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runningmaus 22.04.2020 08:29

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1526874)
Es gab aber auch (für Triathleten interessante) Veranstaltungen, die scheinbar ('bin mir nicht sicher) nicht für einen Anstieg der Infektionen sorgten:

8. März 2020: 6.432 Läuferinnen und Läufer sind sind vor der Commerzbank Arena zum ersten großen Halbmarathon in diesem Jahr in Deutschland gestartet.

Gruß
N. :Huhu:

Erstaunlicherweise hat Hessen nach wie vor extra niedrige Fallzahlen.
Vor dem HM wurde angesagt, nur hin kommen, wenn gefühlt ganz gesund, und nicht knuddeln. Hat wohl einmalig funktioniert.
Gruß!

Stefan 22.04.2020 08:30

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1526875)
Während in Jena evtl. in ein paar Monaten immerwieder mal starke Cluster entstehen, weil dort ob der Maskenbenutzung nicht genug durchseucht ist.

Die Durchseuchung scheint aber auch in stark betroffenen Regionen so niedrig zu sein, dass sie eine Verbreitung kaum bremsen wird. Ausserdem ist überhaupt nicht gesichert, dass eine überstandene Erkrankung zu einer Immunität führt. Wenn man mehrfach erkranken kann, dann nutzt die Durchseuchung sowieso nicht.

Bockwuchst 22.04.2020 08:41

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1526875)
Und dennoch waren auch in Bayern die KH überwiegend nicht überlastet.

Neulich ist hier die Erkenntnis gereift, dass die Zukunft spannender sei, als die Vergangenheit. So gesehen ist dieser Artikel ein Relikt längst vergangener Tage.

Und spannend wird zu sehen sein, wenn (und ob) in Bayern die Fallzahlen nicht mehr steigen, egal wie sehr man lockert. Während in Jena evtl. in ein paar Monaten immerwieder mal starke Cluster entstehen, weil dort ob der Maskenbenutzung nicht genug durchseucht ist.

Ich weiss es selbstredend nicht, bei einem bin ich mir jedoch mittlerweile relativ sicher. Einen Impfstoff wird es so schnell nicht geben.

Die Zukunftsentscheider der Regierung werden demnach nicht umhinkommen Überlegungen anzustellen, dem Volk erklären zu müssen eingesperrt zu bleiben, wenn Länder wie Schweden und die USA schon wieder „machen können was sie wollen“

Am wahrscheinlichsten wird die Hoffnung sein, dass bild-online aufhört jedem CoronaToten einen Liveticker und eine Breaking News zu widmen. Wenn die 2.600 Menschen endlich wieder (wie sonst auch immer) unbemerkt und leise im Altenheim dahinscheiden dürfen, stören ein paar 1000mehr Coronatote auch nicht. Das wär sowieso das Beste. Aufhören über die Toten zu schreiben, ich will mein Grundrecht auf Verdrängung zurück.

Das ist natürlich das spannendste Überhaupt: Was passiert, wenn man lockert? Niemand hat da bisher Erfahrung. Den größten zeitlichen Vorsprung hat China, aber deren Aussagen sind ja immer etwas mit Vorsicht zu genießen. Es gibt schon Befürchtungen, dass es wieder steil anstiegen könnte. Ich fand auch die Erklärungen vom Drosten beunruhigend, dass es sich langsam "unter der Oberfläche" ausbreitet und wenn man locker lässt, besteht die Gefahr dass es überall gleichzeitig wieder hochploppt.
Selbst in den Gegenden, die bisher hohe Zahlen hatten, ist man wohl noch himmelweit von einer nennenswerten Immunisierung entfernt.
Das schlimmste wäre, wenn man in einen zweiten Lockdown gehen müsste. Das wäre wirtschaftlich schwer zu verkraften und auch die Akzeptanz in der ermüdeten Bevölkerung wahrscheinlich schwierig.

qbz 22.04.2020 08:56

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1526875)
........
Und spannend wird zu sehen sein, wenn (und ob) in Bayern die Fallzahlen nicht mehr steigen, egal wie sehr man lockert. Während in Jena evtl. in ein paar Monaten immerwieder mal starke Cluster entstehen, weil dort ob der Maskenbenutzung nicht genug durchseucht ist.

Ich weiss es selbstredend nicht, bei einem bin ich mir jedoch mittlerweile relativ sicher. Einen Impfstoff wird es so schnell nicht geben.

Die Zukunftsentscheider der Regierung werden demnach nicht umhinkommen Überlegungen anzustellen, dem Volk erklären zu müssen eingesperrt zu bleiben, wenn Länder wie Schweden und die USA schon wieder „machen können was sie wollen“
.........

China hat die Region Wuhan / Hubai komplett abgeriegelt und die Leute verliessen nicht mehr ihre Wohnungen. In den anderen Regionen geht das Leben normal weiter und in Wuhan beginnt das Leben wieder. Komplett ohne Durchseuchungsziel für das ganze Land. Einreisende müssen allerdings 2 Wochen in Quarantäne (wie in DE zur Zeit auch).

In DE ist doch niemand in den Häusern eingesperrt. Ich mache im freien Sport, gehe wandern, treffe hie und da mal jemanden im Freien einen Bekannten, gehe Einkaufen. Und in den Urlaub könnte ich wenigstens nach Schweden fahren, wenn ich wollte. ;)

Triasven 22.04.2020 09:00

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1526882)
Das schlimmste wäre, wenn man in einen zweiten Lockdown gehen müsste. Das wäre wirtschaftlich schwer zu verkraften und auch die Akzeptanz in der ermüdeten Bevölkerung wahrscheinlich schwierig.

Dem steht dagegen, dass dem Volk seit dem 23.3. suggeriert wird, es ändere sich eigentlich nichts bzw. wir haben keine Ahnung.

So‘n schleichender unwissenderProzess ist auch Mist und sorgt für Ermüdung.

Ich weiss es auch nicht, aber Merkel hätte auch sagen können:
Wir machen dass jetzt alles wieder auf und schauen was passiert. Schlimmstenfalls haben wir uns geirrt und müssen zurück auf Anfang. Aber wir haben es dann wenigstens probiert.
Ich glaube, dafür entstünde mehr Rückhalt in der Bevölkerung.

Diese HorrorSzenarien mit der 2. Welle mögen stimmen, aber jedesmal auf die Spanische Grippe zu verweisen ist total daneben. Corona ist keine Grippe.

Triasven 22.04.2020 09:04

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1526884)
China hat die Region Wuhan / Hubai komplett abgeriegelt und die Leute verliessen nicht mehr ihre Wohnungen. In den anderen Regionen geht das Leben normal weiter und in Wuhan beginnt das Leben wieder. Komplett ohne Durchseuchungsziel für das ganze Land. Einreisende müssen allerdings 2 Wochen in Quarantäne.

In DE ist doch niemand in den Häusern eingesperrt. Ich mache im freien Sport, gehe wandern, treffe hie und da mal jemanden im Freien einen Bekannten, gehe Einkaufen. Und in Urlaub könnte ich wenigstens nach Schweden fahren, wenn ich wollte. ;)

Ich denke schon, dass dir irgendwo bewusst ist, dass ich das Stilmittel der Übertreibung und Vereinfachung gern verwende, oder? Mir geht es vorangig darum Diskussionsanstösse zu bringen.

Was bei anderen Diskussionen evtl. zu billig ist, sollte bei Corona nicht gänzlich verkehrt sein, da viele Dinge im Nebel der Unwissenheit ablaufen, und detaillierte Links bzw. Informationen schnell mal überholt sind. Daher spare ich mir (generell) und bei Corona sowieso das akribische Untersuchen einer jeden einzelnen Info.

Und um bei deiner Info zu bleiben, was China macht oder gemacht hat, weiss keiner und glaubt keiner.

tandem65 22.04.2020 09:09

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1526888)
Ich denke schon, dass dir irgendwo bewusst ist, dass ich das Stilmittel der Übertreibung und Vereinfachung gern verwende, oder? Mir geht es vorangig darum Diskussionsanstösse zu bringen.

Ja das ist schon klar. Du möchtest das voranbringen was Du der Regierung und Experten vorhältst. Verunsicherung!:Huhu:

Triasven 22.04.2020 09:09

Zitat:

Zitat von derpuma (Beitrag 1526887)
Wo werden wir denn eingesperrt? :Maso: Deutschland hat und hatte nie keinen harten Lockdown. Vergleiche das doch bitte mal mit zb. Italien, Spanien, wo es nicht mal erlaubt ist ohne triftigen Grund vors Haus oder mal ne Runde joggen zu gehen.
Die deutschen Regelungen liegen also näher bei Schweden als bei Spanien, Italien und Frankreich...

Schweden setzt auf freiwilliges Abstandhalten, wir hier in Deutschland haben dazu offizielle Regelungen. Im Ergebnis erreicht man durch beide Herangehensweisen in etwa das Gleiche, nämlich Kontaktvermeidung.

Italien lasse ich aussen vor.

In meinem Beitrag ging es nicht um das Einsperren, sondern das Bewerten der Starkbierfeste durch den Spiegel. Bzw. das Beurteilen der Massnahmen in Schweden.

Dieser viel zitierte „Ritt auf der Rasierklinge“ kann dazu führen, dass Schweden schneller zu Normalität zurückkommt als Deutschland, oder das in Bayern (egal wie) keine 2. Welle kommt.

Es war richtig zu vergangenen Zeiten eher vorsichtig als mutig zu sein. Nun darf man aber nicht den Punkt verpassen, wo es besser ist, mutig zu sein. Der Spiegel leistet dazu leider keinen guten Beitrag.


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