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Klugschnacker 30.10.2020 10:22

Zitat:

Zitat von Cogi Tatum (Beitrag 1561683)
Verlassen Landesregierungen und der Bund mit ihren Anordnungen diese Grundprinzipien, was unterscheidet uns dann noch von Bananenrepubliken?

Das mildere Klima. Zumindest noch die nächsten Jahre.

LidlRacer 30.10.2020 10:34

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1561693)
Das mildere Klima. Zumindest noch die nächsten Jahre.

:Lachanfall:

Cogi Tatum 30.10.2020 10:43

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1561693)
Das mildere Klima. Zumindest noch die nächsten Jahre.

Die Unterschiede sind vernachlässigbar ;)

qbz 30.10.2020 10:50

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1561686)
......
Weiter auf AHA pochen und gleichzeitig Risikogruppen schützen, halte ich für gangbar über Monate oder gar Jahre.
.....

Was bedeutet konkret Risikogruppen schützen? Es handelt sich um eine Menge von Menschen in DE in der Grössenordnung der Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen (17 Millionen) und Schleswig-Holstein (2,5 Millionen) zusammen, bis zu 30 % in DE. Davon nehmen die meisten aktiv und selbständig am Leben teil, ein erheblicher Teil ist auch berufstätig und leben in Familien oder haben famililäre und private Kontakte, wo immer die Gefahr besteht, dass einer / eine das Virus in den Haushalt bringt. Sollen sich die Risikopersonen jetzt über 1 bis mehrere Jahre von jeglichen privaten Kontakten isolieren und ihre Berufsarbeit aufgeben! Auch die Senioren unter ihnen stellen durchaus einen wirtschaftlichen Faktor dar.

In der ambulanten Pflege und in Pflegeheimen wird eigentlich heute schon überall penibel auf Hygienschutzmassnahmen geachtet, die auch mit Schnelltests alle weiter praktiziert werden müssen. Ich weiss nicht, was man da noch entscheidend verbessern kann.

Insofern nehme ich persönlich die Rede "von Risikogruppen schützen" eher als Schlagwort wahr, solange man keine realistischen konkreten Vorschläge macht. Der beste Schutz ist doch eine niedrige Infektionsrate in der Bevölkerung. Je höher und verbreiteter diese ist, desto mehr werden Risikogruppen in DE betroffen sein, desto belasteter die Ämter sowie die Krankenhäuser und Intensivstationen mit allen bekannten Nachteilen wiederum für andere Patientengruppen. Deswegen halte ich das Ziel eines Stopps des exponentiellen Wachstums und einer Verringerung für absolut notwendig, auch damit die Gesundheitsämter wieder Kapazitäten haben, um für Menschen mit Kontakt zu Infizierten Quarantäne anzuordnen. Ob die jetzigen Massnahmen wirkungsmächtig genug und ausreichend lang disponiert sind, wird sich in 4 Wochen zeigen. Da die Infektionen in ganz wenigen Wochen extrem rasant angestiegen sind (auch Brandenburg liegt jetzt > 50/100000 von ehemals 15/100000) und sich in der ganzen Fläche von DE ausgebreitet haben (fast alles "Risikogebiet"), rechne ich im besten Fall mit einem Erreichen des Scheitels der Welle durch die Massnahmen, was es den Gesundheitsämtern immer noch schwer machen dürfte, wieder die frühere, erfolgreiche Containment Strategie aufzunehmen. Dass mit den jetzigen Massnahmen im Winter und den Weihnachtsferien alle glücklich Apres-Ski Lokale in DE, AU, CH besuchen können, glaube ich hingegen kaum.

Was die FDP betrifft, wundert mich ihre Haltung überhaupt nicht, da sie immer für Staatsabbau (Reduktion bis Auflösung der Gesundheitsämter!), Rationalisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens und der Sozialversicherungen eintritt und stattdessen individuelle Eigenverantwortung predigt. Wer das will, wählt FDP, Neoliberalismus pur.

LidlRacer 30.10.2020 10:51

Du musst es ja wissen - als Experte für aggressive, abwertende und ehrabschneidende Äußerungen.
Zum Glück vergesse ich die, die du mir an den Kopf wirfst, in der Regel schnell.

Interessieren würde mich, wann & wie du dich radikalisiert hast - selbst unter der aktuellen Identität klangst du vor nicht allzu langer Zeit noch vernünftig:

Zitat:

Zitat von Cogi Tatum (Beitrag 1545323)
Versucht man es mit Fakten kommt dann ein "Ja, aber" und es wird auf Youtube-Koryphäen wie z. B. Bodo Schiffmann verwiesen. :Nee:

Bei einer entsprechenden Nachfrage warum Schiffmann mehr und anderes weiß wie z. B. das RKI fällt die Antwort ziemlich knapp aus, so es denn eine Antwort gibt.

Man könnte meinen, du wärest inzwischen selbst durch Schiffmann und Konsorten infiziert.

MattF 30.10.2020 10:57


Das mag sein führt in der Bewertung so aber in die Irre.


Die Ansteckung im privaten Haushalt ist praktisch nicht verhinderbar, ausser wir setzen und jetzt alle einzel in eine Zimmer, was bei uns sogar ginge. Wie müssten uns zu dritt nicht sehen in unserem großen Haus :-)

In 2-3 Zi Whg oder in zb. Flüchtlingsheimen ist das illusorisch.

Von daher muss der Virus abgefangen werden, bevor er den privaten Bereich erreicht.

Die Restaurantbranche hat ja jetzt die Losung ausgegeben nur 2% der Ansteckungen wären in Restaurants. Gut nur der eine der sich vielleicht im Restaurant ansteckt der steckt dann 3 Familienmitglieder an, die gehen in die Schule .....

Schwarzfahrer 30.10.2020 11:02

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1561692)
Ein schwieriges Thema und mir wäre es auch lieber, wenn es nicht dazu kommen würde bzw. dass die Rahmenbedingungen so sind (z.B. durch bessere Umsetzung der Gesetze/Regeln), dass es nicht dazu kommen kann/soll/muss.

Es muss nie. Es liegt allein am menschlichen Umgang miteinander.
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1561692)
Wie soll man deiner Meinung nach reagieren, wenn man klare Verstöße mitbekommt und die Personen z.B. auf eine direkte Ansprache nicht reagieren oder eine solche - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich oder nicht sinnvoll ist?
Ich meine damit nicht "kleine Verstöße" wie Maske vergessen oder ein Treffen mit 6 statt 5 Personen, von denen "nur" eine diffuse Gefahr ausgeht, sondern z.B. Verstöße, von denen eine konkrete Gefahr der Verbreitung des Virus ausgeht, z.B. weil sich Personen nicht an eine verordnete Quarantäne halten.

Gelassen, wenn man selbst nicht gefährdet ist, mit vernünftiger Distanzierung und selbstschutz, wenn man sich als gefährdet fühlt. Wobei die direkte Ansprache auch eine breite Palette zwichen freundlicher Erinnerung und Anschnauzen liegen kann, und entsprechend unterschiedliche Erfolgschancen hat. Grundsätzlich hat aber bei uns der Staat das Monopol, Gesetze und Verordnungen durchzusetzen. Keiner von uns sollte sich als Hilfssherrif engagieren, finde ich. Und "konkrete Gefahr" geht im seltensten Fall von jemadnem aus, es ist meistens höchstens eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß eventuell eine Infektion übertragen werden könnte. (Konkrete Gefahr ist für mich ein gezieltes Anhusten durch einen bekannt Infizierten, und nicht ein Quarantäne-Bruch).
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1561692)
...Es muss aber auch möglich sein, eindeutig rechtswidriges Verhalten, dass zur Verbreitung des Virus Beitrag anzuzeigen ohne dass der Anzeigende der Buhmann ist.

Mölgich ist alles, gut finde ich es nicht. Ich bin dafür, nur im Falle von persönlicher Verwicklung an eine Anzeige zu denken.

aequitas 30.10.2020 11:08

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1561697)
Insofern nehme ich persönlich die Rede "von Rsikogruppen schützen" eher als Schlagwort wahr, solange man keine konkreten Vorschläge macht. Der beste Schutz ist doch eine niedrige Infektionsrate in der Bevölkerung. Je höher und verbrieteter diese ist, desto mehr werden Risikogruppen in DE betroffen sein, desto belasteter die Krankenhäuser und Intensivstationen mit allen bekannten Nachteilen wiederum für andere Patientengruppen.

Absolut richtig. Dennoch: die größte Gefahr besteht für die Risikogruppe. Entsprechend wären konkrete Maßnahmen hilfreicher. Stattdessen wurden am Mittwoch pauschal Maßnahmen erlassen, die teilweise fragwürdig erscheinen. Ja, Infektionsszahlen sollten soweit möglich gesenkt werden bzw. das Wachstum gebremst werden. Gleichzeitig muss aber auch der Schutz der Risikogruppe besser geplant und umgesetzt werden. Dass ein solches Vorhaben nicht einfach ist, sollte jedem klar sein.

Außerdem: konkrete Vorschläge wurden schon gemacht, aber die werden offensichtlich gekonnt ignoriert. Vielleicht liegt es daran, dass es in dieser Debatte nur A oder B gibt, aber keinen Weg dazwischen, keine Kombination von Lösungen. Überhaupt: Ziel- und Lösungsorientierung fehlen komplett.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1561698)
Interessieren würde mich, wann & wie du dich radikalisiert hast - selbst unter der aktuellen Identität klangst du vor nicht allzu langer Zeit noch vernünftig

Für dich gibt es auch nur schwarz oder weiß?

Warum geht Infektionsschutz und Hinweis auf Rechtsstaatlichkeit nicht zusammen?

Gerade die zuletzt beschlossenen Maßnahmen berechtigen durchaus zur Kritik, da viele Fragen offen bleiben. Maßnahmen wurden pauschal erlassen und es gibt berechtigterweise Interessengruppe, denen bestimmte Grundrechte beschränkt werden ohne, dass es dafür ausreichend Belege gibt. Friseure vs. Tattoowierer ist da doch ein ideales Beispiel. Ein Tattoostudio ist zu 99% hygienischer als jeder Friseursalon, da dort grundsätzlich mit Desinfektionsmittel und Einmal-Handschuhen gearbeitet wird. Außerdem ist der Durchlauf an Kunden wesentlich geringer und wird namentlich erfasst. Hier fehlen Erklärungen. [Das ist nur ein Beispiel, weitere wurden auch schon auf den vergangenen Seiten diskutiert.]

Eine aktuelles Paper aus The Lancet:

Whether droplet or airborne transmission is the main route, the risk of infection is known to be much lower outside where ventilation is better. As winter approaches in the northern hemisphere, the opportunity to socialise and exercise outdoors becomes more challenging and concerns are growing over the increased risk of transmission of COVID-19. Public health guidance now needs to advise people how to navigate risk in indoor settings and wearing facemasks is becoming mandatory in many countries for travelling on public transport, indoor shopping, and gatherings. Facemasks and shields offer protection from larger droplets but their effectiveness against airborne transmission is less certain. Advice on spending time indoors should also focus on improved ventilation and avoiding crowded spaces.

As 2021 draws near, people are getting tired of the disruption the pandemic has brought to their lives and their willingness to adhere to strict rules and lockdowns might wane. As cases of COVID-19 increase globally, we need to more fully understand the transmission routes. It is crucial that we embrace new research and do not rely on recommendations based on old data so that clearer and more effective infection control guidance can be provided in the face of pandemic fatigue.


Hier wird noch einmal betont, dass es die engen Kontake in schlecht gelüfteten Räumlichkeiten sind. Wieso werden dann pauschal (Gruppen-)Aktivitäten im Freien verboten? Hier wäre es essentiell, wenn die Beschlüsse nachvollziehbar wären und zu (eigenverantwortlicher) Compliance führen, statt einfach pauschal zu verbieten. Es braucht Freiräume und Möglichkeiten sozial zu interagieren, wo dies möglich ist. Shopping sehe ich da eher weniger geeignet. Auch der DOSB hat sein Bedauern darüber geäußert:

Leider berücksichtigt der generelle Lockdown nicht die vielfältigen und erfolgreichen Aktivitäten des Sports, der durch ein hohes Maß an Disziplin und mit der konsequenten Umsetzung von Hygiene-Konzepten erreicht hat, dass der Sport nachweislich kein Infektionstreiber ist.


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