber klar,weiter untersuchen und aufklären.

Das die Leute heute kaum noch Maske tragen, zeigt imho deutlich das sie dazu genötigt wurden. Kann natürlich sein das die alle doof sind.;)

bergflohtri 13.11.2022 13:42

Zitat:

Zitat von speedskater (Beitrag 1689929)
Nützlicher und seriöser 3Sat TV-Beitrag und seriöser Artikel von runningmaus. Beide machen deutlich, wie ernst es werden kann und wie Covid neben dem Herz auch das "nicht ganz unwichtige" Gehirn auch von körperlich und geistig leistungsstarken Menschen angreifen und massiv schädigen kann.

PS: Im Supermarkt trugen gerade ca. 2 von 200 eine Maske ...

Ich fand den Beitrag auch sehr interessant. Was mir ein wenig gefehlt hat war eine mehr differenzierte Betrachtung von betroffenen Personen von long covid - wie sind die Unterschiede der Anfälligkeit für diese lange andauernden Gesundheitsbeeinträchtigungen abhängig vom Impfstatus und von der Virusvariante?

Schwarzfahrer 14.11.2022 11:34

Und wieder ein Schritt zurück zur Normalität - und das sogar von einem, der sich sonst gerne am Zeitgeist orientiert:
Ich hoffe, daß sich da BaWü ebenso anschließt, wie bei der Abschaffung der Isolationspflicht für Gesunde.

keko# 14.11.2022 11:45

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1690095)
Und wieder ein Schritt zurück zur Normalität - und das sogar von einem, der sich sonst gerne am Zeitgeist orientiert:

Ich hoffe, daß sich da BaWü ebenso anschließt, wie bei der Abschaffung der Isolationspflicht für Gesunde.

Ja, wäre an der Zeit. Wer Maske tragen will, kann dies ja tun.
Gestern fuhr ich an der Stadtbahn vorbei und ich schätz 1/3 der Fahrgäste hatten keine Maske auf. Ich hatte das letzte Mal beim Hausarzt eine auf. Ich hatte sie vergessen, aber er forderte mich auf, dass ich mir nebenan in der Apotheke eine hole. Bei meiner Zahnärztin hatte ich sie auch vergessen, sie winkte mich aber durch und gleich auf den Stuhl zum Gurgeln.
Meine ältese Tochter kam kürzlich mit dem Zug aus Paris und erklärte, dass man in Strasbourg eine Maske aufsetzen muss. In Frankreich nicht. Das Virus ist schlau und infiziert erst aber der Grenze ;)

Schwarzfahrer 14.11.2022 13:14

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1690097)
...Ich hatte das letzte Mal beim Hausarzt eine auf. Ich hatte sie vergessen, aber er forderte mich auf, dass ich mir nebenan in der Apotheke eine hole.

Der Hausarzt meiner Schwester (in Ungarn) bietet jedem im Sprechzimmer an, die Maske ruhig abzusetzen, wenn er/sie mag. Und wer keine dabei hat, bekommt eine Maske kostenlos in jeder Praxis/Apotheke, wenn das Personal es denn will, daß man mit Maske reingeht.
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1690097)
Bei meiner Zahnärztin hatte ich sie auch vergessen, sie winkte mich aber durch und gleich auf den Stuhl zum Gurgeln.

Die Helferin bei meinem Zahnarzt bekommt Schnappatmung und raunzt mich an, wenn ich vom Praxis-Eingang bis zum Behandlungsstuhl (< 8 m) ohne Maske laufe; sobald ich sitze, darf, kann ich sie absetzen. (Es gibt nie Leute im Wartebereich, wir sind unter uns). Wenn der Arzt alleine ist, ohne Helferin, kommt keine Bemerkung dazu.

So unterschiedlich ticken die Menschen...

keko# 14.11.2022 14:14

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1690100)
...
So unterschiedlich ticken die Menschen...

Ja, ist so. In der von mir anfangs hier in diesem Thread erwähnten Banenrepublik, wo man irgendwann Impfdosen in die USA zurückgeschickt hatte, mit dem Hinweis, dass das Land wichtigere Arznei benötige, ist Corona längst verpufft, bzw. gab es nie nennenswert. Gott sei Dank! Prof. Drosten prohezeite anfangs für diese Länder Szenen, wie man sie nur aus schrecklichen Horrorfilmen kennen würde. Wie gut, dass er völlig daneben lag.

mamoarmin 14.11.2022 17:31

keine Geschichte aus dem Paulanergarten...auf einer Geburtstagsfeier sind wir rel. blauäugig aufgeschlagen..hatten uns zuvor getestet, meine Frau arbeitet in der Kita und sie testet sich 3-4 mal die Woche.
Auf der Party sind wir dann blöd angeguckt worden, als wir tests erwähnten und wir das immer so machen...ein Ehepaar hat uns ausgelacht, wegen ner Grippe...ich hab mir jegliche Diskussion verkniffen und gehofft, dass wir uns da nicht anstecken...Eigentlich waren uns diese Menschen als super offen und nett bekannt, aber die Diskussion wäre abgedriftet...Er sprach von Freiheitsberaubung und Idioten mit Maske...

Der nette ältere Herr, liegt jetzt 4 Wochen später wegen einer "wie er sagen würde grippe" auf Intensiv und steht kurz vor der Beatmung.
Es zeigt, dass die Wahrnehmung immer weniger in Richtung Schutz geht...Beim Einkauf bin ich manchmal der einzige mit Maske?

Ich habe nach wie vor Respekt und versuche mit zu schützen, mit Maske..keinen Bock auf FTP Verlust und evtl. Langzeitschäden...
Das brauche ich nicht nochmal..

welfe 14.11.2022 20:49

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690111)
Es zeigt, dass die Wahrnehmung immer weniger in Richtung Schutz geht...Beim Einkauf bin ich manchmal der einzige mit Maske?

Ich habe nach wie vor Respekt und versuche mit zu schützen, mit Maske..keinen Bock auf FTP Verlust und evtl. Langzeitschäden...
Das brauche ich nicht nochmal..

Dann tu das doch, ist ein freies Land und wenn du dich damit besser fühlst, alles ok.
Ich tue es nicht und fühle mich ohne besser. Mein FTP ist allerdings auch mein geringstes Problem, aber so sind die Prioritäten eben unterschiedlich.

(Die Wahrnehmung in meinem Umfeld ist sehr gemischt, manche tragen Maske, manche nicht. Aus meiner Sicht völlig in Ordnung so.)

keko# 15.11.2022 07:37

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690111)
....

Der nette ältere Herr, liegt jetzt 4 Wochen später wegen einer "wie er sagen würde grippe" auf Intensiv und steht kurz vor der Beatmung.

Das ist tragisch und nicht wünschenswert. Ich halte das aber für einen Einzelfall, auf dem man nicht Maßnahmen für alle aufbauen kann.

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690111)
Es zeigt, dass die Wahrnehmung immer weniger in Richtung Schutz geht...Beim Einkauf bin ich manchmal der einzige mit Maske?

......

Meist gehe ich spät abends einkaufen, wenn der Supermarkt fast leer ist. Dort sehe ich manchmal Menschen mit Maske. Vielleicht kannst du etwas zu deiner Motivation sagen? Wenn man in so einer (aus meiner Sicht völlig harmlosen) Situation Maske trägt, muss man sie doch den ganzen Tag und überall tragen.
:Blumen:

mamoarmin 15.11.2022 08:01

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1690140)
Das ist tragisch und nicht wünschenswert. Ich halte das aber für einen Einzelfall, auf dem man nicht Maßnahmen für alle aufbauen kann.



Meist gehe ich spät abends einkaufen, wenn der Supermarkt fast leer ist. Dort sehe ich manchmal Menschen mit Maske. Vielleicht kannst du etwas zu deiner Motivation sagen? Wenn man in so einer (aus meiner Sicht völlig harmlosen) Situation Maske trägt, muss man sie doch den ganzen Tag und überall tragen.
:Blumen:

Meine Frau arbeitet im Kindergarten und dort sind solche Einzelfälle leider eher häufig zu sehen.....

Ich trage die Maske immer wenn ich irgendwo öffentlich unterwegs bin, bin meistens am Postschalter oder einkaufen, aber immer mit viel Kundeverkehr..

Mir geht es um den Schutz für mich, aber auch für die anderen...wenn meine Frau erkältet ist und nicht klar ob corona oder nicht, dann trage ich eben auch Maske wenn ich rausgehe, ich möchte einfach so gut es geht sicher gehen, dass ich keine virenschleuder bin...
Kleine Anekdote am Rande: ich bin kürzlich in der Warteschlange ausgelacht bzw. angemacht worden wegen meiner Maske ich habe dann nur kurz gemeint, dass meine Frau gerade Corona verdächtig ist und es mir auch nicht gut geht.....
Sehr lustig zu sehen, wie der doch so mutige nichtmaskenträger, dann doch lieber ans Ende der Schlange ist....:-)
Genau das ist das Problem in vielen Bereichen, kaum einer macht sich die Mühe mal nachzudenken warum einer Maske trägt, vielleicht gibt es gute Gründe dafür...Krebskranke Frau, geplanter Besuch bei der alten Mutter, Symptome usw....

Aber erstmal ist man der Depp , wenn man jetzt noch Maske trägt..sie ist das halt jetzt...

Klugschnacker 15.11.2022 08:19

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690143)
Aber erstmal ist man der Depp , wenn man jetzt noch Maske trägt..sie ist das halt jetzt...

Ich finde die Masken super. Ein Pfennigartikel für die Hosentasche, der sich unkompliziert je nach Situation einsetzen lässt.
:Blumen:

Jimmi 15.11.2022 08:51

Für den "normalen" Bürger mag eine C-Erkrankung in der Regel nach 2-3 Wochen halbwegs ausgestanden sein. Mir als Ausdauersportler mit Wettkampfambitionen hat der Mist sportlich dieses Jahr ziemlich versaut.

Gerade letzten Sonntag wurde ich wieder von einem Sportfreund angesprochen, der
seit einiger Zeit schwer Luft bekommt und mich fragte, wie es denn bei mir gewesen sei.

keko# 15.11.2022 09:19

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690143)
........
Mir geht es um den Schutz für mich, aber auch für die anderen...wenn meine Frau erkältet ist und nicht klar ob corona oder nicht, dann trage ich eben auch Maske wenn ich rausgehe, ich möchte einfach so gut es geht sicher gehen, dass ich keine virenschleuder bin........

Sowas ist natürlich tadellos. Habe ich mir auch schon überlegt, dass es so sein könnte, wenn ich Menschen mit Masken in leeren Supermärkten sehe. Wäre auch eine nette Aktion von stark Erkälteten in S-Bahnen.
:Blumen:

bergflohtri 15.11.2022 09:35

Von den 5 Personen im engeren Bekanntenkreis die im letzten Jahr Corona hatten sind 3 die auch nach einem Monat nach wie vor Atembeschwerden haben. Einer der Leistungsport betreibt hatte 3 Monate nach der Erkrankung sein ursprüngliche Leistungsfähigkeit noch nicht wieder erreicht. Die einzige die nicht über Folgeerscheinungen klagt ist meine 84jährige Mutter die aber einen chronischen Reizhusten hat und deshalb vermutlich nicht eindeutig abgrenzen könnte ob ihr die zurückliegende Coronaerkrankung Atembeschwerden bereitet - zum Glück ist es nicht schlechter geworden.
- allzu sehr auf die leichte Schulter würde ich die aktuelle gesundheitliche Gefährdung durch Corona nicht nehmen. Auch wenn aktuell die Spitalszahlen als Kenngröße herhalten, und nur weil die Spitäler nicht überlastet sind heißt das ja nicht, dass man sich keine nachhaltigen gesundheitlichen Probleme durch eine Coronainfektion einfangen kann. Für jemanden der ohnehin nie Sport betreibt und seine Freizeit mit Extremcoaching und Chips- und Bier entsorgen verbringt mag das vielleicht weniger das Problem sein. Wer seine Freude aus körperlicher Bewegung und Leistungsfähigkeit bezieht wäre von einer länger andauernden gesundheitlichen Beeinträchtigung stärker betroffen.

In meinem beruflichen und privaten Umfeld herrscht generell die Mentalität "zurück zur Normalität" im Rahmen von Treffen größerer Personengruppen und kein Tragen von Masken.

Ich halte es wie einige in den Posts zuvor und trage eine FFP-2 Maske generell im öffentlichen Raum, also z.B. beim Einkaufen oder beim Postschalter und im Aufzug und Stiegenhaus in der Arbeit. Auch ein schnell erledigter Antigenselbsttest vor Zusammenkünften hilft bei der Vermeidung von Ansteckungen. Mir geht es dabei vor allem darum dazu beizutragen, dass dieser Mist endlich ausgemerzt wird. Wenn man sich anschaut dass in China gerade wieder ein Aufblühen von Corona verzeichnet wird, dann kann man sich ausrechnen dass die nächste Welle in der nächsten Zeit auch wieder zu uns rüberschwappt.
Und ich möchte auch keine Einbußen in der Sportausübung in Kauf nehmen.

Für mich ist das Maskentragen oder nicht Maskentragen keine ideologische Frage weil ich generell mit Ideologien wenig anfangen kann, es schränkt mich dort wo ich sie trage auch nicht ein und deshalb habe ich immer eine dabei und setze sie auf wenn ich mich im öffentlichen Raum unter Menschen bewege. Mir ist dabei auch wichtig das richtige Augenmaß im Sinn einer Eigenverantwortung anzuwenden. Wenn ich zum Beispiel in der Arbeit eine Besprechung mit einem Kollegen habe und wir dabei drei Meter auseinandersitzen, dann macht mir das weniger Sorgen, als wenn ich im Supermarkt - auch wenn gerade nur weniger Leute drinnen sind - an der Kasse stehe oder durch die Gänge gehe. Und die Angestellte an der Kasse freut sich bestimmt auch wenn die Personen die ihre Hustenreize generell gegenüber anderen ausleben etwas vor dem Mund haben.

Als unangenehm empfinde ich eher dass man aufgrund der konsequenten Verwendung einer Maske von anderen die lieber darauf verzichten wiederum in eine ideologische Ecke gedrängt oder bewertet wird - im Sinne von besonders ängstlich, obrigkeitshörig oder was weiß ich. Und gerade damit wird der für mich wichtige Grundsatz der Eigenverantwortung ausgehebelt. Jeder Mensch hat für sich das Recht und sollte auch das gesunde Selbstverständnis für die Aufrechterhaltung seines eigenen Wohlbefinden haben, dass er sich dann wenn er es für richtig hält gegen eine Coronaansteckung schützt. Das möchte ich nicht von Verordnungen, arbeitsinternen Vorgaben oder Schildern an der Eingangstür von Geschäften abhängig machen.

Ich verstehe ja, dass sich nach den letzten 2 Jahren jeder wünscht es wäre endlich vorbei, aber es ist halt noch nicht vorbei. Und dort wo es mich nicht einschränkt und wo für mich auch kein Wert eines uneingeschränkten Kontaktes mit anderen besteht - also z.B. beim Einkaufen - trage ich weiter eine Maske.

Schwarzfahrer 15.11.2022 09:49

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1690143)
Genau das ist das Problem in vielen Bereichen, kaum einer macht sich die Mühe mal nachzudenken warum einer Maske trägt, vielleicht gibt es gute Gründe dafür...Krebskranke Frau, geplanter Besuch bei der alten Mutter, Symptome usw....

Aber erstmal ist man der Depp , wenn man jetzt noch Maske trägt..sie ist das halt jetzt...

Ich finde, keiner sollte sich Gedanken machen, warum ein anderer die Maske trägt, oder auch nicht trägt. Jeder hat seine eigene private Risikoabwägung (und auch eigenes Risikoprofil); dies geht andere meist nichts an, und daher ist jede Qualifizierung eines anderen als "Depp" auf Grund einer Maske (oder keiner Maske) erst mal völlig daneben.
Ich halte die Masken in 90 % der Situationen für völlig nutzlos, aber wer es anders sieht, soll sie halt aufsetzen, ich werde keinen deshalb ansprechen oder gar verspotten (haben wir vor Corona doch auch nicht mit den - damals auch schon nicht nachvollziehbar - maskierten Asiaten gemacht, oder?)- höchstens die Interaktion begrenzen, da ohne sichtbare Mimik eine Unterhaltung wenig anregend ist, und die Maske an sich eine ähnliche nonverbale Botschaft aussendet wie vor der Brust verschränkte Arme: Wunsch nach Distanz, Abgrenzung zum Gegenüber. (zugegeben, über einsame Radfahrer mit Maske im Wald verziehe ich auch das Gesicht).

ich schätze, daß in Ländern, wo es nie eine Maskenpflicht gab, wird kein Maskenträger als "Depp" angemacht. Je mehr und je agressiver aber Menschen zur Maske gezwungen wurden, desto eher kommen leider entsprechende Gegenreaktionen.

Schwarzfahrer 15.11.2022 09:58

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1690144)
Ich finde die Masken super. Ein Pfennigartikel für die Hosentasche, der sich unkompliziert je nach Situation einsetzen lässt.
:Blumen:

Für Situationen, in denen ich etwas aus der Hosentasche brauche, finde ich ein Papiertaschentuch praktischer (Nase putzen, Brille putzen, etwas abwischen, ...). Wenn ich die Maske aus Hygiene-Gründen trage, ist die Hosentasche der denkbar schlechteste Platz. Wenn die Maske wirklich wesentliche Mengen an Erregern abfängt, dann sitzen diese konzentriert außen dran - werden dann in der Hosentasche auf den Stoff übertragen, und von dort jedes Mal wenn man reingreift, auch auf die Hände, und von dort....Wenn sie allerdings keine wesentlichen Erregermengen auf der Außenseite gesammelt hat - dann ist sie auch entbehrlich.

Ich hoffe, daß zumindest in den wenigen wirklich wichtigen Situationen (z.B. Pflege von schwer kranken) keiner die Maske einfach so in die Hosentasche steckt...

keko# 15.11.2022 09:59

Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
...
Als unangenehm empfinde ich eher dass man aufgrund der konsequenten Verwendung einer Maske von anderen die lieber darauf verzichten wiederum in eine ideologische Ecke gedrängt oder bewertet wird - im Sinne von besonders ängstlich, obrigkeitshörig oder was weiß ich. Und gerade damit wird der für mich wichtige Grundsatz der Eigenverantwortung ausgehebelt. Jeder Mensch hat für sich das Recht und sollte auch das gesunde Selbstverständnis für die Aufrechterhaltung seines eigenen Wohlbefinden haben, dass er sich dann wenn er es für richtig hält gegen eine Coronaansteckung schützt. Das möchte ich nicht von Verordnungen, arbeitsinternen Vorgaben oder Schildern an der Eingangstür von Geschäften abhängig machen.

Aus meiner Sicht kompliziert wird es ja erst, wenn das Maskentragen oder Impfen zur Regel wird und es folglich Maßnahmen nach sich ziehen muss, wenn man dagegen verstößt.

Es wurden ja Dinge diskutiert, wie man mit hartnäckigen Impfverweigeren umgeht, ob Ungeimpfe ihre Behandlung selbst bezahlen sollten oder wie man Ungeimpfte leicht erkennt. An Weihnachtsmärkten konnte man sich freitesten und musste ein farbiges Armbändchen tragen. In der Buchhandlung meines Vertrauens musste ich meinen Personalausweis vorzeigen, um etwas kaufen zu können. Einmal wurde ich vom Personal angeschrien "Ihr sollt alle elendig verrecken" (Maske vergessen, ohne Maskenpflicht), einmal lauthals aus dem Supermarkt geworfen (keine FFP2-Maske, nur eine medizinsche). Meine Tochter musste in Paris zeitweise einen Ausgehzettel bei sich tragen, es kam zu Verfolgungsjagden, man durfte zeitweise nicht raus. Während der Ausgangsperre hier in DE ab 20 Uhr kam ich um 20:08 in eine hellbeleuchtete und mit mehreren Polizeiwagen gesicherte Absperrung und musste mich rechtfertigen.

Viel gelernt über unsere Gesellschaft....

Schwarzfahrer 15.11.2022 10:16

Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Wer seine Freude aus körperlicher Bewegung und Leistungsfähigkeit bezieht wäre von einer länger andauernden gesundheitlichen Beeinträchtigung stärker betroffen.

Stimmt, das ist nun mal ein allgemeines Lebensrisiko. Ich habe in meinen 10 -12 aktiven Triathlon-Jahren auch mindestens dreimal einen mehrwöchigen Ausfall/Einbruch gehabt durch verschiedene Infekte, die zum Teil recht hartnäckig nachgewirkt haben.
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
In meinem beruflichen und privaten Umfeld herrscht generell die Mentalität "zurück zur Normalität" im Rahmen von Treffen größerer Personengruppen und kein Tragen von Masken.

Das ist nun mal der normale Lauf der Dinge: Soziales Ende einer jeden Pandemie.
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Mir geht es dabei vor allem darum dazu beizutragen, dass dieser Mist endlich ausgemerzt wird.

Das ist aber eine Illusion: solche Viren werden nicht ausgemerzt, aber die Menschen bauen ein Immunstatus auf, wodurch es zur (statistisch) akzeptablen endemischen Erkrankung wird. Je normaler wir weiterleben, desto schneller läuft dieser Prozess ab.
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Und ich möchte auch keine Einbußen in der Sportausübung in Kauf nehmen.

Möchte natürlich keiner. Es hat trotzdem praktisch jeder hier inzwischen die Seuche erfahren dürfen, egal ob er/sie Maske getragen hat oder nicht. Was sagt uns das jetzt?
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Für mich ist das Maskentragen oder nicht Maskentragen keine ideologische Frage

Löbliche Haltung, wären alle so, hätte jeder für sich entscheiden können, was er macht, und es gäbe weniger Anfeindungen.
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Wenn ich zum Beispiel in der Arbeit eine Besprechung mit einem Kollegen habe und wir dabei drei Meter auseinandersitzen, dann macht mir das weniger Sorgen, als wenn ich im Supermarkt - auch wenn gerade nur weniger Leute drinnen sind - an der Kasse stehe oder durch die Gänge gehe.

Exposition ist nicht nur Anzahl Leute, sondern auch Dauer. 2 Stunden in einem Zimmer können eine viel höhere Virusexposition sein, als im Supermarkt (mit viel mehr Luftvolumen) an einzelnen Leuten kurz vorbeizugehen, meist auch schweigend. Ich halte Dein Beispiel für ein Irrtum - gefördert durch das natürliche Bedürfnis, bei Gesprächen das Gesicht des Gegenübers sehen zu können.
Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1690153)
Als unangenehm empfinde ich eher dass man aufgrund der konsequenten Verwendung einer Maske von anderen die lieber darauf verzichten wiederum in eine ideologische Ecke gedrängt oder bewertet wird - im Sinne von besonders ängstlich, obrigkeitshörig oder was weiß ich. Und gerade damit wird der für mich wichtige Grundsatz der Eigenverantwortung ausgehebelt. Jeder Mensch hat für sich das Recht und sollte auch das gesunde Selbstverständnis für die Aufrechterhaltung seines eigenen Wohlbefinden haben, dass er sich dann wenn er es für richtig hält gegen eine Coronaansteckung schützt. Das möchte ich nicht von Verordnungen, arbeitsinternen Vorgaben oder Schildern an der Eingangstür von Geschäften abhängig machen.

Richtig. Genau so haben bereits in 2020 die Vertreter der Eigenverantwortung argumentiert, und wurden aggressiv durch die Vertreter der bevormundenden Pflichten in die Schranken gewiesen. Jetzt ernten wir leider die Früchte der damaligen Verweigerung der Eigenverantwortung.


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