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Nepumuk 11.11.2020 10:13

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1564902)
Was habe ich behauptet, das ich deiner Meinung nach belegen müßte ?

Mit deiner Aussage "Unabhängig davon, wieviel die hohen Ankündigungen auch bzgl Wirksamkeit, Nebenwirkungen etc. nach praktischer Konfrontation mit der Realität noch wert sind." behauptest du implizit, das die Ankündigungen falsch sind und nicht eintreffen werden. Dafür hast du weder Belege noch Anhaltspunkte, oder?

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1564902)
Wie sollte das gehen ?
Meinst du, ich könnte durch meine (geäußerte) Meinung und Einschätzung die Qualität des Impfstoffes beeinflussen ?

Nein, natürlich nicht. Aber du versuchst schon die Meinung deiner Leser zu beeinflussen, sonst würdest du ja nix schreiben. Warum nicht einfach ergebnisoffen abwarten, bis die Ergebnisse der klinischen Studien da sind? Was versprichst du dir vom Schlechtschreiben?

TriVet 11.11.2020 10:14

@HaFu::Blumen:

aequitas 11.11.2020 10:19

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1564917)
aber sagen wir mal nur das dreifache, also 450-900.000.
macht 600.000-1,2 Millionen/Tag.
Selbst bei 60Millionen Impflingen also in 60 tagen.

also bei genug verfügbarem impfstoff sehe ich da niemals vier jahre...

Das kann ich nicht einschätzen, da ist HaFu mit Sicherheit der bessere Ansprechpartner. Aber hier wurden gerade die 70% einer Impfstofffirma postiv erwähnt, die ich als eher parteiische Quelle einstufen würde. Auf der anderen Seite ist Quarks/Mai-Thi, die hier regelmäßig zum Maßstab der Wissenschaftskommunikation genommen werden. Es ist einfach eine andere Prognose, ein anderer Blickwinkel.

Bei deiner Rechnung traue ich mir allerdings doch ein paar Einschätzungen zu. Du gehst von den Kapazitäten der Praxen/Impfzentren aus, wobei hier Produktion, Infrastruktur/Verteilung und Bevölkerung fehlen. 4 Jahre halte ich auch für eine lange Zeit und hoffe/denke, dass dies unrealistisch ist. Dennoch müssen wir bedenken, dass wir noch immer nicht viel über die Impfstoffe wissen, sondern diese sich bisher noch in der Freigabe befinden und nur einen äußerst kurzen Testzeitraum durchgemacht haben. Hier gibt es noch ein großes Fehlerpotential. Auf der anderen Seite können wir aber auch Glück haben. Ich will es einfach nur etwas realistischer/pragmatischer sehen und nicht den sofortigen Heilsbringer Biontech-Impfstoff benennen.

Hafu 11.11.2020 10:22

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1564855)
@Schlafschaf: Tagesreports beim DIVI:
https://www.divi.de/register/tagesreport
Archiv der Reports hier:
https://www.divi.de/divi-intensivreg...sreport-archiv

Die Dynamik ist fürchterlich, hoffen wir mal, sie ist einbremsbar.

m.

Ich finde die Dynamik nicht fürchterlich und die Einbremsung bei der Inanspruchnahme von Intensivbetten, die der Zahl an Neuinfektionen stets 10 bis 14 Tage hinterherhinkt, ist ja auch schon in den aktuellen Zahlen erkennbar.
Es gibt aktuell wieder Ausbrüche in manchen Krankenhäusern und Pflegeheimen und das ist selbstverständlich ein Problem, das man adressieren muss, aber im Großen und Ganzen hat Deutschland die Pandemie aktuell gut im Griff (und ich höre im Hinterkopf schon wieder die Stimmen aus der Querdenker-Ecke, die angesichts der Wirksamkeit getroffener Maßnahmen, v.a. aber angesichts der Wirksamkeit der IMHO viel wichtigeren privaten Verhaltensänderungen die Pandemie und die Berichterstattung darüber für überschätzt halten)

Die Effekte, die wir in den letzten ein bis zwei Wochen beiom R-Faktor, bei der Anzahl der Neuinfektionen und bei der gebremsten Anzahl an stationären Einweisuungen sowie Inanspruchnahme von Intensivbetten beobachten konnten (die letzt genannte Zahl hinkt der tatsächlichen Entwicklung der Pandemie in Deutschland am weitesten hinterher) hat übrigens noch überhaupt nichts mit den von der Politik verfügten Schließung der Gastronomie oder sonstigen verhängten Kontaktbeschränkungen zu tun.
Der (mögliche) Effekt dieser Maßnahmen wird sich erst in den nächsten Tagen zunehmend in den Infektzahlen manifestieren.

Ich finde es ist zulässig, in diese Zahlen hinein zu interpretieren, dass die Mehrzahl an Menschen in Deutschland, wie ich schon ein paar mal hier geschrieben habe, doch nicht so doof sind und sich auf quasi freiwilliger Basis unter dem Eindruck immer dramatisch ansteigender Infektzahlen freiwillig im oktober besser an die AHA-Regeln gehalten haben als z.B. im September oder August, als die zweite Welle ihren Ausgang genommen habe.

Sehr auf meiner persönlichen Linie liegt aktuell Prof. Jonas Schmidt-Chanasit, der im heutigen Morning Briefing von Steingart ausführlich und differenzierend zu Wort kommt. Kann ich sehr empfehlen sich anzuhören (evt. die ersten 5 Minuten mit etwas zu ausführlichen Glückwünschen an Geburtstagskind Friedrich Merz überspringen)

Flow 11.11.2020 10:37

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1564919)
Mit deiner Aussage "Unabhängig davon, wieviel die hohen Ankündigungen auch bzgl Wirksamkeit, Nebenwirkungen etc. nach praktischer Konfrontation mit der Realität noch wert sind." behauptest du implizit, das die Ankündigungen falsch sind und nicht eintreffen werden. Dafür hast du weder Belege noch Anhaltspunkte, oder?

Damit behaupte ich, daß die praktische Konfrontation mit der Realität noch aussteht.
Dafür bedarf es wohl keiner weiteren Belege, nicht wahr ?
Zitat:

Was versprichst du dir vom Schlechtschreiben?
"Schlechtschreiben" ist dein Thema. Ich hatte dich gefragt, wie das funktionieren soll.
Ich warte ergebnisoffen ab, wie sich die Impfstoffgeschichte entwickelt.
Wobei eine die Ankündigungen (90% (anhaltender) Schutz, keine Nebenwirkungen, nächsten Sommer 70% geimpft ...) übertreffende Entwicklung mir schwer vorstellbar ist. Nach unten ist da meiner Einschätzung nach deutlich mehr Platz.

aequitas 11.11.2020 10:42

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1564924)
Sehr auf meiner persönlichen Linie liegt aktuell Prof. Jonas Schmidt-Chanasit, der im heutigen Morning Briefing von Steingart ausführlich und differenzierend zu Wort kommt. Kann ich sehr empfehlen sich anzuhören (evt. die ersten 5 Minuten mit etwas zu ausführlichen Glückwünschen an Geburtstagskind Friedrich Merz überspringen)

Schmidt-Chanasit macht schon länger äußerst gute Arbeit hinsichtlich der Pandemie und dem Umgang damit. In Hamburg, wo er arbeitet wurden u.a. Experimente/Tests zum sicheren Feiern durchgeführt. Für manche hier ist er allerdings eine persona non grata, da er sich gemeinsam mit Streeck geäußert hat. Wer sich für einen pragmatischen Umgang mit Corona interessiert, der findet bei ihm viel wertvolle und differenzierte Beiträge. Deshalb hier nochmal die Empfehlung zum Interview mit ihm und dem DEGAM-Präsidenten Schwerer von Mitte Oktober: Die Politik streitet über Beherbergungsverbote und die neue Teststrategie. Doch wie kommen wir gut durch den Corona-Winter? Interdisziplinär, meinen der Virologe Schmidt-Chanasit und DEGAM-Präsident Scherer – und liefern gleich einige Evidenzchecks.

El Stupido 11.11.2020 10:48

Wie wäre es mit einem seperaten Thread und einer angehängten Umfrage um die Impfbereitschaft hier im Forum mal "abzuklopfen"?

keko# 11.11.2020 10:56

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1564907)
Die Bundeskanzlerin verkündet und muss dafür gerade stehen. Sie entscheidet das nicht allein. Dafür hat sie echte Experten. Ich bin kein echter Experte. Die Bundeskanzlerin auch nicht.

Wenn Du meinen Post aufmerksam gelesen hättest, dann hättest Du eine mögliche Antwort bereits. Daran hast Du aber kein Interesse. Das Interesse besteht darin, grundsätzlich erst einmal Kritik zu üben. Das ist ... mit Verlaub... ganz schön dünn. Du versteckst Dich hinter Deiner Dauerkritik und bist wenig konstruktiv. Warum sollten wir das mit noch mehr Argumenten füttern und fördern? Wir drehen uns ohnehin im Kreis.

Ich zitiere es für Dich gern noch einmal:

Ja, ich kritisiere gern, sage aber auch meine Position (wenn auch im Thread verstreut) und zeige damit eine Möglichkeit auf:

1. Konzentration auf (Hoch)Risikogruppen
2. Investition in Krankenhäuer/Personal/Ausstattung
3. Der Bevölkerung mehr Vetrauen schenken

Ich habe mehrmals gesagt, dass ich die Kette aus:
mehr absolute Infektionszahlen --> mehr Beschränkungen
auf Dauer für nicht durchführbar halte, es aber eine dauerhafte Strategie geben muss, weil Corona dauerhaft bleibt.

Ich sage auch dauernd, dass dies meine Privatlogik ist und ich mich womöglich irre. Ich bin hier zum Meinungsaustausch und versuche (mehr oder weniger ;-) Sinnvolles zu posten.

Das :Blumen: mache ich bewusst dran, um eine mögliche Schärfe aus der Diskussion zu nehmen.


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