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Lucy89 04.11.2020 11:47

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1563142)
Das dürfte aber die Realität der Pandemie sein, so dass wir zwar abschnittsweise exponentielles Wachstum mit konstanten Verdopplungszeiten finden. Allerdings werden wir wohl auch unterschiedliche Verdoppelungszeiten in unterschiedlichen Abschnitten des exponentiellen Wachstums der Pandemie finden. Oder? :Blumen:

Ja, so ist es.

FinP 04.11.2020 11:53

Noch eine Frage, wenn wir schon Experten hier haben.

Gilt also:
Exponentielles Wachstum => konstante Verdopplungszeit ?

Diese Behauptung wurde vorhin als falsch abgetan und von Frau Professorin wurde die Ablehnung bestätigt.

Ansonsten kann ich nachher auf Arbeit nicht schlafen... :-)

Flow 04.11.2020 11:59

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1563142)
Das dürfte aber die Realität der Pandemie sein, so dass wir zwar abschnittsweise exponentielles Wachstum mit konstanten Verdopplungszeiten finden. Allerdings werden wir wohl auch unterschiedliche Verdoppelungszeiten in unterschiedlichen Abschnitten des exponentiellen Wachstums der Pandemie finden. Oder? :Blumen:

Ja. Die Frage ist halt, wie große "quasi-konstante" Phasen wir vorfinden, bzw natürlich auch, wie gut die erhobenen Daten erstmal die Realität abbilden.

Im Exponenten befindet sich im Übrigen nicht nur die Zeit "t", sondern auch noch ein Faktor, der angibt, in welchem Zeitraum sich die "Ver-R-fachung" vollzieht.

Reden wir z.B. von R = 1.1, ist zusätzlich gefragt, wann sich die Zahl der Infiizierten ver-1.1-facht.
Ursprünglich wurden die diversen Reproduktionszahlen R darauf bezogen, wieviele weitere Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Plausiblerweise müßte man also den Zeitraum der Kontagiosität ansetzen. ~10 Tage ?

Es ergäbe sich dann ~ R^(t/ 10 Tage)

Eine Verdopplungszeit t2 = 10 Tage * ln(2) / ln(R)

Natürlich Theorie, da es in der Praxis verfälschende Einflüsse von allen Seiten gibt ... ;)

keko# 04.11.2020 12:00

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1563142)
Das dürfte aber die Realität der Pandemie sein, so dass wir zwar abschnittsweise exponentielles Wachstum mit konstanten Verdopplungszeiten finden. Allerdings werden wir wohl auch unterschiedliche Verdoppelungszeiten in unterschiedlichen Abschnitten des exponentiellen Wachstums der Pandemie finden. Oder? :Blumen:

Corona ist kaum zu Modellieren, meiner Meinung nach. Man kann sich nur die Kurve anschauen und dazu beitragen, dass sie nicht durch die Decke geht.

Aber eine geschlossenen analytischen Ausdruck
AnzahlDerInfektionen(t) = ....
gibt es nicht. Dazu ist die Entwicklung zu dynamisch und es gibt vor allen Dingen vermutlich allerhand Störfunktionen, die wir nicht kennen. Daher auch "wir fahren auf Sicht".
Bim Klima ist das ähnlich. Auch dort rechnet man mit numerischen Modellen "wenn...dann...".

Lucy89 04.11.2020 12:02

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1563145)
Noch eine Frage, wenn wir schon Experten hier haben.

Gilt also:
Exponentielles Wachstum => konstante Verdopplungszeit ?

Diese Behauptung wurde vorhin als falsch abgetan und von Frau Professorin wurde die Ablehnung bestätigt.

Ansonsten kann ich nachher auf Arbeit nicht schlafen... :-)

Richtig ist: Konstant im Sinne von ändert sich nicht mit der Zeit (d.h. ob ich z.B. gerade in Woche 14 bin oder in Woche 12, spielt keine Rolle für die Verdopplungszeit).

Nicht aber konstant im Sinne von unabhängig vom Wachstumsfaktor. Die Verdopplungszeit von 1.1^t ist eine andere als die von 2^t.

Flow 04.11.2020 12:05

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1563145)
Gilt also:
Exponentielles Wachstum => konstante Verdopplungszeit ?

Jetzt ist mal langsam Schluß mit Mathe ("der Pfarrer predigt auch nur einmal" hieß es früher ... :Lachen2:), schließlich ist draußen Pandemie und wir müssen weiter Regelbrecher jagen ... :Huhu:

FinP 04.11.2020 12:17

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1563150)
Richtig ist: Konstant im Sinne von ändert sich nicht mit der Zeit (d.h. ob ich z.B. gerade in Woche 14 bin oder in Woche 12, spielt keine Rolle für die Verdopplungszeit).

Nicht aber konstant im Sinne von unabhängig vom Wachstumsfaktor. Die Verdopplungszeit von 1.1^t ist eine andere als die von 2^t.


Danke.

Die Breite Ablehnung der Aussage hatte mich irritiert.

tomerswayler 04.11.2020 20:44

Im Wochenvergleich steigen die Zahlen immer noch, allerdings ist die Wachstumsrate rückläufig ( Siehe Spalten F und G im Curve Reiter https://docs.google.com/spreadsheets...26gVyfHqvcl8s/ ).


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