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pschorr80 14.04.2020 22:02

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524915)
Es ist ein krasser Fall - so oder so.
Mich hat diese Krise verändert innerhalb kurzer Zeit und Euch sicher auch und so mancher hat auch mal eher leicht bizarr wirkende Beiträge verschickt auch in diesem Faden und ist mit der Situtation anders umgegangen, als ich es zu der Zeit getan hätte.
In die Psychiatrie haben wir trotzdem keinen einliefern lassen ;-).

Gute Nacht!

Bei der Klapse darfst nicht vergessen, dass man da schnell ohne Urteil drin ist. ;) Dinge, die ähnlich wie U-Haft schon recht fragwürdig sind. :Blumen:

Hafu 14.04.2020 22:22

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1524873)
Das ist das einzige, was bei dir von meinem Beitrag hängen geblieben ist?

Nein, das ist nicht das einzige und mit einigen der von dir beleuchteten Aspekte hast du ja zweifellos auch recht (bin auch kein Freund vom propagierten stumpfen #stayhome, da das Übertragungsrisiko an frischer Luft ungleich geringer ist als in geschlossenen Räumen), aber deine Verteidigung der "Regelbrecher" am Beispiel gesunder Gruppensportler, die ja im Falle von covid-19 für sich selbst nur ein überschaubar geringes Risiko, wohl aber für viele andere ein schwer kalkulierbares Risiko eingehen, erzeugt bei mir eben doch den Wunsch nach Wderspruch bzw. nach Beleuchtung der von dir verschwiegenen Aspekte.

Ist wirklich nicht persönlich gemeint, mir geht es da alleine um die Sache, bzw. ums zusätzliche Einbringen von Argumenten in die Diskussion.:Blumen:

Im heute angehörten Bewegungsarten-Podcast kam heute, nacherzählt von Eva-Catherina Buchholtz auch ein Anekdote vor, bei der ca. zehn sicher nicht zu einer Jaushaltsgemeinschaft zählende Triathleten in gemeinsamer, gut gelaunter Gruppenfahrt auf dem TT vorkamen. Sowas macht mich dann schon nachdenklich und in dieser Grundstimmung ist auch der oben genannte Beitrag entstanden.

LidlRacer 14.04.2020 22:24

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1524895)
Ich kann keine Gründe für eine Zwangseinweisung erkennen. Es gab nach allen Medienberichten weder eine konkrete Fremd-, noch Eigengefährdung durch die Frau Bahner. Die Psychiatrie musste sie auch wieder nach 24h gehen lassen, weil Frau Bahner den freiwilligen Aufenthalt ablehnte und die Behörde keinen richterlichen Beschluss für die Zwangsunterbringung erreichte.
https://www.youtube.com/watch?v=p_OjhG5hFhc

Ps.
Ihre Anträge wurden aus rein formalen Gründen abgelehnt. Das BVG beschäftigte sich damit nicht in der Sache.

Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Aber sicherlich muss man da aufpassen - wir erinnern uns vielleicht noch an den Fall Gustl Mollath, der mehr als 7 Jahre zu Unrecht weggesperrt wurde.

Wo steht etwas von Entlassung nach 24 Stunden? Mir scheint, sie ist noch drin.

Flow 14.04.2020 22:30

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Wenn jemand außerhalb deiner Vorstellung liegende Sätze ausspricht, muß er zwangsweise in die Psychiatrie, ja ... ? :Cheese:

Mir gefallen qbzs Entscheidungskriterien ein wenig besser :
Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1524895)
Ich kann keine Gründe für eine Zwangseinweisung erkennen. Es gab nach allen Medienberichten weder eine konkrete Fremd-, noch Eigengefährdung durch die Frau Bahner.


LidlRacer 14.04.2020 22:36

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1524920)
Wenn jemand außerhalb deiner Vorstellung liegende Sätze ausspricht, muß er zwangsweise in die Psychiatrie, ja ... ? :Cheese:

Mir gefallen qbzs Entscheidungskriterien ein wenig besser :

Nein.
Sie sprach anscheinend verwirrt von Killern, die sie verfolgen und trat Polizeibeamte, die sie selbst gerufen hat.

PS:
Faktencheck bei Mimikama dazu:
https://www.mimikama.at/allgemein/po...ie-psychiatrie

"Die Polizei sprach von Eigen- und Fremdgefährdung. In solchen Fällen können bzw. müssen die Beamten dann so entscheiden. In der Klinik selbst kann dann alles weitere geklärt werden. Die Beamten sind in dem Moment nur verpflichtet, unmittelbare Gefahr abzuwenden. Da wir alle nicht dabei waren und auch nur begrenze Informationen erhalten, was aus Gründen der Persönlichkeitsrechte absolut sinnvoll und korrekt ist, können wir uns aus unserer Position kein Urteil über Recht- und Verhältnismäßigkeit bilden."

chris.fall 14.04.2020 22:41

Moin,

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1524440)
Wir haben zwei Kinder, eine im Kindergarten und eine in der Grundschule. Aktuell haben wir vier Wochen überbrückt
(...)
Stand heute eine Empfehlung für weitere 4 Monate anzugeben finde ich unverantwortlich.

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1524558)
Ich finde das auch heftig.
(...)
Echt schwierig.

ich muss/darf(!) mich auch um die Betreuung einer Dreijährigen kümmern. Was (falls das überhaupt jemandem aufgefallen sein sollte;-) nebenbei gesagt auch der Grund für die wenigen Wortmeldungen von mir in der vergangenen Woche war. Weil mir bei der Kinderbetreuung das Homeoffice gar nichts nützt, habe ich mir schon zum zweiten Mal seit Beginn der Kontaktsperre eine Woche Urlaub nehmen müssen, um meine Tochter zu betreuen.

Als zusätzliche Herausforderung kommt bei uns noch hinzu, dass ich gerade vor wenigen Wochen "Mutti" (damit meine ich die Kindsmutter und nicht unsere aktuelle Bundeskanzlering;-) nach jahrelangen Querelen schließlich vor das zuständige Familiengericht gezerrt habe und da auch - wie ich finde - Erfolg hatte: Es wurde nahezu ein Wechselmodell angeordnet. Wir sind zwar beide (natürlich wegen unterschiedlicher Motivation;-) sehr darauf bedacht, diese zeitlichen Regeln nun auch einzuhalten. Aber die Gerichtsverhandlung hat das Gesprächsklima zwischen "Mutti" und mir nicht verbessert.

Ich bin jetzt schon "im Anschlag", d.h. ich mache eigentlich nichts mehr, außer abwechselnd im Home-Office zu arbeiten oder meine Tochter zu betreuen. Und es ist durchaus möglich, dass das noch um einiges schwieriger werden könnte, wenn die Kindsmutter wieder anfangen muss, zu arbeiten... Darüber will ich mich nicht beklagen, denn ich kenne auch genug Leute, die gerade noch ganze andere Dinge stemmen müssen, weil sie in Altenheimen arbeiten oder die sich berechtigte Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vor diesem Hintergrund macht mich die Aussicht, dass die Kindergärten noch monatelang geschlossen bleiben, nicht gerade glücklich.

Ich halte das trotz der Schwierigkeiten, die das auch für mich persönlich mit sich bringt für eine sehr sinnvolle Maßnahme. Denn meiner Erfahrung nach bringen die lieben Kleinen alle paar Wochen ein "kleines Andenken" aus der KiTa für die ganze Familie mit. Mal ist es eine Erkältung, mal "Magen-Darm", mal "Hand-Mund-Fuß", irgendwas is' ja immer. Dieses Virus würde sich in den KiTas genauso ungehemmt verbreiten wie alle anderen Erreger auch.


Viele Grüße,

Christian

Triasven 14.04.2020 22:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1524918)
Nein, das ist nicht das einzige und mit einigen der von dir beleuchteten Aspekte hast du ja zweifellos auch recht (bin auch kein Freund vom propagierten stumpfen #stayhome, da das Übertragungsrisiko an frischer Luft ungleich geringer ist als in geschlossenen Räumen), aber deine Verteidigung der "Regelbrecher" am Beispiel gesunder Gruppensportler, die ja im Falle von covid-19 für sich selbst nur ein überschaubar geringes Risiko, wohl aber für viele andere ein schwer kalkulierbares Risiko eingehen, erzeugt bei mir eben doch den Wunsch nach Wderspruch bzw. nach Beleuchtung der von dir verschwiegenen Aspekte.
.

Mir liegt es fern Regelbrecher zu verteidigen.

Der brandenburgische MP sprach sogar von Gefährdern.

Ich habe Probleme damit, dass hier ein „Feindbild“ aufgebaut wird, und ein grosser Teil der Bevölkerung dieses gerne annimmt.

Recht früh wurde klargestellt:

„wenn sich alle an die Regeln halten, dann...“
„Nur wenn alle zu Hause bleiben, dann...“
„Zu Hause Bleiber“ retten Leben“ usw. usw.

Damit wird automatisch festgelegt, diejenigen, die sich nicht daran halten...sind „Schuld“.

Dabei gibt es bei Corona gar nicht „den Schuldigen“. Alle haben irgendwie ihren Anteil an diesem Drama.

Ich persönlich z.B. gebe dem RKI genauso viel Schuld, wie der Politik, den Medien, dem Raucher, und auch dem „Nicht-Zu Hause“ Bleiber.

Darüber hinaus hatte ich gerade in diesem Forum ein wesentlich kritischeres Hinterfragen der Massnahmen der Regierung erwartet. Hab ich mich getäuscht und dazu verleiten lassen, Neue Denkansätze in den Raum zu werfen.

qbz 14.04.2020 22:49

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Nein, gegen ihren Willen, wie sie das im Audio-Video ja ausdrückt, darf sie nicht in der Psychiatrie eingesperrt werden ohne Beschluss eines Richters auf ärztliche Anordnung. Und rechtliche Voraussetzung für ein Einsperren gegen den Willen ist der Nachweis einer konkreten Eigen- oder Fremdgefährdung von anderen Personen wie ich schon schrieb. Und eine solche geht aus den uns verfügbaren Informationen nicht hervor.

Ob Frau Bahner vielleicht eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung benötigt, ist für die Rechtfertigung des ausgeübten Zwanges (Einsperren) nicht massgebend und wir können das auch gar nicht beurteilen.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Wo steht etwas von Entlassung nach 24 Stunden? Mir scheint, sie ist noch drin.

Ich nahm es nur an, weil sie im Telefongespräch betont, dass sie einen freiwilligen Aufenthalt ablehnt und da muss sie wieder entlassen werden nach 24h.


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