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tandem65 21.07.2021 06:38

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1612606)
Und die Positivquote (Anzahl positiv/Anzahl Tests) ist damit entscheidend! Ohne diese sagt die Inzidenz nämlich gar nix aus.

Da gibt es schon noch einen deutlichen Unterschied zwischen gar nichts und der Aussage der inzidenz.

tandem65 21.07.2021 06:50

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1612607)
Wenn aber in Stadt A mit 100.000 Einwohnern 1.000 Tests in 7 Tagen gemacht werden, in Stadt B mit auch 100.000 Eiwohnern 20.000 Test im gleich Zeitraum gemacht werden, dann ist die Inzidenz gleich, aber die Corona-Situation überhaupt nicht vergleichbar.

Nun, im ersten Fall weisst Du bei 99.000 Einwohnern genau nichts über Ihre Infektionssituation.
Im zweiten Falle bei 80.000 Deine Unschärfe wurde lediglich um nicht einmal 20% verbessert.

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1612607)
Daher ist die Inzidenz als das Steuerelement für Massnahmen meiner Meinung nach völlig unbrauchbar.

Deine Meinung ist bekannt und sei Dir gegönnt.
Zur Dunkelziffer wurde aber ja gerade letzte Woche eine Studie veröffentlicht, die zwar die Dunkelziffer als größer als angenommen darstellt, aber für mich noch in Dimensionen die ich nicht so einschätze daß sie Deine Meinung stützt.

tandem65 21.07.2021 06:54

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1612599)
Ja Noam, gute Analogie, danke! :Blumen:

Ja wirklich ein super Analogie. Du bist also der Meinung daß das Gesundheitsamt über Infizierte mit Symptomen nur per Losglück informiert werden sollten?
Ja, ich denke dann erhalten wir ein valideres Bild der Lage.

Mo77 21.07.2021 07:22

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1612615)
Ja wirklich ein super Analogie. Du bist also der Meinung daß das Gesundheitsamt über Infizierte mit Symptomen nur per Losglück informiert werden sollten?
Ja, ich denke dann erhalten wir ein valideres Bild der Lage.

Entscheidend ist ja der Absatz davor:
"Möchte ich allerdings durch Testen ein realistisches Abbild der aktuellen Durchseuchung bzw Virusausbreitung erhalten, muss ich eben auch ein realistisches Abbild der zu betrachtenden Gruppe ohne Vorselektion testen."

Für Grad der Durchsuchung müsste ich losen.

Das wäre ja wie bei Vorwahlbefragungen wenn ich nur Lehrer oder Vegetarier befrage.

aequitas 21.07.2021 07:30

Das wurde letztes Jahr auch sch9n diskutiert. Es bräuchte Kohorten-Studien, um bessere Aussagen treffen zu können. Stattdessen tappt man weiter im Dunkeln und begnügt sich hauptsächlich mit dem qualitativ sehr schlechtem Wert der inzidiert ohne Zusatzinf9mation (Alter, Beruf, Wohnsituation, etc.).

Schwarzfahrer 21.07.2021 08:12

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1612593)
Da kommt es doch wohl darauf an, was man mit den Test tatsächlich erreichen will. ...

Danke, sehr gute Übersicht.
Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1612593)
Eigentlich müsste man doch gerade jetzt (vor allem wo man doch um die vergangenen HotSpots: Tönjes und co weiß) ein hohes Interesse daran haben, genau hinzuschauen, wo Infektionen stattfinden und kann bei der noch niedirgen Inzidenz die mittlerweile doch sicher erhebliche Testkapazität auf entsprechende Forschung "verschwenden". Denn da, wo es jetzt schion hakt , wird es bei entsprechend hoher Infektionszahl, ja erst richtig knallen. Steuert man allerdings frühzeitig zielgerichtet gegen, kann man schlimmeres verhindern.


Man könnte den Verdacht hegen, dass man poltisch Angst davor hat bei entsprechender Kenntnis tatsächlich gezwungen wäre gezielt Maßnahmen gegen Ziele zu treffen, die man aus unterschiedlichsten Motiven lieber nicht tangieren möchte. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man auf diese Erkenntnis verzichtet.

Ich fürchte, das es diesmal wirklich nicht nur Unfähigkeit ist, die das zielgerichtete Hinschauen verhindert (sollte immer die erste Annahme sein), sondern auch die Angst, daß die Ergebnisse die groben Fehler der bisherigen Handlungsweise zu offensichtlich machen, und jemand nach dem Verantwortlichen fragt...

Bockwuchst 21.07.2021 08:18

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1612607)
Wenn aber in Stadt A mit 100.000 Einwohnern 1.000 Tests in 7 Tagen gemacht werden, in Stadt B mit auch 100.000 Eiwohnern 20.000 Test im gleich Zeitraum gemacht werden, dann ist die Inzidenz gleich, aber die Corona-Situation überhaupt nicht vergleichbar.

Daher ist die Inzidenz als das Steuerelement für Massnahmen meiner Meinung nach völlig unbrauchbar.

Das sind wieder total an dan Haaren herbeigezogene Zahlen. Es gibt eine vom RKI vorgegbene Strategie, wer alles getestet werden sollte. Dadurch ist die Zahl der Tests zumindest so grob überall vergleichbar und damit die Inzidenz.
Du konstruierst Probleme, die es nicht gibt.

longo 21.07.2021 08:21

Nachdem sich so manche hier mittlerweile zum System Inzidenzwert zumindest halbwegs richtig einordnende Gedanken gemacht haben, und dabei zu dem Schluß kamen, es könnten aktuell jeweils sogar mehr Menschen mit dem Corona Virus infiziert und Virusträger sein, als durch den aktuellen Inzidenzwert ermittelt, wäre es vielleicht auch an der Zeit, als kleinen nächsten Schritt die eigenen Einstellungen zum Thema Impfung gegen das Corona Virus einfach nochmals zu überprüfen und zu überdenken.

Wie gesagt, der Inzidenzwert sagt nur aus, wie viele Menschen in D sich aktuell per 100 000 Menschen innerhalb der letzten 7 Tage MINDESTENS mit dem Virus infiziert haben UND dabei auch positiv getestet wurden.
Es könnten aber auch deutlich MEHR sein..

Die eigene Haltung zur Impfung nun nochmals zu überdenken und zu überprüfen, das wäre eine gute Anpassung an neue Situationen und neue Erkenntnisse,
man nennt das ganze auch: "ADAPTATION" (nicht Adeptation).

Impfstoff gibt es mittlerweile genug, man muß nur hingehen..


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