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Seyan 06.11.2020 12:09

https://www.sport1.de/internationale...em-gegen-turin

Sowas macht mich irgendwie sprachlos. Ein Spieler wird positiv getestet (von Labor A), der Verein lässt dann zweimal testen (von Labor B), die sind beide negativ, und danach testet wieder Labor A und da ist er wieder positiv.

Entweder wird da nicht mit genug Sorgfalt getestet, die Tests sind unterschiedlich gut oder was auch immer.

Wenn ich sehe und höre, wie überlastet unsere Labore in Deutschland sind, will ich nicht wissen, wieviele fehlerhafte Ergebnisse wir haben.

Bockwuchst 06.11.2020 12:16

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1563795)
https://www.sport1.de/internationale...em-gegen-turin

Sowas macht mich irgendwie sprachlos. Ein Spieler wird positiv getestet (von Labor A), der Verein lässt dann zweimal testen (von Labor B), die sind beide negativ, und danach testet wieder Labor A und da ist er wieder positiv.

Entweder wird da nicht mit genug Sorgfalt getestet, die Tests sind unterschiedlich gut oder was auch immer.

Wenn ich sehe und höre, wie überlastet unsere Labore in Deutschland sind, will ich nicht wissen, wieviele fehlerhafte Ergebnisse wir haben.

Von nem vierten Test, der dann wieder positiv war, lese ich da jetzt nichts. Möglich dass bei dem ersten Test (der ja auch schon nur schwach positiv war) die Infektion schon am abklingen war und dann bei den Nachtests nicht mehr nachweislich. Seh unglücklich natürlich.

longo 06.11.2020 12:18

https://www.badische-zeitung.de/elsa...en-strafzettel

Für alle hier die grenznah zu Frankreich wohnen:
In nächster Zeit erstmal besser nicht über die Grenze radeln.
auch nicht alleine.

Bockwuchst 06.11.2020 12:24

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...1-e5aa08e483c0

Jetzt korrigiert man die zahl die Menschen, die sich mit dieser Cluster 5 Mutante infiziert haben, von 12 auf 214. Nach den Erfahrungen, die wir bisher haben, wird es wohl schwierig, das wieder einzufangen.
Ohne genaueres über diese Mutation zu wissen, kann man aber eigentlich nicht viel sagen. Führende Wisschenschaftler die sich mit sowas beschäftigen beschweren sich auch schon, dass man von den Dänen so wenig erfährt. Vielleicht ist nciht viel dran.

Seyan 06.11.2020 12:40

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1563797)
Von nem vierten Test, der dann wieder positiv war, lese ich da jetzt nichts. Möglich dass bei dem ersten Test (der ja auch schon nur schwach positiv war) die Infektion schon am abklingen war und dann bei den Nachtests nicht mehr nachweislich. Seh unglücklich natürlich.

"Immobile wurde am 26. Oktober und am 2. November von einem Labor positiv getestet. Aus zwei weiteren Tests, die von einem von Lazio beauftragten Labor am 30. und 31. Oktober durchgeführt wurden, ging ein negatives Ergebnis hervor."

26.10. -> Labor A -> positiv
30.10. -> Labor B -> negativ
31.10. -> Labor B -> negativ
02.11. -> Labor A -> positiv

So verstehe ich das.

Bockwuchst 06.11.2020 12:44

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1563808)
"Immobile wurde am 26. Oktober und am 2. November von einem Labor positiv getestet. Aus zwei weiteren Tests, die von einem von Lazio beauftragten Labor am 30. und 31. Oktober durchgeführt wurden, ging ein negatives Ergebnis hervor."

26.10. -> Labor A -> positiv
30.10. -> Labor B -> negativ
31.10. -> Labor B -> negativ
02.11. -> Labor A -> positiv

So verstehe ich das.

Ja stimmt.

Schwarzfahrer 06.11.2020 14:11

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1563795)
Sowas macht mich irgendwie sprachlos. Ein Spieler wird positiv getestet (von Labor A), der Verein lässt dann zweimal testen (von Labor B), die sind beide negativ, und danach testet wieder Labor A und da ist er wieder positiv.

Entweder wird da nicht mit genug Sorgfalt getestet, die Tests sind unterschiedlich gut oder was auch immer.

Wenn ich sehe und höre, wie überlastet unsere Labore in Deutschland sind, will ich nicht wissen, wieviele fehlerhafte Ergebnisse wir haben.

Nach meiner Kenntnis wird die Eindeutigkeit von medizinischen Labortests allzu oft überschätzt. Neben den theoretischen Angaben von Spezifität und Sensitivität, die nie bei 100 % liegen, ist immer noch die Komponente Sorgfalt, Sauberkeit, etc. drin, die je nach Labor bzw. Mitarbeiter bzw. Arbeitsbelastung schwanken kann. Das ist der Grund, warum seriöse Ärzte nie auf ein Laborbefund hin behandeln, sondern nur wenn auch dazu passende Symptome erkennbar sind. Der Anteil von unsicheren Ergebnissen ist allerdings je nach Test sehr unterschiedlich; oft macht z.B. der Sorgfaltsfehler nur einen kleinen quantitativen Unterschied im Meßergebnis aus - ist nur Pech, wenn man dadurch gerade so unter oder über eine Bewertungsgrenze rutscht. Meist ist das alles aber kein Problem, solange man Laborwerte nur zur Unterstützung einer Diagnose benutzt, und bei Diskrepanzen zwischen Labor und Befinden den Test wiederholt (möglichst in einem anderen Labor).

Die aktuelle Corona-Praxis, Laborwerte nicht für medizinische, sondern für epidemiologische Maßnahmen zu verwenden schaltet die Kontrolle über die Symptome aus, da jeder positive Test gleich bewertet wird, unabhängig vom tatsächlichen Krankheitswert oder Infektiosität, was automatisch zu einer Überschätzung der Gefahr führt.

Nepumuk 06.11.2020 14:24

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1563826)
Die aktuelle Corona-Praxis, Laborwerte nicht für medizinische, sondern für epidemiologische Maßnahmen zu verwenden schaltet die Kontrolle über die Symptome aus, da jeder positive Test gleich bewertet wird, unabhängig vom tatsächlichen Krankheitswert oder Infektiosität, was automatisch zu einer Überschätzung der Gefahr führt.

Warum sollte das so sein? Du hast ein Messverfahren, welches mit einem systematischen und einem statistischen Fehler belegt ist. Die Messungen werden konstant durchgeführt und du erhältst einen täglichen Messpunkt. Um tägliche Schwankungen auszugleichen wird der gleitende 7-Tage-Wert verwendet.
Entscheidend ist, dass die Wirksamkeit von Maßnahmen an der Veränderung dieses Messwertes gemessen werden, nicht an der absoluten Höhe. Auch die festgelegten Grenzwerte beinhalten, den systematischen und statistischen Fehler. Die absolute Höhe der Werte ist dabei weniger entscheidend. Aber es ist noch viel einfacher: Je weniger Infektionen desto besser, auch wenn du hier ständig einen anderen Eindruck hinterlassen willst.

qbz 06.11.2020 14:47

Hier wurde ja oft die Einbeziehung des Bundestages bei den Corona-Beschlüssen gefordert. Die Debatte des neuen Entwurfs der Infektionsordnung fiel heute in den Medien und in diesem Thread so ziemlich unter den Tisch, dabei sind auch neue nicht unwichtige Punkte dabei, wie eine Impfpflicht für Einreisende aus Risikokgebieten.

Über die von Bund und Ländern jüngst beschlossenen Einschränkungen in der Corona-Krise wird weiter heftig gestritten. Der Bundestag hat am Freitag, 6. November 2020, den Entwurf von CDU/CSU und SPD für ein drittes Gesetz „zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ (19/23944) nach einstündiger Aussprache zusammen mit Anträgen der AfD, der Linken und der Grünen zur weiteren Beratung an den federführenden Gesundheitsausschuss überwiesen. Der Antrag der AfD-Fraktion trägt den Titel „Covid-19: Eigenverantwortung statt Verbote und Zwänge – Gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kollaps verhindern, Kollateralschäden vermeiden“ (19/23950), der Antrag der Fraktion Die Linke den Titel „Demokratische Kontrolle auch in der Pandemie“ (19/23942) und der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Titel „Rechtsstaat und Demokratie in der Corona-Pandemie“ (19/23980).

merz 06.11.2020 16:11

Sicher das es um Impfpflicht bei Einreise aus Risikogebieten geht?
Ich bin jetzt mal quer durch gegangen, weil das ja brisant werden kann, und fand nur erweiterte Informationspflichten (digitale Einreiseanmeldung).
m.

qbz 06.11.2020 16:28

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1563871)
Sicher das es um Impfpflicht bei Einreise aus Risikogebieten geht?
Ich bin jetzt mal quer durch gegangen, weil das ja brisant werden kann, und fand nur erweiterte Informationspflichten (digitale Einreiseanmeldung).
m.

Seite 11 und 12:

Die Bunderegierung wird, sofern der Deutsche Bundestag nach § 5 Absatz 1 Satz 1 eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat, ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates festzulegen,

1. dass die in einer Rechtsverordnung nach Absatz 8 Satz 1 genannten Personen verpflichtet sind, (d.h. "Einreisende aus Risikogebieten")

b) eine Impfdokumentation hinsichtlich der in Absatz 8 Satz 1 genannten Krankheit vorzulegen,
c) ein ärztliches Zeugnis oder ein Testergebnis hinsichtlich des Nichtvorliegens der in Absatz 8 Satz 1 genannten Krankheit vorzulegen,
d) Auskunft darüber zu geben, ob bei ihnen Anhaltspunkte für die in Absatz 8 Satz 1 genannte Krankheit vorhanden sind

merz 06.11.2020 16:59

alles klar, Danke!
Fallstricke der natürlichen Sprachen:
ich bin mit Suche "Impfung" und "Risiko" durch das Dokument gegangen - das ist mir dann leider durchgegangen.
(Update: Also der Querverweis auf 8.1 aus dieser Passage. :()

m.

qbz 06.11.2020 19:54

Ab Sonntag müssen alle Personen, welche aus einem Risikogebiet nach DE einreisen, sich vor der Einreise, noch im Ausland, auf dieser Internetseite registrieren. Die Daten werden ans zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

www.einreiseanmeldung.de

Im Moment scheint der Server der Website überlastet. (Oder durch eine Attacke lahmgelegt. ;-) ).

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausla...9-66086af1313f

Bockwuchst 06.11.2020 20:28

https://www.br.de/nachrichten/bayern...n-demo,SFZcYCN

Querdenken Demo in München verboten. Endlich mal. 120.000 Teilnehmer? Wovon träumen die nachts?

LidlRacer 06.11.2020 20:47

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1563941)
https://www.br.de/nachrichten/bayern...n-demo,SFZcYCN

Querdenken Demo in München verboten. Endlich mal. 120.000 Teilnehmer? Wovon träumen die nachts?

Gut so!

Nicht dass ich selektiv irgendeiner Gruppe das Demonstrationsrecht absprechen wollte, aber die haben ja oft genug gezeigt, dass sie sich an keine Auflagen halten, und bei den aktuell für alle geltenden Einschränkungen sehe ich keinen Spielraum für riesige Extrawürste. Z.B. FFF würde eigentlich auch gerne ständig demonstrieren, hält sich aber derzeit vernünftigerweise zurück.

Nicht gut: In Leipzig soll recht groß demonstriert werden, und da wird schon im Vorfeld mit wenig Gutem gerechnet:

„QUERDENKEN“-DEMO AM SAMSTAG
„Bei all den Irren ist das kein Spaß mehr“

(Aussage von Thüringer Verfassungsschutzchef)

DocTom 06.11.2020 21:04

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1563879)
...
1. dass die in einer Rechtsverordnung nach Absatz 8 Satz 1 genannten Personen verpflichtet sind, (d.h. "Einreisende aus Risikogebieten")

b) eine Impfdokumentation hinsichtlich der in Absatz 8 Satz 1 genannten Krankheit vorzulegen,
...

Gibt genug Ärzte, die Dir das gerne ausstellen. Attila Hiltmann zum Beispiel. Ach, der ist kein Arzt?:Lachanfall:
https://www.fr.de/wissen/corona-sars...-90090532.html

Macht Sport, Mädels, macht Sport!
Schönes WE

keko# 06.11.2020 21:09

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1563933)
...
www.einreiseanmeldung.de

Im Moment scheint der Server der Website überlastet. (Oder durch eine Attacke lahmgelegt. ;-) )....


Stress-Tools für Webserver, Loadbalancer usw gibt es schon eine Weile.... ;-)

Frankreich geht auf 60.000 hoch. Eines meiner lieben Kinder hat mir gesagt, dass Macron wohl am Mittwoch zur Nation spricht. Vereinzelt geht man scheinbar davon aus, dass er dazu übergehen will, sich auf den Schutz von Hochrisikopatienten zu konzentrieren.

Bockwuchst 06.11.2020 21:34

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1563958)
Stress-Tools für Webserver, Loadbalancer usw gibt es schon eine Weile.... ;-)

Frankreich geht auf 60.000 hoch. Eines meiner lieben Kinder hat mir gesagt, dass Macron wohl am Mittwoch zur Nation spricht. Vereinzelt geht man scheinbar davon aus, dass er dazu übergehen will, sich auf den Schutz von Hochrisikopatienten zu konzentrieren.

Ich hab schon vor einiger Zeit Mal gelesen, die Franzosen befürchten das es perspektivisch auf 100.000 hoch geht

keko# 06.11.2020 22:02

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1563966)
Ich hab schon vor einiger Zeit Mal gelesen, die Franzosen befürchten das es perspektivisch auf 100.000 hoch geht

Die Anzahl der möglichen Neuinfekationen ist ja auf natürliche Weise nach oben begrenzt. Ich denke, die Kurve wird demnächst langsam abflachen und letztendlich den ganzen Winter auf hohem Niveau bleiben und erst im Frühjahr tatsächlich wieder fallen.

LidlRacer 06.11.2020 22:29

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1563974)
Die Anzahl der möglichen Neuinfekationen ist ja auf natürliche Weise nach oben begrenzt. Ich denke, die Kurve wird demnächst langsam abflachen und letztendlich den ganzen Winter auf hohem Niveau bleiben und erst im Frühjahr tatsächlich wieder fallen.

Die wäre begrenzt, wenn man sich der Durchseuchung nähern würde - da dürfte aber auch Frankreich noch nicht sein. Bin zu wenig über Frankreich informiert, ob deren Anstieg real schon an Schwung verloren hat, oder ob nur mangelnde Tests das vorgaukeln ...

keko# 06.11.2020 22:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1563979)
Die wäre begrenzt, wenn man sich der Durchseuchung nähern würde - da dürfte aber auch Frankreich noch nicht sein. Bin zu wenig über Frankreich informiert, ob deren Anstieg real schon an Schwung verloren hat, oder ob nur mangelnde Tests das vorgaukeln ...

Der Bewegungsradius ist i.d.R. aber begrenzt. Du fährst ja nicht den ganzen Tag durch Deutschland und triffst immer neue Menschen und steckst sie an. Zudem glaube ich, dass sich AHA+L und die verschärften Maßnahmen positiv auswirken werden. Beides zusammen wird sich m.M.n. bremsend auswirken.

Bockwuchst 06.11.2020 23:13

Wenn jetzt die Zahlen runter gehen liegt das am Verhalten der Menschen. Eine ausreichende Durchseuchung / Herdenimmunität kann man in Europa eigentlich noch ausschließen

LidlRacer 06.11.2020 23:17

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1563982)
Der Bewegungsradius ist i.d.R. aber begrenzt. Du fährst ja nicht den ganzen Tag durch Deutschland und triffst immer neue Menschen und steckst sie an. Zudem glaube ich, dass sich AHA+L und die verschärften Maßnahmen positiv auswirken werden. Beides zusammen wird sich m.M.n. bremsend auswirken.

Jeder hat doch noch reichlich Nichtinfizierte um sich rum, die er infizieren kann. Da braucht man nicht quer durch Deutschland zu fahren - zumal das Virus auch schon da ist, wo man hinfahren könnte.
Aber ja, unsere Maßnahmen scheinen zu wirken. Nur zu bremsen reicht aber nicht, wir müssen den Trend umkehren (R < 1).
An die täglich gemeldeten R < 1 glaube ich immer noch nicht, so lange die Meldezahlen immer noch ggü. der Vorwoche steigen ...

trichamp95 07.11.2020 00:06

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1563941)
https://www.br.de/nachrichten/bayern...n-demo,SFZcYCN

Querdenken Demo in München verboten. Endlich mal. 120.000 Teilnehmer? Wovon träumen die nachts?

Zum Glück. Es wäre unmöglich den Mindestabstand zu halten. Natürlich sind wir alle für Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit, aber bitte nicht jetzt. Wir wollen Weihnachten gemeinsam mit der Familie verbringen und nicht alleine...

KevJames 07.11.2020 00:56

Mittlerweile kommt übrigens auch in den Medien an, dass Schulen wohl doch vermehrt zum aktuellen Infektionsgeschehen beitragen (welch Überraschung). Sowohl der Spiegel, als auch die Tagesschau berichteten entsprechend.

LidlRacer 07.11.2020 01:16

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1563995)
Mittlerweile kommt übrigens auch in den Medien an, dass Schulen wohl doch vermehrt zum aktuellen Infektionsgeschehen beitragen (welch Überraschung). Sowohl der Spiegel, als auch die Tagesschau berichteten entsprechend.

Ja, es ist selten schlau, Drosten nicht zuzuhören oder ihm nicht zu glauben.

In meiner Tageszeitung stand gestern noch komisches Zeug, nämlich dass Schüler sich untereinander nicht anstecken. Das ist natürlich extrem unplausibel, zumal gleichzeitig berichtet wurde, dass in den Pausen die Masken fallen und die meisten sich annähernd so verhalten, als gäbe es kein Corona. Das ist auch mein Eindruck, wenn ich kurz vor Schulbeginn oder kurz nach Schulschluss dort vorbeikomme.

"Kinder sind sehr effiziente Überträger, was sich in früheren Studien nicht so gezeigt hat", schrieb Studienautor Ramanan Laxminarayan von der Princeton University.
Spiegel:
Zahl der Infektionen an Schulen nimmt stark zu

Hafu 07.11.2020 08:17

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1563997)
Ja, es ist selten schlau, Drosten nicht zuzuhören oder ihm nicht zu glauben.

In meiner Tageszeitung stand gestern noch komisches Zeug, nämlich dass Schüler sich untereinander nicht anstecken. Das ist natürlich extrem unplausibel, zumal gleichzeitig berichtet wurde, dass in den Pausen die Masken fallen und die meisten sich annähernd so verhalten, als gäbe es kein Corona. Das ist auch mein Eindruck, wenn ich kurz vor Schulbeginn oder kurz nach Schulschluss dort vorbeikomme.

"Kinder sind sehr effiziente Überträger, was sich in früheren Studien nicht so gezeigt hat", schrieb Studienautor Ramanan Laxminarayan von der Princeton University.
Spiegel:
Zahl der Infektionen an Schulen nimmt stark zu

Dass es sinnvoll ist, Drosten zuzuhören, gebe ich dir selbstverständlich recht, aber es ist wichtig zu differenzieren, wo genau sich Kinder untereinander anstecken und man muss unbedingt auch das Alter der Kinder berücksichtigen.
Die Studienlage zu Kindern ist nach wie vor unbefriedigend, da die meisten vorliegenden Studien in Lockdownsituationen oder bei niedrigem Infektgeschehen stattgefunden haben.
Die aktuelle wissenschaftliche Konsensmeinung (die auch Drosten und Ciesek immer wieder in ihre Beiträge einfließen lassen) ist, dass Kinder mit zunehmendem Alter immer infektiöser werden: ältere Gymnasialkinder sind genauso ansteckend wie Erwachsene, Kita-Kinder sind wesentlich weniger relevant für das SARS-CoV-2-Infektgeschehen. Auch Grundschüler sind epidemiologisch für die Weiterverbreitung nicht so sehr betroffen.

Der von dir zitierte Studienautor Ramanan Laxminarayan hat in seiner in Science publizierten Kontaktstudie (durchgeführt im August in Indien) herausgefunden, dass Kinder sich untereinander v.a. im Haushalt und v.a. untereinander in derselben Alterskohorte anstecken. Die Studie und das daraus stammende Zitat ist also genau betrachtet kein besonders guter Beleg, Schulen zuzuschließen.
Und wenn Kinder v.a. Gleichaltrige anstecken und das Virus nicht an ihre Lehrer, Erzieher, Eltern oder Großeltern weitergeben (auch das eine Erkenntnis der Science-Studie), ist auch das ein starkes Argument, Kitas und Schulen mitten in der Pandemie offen zu halten.

Immerhin hat man in Schulen die Möglichkeit, Hygienekonzepte mit Maskennutzung, Lüftungskonzepten, verschobenen Pausen/ Anfangszeiten zur Kontaktreduzierung umzusetzen, was im Haushalt in der Regel nicht funktioniert, bzw. nicht eingehalten wird.

Bei meiner Frau (Grundschullehrerin in einem absoluten Hochrisikogebiet= Grenze Landkreis Traunstein zu Landkreis Rosenheim) gab es seit Wiedereröffnung der Schulen im Juni bislang einen einzigen positiven Fall bei einem Schüler (vor drei Wochen). Danach mussten 90 Schüler und 12 Lehrkräfte, die Kontakt zu diesem Schüler hatten in Quarantäne und wurden getestet: keiner hatte sich angesteckt.
In der Schule werden Masken getragen (seit Ende Sommerferien auch im Unterricht und es wird alle 20min für ein paar Minuten stoßgelüftet).
Sandra Ciesek, die ja auf Drostenlinie liegt, hat mehrere Wochen lang (allerdings im September, als die generelle Inzidenz von Covid-19 noch niedriger lag) rund 1000 Kita-Kinder und deren Betreuer mit Reihentests 12 Wochen lang begleitet und in 13000 Abstrichen keinen einzigen Infektfall gefunden.
Es wird glaube ich spannend, solche Studien bei der jetzigen höheren Inzidenz zu wiederholen.

KevJames 07.11.2020 08:52

Zu Hafus Beitrag: Vollkommen richtig, es MÜSSTE in Schulen differenziert werden, wird es aber kaum. Alleine in meinem Schulumfeld (gymnasiale Oberstufe) gibt es zahlreiche Fälle (aus Datenschutzgründen möchte ich das nicht genauer beziffern).
Dies gilt ja nicht für Fragen der Ansteckungen, sondern auch Bedürfnisse in Bezug auf Bildung und Aufsicht - auch hier unterscheiden sich 9-jährige von 18-jährigen stark.

Eine politischer Ausdifferenzierung findet aber leider nicht / kaum statt. In aller Regel ist Schule halt Schule.

Eine Ergänzung: Drosten selbst hat kürzlich in einem Livestream / Podcast gesagt, dass er davon ausgeht, dass jüngere Kinder genauso ansteckend seien, wie Jugendliche. Die bisherigen (falschen) Ergebnisse beruhen laut ihm auf den Gründen, die HAFU weiter oben angeführt hat.

Bockwuchst 07.11.2020 09:28

Unser Landrat veröffentlicht täglich die neuen Zahlen und nennt dabei Fälle in Einrichtungen explizit. Da sind quasi jeden Tag neben Fällen in Asylbewerber Unterkünften auch welche in Schulen dabei.
Letztendlich ist es eine politische Entscheidung, die Schulen offen zu halten. Einerseits hält man die Schulen für so wichtig, eine zweite Schließung würde für viele Schüler einen so großen Rückstand bedeuteten, dass der nur schwer wieder aufzuholen wäre. Und dann ist es natürlich auch ein wirtschaftlicher Faktor, weil viele Leute, gerade Frauen, darauf angewiesen sind, dass die Kinder in der Schule Betreuer sind, um in die Arbeit gehen zu können.

mamoarmin 07.11.2020 10:03

Meine Frau hat gestern bis 20 Uhr in der KITA neue Pläne schmieden müssen, man will politisch einfach nicht in den Notbetrieb, der im März prima lief und die System relevanten mit Betreuung der Sprößlinge versorgte.

Die Kinder müssen ja keine Masken tragen, der Dienst ist kaum abbildbar, und beim kleinsten Problem(Krankheit einer Mitarbeiterin) droht das Konzept zu scheitern. Und die Gruppeneinteilung wie jetzt gefordert ein Witz. Man hat ja genug Personal, ach ja, nee hat man ja nicht, bräuchte man, aber bekommt ja keines (irgendwie überall gleich, ähnlich Pflege)

Anstatt jetzt mit dem bewährten Notbetrieb für Sicherheit zu sorgen, trägt man mit politischen Druck dazu bei, das Mitarbeiter verbrannt werden und beim kleinsten Fall das Kartenhaus zusammenfällt. Die Verantwortlichen setzen alles auf die Karte, dass dieser mini Lockdown ende nächster Woche zieht.

Man versäumt klar Anweisung in Sprachen zu formulieren, die die Eltern sprachlich verstehen, inhaltlich ist bei den meisten eh Hopfen und Malz verloren.
die Klassifizierung in Klasse 1 Betroffene ist ein Traum...Das Gesundheitsamt hätte bei Erkrankungen alles im Griff...Klar, die meist ausländische Eltern bringen Geschwisterkinder trotzdem in die Kita, obwohl der Bruder postiv ist und nicht mehr in die Schule darf?
Der Anteil der Eltern, die die Kinder auch zu Hause betreuen könnten, da freischaffend, ist extrem hoch. Aber gerade denen ist alles wurscht, hauptsache kind weg, obwohl problemlos zu Hause aufbewahrt werden könnte...die einzelnen, wirklich abhängigen Eltern, die arbeiten müssen sind am Ende die Deppen, wenn es knallt, und das wird es...
Mich würde mal interessieren auf welcher politischen Ebene so an diesem Konzept festgehalten wird? Ein ordentliches betreuen ist schon lange nicht mehr möglich, da fast alles verboten ist, singen usw...
Auf dem benachbarten Schulhof sind die Kinder zu fragwürdigen Spielchen meist im freien...also richtig gelernt wird da nicht mehr?

Ulf01 07.11.2020 11:21

Was lief denn bei der Notbetreuung super?:-(( Irgendwie war am Ende fast jeder System relevant. Bei meiner Tochter waren am Ende von 15 Kindern, 3 Kinder die nicht in die Kita durfte......

Du weisst aber schon das man wenn man von Zuhause arbeitet auch arbeiten muss und Kinder selten lange Zeit sich selbst beschäftigen und auch Hunger haben und und und.....

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1564043)
Meine Frau hat gestern bis 20 Uhr in der KITA neue Pläne schmieden müssen, man will politisch einfach nicht in den Notbetrieb, der im März prima lief und die System relevanten mit Betreuung der Sprößlinge versorgte.

Die Kinder müssen ja keine Masken tragen, der Dienst ist kaum abbildbar, und beim kleinsten Problem(Krankheit einer Mitarbeiterin) droht das Konzept zu scheitern. Und die Gruppeneinteilung wie jetzt gefordert ein Witz. Man hat ja genug Personal, ach ja, nee hat man ja nicht, bräuchte man, aber bekommt ja keines (irgendwie überall gleich, ähnlich Pflege)

Anstatt jetzt mit dem bewährten Notbetrieb für Sicherheit zu sorgen, trägt man mit politischen Druck dazu bei, das Mitarbeiter verbrannt werden und beim kleinsten Fall das Kartenhaus zusammenfällt. Die Verantwortlichen setzen alles auf die Karte, dass dieser mini Lockdown ende nächster Woche zieht.

Man versäumt klar Anweisung in Sprachen zu formulieren, die die Eltern sprachlich verstehen, inhaltlich ist bei den meisten eh Hopfen und Malz verloren.
die Klassifizierung in Klasse 1 Betroffene ist ein Traum...Das Gesundheitsamt hätte bei Erkrankungen alles im Griff...Klar, die meist ausländische Eltern bringen Geschwisterkinder trotzdem in die Kita, obwohl der Bruder postiv ist und nicht mehr in die Schule darf?
Der Anteil der Eltern, die die Kinder auch zu Hause betreuen könnten, da freischaffend, ist extrem hoch. Aber gerade denen ist alles wurscht, hauptsache kind weg, obwohl problemlos zu Hause aufbewahrt werden könnte...die einzelnen, wirklich abhängigen Eltern, die arbeiten müssen sind am Ende die Deppen, wenn es knallt, und das wird es...
Mich würde mal interessieren auf welcher politischen Ebene so an diesem Konzept festgehalten wird? Ein ordentliches betreuen ist schon lange nicht mehr möglich, da fast alles verboten ist, singen usw...
Auf dem benachbarten Schulhof sind die Kinder zu fragwürdigen Spielchen meist im freien...also richtig gelernt wird da nicht mehr?


Bockwuchst 07.11.2020 13:02

Großbritannien verhängt einen Einreisestopp für Dänemark wegen dem Ausbruch auf den Nerzfarmen

LidlRacer 08.11.2020 14:47

Zeit:
"Die Pandemie ist kein unabwendbares Schicksal"
Christian Drosten hält in diesem Jahr die Schillerrede in Marbach. Der Virologe erklärt darin seine Rolle als Wissenschaftler in der Pandemie.


Auch als Video:
https://www.youtube.com/watch?v=RnB7ijNmzrw

trichamp95 08.11.2020 15:40

So eine blöde Situation. Ah die armen Schülerinnen und Schüler... Sie tuen mir so leid. Egal, ob sie in so einer Zeit zur Schule gehen oder zu Hause bleiben. In beiden Fällen sind sie sehr überfordert und können sich natürlich auch nicht konzentrieren. Ich frage mich, wie sie dann den ganzen Stoff aufholen werden. Auch, wenn manche Lehrer behaupten, dass normaler Unterricht stattfindet, ist es für mich eindeutig klar, dass das nicht so ist. Keine Ahnung, wie diese Lücke bei den Schülerinnen und Schülern eines Tages geschlossen wird.

deralexxx 08.11.2020 22:30

https://www.einreiseanmeldung.de/

Zitat:

Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, sich für 10 Tage nach Einreise in Quarantäne zu begeben.

Damit die Gesundheitsämter die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren können, müssen Sie eine Digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Ihre Reise- und Kontaktdaten werden an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen kann.
Recht coole Sache finde ich.

Stefan 09.11.2020 06:33

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1564333)
https://www.einreiseanmeldung.de/



Recht coole Sache finde ich.

Wenn man auch dort was einkauft darf man aus den Grenzkantonen 24h nach BaWü.
Wenn z.B. die Eltern in Freiburg besucht, dann darf man sich 72h in Deutschland aufhalten, wenn man aus der Schweiz einreist (ganze Schweiz ist Risikogebiet).
...
Nur nicht konsequent sein, sonst könnte sich ja jemand beschweren.

Seyan 09.11.2020 08:32

Corona-Maßnahmen in Asien: Von Asien lernen

Funktioniert auch zig Gründen nicht:
- Datenschutz ist wichtiger als Gesundheit
- "Wir sind der Westen" aka "Wir wissen alles besser"
- Das da drüben sind doch alles nur Kommunisten (jupp, siehe Südkorea, Japan, etc.)
- Unsere Zahlen sind doch viel besser als in UK, USA oder Brasilien...
- usw.usf.

Wenn man mal sieht, wie die Zahlen in Südostasien aussehen, dann ist es traurig, wie es bei uns läuft.

Seyan 09.11.2020 08:36

Jens Spahn sieht gut jeden dritten Deutschen in Risikogruppe

Mal unabhängig von Corona; unsere Gesellschaft besteht offenbar aus gut 33% Risikogruppe. Ist das nun gut oder "schlecht"? Wobei es ja immer die Frage ist, wie man Risikogruppe definiert.

Flow 09.11.2020 08:47

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1564364)
Jens Spahn sieht gut jeden dritten Deutschen in Risikogruppe

Mal unabhängig von Corona; unsere Gesellschaft besteht offenbar aus gut 33% Risikogruppe. Ist das nun gut oder "schlecht"? Wobei es ja immer die Frage ist, wie man Risikogruppe definiert.

Korrespondiert das aktuell mit "gut 33%" tatsächlich schweren bis tödlichen Verläufen ?

LidlRacer 09.11.2020 10:01

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1564366)
Korrespondiert das aktuell mit "gut 33%" tatsächlich schweren bis tödlichen Verläufen ?

Es korrespondiert mit signifikant höherem Risiko für schwere und tödliche Verläufe.
Deswegen Risikogruppe und nicht Schwereverlaufsundtodesgruppe.


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