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aequitas 13.11.2020 16:15

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1565629)
Das ist der Grund, weshalb ich eher den Epidemiologen u. Virologen vertraue, die solche Faktoren prognostisch abschätzen, aufgrund dessen dann Infektionsschutzverordnungen erstellt werden.

Dann solltest du eben auch jenen Epidemiologen und Virologen zuhören, statt nur von ihnen zu reden. Unter denen gibt es nämlich keinen Konsens darüber, dass ein Lockdown notwendig ist.

Bockwuchst 13.11.2020 16:22

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1565631)
Dann solltest du eben auch jenen Epidemiologen und Virologen zuhören, statt nur von ihnen zu reden. Unter denen gibt es nämlich keinen Konsens darüber, dass ein Lockdown notwendig ist.

Realistisch betrachtet ist es doch nur einen kleine Clique um den Streeck, die gegen eine Lockdown ist. Davon abgesehen gibt es ziemlich viel Konsens.

LidlRacer 13.11.2020 16:24

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1565631)
Dann solltest du eben auch jenen Epidemiologen und Virologen zuhören, statt nur von ihnen zu reden. Unter denen gibt es nämlich keinen Konsens darüber, dass ein Lockdown notwendig ist.

Weitgehend gibt es diesen Konsens.

PS:
Ich glaub, inzwischen hat sogar Streeck gesagt, dass der aktuelle "Lockdown" notwendig ist.

DocTom 13.11.2020 16:27

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1565626)
... Wir brauchen eine langfristige Strategie, die Schäden minimiert.

...wenn das denn (von der aktuellen Regierung) gewünscht wäre, hätten wir diese mMn schon...

Nebenbei gehen solche Gesetzesattacken hier
https://www.zeit.de/politik/deutschl...sweis-freiheit

dann dankenswerter Weise ohne große Proteste auf der Straße durch und werden auf ewig verankert.

Die Schafe laufen selber zur Schlachtbank...

Schönes WE allen kritischen Stimmen hier!
Thomas

aequitas 13.11.2020 16:28

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1565633)
Realistisch betrachtet ist es doch nur einen kleine Clique um den Streeck, die gegen eine Lockdown ist. Davon abgesehen gibt es ziemlich viel Konsens.

Du meinst die andere kleine Clique rund um Drosten?

Ach, komm, das ist doch Quatsch in vermeintlichen Virologen-Lagern zu denken. Es gibt da sehr differenzierte Ansichten abseits eines "Ohne Lockdown fahren wir in die Hölle". Erst heute habe ich hier einen Artikel aus dem Spiegel verlinkt in dem der Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung den Nutzen eines Lockdowns kritisch betrachtet hat. Daneben hat auch Schmidt-Chanasit schon viele differenzierte Beiträge zum Umgang mit der Pandemie geleistet.

Die Welt ist eben mehr als schwarz und weiß.

qbz 13.11.2020 17:18

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1565636)
...wenn das denn (von der aktuellen Regierung) gewünscht wäre, hätten wir diese mMn schon...

Nebenbei gehen solche Gesetzesattacken hier
https://www.zeit.de/politik/deutschl...sweis-freiheit

dann dankenswerter Weise ohne große Proteste auf der Straße durch und werden auf ewig verankert.

Die Schafe laufen selber zur Schlachtbank...

Schönes WE allen kritischen Stimmen hier!
Thomas

Vielleicht interessiert es:

FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke stimmten dagegen, CDU/CSU, SPD, AFD dafür.

https://www.bundestag.de/dokumente/t...empfung-802464

Leider fällt vieles Wichtige neben Corona aus dem Fokus der medialen Aufmerksamkeit und auch hier im Forum befinden sich andere Thread´s im Tiefschlaf.

ThomasG 13.11.2020 17:50

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1565390)
Ergänzend zu ThomasG Zusammenfassung ein kleiner Hinweis:

Auf der Website dieser psycholologischen Gesellschaft, der Prof. Klaus-Jürgen Bruder vorsteht, kannst Du dazu von ihm zu dem Thema "Corona" einen kurzen Artikel lesen.

Nicht das Virus bestimmt unser Reden, Denken, Tun, sondern der Diskurs der Macht bestimmt, wie wir über das Virus reden, welche Haltung wir ihm gegenüber einnehmen, unsere Ängste und unsere Handlungen.

In den 70ziger Jahren beschäftigte er sich vorrangig mit Ideologiekritik wie in seiner damals unter Studenten recht bekannten Schrift: "Kritik der bürgerlichen Psychologie. Zur Theorie des Individuums in der kapitalistischen Gesellschaft, 1973." oder einer Kritik an der Verhaltenstherapie: „Psychologie ohne Bewusstsein: Die Geburt der behavioristischen Sozialtechnologie“. Eine reine Ideologiekritik z.B. hilft dem praktischen Therapeuten im Sinne von Allgemeinbildung vielleich weiter, aber weniger bei der Behandlung psychisch erkrankter Menschen, wo er wiederum die Erfahrung und Kenntnis verhaltenstherapeutischer Methoden braucht.

Das Problem für mich (und andere im Studium) mit seinem theoretischen Ansatz / Konzept war damals schon, dass er quasi der Ideologiekritik alles unterordnet, was ich insbesondere bei Naturwissenschaften als problematisch sehe und auch bei der Psychologie, weil es eben objektive Erkenntnisse aus Experimenten etc. gibt, soweit eine evidenzbasierte Psychologie erkenntnisgeleitet etwas entdecken oder bewirken will. Insofern interessiert Prof. Klaus-Jürgen Bruder vorrangig, wie er schreibt, "der Diskurs der Macht" und weniger der bestmögliche Umgang einer Gesellschaft mit einer viralen Erkrankung, Pandemie.

Beim ersten Überfliegen habe ich bedeutende Teile Deines Beitrages sinngemäß nicht erfasst.
Eben habe ich ich nochmals gelesen und das langsamer und aufmerksamer.
Vielen Dank - auch für mich sind diese Worte und Informationen sehr interessant.
Sowohl mit Deinen als auch mit den Worten von Prof. Klaus-Jürgen Bruder werde ich mich bestimmt noch öfter beschäftigen.

In dem Gespräch beschrieb Bruder auch, wie er die Wissenschaft sieht.
Er hält sie weder für unabhängig noch unbefangen würde ich das Gesagte mit meinen Worten umschreien.
So sehe ich das auch, auch wenn ich durchaus sehe, dass da eine starke Kontrolle erfolgt bzw. erfolgen kann, weil Wissenschaftler ja untereinander durchaus mehr oder weniger heftig konkurieren.
Wer sich da zu weit vorwagen würde, der müsste damit rechnen aufzufliegen oder seinen wissenschaftlichen Ruf zu verlieren und zwar vor allem in den Augen derjenigen, die vom Fachgebiet am meisten verstehen.
Das dürfte ein verdammt hoher Preis sein, stelle ich mir mal zumindest vor.

Drosten kam bei mir vom Bauchgefühl her (:-P ;-)!) fast immer recht sympathisch, authentisch und glaubwürdig herüber im Großen und Ganzen.
Wir sind ja alle Menschen und nicht frei von menschlichen Schwächen.
Nicht gut war vielleicht die zeitweilige Nähe zu bestimmten Politikern (Spahn) und zum RKI.
Wenn man sich recht gut kennt und mag, dann tut man sich einfach oft schwerer Kritisches zu dem oder den anderen zu sagen oder zu schreiben.
Zumindest geht es mir so.

LidlRacer 13.11.2020 18:43

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1565444)
Hole gerade noch etwas Nuhr nach. Er scheint erstaunlicherweise bzgl. Corona angesichts des Offensichtlichen nun doch in der Realität angekommen zu sein.

Nochmal kurz dazu:
Insgesamt fand ich die Sendung erstmals seit langem nicht schlecht. Nuhr hat endlich aufgehört, einzelne Themen endlos und miesepetrig zu Tode zu reiten und scheint vernünftiger geworden zu sein.

Aber am coolsten ist, dass ich gleichzeitig Lauterbach und Florian Schroeders Parodie von ihm (ab 30 Min.) gut finden kann. :Lachen2:
https://www.daserste.de/unterhaltung...video-278.html


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