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dr_big 13.04.2021 17:20

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1596053)
Es ist ein möglicher Schluss, den man nicht teilen muß - die Wahrheit der Rechnung ruft aber nach einer zwingenden Revision des Inzidenz-Konzeptes, und der entkopplung der Inzidenzen von heute von denen, die es vor den Schnelltest und Selbsttests gab, von mir aus durch Umbenennung. Die Inzidenz von heute darf nicht als Fortsetzung der Kurven von Dezember gezeichnet werden, das ist nämlich dann Manipulation.

Die Plausibilisierung der Inzidenz-Werte geht doch ganz einfach über die Anzahl der stationär behandelten Corona Fälle. Würde die Inzidenz nur durch stärkeres Testen steigen, so wäre die Anzahl der hospitalisierten Fälle konstant. Da aber jede Woche mehr Corona Fälle im Krankenhaus landen kann man davon ausgehen, dass die Inzidenz nicht nur durch Reduzierung der Dunkelziffer ansteigt, sondern tatsächlich ein höheres Infektgeschehen zu beobachten ist.

rhoihesse 13.04.2021 17:22

Moin, da es hier ja einige die aktuelle Studienlage sehr gut kennen:

Die Grundschule unserer Tochter wollte CO2-Messgeräte für die Klassenräume anschaffen, die Stadt hat abgelehnt dies zu beantragen. Jetzt stellt sich für mich die Frage ob der Förderverein der Schule die Kosten übernehmen soll.

Aber vielmehr stellt sich mir die Frage ob es angesichts der Mutanten überhaupt was bringt. Weiss da jemand was? Habe auf die Schnelle nur das gefunden, ist das seriös?

https://twitter.com/weingartende/sta...12038385344512

LidlRacer 13.04.2021 17:23

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596072)
Soziale Treffen, die draußen beginnen, enden sehr oft indoor

Hoffe, Lauterbach besteht nicht auf sein Copyright!

https://mobile.twitter.com/Karl_Laut...02879564316672

Steff1702 13.04.2021 17:27

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596081)
Hoffe, Lauterbach besteht nicht auf sein Copyright!

https://mobile.twitter.com/Karl_Laut...02879564316672

Treffen die draußen beginnen und drinnen enden kennt unser Karl doch nur vom Hörensagen

tridinski 13.04.2021 17:34

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596071)
Ich habe gestern schon einiges zu dem zumindest partiell groben Unfug dieses Herrn gesagt. Ist wohl an Dir vorbeigegangen.

Das stimmt, sorry

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596072)
Scheuch ist nunmal Aerosol-Experte und kein Virologe. Er vergisst in seinen Argumentationsketten komplett die Tröfcheninfektion, die je nach Setting (Abhängig von der tragehäufigkeit der Masken) für über die Hälfte der Covid-19-Infektionen verantwortlich ist.

Sämtliche epidemiologische Studien, die Scheuch anführt beziehen sich auf den Wildtypus und nicht auf die B1.1.7-Mutante. Wenn Menschen zusammen sind, dann reden sie auch miteinander und schauen sich an.
Zu einer Tröpfcheninfektion kann es durchaus auch draußen kommen, insbesondere bei der britischen Mutante, bei der die Menge der in den Tröpfchen enthaltenen Viren deutlich höher sind. Soziale Treffen, die draußen beginnen, enden sehr oft indoor, gerade wenn es dann abends kälter wird.

Das ist bestimmt alles richtig, auf der anderen Seite waren die Inzidenzwerte in D im letzten Sommer sehr niedrig. Das lag vermutlich nicht daran, dass die Politik damals geniale Konzepte am Start hatte oder wir als Gesellschaft megaschlau waren, sondern ganz einfach daran, dass wir alle sehr viel draussen waren. Mutante hin oder her.

Also scheint mir unterm Strich die Aerosol-Sicht-Kernaussage "draussen nice, drinnen shice" sehr entscheidend zu sein.

deirflu 13.04.2021 17:34

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1596068)
Zitate aus dem verlinkten Interview:

* die Ansteckungen finden zu 99,9 Prozent drinnen statt
* In einer irischen Studie wurde gerade festgestellt, von 232.000 Infektionen waren 262 im Außenbereich, also 0,1 Prozent.

Gibt es diese Studie auch wo nachzulesen?

Würde ich interessant finden wie sie diese Zahlen erhoben haben.
Immerhin wissen wir bei ~50% der Ansteckungen, wie auch bei meiner eigenen, nicht wo sie passiert sind.

pepusalt 13.04.2021 17:36

Die Testpflicht in den Betrieben, wenn sie nicht schon vom Altmeier nicht verhindert werden konnte, wird schon wieder laschgewaschen und ineffektiv.

Angebotsgebot statt Testpflicht taz

Zitat:

Aber: Für Unternehmen ist es leicht, sich zu entziehen. Die Kontrolle des Testangebots ist Sache der Arbeitsschutzbehörden der Ländern und der Berufsgenossenschaften. Im „Zweifelsfall“ würden sie Stichproben vornehmen, sagte Heil. Verweigern Che*f:in*nen das Angebot, können sich Beschäftigte an die Behörden wenden.

Dass die bis Ende Juni auf Beschwerden hin in die Gänge kommen – nicht sehr wahrscheinlich. Unternehmen droht ein Bußgeld, wenn sie sich verweigern. Sie können sich also freikaufen. Zumal das Bußgeld nicht automatisch fällig wird, wenn nicht getestet wird. Denn der Staat ist ziemlich kulant. „Es reicht der Bestellschein, um nachzuweisen, dass man sich bemüht hat, Tests zu bekommen“, sagte Heil. Auch Lieferverzögerungen würden akzeptiert. Das ist geradezu eine Einladung für Ausreden.
Zitat:

Ein großes Manko: Die Beschäftigten haben keinen Rechtsanspruch auf den Nachweis, dass sie negativ getestet wurden. „Wir werden die Unternehmen nicht mit der von Verbänden behaupteten Bürokratie belasten“, sagte Heil. Aber damit entfällt für die Mit*ar*bei*te*r:in*nen auch ein Grund, einen Test einzufordern: Um eine Bescheinigung für den Friseurbesuch oder Einkauf zu erhalten.
Wurde von mir schon gerade bei den Schultestungen bemängelt.

Zitat:

Eine Testpflicht für Beschäftigte gibt es nicht. Das wäre ein gesetzgeberisch aufwendiges Verfahren gewesen, was länger gedauert hätte, sagte Heil. „Mir ging es um eine pragmatische Lösung“, erklärte er. Und: Unternehmen hätten darauf hingewiesen, dass die Kontrolle bei einer Testpflicht für Beschäftigte für sie mit einem erheblichen Aufwand verbunden gewesen wäre.
:cool:
auf diesem Weg wird der Sommer 21 sich nicht an Sommer 20 erinnern, sondern sich nahtlos an Ostern 20, Weihnachten 20 und Ostern 21 einreihen und so das Pandmiegeschehen zum Dauerzustand :Maso:

Herr, lass Hirn regnen.

Hafu 13.04.2021 17:54

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1596065)
Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das individuelle Infektrisiko hängt doch nur von dem Anteil von Infektiösen in der Gesamtbevölkerung ab, also davon, wie wahrscheinlich es ist, einer Virenschleuder zu begegnen (ohne Details von wie lange, in welchem Setting, etc.). Ob die Nicht-Infektiösen geimpft sind oder nicht (wobei wohl auch geimpfte noch Viren streuen können, oder?) macht doch überhaupt keinen Unterschied. Wenn die gleiche Zahl von Tests (relativ zur Bevölkerung, aus der gleichen Kohorte) die gleiche Zahl von Postiven Befunden hervorbringt, ist das Risiko gleich.

Das Risiko für die gesamte Kohorte ist im Mittel genauso, wie es die Inzidenz ausweist. Praktisch ist es aber individuell betrachtet, bei Geimpften viel niedriger, und als Ausgleich bei den Ungeimpften höher.

Wenn man zur Vereinfachung ausgeht, dass das Infektrisiko für Geimpfte 0 ist (in der Realität sind es je nach Impfung und ob schon die Zweitimpfung erhalten wurde natürlich etwas mehr), dann haben aktuell 15% der Bevölkerung bei z.B. 100er-Inzidenz gar keine Risiko mehr für Covid-19. Daher muss um rechnerisch auf die 100er inzidenz zu kommen die verbliebenen 85% Ungeimpfte natürlich ein höheres Risiko aufweisen, denn wenn das Risiko für die ungeimpften 85% nur 1/1000 (=100/100 000) betrage würde, dann läge die Inzidenz ja nur bei 85.


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